DE679239C - Gehaeuse fuer Funkenstreckenanordnungen, insbesondere Lichtbogenstromrichter (Marx-Stromrichter), fuer sehr hohe Spannungen - Google Patents

Gehaeuse fuer Funkenstreckenanordnungen, insbesondere Lichtbogenstromrichter (Marx-Stromrichter), fuer sehr hohe Spannungen

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DE679239C
DE679239C DEA75854D DEA0075854D DE679239C DE 679239 C DE679239 C DE 679239C DE A75854 D DEA75854 D DE A75854D DE A0075854 D DEA0075854 D DE A0075854D DE 679239 C DE679239 C DE 679239C
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DE
Germany
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converters
air
cylinder
housing
gas
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Expired
Application number
DEA75854D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Herbert Buchwald
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T11/00Spark gaps specially adapted as rectifiers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description

  • Gehäuse für Funkenstreckenanordnungen, insbesondere Lichtbogenstromrichter (Marx Stromrichter), für sehr hohe Spannungen Bei Funkenstreckenanordnungen,insbesondere L ichtbogenstromrichtern (MarX-Stromrichtern), für sehr hohe Spannungen steht das Gas, das sich in der Lichtbogenkammer befindet, unter hohem Absolutdruck. Die elektrische Festigkeit im Innern der Lichtbogenkammer ist daher so groß, daß Gasdurchschläge oder Überschläge längs der inneren Isolierwand nicht zu erwarten sind, zumal die elektrische Feldverteilung im Innern der Lichtbogenkammer diesbezüglich ausgesprochen günstig ist. Wesentlich ungünstigere Verhältnisse sind aber an der Außenwandung dieser Lichtbogenkammer vorhanden, denn die Außenwandung wird von Luft, welche nur unter Atmosphärendruck steht, umgeben. Die Isolierteile müssen daher wesentlich größere überschlagslängen besitzen, als dies nur mit Rücksicht auf die für die Innenwandung der Lichtbogenkammer geltenden Verhältnisse erforderlich sein würde. Sofern die Lichtbogenkammer einen kleinen Durchmesser besitzt, besteht außerdem noch die Gefahr, daß Gleitentladungen auf der Außenwand auftreten, welche von denjenigen Stellen der Isolierteile ausgehen, an denen übermäßig hohe Feldbeanspruchungen der Oberflächen, insbesondere in angenähert tangentialer Richtung, vorhanden sind.
  • Man war also bisher aus diesen Gründen gezwungen, die äußeren Abmessungen der Lichtbogenkammer weit über das Maß hinaus zu vergrößern, das sie auf Grund der inneren Abmessungen der Lichtbogenkammern, die sich aus den Feldbeanspruchungen im Innern der Kammern ergeben, haben müßten. Abgesehen von dem hierdurch sich ergebenden Mehraufwand an Werkstoff wird die Herstellung einer größeren Lichtbogenkammer, insbesondere bei größeren Durchmessern, teuer und schwierig, da es sich ja dabei um Hochdruckbehälter handelt.
  • Diese Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, daß erfindungsgemäß der eigentliche Druckbehälter zur Erhöhung seiner Überschlagsfestigkeit, d. h. zur Verhinderung der Bildung von elektrodenlosen Entladungen auf seiner iäußeren Oberfläche, in einen Schutzbehälter eingebaut und der Zwischenraum mit Luft, Gas oder Flüssigkeit gefüllt ist, deren Druck bzw. Durchschlagsfestigkeit höher als diejenigen von Luft unter Atmosphärendruck, aber geringer als diejenigen des Gases in der Lichtbogenkammer sind. Das Gehäuse gemäß der Erfindung ist in der Zeichung in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht.
  • Mit i und 2 sind die Elektroden des Lichtbogenstromrichters und mit 3 die Lichtbogenkammer bezeichnet. Zwischen den Elektroden i und 2 bildet sich das elektrische Feld 4 etwa in der in der Abbildung schematisch gezeichneten Weise aus. Ist der Hochdruckbehälter 3 von Außenluft umgeben, so besteht die Gefahr; daß das elektrische Feld 4 zu so hohen Beanspruchungen auf dem entsprechenden Teil der Außenwand des Isolierzylinders 5 führt, daß die Durchschlagsfeldstärke an diesen Stellen überschritten wird und sog. elektrodenlose Entladungen auftreten.
