DE68079C - Verfahren und Einrichtungen zur Anwendung der im Wasser und in der Luft enthaltenen Sonnen- und Erdwärme zur Kraft- und Kälteerzeugung in geschlossenen Dampfmaschinen. (2 - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zur Anwendung der im Wasser und in der Luft enthaltenen Sonnen- und Erdwärme zur Kraft- und Kälteerzeugung in geschlossenen Dampfmaschinen. (2

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DE68079C
DE68079C DENDAT68079D DE68079DA DE68079C DE 68079 C DE68079 C DE 68079C DE NDAT68079 D DENDAT68079 D DE NDAT68079D DE 68079D A DE68079D A DE 68079DA DE 68079 C DE68079 C DE 68079C
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G. BEHrend in Hamburg, Welckerstr. 6 a, und Dr. O. zimmermann in Ludwigshafen a. Rh
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03GSPRING, WEIGHT, INERTIA OR LIKE MOTORS; MECHANICAL-POWER PRODUCING DEVICES OR MECHANISMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR OR USING ENERGY SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03G7/00Mechanical-power-producing mechanisms, not otherwise provided for or using energy sources not otherwise provided for
    • F03G7/04Mechanical-power-producing mechanisms, not otherwise provided for or using energy sources not otherwise provided for using pressure differences or thermal differences occurring in nature

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 17: Eisbereitung und Aufbewahrung.
Zweiter Zusatz zum Patente JVi 64735 vom 19· September
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1892 ab. Längste Dauer: 18. September 1904.
Gegenstand der Erfindung ist die Construction einer Dampfmaschine, in welcher der Abdampf einer Wasserdampfmaschine unmittelbar dazu verwandt wird, um in einem zweiten Cylinder Dämpfe von niedriger Siedetemperatur zu nochmaliger Kraftleistung zu benutzen. Die latente Wärme des Wasserdampfes wird auf diese Weise nutzbar gemacht, und zwar in weit ergiebigerer Art, als durch Condensation. Die Maschine kann daher als Regenerativdampfmaschine bezeichnet werden.
Die Construction der Maschine kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden, indem die beiden Cylinderkolben nach Art der Verbundmaschinen auf eine gemeinschaftliche Welle stehend .oder liegend u. s.. w. wirken, oder indem die Cylinder hinter einander liegen, oder in irgend einer anderen bekannten Art.
In Fig. ι ist A der Wasserdampfcylinder, B1 B2 der im Haupt-Patent und dessen erstem Zusatz Nr. 68078 beschriebene Gegenstromapparat. Der durch Rohr 1 in die Abtheilung B1 führende Abdampf der Wasserdampfmaschine erwärmt das die Kaltda'mpfe umgebende Wasser und bringt deren Condensat zur Verdampfung. Durch Rohr 2 strömen die Kaltdämpfe in den Cylinder C, kommen dort zur Wirkung und treten als Abdämpfe in den Condensator JB2 durch Rohr 3, von wo sie als Condensat mittelst Flüssigkeitspumpe D sowie Saugrohr 4 und Druckrohr 5 in den Verdampfer gedrückt werden. Die Ueberführung der Dämpfe aus einer Abtheilung in eine andere kann übrigens auch durch einen Dampfstrahlapparat bewirkt werden.
Fig. 2 und 3 zeigen dieselben Anordnungen unter Benutzung derselben Bezeichnungen, aber mit Anwendung gewöhnlicher Schlangenapparate an Stelle der Gegenstromapparate. Auch hierbei kann das Gegenstromprincip mehr oder weniger benutzt werden.
Fig. 4 zeigt dieselbe Anordnung, aber unter Anwendung des im Haupt-Patent beschriebenen Absorptionsapparates. Aus dem Wasserdampfcylinder A tritt der Abdampf durch Rohr 1 in den Destillationsapparat B und bringt mit Hülfe des dadurch erhitzten Wassers das KaItdampfcondensat zur Verdampfung, das durch Rohr 3 in den Kaltdampfcylinder C und dort zur Wirkung gelangt. Der Kaltabdampf tritt durch Rohr 3 in den Absorptionsapparat D, von wo durch Rohr 4 und Pumpe E, sowie Druckrohr 5 die gesättigte Absorptionsflüssigkeit in den Destillator B behufs Destillation hinübergeschafft wird. Pumpe F nebst Saugrohr 6 und Druckrohr 7 dient zur Rückbeförderung der weniger gesättigten Lösung in den Absorptionsapparat D. G ist ein Wasserbehälter.,
(2. Auflage, ausgegeben am 16. Juli igoo. J
aus welchen durch die Röhren 8 und 9 das erforderliche Wasser entnommen wird.
In Fig. 5 ist eine Maschine dargestellt, welche Fig. 2 entspricht, aber bei welcher der Verdampfer so construirt ist, dafs in der Wasserdampfmaschine die Condensation noch nutzbar gemacht werden kann. Es wird zur Verdampfung des Kaltdampfes in dem Verdampfer B1 der Wasserdampf unmittelbar benutzt, indem er die Röhren, welche das KaItdampfcondensat enthalten, unmittelbar umspült. Der Verdampfer ist als Oberfiächencondensator für den Wasserdampf mit zugehöriger Luftpumpe H consfruirt. C ist auch hier der Kaltdampfcylinder, B2 der Condensator für Kaltdä'mpfe, der hier in mehrfachen Spiralen gezeichnet ist, während der Verdampfer B1 mit parallelen Röhrenbündeln dargestellt ist, um auch die Möglichkeit dieser Formen zu zeigen. Die Pumpe D dient auch hier als gewöhnliche Speisepumpe für das Kaltdampfcondensat. Es können statt des Abdampfes auch die Condensationsproducte eines Einspritzcondensators benutzt werden.

