DE69018745T2 - Hilfstoiletteneinrichtung mit individueller versetzbarer Toilettenkabine. - Google Patents
Hilfstoiletteneinrichtung mit individueller versetzbarer Toilettenkabine.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Hilfstoiletteneinrichtung mit individueller versetzbarer Toilettenkabine, die mit Einrichtungen zur Aufnahme und Lagerung von Fäkalien ausgestattet ist und selbständig und unabhängig von jeglichem Anschluß an eine Spülflüssigkeitsquelle oder eine Sammelableitung benutzt werden kann.
- Insbesondere eignet sich die Erfindung für den Aufbau einer Sammeltoilettenanlage, die jahreszeitlich bedingt oder vorübergehend bei zeitlich und räumlich konzentrierten Bewegungen oder Ansammlungen von Menschen unter Umständen und Bedingungen eingesetzt werden kann, die sonst keine entsprechenden Infrastrukturen bieten.
- Um den Bedürfnissen von derart auf begrenztem Raum konzentrierten Menschen Rechnung zu tragen, muß man ihnen Einrichtungen zur Verfügung stellen, die für ihren Aufenthalt ein Minimum an Hygiene und Komfort garantieren.
- Besonders geeignet ist die Erfindung für Menschenansammlungen oder Menschenkonzentrationen bei Massenveranstaltungen wie Meetings, Ausstellungen, Freiluftkonzerten, ländlichen Festen, Sportveranstaltungen, Wallfahrten oder auch für den Einsatz auf Großbaustellen oder bei saisonbedingten Menschenbewegungen mit auf einige Wochen oder einige Monate beschränkten größeren Menschenansammlungen, wie zum Beispiel an Reise- und Urlaubsorten, Stränden, auf Campingplätzen, an Wintersportorten, Skipisten, Autobahnraststätten und dergleichen.
- Aus dem Patent US-2 999 247 ist bereits eine mobile, versetzbare Toilettenanlage bekannt mit einer Einzelkabine, einer senkrecht über einer Öffnung in der oberen Wandung eines Fäkalienlagertanks befindlichen Einrichtung zum Aufnehmen und Abführen der Fäkalien und einem mit dieser Öffnung zusammenwirkenden beweglichen Verschlußelement, wobei der Lagertank nach einer vorbestimmten Benutzungszeit unabhängig von der Kabine entfernt und ein neuer Lagertank, der ebenfalls beweglich und austauschbar ist, an seiner Stelle in Benutzungsstellung gebracht werden kann, und mit Verbindungsmitteln, durch die Öffnung des Tanks nach Entfernung des Verschlußelements mit der Aufnahmeeinrichtung verbunden werden kann.
- Eine erste Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die Installation einer oder mehrerer individueller Toilettenkabinen zu ermöglichen, die während einer bestimmten, einem Benutzungszyklus entsprechenden Zeitdauer autonom funktionieren und damit einen vorübergehenden Bedarf decken, ohne daß hierzu ein Anschluß an eine Energiequelle oder ein Wasserversorgungs- oder Abwassersystem erforderlich ist.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen relativ langzeitigen Betrieb derartiger Kabinen zu gestatten mit der Möglichkeit, am Ende des Benutzungszyklus durch einfache und schnelle Handhabungsmaßnahmen die Entleerung ohne die Notwendigkeit einer Handhabung der Fäkalien im Freien zu ermöglichen, so daß die Kabine zum Ende des Benutzungszyklus an Ort und Stelle verbleiben und für einen neuen Benutzungszyklus hergerichtet werden kann, ohne daß ein für die Umgebung unangenehmes Umpumpen oder Umfüllen der Fäkalien erforderlich wäre.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Toilettenanlage nach Anspruch 1.
- Insbesondere ermöglicht es das bewegliche Verschlußelement, den Lagertank alternativ für den Transport und die Lagerung bei Nichtbenutzung zu verschließen bzw. in seiner zurückgezogenen Stellung die Aufnahme- und Abführeinrichtungen mit dem Innenraum des Lagertanks zu verbinden, wenn sich der Lagertank in der Kabine befindet.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Kabine eine Flüssigkeits-Betätigungseinrichtung auf, zum Beispiel eine Verdrängerpumpe, die den Aufnahme- und Abführeinrichtungen zum Zwecke der Versorgung dieser Einrichtungen mit Spülflüssigkeit nachgeschaltet ist.
- Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Pumpe dem Lagertank vorgeschaltet und mit ihm über eine Anschlußstelle verbunden, die rasche Verbindung und/oder das rasche Trennen von Pumpe und Lagertank ermöglicht
- Bei einer weiteren speziellen Ausführungsform umfaßt der Lagertank einen im Tank versenkten und mit der genannten Anschlußstelle verbundenen Filterblock, der die Speisung der Pumpe mit einer dem Lagertank entnommenen flüssigen Phase ermöglicht.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Pumpe als Membranpumpe vorgesehen und umfaßt ein mechanisches Betätigungspedal, das im wesentlichen oberhalb des Bodens der Kabine angeordnet ist und mit einer Rückholfeder zusammenwirkt.
- Nach einem anderen Merkmal der Erfindung umfassen die Kabine und der Lagertank Mittel zur gegenseitigen lösbaren Verbindung derart, daß alternativ die Kabine zusammen mit dem damit verbundenen Lagertank oder die Kabine einerseits und der Lagertank andererseits in voneinander getrenntem Zustand einzeln gehandhabt werden können.
- Es kann erfindungsgemäß auch vorgesehen werden, daß die Kabine einerseits und der Lagertank andererseits Haken- oder Greifelemente für die Hubeinrichtungen, zum Beispiel Ösen, aufweisen, mittels derer die Kabine und/oder der Lagertank an Hubeinrichtungen, zum Beispiel einem Hubseil, zur Handhabung durch einen Kranausleger befestigt werden können.
- Nach einem weiteren Merkmal weist der Lagertank eine Entleerungsöffnung mit einem Stopfen auf, der innerhalb des Lagertanks angebracht ist und über einen sich vertikal durch den Tank erstreckenden Betätigungshebel betätigt wird, wobei das Betätigungsende des Hebels von der oberen Wand des Tanks aus zugänglich ist.
- Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren für den Betrieb eines Parks von gemäß vorstehenden Merkmalen ausgeführten individuellen Toilettenkabinen, die für den vorübergehenden oder saisonbedingten Einsatz installiert werden, wobei das Verfahren durch folgende Abläufe gekennzeichnet ist:
- - Man stellt eine bestimmte Anzahl von Kabinen mit Lagertanks bereit, die zunächst eine geringe Menge Spülflüssigkeit entsprechend der für die ersten Benutzungen erforderlichen Menge enthalten,
- - man läßt die Kabinen für eine Zeitdauer, die im wesentlichen der Füllung der Lagertanks entspricht, in Benutzung,
- - man stellt unmittelbar neben einer Kabine, deren Lagertank im wesentlichen voll ist, einen neuen Lagertank ab, der nur die für die ersten Benutzungen erforderliche Anfangsmenge an Spülflüssigkeit enthält,
- - man trennt die Kabine einerseits von dem mit der Kabine verbundenen vollen Lagertank, insbesondere im Bereich der Verbindung der Pumpe der Kabine mit dem Lagertank,
- - man versetzt die Kabine, so daß nur der volle Lagertank zurückbleibt, und transportiert die Kabine ohne Lagertank zur benachbarten Position, richtet sie zum neuen Lagertank derart aus, daß der neue Lagertank in der Aufnahme im Sockel der Kabine aufgenommen ist, und verbindet die Pumpe der Kabine mit dem neuen Lagertank, womit die Kabine für einen neuen Benutzungszyklus bereit ist, und
- - man entfernt den vollen Lagertank, nachdem man ihn geschlossen hat, zum Zweck des Abtransports und der Entleerung.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer als Beispiel dargestellten Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen.
