DE682360C - Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen - Google Patents
Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten ZaehnenInfo
- Publication number
- DE682360C DE682360C DEK148224D DEK0148224D DE682360C DE 682360 C DE682360 C DE 682360C DE K148224 D DEK148224 D DE K148224D DE K0148224 D DEK0148224 D DE K0148224D DE 682360 C DE682360 C DE 682360C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- spindle
- wheel
- teeth
- wheels
- tooth
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 18
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 20
- 210000002455 dental arch Anatomy 0.000 claims 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 6
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 5
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 5
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 239000003082 abrasive agent Substances 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 2
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23F—MAKING GEARS OR TOOTHED RACKS
- B23F19/00—Finishing gear teeth by other tools than those used for manufacturing gear teeth
- B23F19/02—Lapping gear teeth
- B23F19/025—Lapping bevel gears by making use of a correspondingly shaped counterpart
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Gear Processing (AREA)
Description
Die Flanken hochwertiger Zahnräder werden nach ,erfolgter spanabhebender Bearbei-'
tung zumeist durch ein Läppverfahren geglättet. Das geschieht in der Weise, daß man
die verzahnten Räder paarweise mit oder auch ohne Schleifmittel unter Anwendung von
Zusatzbewegungen einlaufen läßt. Bei diesem Einlaufen werden diejenigen Unebenheiten
der Zahnflanken, die durch ungenaue spanabhebende Bearbeitung öder Härteverzug entstanden
sind und die ein ordnungsmäßiges Kämmen der Räder beeinträchtigen, fortgeläppt.
Bringt man dabei die zu läppenden Räder mit Hilfe mehrerer verschiedenartiger Zusatzbewegungen in die gleichen Verlagerungsstellungen,
denen sie später durch Einbaufehler, durch Nachgiebigkeit der Lagerung usw. im eingebauten Zustand in der
Praxis unterworfen sein können, dann werden außerdem auch diejenigen Teile der Zähne
abgeschliffen, die bei derartigen. Verlagerungen ein Klemmen der im Eingriff befindlichen
Zähne verursachen könnten.
Es handelt sich also bei diesen Verfahren im wesentlichen um eine Veredlungsarbeit, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der im Getriebe auftretenden Verlagerungen und Einbaufehler.
Es handelt sich also bei diesen Verfahren im wesentlichen um eine Veredlungsarbeit, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der im Getriebe auftretenden Verlagerungen und Einbaufehler.
Demgegenüber ist die Aufgabe des erfindungsgemäßen Verfahrens eine grundsätzlich
andere. Dieses dient nämlich nicht nur zur Veredelung der Zahnoberfläche, sondern mehr
oder weniger auch zu einer formgebenden Bearbeitung der Zähne.
Besondere Bedeutung hat das neue Läppverfahren für Zahnräder mit in ihrer Längsrichtung
gekrümmten Zähnen. Bekanntlich sind bei Rädern dieser Art die hohlen und erhabenen Zahnflanken, also die Flanken, die
beim Abrollen der Räder miteinander kammen, zumeist verschieden stark gekrümmt,
derart, daß die Flanken nur auf einem mittleren Teile zur Anlage kommen. Es entsteht
dabei' auf den -Zahnflanken eine begrenzte Zahnanlage, die im folgenden als Tragbild
bezeichnet wird.
Die Praxis hat nun gezeigt, daß ein Getriebe für bestimmte Belastungsfälle und bestimmte
Lagerungsverhältnisse attch ein bestimmtes, durch Lage und Form gekennzeichnetes
Tragbild erfordert, wenn die günstigsten Laufeigenschaften erzielt werden sollen.
Das Tragbild erstreckt sich über diejenigen Teile der miteinander kämmenden Zahnflanken,
die-.einen so geringen Krümmungsunterschied aufweisen, daß dadurch die Anlage
nicht unterbrochen wird. Seine Grenzen liegen dort, wo sich die beiden Flanken infolge
eines größeren Krümmungsunterschiedes beim Abrollen der Räder nicht mehr berühren.