Claims (4)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    Eine aus Wasserdampf- und Kaltdampfmaschine bestehende Betriebsmaschine, gekennzeichnet durch einen Wasserdampfcylinder A, dessen Abdampf in Theil B1 eines nach Anspruch 2 des ersten Zusatz-Patentes Nr. 68078 ausgeführten Gegenstromapparates bei gewöhnlicher Temperatur gasförmige Flüssigkeiten verdampft, welche Dämpfe in einem Kaltdampfcylinder C arbeitend wirken, dann in den Theil B2 des Gegenstromapparates eingeführt, hier condensirt und durch Pumpe D dem Theile B1 wieder zugeführt werden (Fig. 1).
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Betriebsmaschine, bei welcher der Gegenstromapparat durch gewöhnliche Schlangenapparate, als Verdampfer und Condensator, ersetzt ist (Fig. 2 und 3).
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Betriebsmaschine, bei welcher die im Haupt-Patent Nr. 64735, Patent-Anspruch Absatz 3, gekennzeichnete Einrichtung benutzt ist, so dafs der Abdampf des Dampfcylinders A in dem Destillationsapparat B die Kaltdä'mpfe erhitzt, welche, nachdem sie im Kaltdampfcylinder C arbeitend gewirkt haben, in dem Absorptionsapparat D absorbirt werden, von wo die gesättigte Absorptionsflüssigkeit durch Pumpe E in den Destillirapparat B zurück- und die arme Flüssigkeit aus B in D eingeführt wird (Fig. 4).
  4. 4. Eine Ausführungsform der unter 1. und 3. gekennzeichneten Betriebsmaschine, bei welcher der Verdampfer B1 , dessen Röhren von dem Abdampf des Dampfcylinders A direct umspült werden, als Oberfiächencondensator für den Wasserdampf dient (Fig· 5)·
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    Ergänzungs-Blatt zur Patentschrift 68079.
    Durch rechtskräftige Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts, Nichtigkeitsabteilung, vom 16. Oktober 1902 ist der Patent-Anspruch 2 für nichtig erklärt worden.
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