- Fig. 1 zeigt eine perspektivische Außenansicht der Kabine im wesentlichen von vorn;
- Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht derselben Kabine im wesentlichen von hinten;
- Fig. 3 zeigt eine Draufsicht der Kabine im wesentlichen in Höhe des Bodens, wobei der unterhalb des Bodens befindliche Tank gestrichelt dargestellt ist;
- Fig. 4 zeigt einen vertikalen Schnitt durch den unteren Teil der Kabine entlang einer mittleren Ebene;
- Fig. 5 zeigt eine Draufsicht des der Kabine zugeordneten Tankbereichs, während
- Fig. 6 einen vertikalen Schnitt durch den in Fig. 5 dargestellten Tank entlang einer mittleren Ebene zeigt.
- In Fig. 1 und 2 ist zu erkennen, daß die Installation im wesentlichen eine Einzelkabine 2 umfaßt, die zum Beispiel aus einer durch Wölbung der Wandungen versteiften Polyesterschale besteht.
- Diese Schale mit allgemein prismatischer Form und quadratischer Basis 1 bildet den undurchsichtigen Körper der Kabine 2, während das Dachteil 3 aus durchscheinendem Polyester ausgebildet ist. Die Vorderfront ist mit einer Tür 4 ausgestattet, die mit ihrer Unterkante in einer dem Boden der Kabine entsprechenden Höhe 5 verläuft und über eine klappbare Stufe 6 zugänglich ist.
- Der untere Teil oder der Sockel 7 der Kabine, der sich unterhalb der dem Boden entsprechenden Höhe 5 befindet, bildet den eine zentrale Aufnahme definierenden Kabinenbereich 7, in dem der entfernbare Lagertank 14, der nachstehend noch im einzelnen unter Bezugnahme auf Fig. 5 und 6 beschrieben wird, später aufgenommen wird.
- In Fig. 2 ist zu erkennen, daß die Kabine 2 an ihrem Sockel zwei zum Beispiel aus Holz bestehende, Längsträger 8 bzw. 8' bildende Kufen aufweist, wobei jede seitliche Kufe 8, 8' an ihren Enden jeweils mit Ringschrauben 9 versehene Laschen aufweist.
- In Fig. 2 sind ferner zwischen den Ringschrauben 9, die sich in den Eckbereichen der Kabine befinden und der Handhabung der Kabine dienen, Hubösen 10 zu erkennen, die zum Lagerbehälter gehören.
- Wie weiter unten noch im Zusammenhang mit der Beschreibung der Arbeitsweise des Systems dargelegt wird, ermöglichen es die Ösen bzw. Ringschrauben 9 der Kabine und die Hubösen 10 des Lagertankblocks 14, die Kabine 2 und den Lagertankblock 14 unabhängig voneiander anzuheben und zu handhaben, während andererseits auch die gemeinsame Handhabung der Kabine 2 und des Lagertanks 14 dadurch möglich ist, daß entweder die Kabine 2 und der Lagertank 14 vorher miteinander verbunden werden oder daß die Hubeinrichtungen, z.B. das am Ende eines Kranauslegers herabhängende Hubseil, gleichzeitig in die Ringschrauben 9 der Kabine und die Hubösen 10 des Lagertanks 14 eingeführt werden.
- Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, trägt der Boden 11 der Kabine 2, der aus verstärkten, behandelten Aluminiumblechplatten besteht, die auf einer einstückig mit der Kabine 2 ausgebildeten Auflage aus verstärktem Polyester ruht, das Keramikbecken, das entweder nach "englischer" oder - wie im Beispiel der Fig. 4 bei 12 abgebildet - nach "türkischer" Art ausgebildet sein kann.
- Unten mündet das Becken 12 über die Klappe 13 in den Innenraum des Lagertanks 14, der hierzu in seinem oberen Bereich eine Öffnung zur Aufnahme der durch den unteren Bereich des Beckens gebildeten Mündung aufweist, wobei die Öffnung 15 in Zeiten der Nichtbenutzung mittels einer Verschlußklappe 16 geschlossen werden kann und diese Verschlußklappe 16 in Wartestellung an der oberen Fläche des Lagertanks 14 seitlich von der Öffnung 15 positioniert und festgesetzt werden kann.
- Der Lagertank 14 hat ein großes Fassungsvermögen (zum Beispiel in der Größenordnung von 300 l) und ist im Inneren des Sockels 7 der Kabine 2 aufgenommen.