Eine bestimmte Lage und eine bestimmte ίο Form des Tragbildes erfordert demgemäß auf
allen Teilen der Zahnoberfläche auch bestimmte Krümmungsunterschiede, und diese
erfordern wiederum ganz bestimmte, in einzelnen Schnitten voneinander verschiedene
Zahnprofile.
Für die Bearbeitung kommt noch erschwerend hinzu, daß im Betrieb ein Wandern
des Tragbildes in Richtung des einen oder anderen Zahnendes und eine Vergrößerung
bei zunehmender Last erfolgen muß. Diese Forderung setzt voraus, daß der Übergang von der geringeren zu der stärkeren
Krümmung stetig verläuft und daß der Abstand der einander zugeordneten Zahnflanken
an den Zahnenden, also dort, wo sie sich infolge
des Krümmungsunterschiedes in der Normalstellung nicht berühren, einen gewissen
Wert nicht überschreitet. , Die Beachtung aller dieser Forderungen
erhöht die Schwierigkeiten, die durch die hier gelöste Aufgabe, die man als profilgestaltendes
Läppen bezeichnen kann, beseitigt werden. Wie an Hand des nachfolgend beschriebenen
Ausführungsbeispieles erläufert ist, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das eine Rad in Längsrichtung der Zähne durch Verschwenken seiner Radachse
unter gleichzeitigem Verkanten des Rades so verschoben wird, daß in bezug zur Getriebestellung
eine vergrößerte Zahnanlage entsteht. Zweckmäßig erfolgt dieser Arbeitsgang in starrer Achsstellung, während das so vorgeläppte
Getriebe dann in einem anschließenden Arbeitsgang mit von der normalen Getriebestellung
ausgehenden Zusatzbewegungen fertiggeläppt wird.
Die Anwendung des neuen Verfahrens bietet noch einen weiteren Vorteil, der im
einzelnen ebenfalls an Hand des nachfolgenden Beispieles erläutert wird und bei dem es
sich im wesentlichen um folgendes handelt: Bei längs gekrümmten Zähnen mit begrenzter
Zahnanlage ist zu unterscheiden zwischen den Zonen der Zahnoberfläche, auf denen sich
das Tragbild abzeichnet, und den außenliegenden Zonen.
Nun macht sich der Härteverzug vielfach gerade an den Zahnenden, also in den außenliegenden
Zonen bemerkbar, so daß hier eine stärkere Werkstoffabnahme erforderlich wird.
Dabei besteht die Gefahr, daß die im Bereich j des Tragbildes liegenden Zonen bei der starken
Bearbeitung der Zahnenden eine unerwünschte Formveränderung erfahren. Diese
Gefahr ist aber zu vermeiden, wenn die erläuterte Verschiebung der Räder aus ihrer
Getriebestellung in die erste Läppstellung derart erfolgt, daß dabei Flankenteile etwa
gleicher Längskrümmung zur Anlage kommen. Wie dabei im einzelnen zu verfahren
ist, wird weiter unten noch angegeben.
Auch die Einrichtungen, die zur Ausübung %
des neuen Verfahrens vorgeschlagen werden, sind nachfolgend näher erläutert.
