DE690263C - Verfahren zum Erweichen von Polymerisaten und Mischpolymerisaten der Vinylgruppe - Google Patents

Verfahren zum Erweichen von Polymerisaten und Mischpolymerisaten der Vinylgruppe

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DE690263C
DE690263C DE1934D0068737 DED0068737D DE690263C DE 690263 C DE690263 C DE 690263C DE 1934D0068737 DE1934D0068737 DE 1934D0068737 DE D0068737 D DED0068737 D DE D0068737D DE 690263 C DE690263 C DE 690263C
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copolymers
polymers
vinyl group
softening
softening polymers
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DE1934D0068737
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Deutsche Celluloid Fabrik AG
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Deutsche Celluloid Fabrik AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2357/00Characterised by the use of unspecified polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erweichen von Polymerisaten und Mischpolymerisaten der Vinylgrüppe
    D,er- Gesamtverbrauch des, Celluloids und
    Cellons zu den verschiedenartigsten Ge-
    brauchsgegenständen beruht auf der Eigen-
    schaft des Materials, die ihm unter Anwen-
    dung von Wärme und nachfolgender Ab-
    kühlung durch Formen, Biegen, Presisen oder
    Blasen gegebene oder in Formen während
    des thermoplastischen Zustandes aufgezwun-
    gene Gestalt beizubehalten. Wenn man von
    dem entsprechenden Zuschneiden ,oder Aus-
    stanzen des Materials absieht, handelt @es
    sich also darum, das Cellulolld oder Cellon
    durch Eintauchen in kochendes Wasser oder
    Erwärmen auf Wärmetischen genügend pla-
    stisch zu machen. Von diesen beiden Arbeits-
    weisen hat man aus Gründen der Sicher-
    heit in der Fabrikation von Celluloidwaren
    der Heißwasserbehandlimg den Vorzug ge-
    geben.
    Bei: der Übertragung dieser in id@er Celluloid-
    wareniudustrie üblichen Arbeitsweisie auf die
    Verarbeitung von Polymerllsaten undM.isch-
    polymerisatien der Vinylgruppe, z. B. aus den
    Mi;sichpolymeris,aten aus Vinylchilorid @ und
    Acrylsäuzeesiber oder aus Polyvinylchlorid
    zwecks Herstellung von beliebig geformten
    Gegenständen hat sich .sehr bald der übel-
    stand herausgestellt, daß :diese Stoffe wäh-
    rend der Plastifizierung in warmem: Wasser
    bei einer über dem Erwelichungspunkt dies
    Materials liegenden Temperatur, iewa 70°
    bis roo°, weiß werden. Hierdurch wird die
    Verwendumgs,möglvchkeit solcher Stoffe als
    schwerentzündlicher celluloidähnlilcher Werk-
    stoff stark eingeschränkt.
    Wahmscheinlich beruht dieses Weißwerden
    auf einer adsorp-tiven Bindung der Wasser-
    moleküle durch die ziemlich starken Neben-
    valenzkräfte der Polymerisate. Wie gefunden
    wurde, ist @es aber möglich, das Weißwerden
    der Polymerisatformsfiücke beim Erwärmen
    in wäßrigesi Flüssigkeiten dadurch zu ver-
    hindern, da.ß Uran konzentrierte, wäßriige Lö-
    sungen stark wasseranziehender bzw. Hydrate
    bildender anorganischer Metallsalze verwen-
    det, wobei. die Summe der durch die Metall-
    kationen geäuße.rüen VaJenz9o7äfte größer ist
    als die adsioxptive Bindung des Wassers
    durch die Polymeren.
    Die F'ähig'keit, möglichst viele Wasisermole-
    küle nebenvalenz-chemilsch "z u. binden, ist
    einerseits von den verwendeten Salzen und
    andewemsei!ts von der Közzentration der Salz-
    lösungen abhängig. Als besonders geeignet
    haben. sich die Wasser anziehenden odier
    Hydrate bildenden Salze der Alkalien, Erd-
    alkaIierl und Erden sowie ;eine Reihe solcher
    Schwermetallsalze, wie z. B.. Kupfersulfat, .er-
    wiesen. Die folgenden wäßrigen Salzlösungen
    sielen beispielsweise genannt:
    I. 33o/orge und höher konzentr. CaCl2-Lösungen,
    2. 35o/orge - - - Kli L p3-
    3. 40°/oige - - - Naz S2 03- - ,
    4. 33°/oige - - - M9Clz- - ,
    -5- 35o/oige - - - CUS04- -
    Taucht man die Polymerisatfolien zwecks
    Thermoplastifzierüng .in diese
    Lö-
    sungen ein, so bleiben de Folien. völlig klar-.
    Es ist zwar ,bereits aus der britischen Pa-
    tentschrIft 398 194 bekannt, als Wäxmeüber-
    träger für die Verformung von Plastifikaten
    aus Vinylpolymeren pflanzliche oder mine-
    ralische öle zu verwenden, jedoch ließen-Sich
    diese Vorschläge in der Praxis nicht durch-
    führen. Ihr wesentlicher Nachteil liegt darin;
    daß die in ihnen verformten. Gebrauchsgegen
    stände sich schwer von den anhaftenden öl-
    schichten reinigen lassen und daß hierzu
    stets die Anwendung von öllösungsmItteln
    notwendig ist. Abgesehen von der Unhe-
    quemlichkeit der Durchführung und der
    Verteuerung weist dieser Weg nach den Nach-
    teil auf, daß die zum. Entfernen der Öl-
    schichten angesetzten. Lösungsmittel Quell-
    vermögen für die Vinylpölymeren haben, so
    daß die Gefahr besteht, daß sch die Abmessungen der Gebrauchsgegenstände in für viele Anwendungsgebiete nicht tragbaren Grenzen verändern. Es ist deswegen für die Kunststoff verarbeitende Industrie von größter Bedeutung, als Wärmeüberträger Flüssigkeilten an Hand zu haben, die diesen übelstand nicht aufweisen und deren Entfernen von dien. Polymerisaten sich in einfachster Weise, nämlich durch Wasser, vornehmen läßt. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erw .eichen * von Polymehsaten und Mischpolymerisaten der Vkylgruppe durch Erwärmen in Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch die Verwer_-dung von konzentrierten wäßrigen Lösungen stark Wasser anziehender bzw. Hydrate bildender anorganischer Metallsahe.
DE1934D0068737 1934-09-14 1934-09-14 Verfahren zum Erweichen von Polymerisaten und Mischpolymerisaten der Vinylgruppe Expired DE690263C (de)

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