- Im Lagertank befindet sich eine im Boden des Lagertanks 14 angebrachte Entleerungsöffnung 17 mit einem Stopfen 18, wobei der Stopfen 18 mittels eines Betätigungshebels 19 betätigt werden kann, der seinerseits am Bügel 20 von der oberen Wand des Tanks aus bedient werden kann.
- Im übrigen ist im Inneren des Lagertanks 14 ein Filterblock 21 vorgesehen, der auf dem Boden des Lagertanks ruht und über die Leitung 22 mit der lösbaren Anschlußstelle 23 verbunden ist.
- Diese Anschlußstelle ist in der Nähe der Aussparung 24 (Fig. 5) angeordnet, die zur Aufnahme der zylindrischen Pumpe 25 (Fig. 3) im Körper des Lagertanks 14 vorgesehen ist.
- Die Pumpe 25 ist mit ihrem nachgeschalteten Einlaß über die Leitung 26 mit dem Schnellanschluß 23 verbunden.
- Der nachgeschaltete Auslaß der Pumpe 25 mündet über die Leitung 27 in eine im Becken 12 kopfüber angebrachte Spülflüssigkeitsdüse 28.
- Bei der Pumpe 25 handelt es sich um eine Membranpumpe, die durch das am Hebel 30 befestigte Pedal 29 betätigt wird, das von oberhalb des Bodens 11 der Kabine 2 zugänglich ist.
- Zunächst wird die Einheit an Ort und Stelle mit einem Spülflüssigkeitsvorrat von einigen Litern für die ersten Benutzungen installiert.
- Mit jeder Betätigung der Pumpe 25 wird dem Lagertank 14 eine Spülflüssigkeitsmenge (etwa 3 l) entnommen, die Reinigung des Beckens, eventuell nach mehrmaliger Betätigung der Pumpe 25, gestattet.
- Mit jeder weiteren Benutzung füllt sich der Lagerbehälter 14 und nimmt entsprechend der Benutzung der Kabine 2 flüssige und feste Fäkalien auf.
- Der Lagertank 14 enthält eine Zugabe von Produkten, die angesammelte Flüssigkeit stark, z.B. dunkelblau, färben, sowie von Produkten mit desinfizierender und/oder geruchsbindender Wirkung; auf diese Weise kann das Becken bei jeder Benutzung mittels Rückgewinnung und Rückführung der im Lagertank 14 gespeicherten Flüssigkeit gereinigt werden, die sich aus der geringen Flüssigkeits-Anfangsmenge und den bei den aufeinanderfolgenden Benutzungen eingebrachten flüssigen Abgängen (Urin) zusammensetzt.
- Die zugegebenen Produkte werden so gewählt, daß sie sich sehr rasch selbständig abbauen und die Fäkalien in das Abwasser entleert werden können, das dann den Kläranlagen zugeführt und dort gereinigt wird.
- Nach einem normalen Benutzungszyklus, wenn der Lagertank 14 annähernd seinen maximalen Füllungsgrad erreicht hat (was eventuell von außen mittels eines Füllstandsüberwachungssystems erkannt werden kann), kann die Kabine 2 durch einfachen Austausch der vom Lagertank 14 gebildeten mobilen Einheit wieder einsatzfähig gemacht werden.
- Hierfür ist nur erforderlich, daß eine Handhabungseinrichtung, zum Beispiel ein Lastwagen mit einem Kranausleger, an Ort und Stelle verbracht wird, der unmittelbar neben der Kabine 2, deren Zyklus abgelaufen ist, einen neuen, im wesentlichen leeren Lagertank 14 abstellt, der nur die Anfangs-Spülflüssigkeitsmenge sowie die Zugabeprodukte enthält und im geschlossenen Zustand mit auf seiner oberen Öffnung angebrachter Verschlußklappe 16 transportiert wird, und daß der neue Lagertank 14, nachdem er sich an Ort und Stelle befindet, durch Öffnen der Verschlußklappe 16 in den aktiven Zustand versetzt wird.