In den Zeichnungen bedeuten
Fig. ι bis 3 zwei nach bekannten Verfahren bearbeitete Zähne in verschiedenen Stellungen',
Fig. 4 die erfindungsgemäße Anordnung von Tellerrad und Ritzel in Ansicht auf das
Tellerrad,
Fig. 5 bis 7 schematische Darstellungen der in eine Ebene abgewickelten Tellerrad-
und Ritzelzähne nach Fig. 4 in verschiedenen Eingriffsstellungen, 8S
Fig. 8 ein während des Läppens aus seiner Normallage versetztes Kegelradpaar in schematischer
Darstellung,
Fig. 9 zwei Zähne in einer den Fig. 5 bis 7 entsprechenden Darstellung, die nur an
ihren Enden tragen,
Fig. 10 Tragbilder auf den Flanken, eines
Ritzels,
Fig. 11 Tragbilder auf den Flanken eines
Tellerrades,
Fig. 12 eine Maschine zur Ausübung des neuen Verfahrens in Ansicht von oben,
Fig. 13 einen senkrechten Schnitt durch
das Spindellager des Ritzels nach der Linie C-C (Fig. 12),
Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 13,
Fig. 15 einen senkrechten Schnitt durch
das Spindellager des Tellerrades nach der Linie A-A (Fig. 12),
Fig. 16 einen Schnitt nach der Linie D-D
in Fig. 12,
Fig. 17 bis 19 Ritzel und Tellerrad in verschiedenen
Arbeitsstellungen,
Fig. 20 bis 22 die diesen entsprechenden no
Tragbilder auf den gewölbten Flanken eines spiralförmigen Zahnes.
Das in den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellte ältere Verfahren zeigt das Einlaufen
eines Rades mit gekrümmten Zähnen. Dabei weist die erhabene Flanke 1 eine stärkere
Krümmung auf als die hohle Flanke 2. Den Zähnen wird eine hin und her gehende Zusatzbewegung
in Richtung des Pfeiles 3 erteilt, derart, daß sie an den Wendepunkten
der Zusatzbewegung die in Fig. 2 und 3 dargestellten Lagen einnehmen.
Weist nun die hohle Flanke 2 an dem Zahnende 2' einen Härteverzug auf, so wird
dieser infolge der Läppbewegungen durch die Berührung mit der erhabenen Flanke 1 abgeschliffen.
Dabei wird natürlich auch von dieser Material abgetragen, und zwar ungünstigerweise
nicht nur am Zahnende, an dem ja eine Verminderung der Zahn dicke weniger schädlich ist, sondern auch am BaI-len
1', also gerade dort, wo es im späteren Betrieb auf einwandfreies Tragen der Zähne
ankommt. Diese unerwünschte Verformung des Ballens äußert sich bei einer späteren
Laufprüfung in einem zu schmalen Tragbild und im Zusammenhang damit in stärkerer
Geräuschbildung.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nach anderen Regeln geläppt. Sollen beispielsweise
Kegelräder mit spiralförmig gekrümmten Zähnen einlaufen, so werden für
die ersten Arbeitsstufen die in den Fig. 4 bis 9 dargestellten Einstellungen der Räder
gewählt.
Ritzel 5 und Tellerrad 6 nehmen in Fig. 4 und 5 ihre normale Stellung ein, d. h. diejenige
Stellung, die ihrer Lage im Betriebe oder bei Verlagerungen der Normallage entspricht.
Die Räder werden nun zum Einlaufen der hohlen Tellerradflanke und der gewölbten Ritzelflanke so eingestellt, wie es der
Darstellung Fig. 6 entspricht, d. h. die Räder werden so gegeneinander verschoben, daß
Flankenteile von etwa gleicher Krümmung zur Deckung kommen. Zu diesem Zweck verschwenkt
man die Radachsen aus ihrem normalen Winkel und verschiebt außerdem, ihre
Kegelspitzen, d. h. man verkantet die Räder. Dieser Stellung entspricht in Fig. 4 das
strichpunktierte Tellerrad 6', dessen Kegel-Spitzenpunkt bei 7 liegt. In dieser Stellung
läßt man die Räder unter Belastung und mit Anwendung von Schleifmitteln einlaufen.
Den Rädern können dabei Zusatzbewegungen erteilt werden. In diesem Falle stellt dann
die in Fig. 6 veranschaulichte Stellung gewissermaßen die Grundstellung dar, von der
aus nach beiden Seiten die Zusatzbewegungen ausgeführt werden.
Zusatzbewegungen sind aber bei dieser Vorarbeit nicht unbedingt erforderlich.