  • Eine Verlängerung des Zylinders 5 bringt keine wesentliche Verbesserung, weil dadurch die elektrodenlosen Entladungen nicht beseitigt werden und diese Teilüberbrückung ihre ungünstige Wirkung auch weiterhin beibehält; denn bei einer Verlängerung des zylindrischen Teiles der Druckkammer 3 Würde man lediglich den wenig beanspruchten Teil des Isolierzylinders verlängern. Der hochbeanspruchte Teil des Isolierzylinders bleibt hierbei jedoch unverlängert, da die Länge dieses Teiles allein von dem Elektrodenabstand abhängt, der aber nicht vergrößert werden kann, ohne die Wirkungsweise des Lichtbogenstromrichters in unerwünschter Weise zu verändern.
  • Durch die elektrodenlosen Entladungen entsteht nämlich nicht nur eine Überbrückung des betreffenden Teiles der Außenwand bzw. der dort befindlichen Luft, sondern es treten dadurch auch Ionisationen auf, welche die Durchschlagsspannung der von diesen Entladungen nicht unmittelbar betroffenen Zylinderteile herabsetzen. Diese Herabsetzung der Überschlagsspannung kann daher nur vermieden werden durch die Beseitigung des Iönisationsherdes, also durch die Verhinderung der elektrodenlosen Entladungen, was nun dadurch vermieden werden kann, daß die Durchschlagsfestigkeit des die eigentliche, unter hohem Druck stehende Lichtbogenkammer 3 umgebenden Stoffes. (Luft, Gas usw.) erhöht wird. Eine Erhöhung der Durchschlagsfestigkeit kann man bei Gasen in bekannter Weise durch Erhöhung des Druckes erzielen.
  • Zu diesem Zweck ist die Lichtbogenkammer 3 in eine weitere Kammer 9 (Schutzbehälter) eingebaut. Der Raum 6 zwischen beiden Kammerwänden ist mit Luft, Gas oder mit einer Flüssigkeit gefüllt, deren Isolierfestigkeit höher als die Isolierfestigkeit von Luft unter Atmosphärendruck ist.
  • Nimmt man beispielsweise an, daß die elektrische Festigkeit zwischen den Elektroden i und 2 so hoch sein ruß, daß ein Absol-utdrtick des Gases von 2o Atmosphären erforderlich ist, dann ist die Innenwand des Zylinders 5 normalerweise nicht elektrisch gefährdet, wohl aber die Außenwand; denn für die die Außenwand umgebende Luft besteht eine elektrische Beanspruchung, die kaum geringer ist als die Beanspruchung der Innenwand.
  • Dann beträgt die Durchschlagsfestigkeit der Außenluft aber nur ein Zwanzigstel des Gases in der eigentlichen Lichtbogenkammer. Wenn also an der Außenwand keine Entladungen auftreten sollen, so muß der Zylinder 5 einen sehr großen Durchmesser besitzen, damit der Abstand zwischen den Elektroden i und 2 einerseits und dem Zylinder 5 anderseits so groß ist, daß trotz der geringen Festigkeit der Außenluft keine Entladungen eintreten können. Dies bedeutet konstruktiv eine große Erschwerung; denn die Wandungen des Zylinders 5 und die Böden 7 und 8 müssen dann entsprechend große Kräfte aushalten. Dadurch aber, daß der Stoff, der den Zylinder 5 umgibt, eine höhere elektrische Festigkeit bekommt als die Luft von Atmosphärendruck, wird die Anordnung konstruktiv wesentlich erleichtert, da der Zylinder 5 dann einen kleinen Durchmesser erhalten kann. Wenn nämlich der Raum zwischen den Zylindern 5 und 9 unter einen Absolutdruck von beispielsweise 3 Atmosphären gesetzt wird, dann wird die Durchschlagsfestigkeit verdreifacht, so daß erst bei etwa dreifacher Beanspruchung durch das elektrische Feld Entladungen an der Außenwand des Zylinders 5 auftreten können. Durch das Gehäuse nach der Erfindung erhält man daneben noch den Vorteil, daß die große Schutzkammer 9 nur durch einen wesentlich geringeren Druck beansprucht wird, so daß hier konstruktive Schwierigkeiten nicht auftreten können. Weiterhin entsteht der Vorteil, daß die Außenüberschlagslänge des Außenzylinders nicht von der des Innenzylinders abhängig ist. Dies wirkt sich besonders bei Freiluftanlagen aus, da. hier nur noch für die Außenwand des Zylinders 9 Sorge für die übliche Erhöhung der Überschlagsspannung getragen werden muß. Die Länge des Zylinders 5 kann ferner wesentlich kleiner werden, als dies z. B. nach den Normen des VDE. möglich wäre, da. die in Freiluftanlagen zusätzlichen Beanspruchungen desselben durch Verschmutzungen (Regen usw.) fortfallen und zugleich ja der den Zylinder 5 umgebende Stoff eine höhere Durchschlagsfestigkeit besitzt.