- Danach versetzt der Kranausleger die Kabine 2, deren Zyklus abgelaufen ist, wobei deren voller Lagertank 14 an Ort und Stelle verbleibt, was einfach durch Trennen der Pumpe 25 vom Anschluß 23 geschehen kann, und die angehobene Kabine 2 kann bequem auf den unmittelbar daneben abgestellten neuen Lagertank 14 aufgesetzt werden, wonach durch einfaches Verbinden der Pumpe 25 mit dem Anschluß dieses neuen Lagertanks 14 die Einheit wieder funktionsbereit gemacht wird.
- Der vorherige, im wesentlichen gefüllte Lagertank 14 kann dann durch Anbringen der Verschlußklappe 16 verschlossen werden, und die so verschlossene Einheit kann zur Entleerung auf die Plattform der Transport- und Handhabungseinrichtung gesetzt werden.
- Auf diese Weise kann nach Ablauf eines Benutzungszyklus eine Kabine 2 einfach durch standardmäßigen Austausch ihres Lagertanks 14 wieder funktionsfähig gemacht werden, und dies ohne die Unanmehmlichkeiten des bisherigen Systems, bei dem der Transport zum Entleerungsbetrieb erforderlich war, was mit hohen Kosten für eine geringe Menge behandelter Fäkalien verbunden war, ganz zu schweigen vom Lärm und den unangenehmen Gerüchen ausgerechnet an Orten von Menschansammlungen.
- Die erfindungsgemäße Toilettenanlage ist also immer dann einsetzbar, wenn man einer Gruppe von Menschen, unabhängig von deren Größe, ein Mindestmaß an sanitärem Komfort an einem sonst nicht ausgerüsteten Ort zur Verfügung stellen will, da die Installation sehr rasch erfolgen kann und während der gesamten Aufenthaltsdauer der betreffenden Personengruppe an Ort und Stelle verfügbar gehalten werden kann.
Claims (12)
1. Mobile, versetzbare Toilettenanlage mit einer
Einzelkabine (2), einer senkrecht über einer Öffnung in der
oberen Wandung (15) eines Fäkalienlagertanks (14)
befindlichen Einrichtung zum Aufnehmen und Abführen
der Fäkalien (12) und einem mit dieser Öffnung
zusammenwirkenden beweglichen Verschlußelement (16),
wobei der Lagertank (14) nach einer vorbestimmten
Benutzungszeit unabhängig von der Kabine (2) entfernt
und ein neuer Lagertank (14), der ebenfalls beweglich
und austauschbar ist, an seiner Stelle in
Benutzungsstellung gebracht werden kann, und mit
Verbindungsmitteln, durch die die Öffnung (15) des Tanks nach
Entfernung des Verschlußelements (16) mit der
Aufnahmeeinrichtung (12) verbunden werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kabine (2) ein Oberteil oder einen Körper und ein
Unterteil oder einen Sockel (7) aufweist, die durch
einen ebenen Boden (11) getrennt sind, auf dem die
Aufnahmeeinrichtung (12) befestigt ist, wobei der
Sockel (7) oben durch den ebenen Boden (11) begrenzt
wird und einen nach unten offenen Raum ausbildet
derart, daß die Kabine (2) unabhängig von dem
Lagertank (14) abgehoben werden kann, und den
Lagertank (14) unabhängig von der Kabine (2)
aufnimmt, wobei die Anlage ferner Mittel (9,10)
aufweist, mittels derer entweder die Kabine (2) allein
oder nach Abheben der Kabine (2) der Lagertank (14)
allein oder die Kabine zusammen mit dem Lagertank
(2,14) abgehoben werden kann.
2. Toilettenanlage nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Lagertank (14) ein großes
Fassungsvermögen in der Größenordnung von 300 l aufweist.
3. Toilettenanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine aus einer die
allgemeine Form eines Prismas, insbesondere eines
solchen mit quadratischer Grundfläche, aufweisenden
Schale aus einem Kunststoffmaterial, z.B. Polyester,
besteht, deren Körper undurchsichtig ist, während der
Bereich (3) des Daches lichtdurchlässig ist.