Nach dem Einlaufen der in Fig. 6 zur Deckung kommenden Flankenpaare werden
Ritzel 5 und Tellerrad 6' in die in Fig. 7 dargestellte
Lage gebracht, d. h. sie werden so gegeneinander verschoben bzw. verkantet, daß nunmehr auf den entgegengesetzten Flanken
Zonen etwa gleicher Krümmung zur Deckung gelangen. In dieser Lage dreht sich das Tellerrad um den Mittelpunkt 8 (Fig. 4).
Nachdem auch diese Flankenpaare vorgearbeitet sind, werden Rad "und Ritzel in die
in Fig. 5 dargestellte Normalstellung zurückgebracht.
Von dieser Stellung aus werden sie dann zweckmäßig, unter Anwendung bekannter Zusatzbewegungen
in gebräuchlicher Weise fertiggeläppt.
Bei Rädern mit anderem Krümmungsverlauf kann man gegebenenfalls die Räder derartig
gegeneinander versetzen, daß die Teillinien der einen Flanke mehr oder weniger diagonal über die ihr zugeordnete Flanke
verlaufen. In dieser Lage umspannt die Teillin'ie das Tellerradzahnes 'den. Ballen dies Ritaelzahnes
über eine Strecke, deren Krümmung etwa ider Krümmung der Teillinie entspricht.
Es ist noch darauf hinzuweisen, daß die Krümmungsunterschiede in den Fig. 5 bis 9
der besseren Anschaulichkeit halber stark vergrößert dargestellt sind. In der Praxis
sind sie wesentlich kleiner. Es bedarf demnach auch keiner übermäßig großen Schrägstellung
der Zähne, um die erstrebte Übereinstimmung in der Zahnlängskrümmung zu erhalten.
Nach Fig. 9 sind die Zähne so zueinander verstellt, daß nicht nur ein Auseinanderklaffen
der Zahnflanken an den Enden vermieden ist, sondern daß sie darüber hinaus mehr oder weniger nur an den Enden tragen. Diese
Einstellung wird sich dann empfehlen, wenn an den Enden größere Materialmengen weggeläppt
werden sollen. In diesem Falle wird der für den späteren Betrieb besonders wichtige
Ballen, d. h. der mittlere Teil des Zahnes während des Einlaufens vollständig entlastet.
Zur weiteren Erläuterung des Erfindungs-'
gedankens sind in den Fig. 17 bis 19 Ritzel und Tellerrad in verschiedenen Arbeitsstellungen
und in den Fig. 20 bis 22 die diesen entsprechenden Tragbilder auf der gewölbten
Flanke eines spiralförmigen Zahnes dargestellt.
Wird ein Radpaar nach seiner spanabhebenden
Bearbeitung oder nach dem Härten auf die Läppmaschine gebracht und läßt man es zunächst der Kontrolle wegen in der Getriebestellung
kufen (Fig. 17), so hat sein Tragbild noch nicht die gewünschte Gestalt
(Fig. 20). Die Räder werden nun in diesem no Beispiel zunächst vorgeläppt, und zwar einmal
die hohlen Flanken des Ritzels mit den ihnen zugeordneten erhabenen Flanken des
Tellerrades und das andere Mal die erhabenen Flanken des Ritzels mit den hohlen Flauken
des Tellerrades.
Die Einstellung für das Vorläppen der einen Flankenpaare erfolgt nach Fig. 18 in
der Weise, daß das Ritzel 15 in Richtung seiner Achse aus seiner Normallage verschoben,
und zwar vom Schnittpunkt der Achsen entfernt ist, während das Tellerrad 16 um
eine etwa parallel zur Achse des Ritzels verlaufende
Achse geschwenkt ist. In dieser Stellung laufen die Räder zunächst ohne Zusatzbewegungen
ein. Dabei ergibt sich ein Tragbild, das etwa der Fig. 21 entspricht,
d. h. die Zahnanlage erstreckt sich über den größten Teil der Zahnflanke.