  • Die Art des Aufbaues kann in konstruktiver Hinsicht sehr verschieden gewählt werden. In vielen Fällen wird man den Schutzzylinder 9 bei der Montage nachträglich anbringen. Andererseits ist es aber auch möglich und insbesondere bei Anlagen für sehr hohen Druck zweckmäßig, den äußeren Zylinder 9 fest aufzustellen und die kleinere Hauptkammer 3 in die Schutzkammer nachträglich einzusetzen. Sofern der Lichtbogenstromrichter im Innern eines Gebäudes aufgestellt ist, Wird es gegebenenfalls genügen, den Schutzzylinder 9 nur so lang zu machen, daß er nur das zu schützende Oberflächengebiet der Lichtbogenkammer 5, d. h. nur das Gebiet hoher elektrischer Beanspruchung, durch den Lichtbogen umgibt. Sofern aber der Lichtbogenstromrichter im Freien aufgestellt ist, ist es zweckmäßig, die Länge des Schutzzylinders 9 wesentlich größer zu wählen als die Länge des Druckbehälters 3 und auf der Außenwandung des Schutzzylinders 9 die bei Freiluftausführungen üblichen Rippen vorzusehen.
  • Zur Füllung des Schutzzylinders 9 kann man entweder normale Preßluft oder auch das Löschmittel des Stromrichters verwenden. Im letztgenannten Falle ist es dann zweckmäßig, den Schutzzylinder zum Zwecke seiner Füllung mit der Betriebsgasleitung des Stromrichters über Reduzierventile zu verbinden. Zur Füllung des Schutzzylinders können ferner zusätzlich noch Verdichter vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gehäuse für Funkenstreckenanordnungen, insbesondere Lichtbogenstromrichter (Marx-Stromrichter), für sehr hohe Spannungen, bei dem sich die Elektroden in einem Raum mit unter Druck stehendem Gas oder Luft befinden, dadurch gekennzeichnet, daß der eigentliche Druckbehälter zur Erhöhung seiner Überschlagsfestigkeit, d. h. zur Verhinderung der Bildung von elektrodenlosen Entladungen auf seiner äußeren Oberfläche, in einen Schutzbehälter eingebaut und der Zwischenraum mit Luft, Gas oder Flüssigkeit gefüllt ist, deren Druck bzw. Durchschlagsfestigkeit höher als diejenigen von Luft unter Atmosphärendruck, aber geringer als diejenigen des Gases in der Lichtbogenkammer sind. a. Gehäuse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge und der Außendurchmesser des Schutzzylinders wesentlich größer sind als die Länge und der Außendurchmesser des Druckbehälters. 3. Gehäuse nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzzylinder mit gewöhnlicher Preßluft gefüllt ist. d:. Gehäuse nach Anspruch i bis z, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzzylinder zum Zwecke seiner Füllung mit der Betriebsgasleitung des Stromrichters über Reduzierventile verbunden ist. 5. Gehäuse nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß zur Füllung des Schutzzylinders zusätzlich Verdichter vorhanden sind.
DEA75854D 1935-04-19 1935-04-19 Gehaeuse fuer Funkenstreckenanordnungen, insbesondere Lichtbogenstromrichter (Marx-Stromrichter), fuer sehr hohe Spannungen Expired DE679239C (de)

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