4. Toilettenanlage nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
Verschlußelement (16) geeignet ist, den Lagertank für den
Transport und die Lagerung bei Nichtbenutzung zu
verschließen und in seiner zurückgezogenen Stellung
die Aufnahme- und Abführeinrichtungen (12), z.B. ein
auf dem Kabinenboden (2) befestigtes Beckens mit dem
Innenraum des Lagertanks zu verbinden, wenn sich der
Lagertank in der Kabine befindet.
5. Toilettenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (2) eine
Flüssigkeits-Betätigungseinrichtung, zum Beispiel
eine Verdrängerpumpe (25), aufweist, die den
Aufnahme- und Abführeinrichtungen (12) zum Zwecke der
Versorgung dieser Einrichtungen mit Spülflüssigkeit
nachgeschaltet ist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpe (25) dem Lagertank (14) vorgeschaltet und
mit ihm über eine Anschlußstelle (23) verbunden ist,
die die rasche Verbindung und/oder das rasche Trennen
von Pumpe und Lagertank ermöglicht.
7. Anlage nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Lagertank (14) einen im Tank
(14) versenkten und mit der genannten Anschlußstelle
verbundenen Filterblock (21) umfaßt, der die Speisung
der Pumpe (25) mit einer dem Lagertank entnommenen
flüssigen Phase ermöglicht.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pumpe (25) einem mechanischen
Betätigungspedal (29) zugeordnet ist, das im
wesentlichen oberhalb des Bodens (11) der Kabine angeordnet
ist und mit einer Rückholfeder zusammenwirkt.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kabine (2) und der Lagertank
(14) Mittel zur gegenseitigen lösbaren Verbindung
umfassen derart, daß alternativ die Kabine zusammen
mit dem damit verbundenen Lagertank oder die Kabine
einerseits und der Lagertank andererseits in
voneinander getrenntem Zustand einzeln gehandhabt werden
können
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtungen Haken- oder
Greifelemente, z.B. Ösen (9,10) aufweisen, mittels
derer die Kabine und/oder der Lagertank an den
Hubeinrichtungen befestigt werden können.
11 Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Lagertank (14) eine
Entleerungsöffnung (17) mit einem Stopfen (18) aufweist,
der innerhalb des Lagertanks angebracht ist und über
einen sich vertikal durch den Tank erstreckenden
Betätigungshebel (19) betätigt wird, wobei das
Betätigungsende des Hebels von der oberen Wand des
Tanks aus zugänglich ist.
12. Verfahren für den Betrieb eines Parks von
Toilettenkabinen nach einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 11, gekennzeichnet durch die Abfolge der
folgenden Schritte:
- Man stellt eine bestimmte Anzahl von Kabinen mit
Lagertanks (14) bereit, die zunächst eine
geringe Menge Spülflüssigkeit entsprechend der
für die ersten Benutzungen erforderlichen Menge
enthalten,
- man läßt die Kabinen (2) für eine Zeitdauer, die
im wesentlichen der Füllung der Lagertanks (14)
entspricht, in Benutzung,
- man stellt unmittelbar neben einer Kabine (2),
deren Lagertank (14) im wesentlichen voll ist,
einen neuen Lagertank (14) ab, der nur die für
die ersten Benutzungen erforderliche
Anfangsmenge an Spülflüssigkeit enthält,
- man trennt die Kabine (2) einerseits von dem mit
der Kabine (2) verbundenen vollen Lagertank
(14), insbesondere im Bereich der Verbindung der
Pumpe (25) der Kabine mit dem Lagertank (14),
- man versetzt die Kabine (2), so daß nur der
volle Lagertank (14) zurückbleibt, und
transportiert die Kabine (2) ohne Lagertank zur
benachbarten Position, richtet sie zum neuen Lagertank
(14) derart aus, daß der neue Lagertank (14) in
der Aufnahme im Sockel 7 der Kabine (2)
aufgenommen ist, und verbindet die Pumpe (25) der
Kabine (2) mit dem neuen Lagertank (14), womit
die Kabine (2) für einen neuen Benutzungszyklus
bereit ist, und
- man entfernt den vollen Lagertank (14), nachdem
man ihn geschlossen hat, zum Zweck des
Abtransports und der Entleerung.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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