Nach erfolgtem Vorläppen beider Flankenpaare werden die Räder in ihre Grundstellun
(Fig. 19) zurückgebracht. Läßt man sie in
dieser Stellung laufen, so tritt schon das günstige Tragbild der Fig. 22 hervor. Dieses
wird dann noch verbessert durch das anschließende Fertigläppen, bei welchem die
j 5 durch die Pfeile 17 angedeuteten Zusatzbewegungen
zur Anwendung kommen können. Wie aus den Darstellungen ersichtlich,
kann man bei dem neuen Verfahren sowohl die Ausdehnung des Tragbildes in Richtung
der Zahnlänge wie auch in Richtung der Zahnhöhe vergrößern. Darüber hinaus besteht
die Möglichkeit, durch entsprechende Einstellung der Räder dem Tragbild je nach
den örtlichen Anforderungen des Betriebes am Zahnkopf oder am Zahnfuß eine stärkere
Ausprägung zu geben, was im Betriebe einem verstärkten Tragen der ausgeprägten Stellen
entspricht.
Fig. 10 zeigt ein derartiges Tragbild an den einer Zahnlücke zugeordneten Flanken
eines Ritzels und Fig. 11 die diesen entsprechenden Tragbilder der einem Zahn zugeordneten
Flanken eines Tellerrades.
Bei dem dargestellten Beispiel einer Maschine zur Ausübung des neuen Verfahrens
sind die beiden Spindellager für die zu läppenden Räder in bekannter Weise auf einem
Maschinengestell 22 angeordnet (Fig. 14). Eines dieser Spindellager, im Beispiel das
Lager 23 für die Tellerradspindel, ist um eine senkrechte Achse schwenkbar, um die
Maschine für verschiedene Radarten, beispielsweise auch für Stirnräder einstellen zu
können.
Der Antrieb erfolgt von einem im Maschinengestell untergebrachten Motor aus. Er
wird mittels Keilriemen auf die Ritzelspindel (Lager 24) übertragen.
Wie die Fig. 15 und 16 erkennen lassen,
sitzt die vom Motor bewegte Antriebsscheibe 25 unmittelbar auf der Ritzelspindel 26. Sie
ist mit einer zweiten Antriebsscheibe 27 verbunden, welche über einen kurzen Riementrieb,
eine Vorgelegewelle 28 und von dieser aus über ein Schneckengetriebe 29, 30 eine
Welle 31 antreibt. Diese Welle ist an ihrem •einen Ende exzentrisch gestaltet und führt
sich mit diesem Teil in einem Stein 32. Dieser
drückt auf eine die Spindel 26 umgreifende,
um Zapfen 33 schwingbare Gabel 34. Die Gabel ist gelenkig mit der Ritzelspindel
verbunden und verschiebt diese entsprechend der Größe der Exzentrizität der Welle 31 in
Achsrichtung hin und her. Gegebenenfalls könnte die Ritzelspindel auch von besonderen,
im Spindelgehäuse angeordneten Lagerbuchsen gehalten werden, welche an den axialen
Verschiebungen teilnehmen. Ein Abheben der Gabel von dem Stein 32 beim Rückgange
der Spindel wird durch eine auf die Gabel 34 wirkende Feder 35 verhindert.
Die Größe der axialen Verschiebung kann durch Verstellung der Exzentrizität der
Welle 31 verändert werden. Zu diesem Zweck weist diese zwei gegeneinander verstellbare
exzentrische Büchsen auf. Die Einstellung dieser Büchsen erfolgt mittels der Handrädchen
36,37. Die Verstellvorrichtung selbst ist, da allgemein bekannt, nicht besonders
dargestellt. Die Vorrichtung zur axialen Ver-Schiebung kann durch Ausschaltung des die
Vorgelegewelle 28 drehenden Riementriebes, und zwar durch Betätigung des Handgriffes
38 (Fig. 14) stillgesetzt werden. Auoh diese
Einrichtung ist der Einfachheit halber nicht mit dargestellt. Infolge des zwischengeschalteten
Schneckentriebes 29, 30, der selbstsperrend ausgebildet sein kann, ist die Ritzelspindel
in jeder axialen Stellung gesichert, was namentlich für das Vorläppen von besonderer
Bedeutung ist, weil dieses ja gegebenenfalls ohne Zusatzbewegungen erfolgt.
