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Handgriff für Taschen, Koffer, Klappen o. dgl. Behälter Zusatz zum
Patent 675 967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung und weitere
Ausbildung der durch Patent 675 967 geschützten Griffanordnung für Taschen, Koffer,
Mappen o. dgl. Behälter mit zwei am oberen Rande des spreizbaren Behälterraumes
umklappbar angebrachten, durchEinlagen verstärkten Wandungsstreifen. Der Griff nach
diesem Patent ist insbesonfiere für Taschen, Koffer o. dgl. mit einem Reißverschluß
bestimmt.
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Die Verwendung eines Reißverschlusses zum Verschließen der Taschen
wird von verschiedenen -Benutzern als nachteilig empfunden, und zwar insofern, als
der Reißverschlußschieber; beim Verschließen und Öffnen einen langen Hin- und Rückweg
machen muß, der naturgemäß einige Zeit beansprucht. Außerdem ist dabei die Anbringung
eines zuverlässigen Schlosses und dessen Bedienung mit Schwierigkeiten verbunden.
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Der Zusatzerfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Griff nach dem
Hauptpatent so abzuändern, daß der Reißverschluß dabei entbehrt werden kann. Diese
Aufgabe ist gemäß der Zusatzerfindung im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Bügel
des Handgriffes über Schließkästchen und Schloßriegel an den Versteifungsleisten
der muldenförmigen Taschenhälften angreifen.
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Infolge dieser Ausbildung wird einerseits ein zuverlässiger und bequem
zu handhabender Verschluß der Tasche erzielt. Ferner ist es hierdurch möglich, gemäß
einem früheren Vorschlag aus zwei muldenförmigen und buchähnlichen aufklappbaren
und eine Aktentasche zwischen sich einschließenden
Hälften bestehende
Taschen ohne Rei ßverschluß auszubilden. Dadurch wird eine Tasche zur gleichzeitigen
Aufnahme von Akten, Büchern o. dzl. und Reisegeräten zeschaffen,:
| die schnell zu öffnen und zu schließen , |
| und in der Schlußlage durch ein Schloßlm |
| sichert werden kann. Außerdem zewa |
leistet diese Einrichtung eine einfache und zuverlässige Befestigung des Schlosses
und des Traggriffes.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i eine Gesamtansicht der Tasche in schaubildlicher
Darstellung, Fig.2 eine schaubildliche Darstellung der geöffneten Tasche mit in
strichpunktierten Linien angedeutetem Aktenfach, Fig. 3 das Aktenfach, von der Tasche
entfernt, ebenfalls in schaubildlicher Darstellung und Fig. q. einen senkrechten
Querschnitt durch die geschlossene Tasche in größerem Maßstab als die übrigen Figuren.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind i, 2 zwei muldenförmige
Taschenhälften. Um die drei freien Ränder der Taschenhälfte i zieht sich ein Kragen
23, dessen oberer Teil 24 stufenförmig derart eingezogen ist, daß er bei geschlossener
Tasche in einen an der Taschenhälfte 2 angeordneten, die drei übrigen Ränder umgebenden
Kragen 25 eingreift. Weiterhin ist die Anordnung dabei so getroffen, daß der Kragen
25 bei geschlossener Tasche sich auf der Schulter 28 des Kragens 23 abstützt. Auf
diese Weise ist gleichzeitig eine gute Staubdichtung geschaffen.
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Zu beiden Seiten der Kragen 23, 25 ist an den zu dem beide. Taschenhälften
verbindenden Rückenfalz 3 parallel laufenden Längsrändern der Taschenhälften 1,
2 je ein senkrecht stehender Streifen 7 angeordnet, von. denen der eine im Abstand
voneinander Schloßkästen 27 trägt, die den Zwischenraum zwischen den beiden Streifen
überbrücken, und deren parallel zu den Streifen 7 liegenden Stirnseiten mit einem
Schlitz 28 versehen sind. Bei geschlossener Tasche greifen durch diese Schlitze
28 je zwei Hakenriegel 29 in die Schließkästchen ein, die an der gegenüberliegenden
Leiste 7 angeordnet sind und z. B. durch Verschieben von auf der Außenseite. der
Leiste 7 aufliegenden Knöpfen 30 ausglöst werden können. Die Riegel29 sind zweckmäßig
abschließbar eingerichtet.
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Auf den Schloßkästchen 27 sind etwa n-förmige Bügel i i befestigt,
an deren oberen waagerechten Steg ein Handgriff 12 angelenkt ist.
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An dem einen die Taschenhälfte i abeehließenden Klappdeckel 14 sind
im Abf't"änd voneinander zwei kurze Riemen 31 an-;mäht, die 'über den Rückenfalz
3 auf den anderen die Taschenhälfte 2 abschließenden Klappdeckel 16 ragen und dort
in Schnallen 32 befestigt sind. An die Stelle der Schnallen könnten selbstverständlich
auch Druckknöpfe oder andere geeignete Befestigungsmittel treten. Die Riemen sind
durch Ösen 33, die am unteren Rand eines Aktenfaches 17 angelenkt sind, hindurchgezogen.
Das Aktenfach 17 ist in Fig.2 in strichpunktierten Linien angedeutet und in Fig.
3 schaubildlich herausgezeichnet. Es kann zur Aufnahme von Briefen und ähnlichen
flachen Teilen dienen und ist an seinem oberen Rand mit einem Reißverschluß 34 versehen.
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Wie schon einleitend erwähnt ist, zeichnet sich die neue Reise- und
Aktentasche durch ihre besondere Zweckmäßigkeit und einfache Handhabung aus.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte und
beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind in ihrem Rahmen noch
verschiedene Abänderungen und auch andere Ausführungen möglich, so kann beispielsweise
die Inneneinrichtung der Tasche und auch deren äußere Raumform eine andere sein.
Die in dem Ausführungsbeispiel am unteren Rand der Aktentasche angeordneten Ösen
können auch von Durchbrechungen der Tasche gebildet sein, gegebenenfalls aber auch
ganz in Fortfall kommen, wenn z. B.. das Aktenfach durch eine Klemmvorrichtung ö.
dgl. auf dem Rückenfalz festgehalten wird. Das Aktenfach entspricht in seiner äußeren
Aufmachung im wesentlichen der einer üblichen Aktentasche. Gegebenenfalls können
anstatt eines auch mehrere Aktenfächer vorgesehen sein.
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Die Tasche kann vorzugsweise aus Natur-und Kunstleder oder jedem anderen
artgleichen Werkstoff hergestellt werden.