Die unmittelbare Verschiebung der Ritzelspindel bzw. der Ritzelspindel mit ihren
Lagerbüchsen hat den Vorteil, daß nur kleine Massen hin und her zu bewegen sind. Dadurch
wird die Laufruhe der Maschine gefördert und ihre Lebensdauer verlängert.
Der Antrieb der Tellerradspindel 39 (Fig. 17, 18) erfolgt von der Ritzelspindel 26
aus und geht über das zu läppende Radpaar. Zur Erzeugung der Einlaufbelastung ist eine
auf die Tellerradspindel 38 wirkende, mittels eines Handgriffs 39 einstellbare Bremse 40
vorgesehen.
Die Tellerradspindel 38 ruht an ihrem dem Tellerrad zugekehrten Ende in einem Pendellager
41. Sie kann infolgedessen mit ihrer Längsachse um den Punkt 41' allseitig geschwenkt werden. An ihrem anderen Ende
ruht die Tellerradspindel in einem quer zur Spindel verschiebbaren Lagerkörper 42.
Zur Bewegung dieses Körpers ist eine Welle 43 vorgesehen, die ähnlich wie die in
den Fig. 15 und 16 dargestellte Einrichtung über ein Schneckengetriebe 44, 45 und einen
Riementrieb 46 bewegt wird. Auch bei dieser Einrichtung kann die wirksame Exzentrizität
wie bei der schon betriebenen Einrichtung verstellt werden. Diesem Zwecke dienen die
Handrädchen 47, 48. Ferner ist auch diese Einrichtung durch Ausschaltung des Riemen-
triebes 46 mittels des Handhebels 49 stillzusetzen (Fig. 14).
Die Anpressung des Lagerkörpers 42 gegen den Exzenterstein 50- der Welle 43 erfolgt
mittels zweier Druckfedern 51. Zwischen dem Exzenterstein 50 und dem Lagerkörper
42 liegt ein Keilstück 52. Dieses kann mit Hilfe einer Spindel 53 und Handrädern 54,
SS quer zum Lagerkörper verstellt werden.
Auf diese Weise ist der Schwenkbereich der Tellerradspindel in den erforderlichen Grenzen
zu verstellen.
Der Lagerkörper 42 kann aber nicht nur in der beschriebenen Weise hin und her bewegt
werden, sondern er ist außerdem auch in der Längsachse der Tellerradspindel 38 schwenkbar. Diesem Zweck dient folgende
Einrichtung: Der Lagerkörper führt sich in einem um die Spindelachse schwenkbaren
ao Drehkörper 56: Darin ist eine Welle 57 gelagert,
die mittels Schraubenräder 58 von der schon beschriebenen Welle 43 angetrieben
wird. Das dem ortsfesten Spindellager 23 zugekehrte Ende dieser Welle 57 hat einen
exzentrischen Zapfen 59; dieser führt sich in
einem fest mit dem Spindellager 23 verbundenen Stein 60. Infolgedessen bewirkt die
sich drehende Welle 57 ein Hinundherdrehen des Drehkörpers 56 und in Verbinidung mit
den übrigen Bewegungen eine Taumelbewegungdes Tellerrades.
Der Stein 60 sitzt in einer Ringnut 61 des Spindellagers 23. Er kann nach der jeweilig
gewünschten Stellung in dem einen oder anderen Teil der Nut mit Hilfe der Schraube
62 festgezogen werden.
Die Wirkungsweise der neuen Maschine ist aus den Zeichnungen ohne weiteres zu erkennen.
Sollen Räder beispielsweise ohne Zusatzbewegungen vorgeläppt werden, so werden
diese durch Betätigung der Handgriffe 38 und 49 ausgeschaltet. Die axiale Einstellung
des Ritzels kann dann durch Betätigung des den Schlitten 62' über eine Spindel verschiebenden
Handrades 63 vorgenommen werden. Die. Einstellung des Tellerrades erfolgt einerseits durch Verschiebung des Lagerkörpers
42 und andererseits durch Schwenken des Drehkörpers 56. Die Einstellung des
Steines 60 bestimmt dabei die Lage der Achse, um welche das Tellerrad geschwenkt
wird. So steht beispielsweise diese Achse bei der Einstellung der in Fig. 9 und 10 dargestellten
Räder etwa quer zu den in Eingriff befindlichen Zähnen (Fig. 8), wohingegen sie
bei der Einstellung des Radpaares nach Fig. 20 etwa in Längsrichtung der in Eingriff
befindlichen Zähne verläuft.
Nach erfolgtem Vorläppen werden die Räder dann wieder in ihre Grundstellung gebracht
und nach Einschaltung der Zusatzbewegungen fertiggeläppt.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt, sondern
es sind auch andere Ausführungen möglich. So könnte beispielsweise für das Fertigläppen
an Stelle der beschriebenen Taumelbewegungen auch andersartige Zusatzbewegungen Verwendung finden. Auch ist es möglich, für
die beiden Arbeitsstufen des Läppens getrennte Maschinen zu verwenden,
Claims (6)
- Patentansprüche:ι . Verfahren zum Einlaufen von Kegelrädern mit längs gekrümmten Zähnen, bei denen die Zahnbogen auf der konkaven und konvexen Seite der Zähne verschieden stark gekrümmt sind und demzufolge eine begrenzte Zahnanlage aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Rad in Längsrichtung der Zähne durch Verschwenken seiner Radachse unter gleichzeitigem Verkanten des Rades so verschoben wird, daß in bezug zur Getriebestel-· lung eine vergrößerte Zahnanlage entsteht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder in ihrer verschobenen Stellung an sich bekannte Zusatzbewegungen ausführen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder nach dem Einlaufen in verschobener Stellung in die Getriebestellung gebracht und in dieser in an sich bekannter Weise fertiggeläppt werden.
- 4. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach, Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (26) des einen Rades axial verschiebbar und die Spindel (38) des anderen Rades um einen 10a Punkt (41') ihrer Achse schwenkbar ist.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antriebsmittel (50) für den Lagerkörper (42) der schwenkbaren Spindel und deren Lagerkörper ein quer verstellbares Keilstück (52) angeordnet ist, so daß der Schwenkbereich der Spindel leicht verstellt werden kann.
- 6. Maschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verstellbare Spindel (26) bzw. die Spindel mit ihren Lagerbüchsen unmittelbar in dem Spindellagergehäuse (24) verschiebbar ausgebildet ist, so daß dieses selbst ortsfest ausgebildet werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK148224D DE682360C (de) | 1937-10-14 | 1937-10-14 | Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK148224D DE682360C (de) | 1937-10-14 | 1937-10-14 | Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682360C true DE682360C (de) | 1939-10-13 |
Family
ID=7251640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK148224D Expired DE682360C (de) | 1937-10-14 | 1937-10-14 | Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682360C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE828790C (de) * | 1945-11-06 | 1952-01-21 | Gleason Works | Laeppmaschine zum Schlichten von Kegelraedern |
| DE1204050B (de) * | 1959-09-11 | 1965-10-28 | Oerlikon Buehrle Holding A G | Maschine zum Laeppen eines Paares von Spiralkegelraedern |
| DE1211470B (de) * | 1958-08-18 | 1966-02-24 | Gleason Works | Verfahren zum Fertigbearbeiten oder Pruefen von Kegel- oder Hyperboloid-Zahnraedern und Maschine zur Ausfuehrung des Verfahrens |
-
1937
- 1937-10-14 DE DEK148224D patent/DE682360C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE828790C (de) * | 1945-11-06 | 1952-01-21 | Gleason Works | Laeppmaschine zum Schlichten von Kegelraedern |
| DE1211470B (de) * | 1958-08-18 | 1966-02-24 | Gleason Works | Verfahren zum Fertigbearbeiten oder Pruefen von Kegel- oder Hyperboloid-Zahnraedern und Maschine zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| DE1204050B (de) * | 1959-09-11 | 1965-10-28 | Oerlikon Buehrle Holding A G | Maschine zum Laeppen eines Paares von Spiralkegelraedern |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2131974B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung einer verzahnung an einem sinterteil | |
| DE3225977A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur feinstbearbeitung konvexer oder konkaver mantelflaechen rotationssymmetrischer werkstuecke, insbesondere von waelzlagerrollen | |
| EP0311778B1 (de) | Verfahren zum Feinbearbeiten von balligen Zahnflanken an insbesondere gehärteten Zahnrädern | |
| EP3439819A1 (de) | Verfahren zur erzeugung einer abtragung an einer zahnstirnkante und dazu ausgelegte vorrichtung | |
| DE896905C (de) | Zahnraeder und Verfahren sowie Werkzeuge zum Schneiden von Zahnraedern | |
| DE2041483A1 (de) | Zahnradmaschine | |
| DE3734828C1 (de) | Verfahren zum Teilwaelzschleifen von Zahnraedern sowie eine dafuer geeignete Maschine | |
| DE1151714B (de) | Einrichtung zum Schaben von grossen Zahnraedern auf einer Zahnrad-Waelzfraesmaschine | |
| DE2641554A1 (de) | Waelzverfahren und vorrichtung zum schleifen zylindrischer zahnraeder | |
| DE750679C (de) | Verfahren zur Nachbearbeitung von vorgeschnittenen Stirnraedern mit gerade oder schraubenfoermig verlaufenden Zaehnen | |
| CH633983A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von zahnraedern. | |
| DE69405218T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines kronenrades | |
| DE682360C (de) | Verfahren zum Einlaufen von Kegelraedern mit laengs gekruemmten Zaehnen | |
| DE2721164A1 (de) | Vorrichtung zum schleifen von spiral- bzw. bogenverzahnten kegelraedern | |
| DE886090C (de) | Maschine zum Schleifen von Zahnraedern mit nur teilweise evolventen-foermigen Zahnprofilen nach dem Abwaelzverfahren | |
| DE1034951B (de) | Nach dem Abwaelzverfahren arbeitende Kegelrad-Verzahnungsmaschine zur Herstellung profilkorrigierter Verzahnungen | |
| DE2107320A1 (de) | Zahnradfräsmaschine | |
| DD279627A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum erzeugen von gerad- oder schraegverzahnten stirnraedern mit laengs- und hoehenballig modifizierten zahnflanken | |
| DE2556170C3 (de) | Schleif- bzw. Poliervorrichtung für ein Zahnrad | |
| DE698149C (de) | Verfahren zum Schleifen von Kegelraedern mit geraden, in ihrer Laengsrichtung ballig geformten Zaehnen | |
| DE975164C (de) | Verwendung eines Zahnrades mit konvex oder konkav gekruemmten Zahnflanken als Werkzeug zum Fertigbearbeiten eines anderen Zahnrades | |
| DE809742C (de) | Stossmaschine zum Hobeln von Zahnraedern | |
| DE3823560C1 (en) | Fine-machining method for crowned tooth flanks on, in particular hardened, gears | |
| CH658418A5 (en) | Machine for generating the teeth of spiral bevel gears with or without axial offset | |
| DE561231C (de) | Verfahren zum Einlaufen mit oder ohne Schleifmittel von Zahnraedern mit abgeschraegtem Radkoerper, wie z. B. Kegelraedern und Hyperboloidraedern |