DE67673C - Vorrichtung zum Anhalten der Spindeln in Spinn- und Zwirnmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Anhalten der Spindeln in Spinn- und ZwirnmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H7/00—Spinning or twisting arrangements
- D01H7/02—Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
- D01H7/04—Spindles
- D01H7/22—Braking arrangements
- D01H7/2208—Braking arrangements using mechanical means
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
. KLASSE 76: Spinnerei.
Das Anhalten der Spindel bei continuirlichen Spinnmaschinen und hauptsächlich bei Zwirnmaschinen
wird auf verschiedene Arten bewirkt. Das am häufigsten angewendete Mittel besteht
darin, entweder mit dem Knie oder dem Fufs auf einen vor oder hinter der Spindel angeordneten beweglichen Hebel zu drücken, dessen
oberer Theil dadurch gegen einen cylindrischen Theil der Spindel geprefst wird und letztere
plötzlich anhält. Die Spindeln, deren Herstellung besondere Sorgfalt erfordert, werden
jedoch bei Anwendung dieser Bremsvorrichtung oftmals verbogen und dadurch wird ihr
guter Gang beeinträchtigt. Dieser Uebelstand ist bei der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildenden Bremsvorrichtung vermieden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Bremsvorrichtung in Fig. 1 im Verticalschnitt,
in Fig. 2 im Grundrifs und in Fig. 3 in Seitenansicht mit theilweisem Schnitt dargestellt.
Fig. 4 und 5 zeigen eine abgeänderte Anordnung derselben.
A ist die aus Stahl bestehende Spindel, B eine gufseiserne Hülse mit Würtel, welcher mit
einem Flantsch -B1 versehen ist, C das bewegliche
Halslager der Spindel, D der gufseiserne Spindelträger, E eine Schraubhülse zur Befestigung
des letzteren, welche gleichzeitig als Oelauffangbehälter dient, F eine Deckelplatte,
G eine Schraube zur Befestigung derselben und H ein U-förmiger Hebel, dessen Enden H1
federn und welcher sich um zwei Schraubenzapfen J drehen kann.
In Fig. ι sind die beiden Stellungen des Hebels H veranschaulicht. Die punktirte Stellung
ist diejenige, bei welcher die Spindel A sich in Bewegung befindet, die in vollen Liniengezeichnete Stellung dagegen diejenige, bei
welcher die Spindel angehalten ist. Während der Bewegung der Spindel ruhen die beiden
Enden H1 des Hebels H oben auf dem kegelförmigen
Theil des Spindelträgers D (s. Fig. 3). Sobald der Arbeiter das entgegengesetzte Ende
des Hebels H anhebt, gleiten die beiden Enden H1, welche etwas federn, auf der Kegelfläche
des Spindelträgers nach unten und werden hierbei aus einander und gegen die Innenwandung
der Hülse B geprefst, wodurch die Spindel angehalten wird. Dieses Anhalten
wird hier also durch die Hebelenden H1 in besonderer Weise bewirkt, nämlich an zwei
Punkten, so dafs die Spindel im Gleichgewicht gehalten wird und folglich keinerlei Stofs oder
Zwängen auftritt, wodurch die Spindel verbogen werden kann.
Die Platte F, welche die äufsere Mündung des Schmierkanals für die Spindel verschliefst,
wird durch die Schraube G gehalten; F greift über den Flantsch J31 von B und verhindert
dadurch die Spindel, 'sich nach oben zu bewegen. Will man die Spindel anheben, so
mufs man zuerst die Platte F um die Schraube G um 90° drehen, so dafs sie nicht mehr über
den Flantsch B1 greift.
Bei der Anordnung Fig. 4 und 5 ist der Bremshebel, anstatt in lothrechter Richtung, in
waagrechter Richtung beweglich. Der schmiedeiserne federnde Hebel K umfafst mit seinen
freien Enden den Spindelträger L. An den Hebelenden befinden sich zwei nach oben ge-
richtete Fortsätze K\ welche in den Hohlraum des Würtels O hineinragen; diese Fortsätze
sind nach der Innenseite ausgebaucht und diese Ausbauchungen greifen in entsprechende,
in dem Spindelträger L vorgesehene Vertiefungen hinein. Um die Spindel anzuhalten,
dreht man den Hebel K nach der einen oder anderen Seite bis in die punktirte Lage Fig. 5,
so dafs die Ausbauchungen K1 aus den Vertiefungen des Spindelträgers heraustreten. Dadurch
werden die Hebelenden aus einander gedrückt und wie oben gegen die Innenwandung des Würtels geprefst und halten somit
den letzteren und die Spindel an. Eine Schraube N dient zur Regelung der Reibung
der Hebelenden auf dem Umfang des Spindelträgers.
Wie ersichtlich, ist die Wirkungsweise bei beiden Anordnungen dieselbe und unterscheiden sich
beide nur durch die verschiedene Richtung, in welcher der Bremshebel beweglich ist.
Die Einrichtung kann auch so getroffen werden, dafs der Bremshebel, anstatt auf die Innenseite
des Würtels, auf dessen Aufsenseite einwirkt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Anhalten der Spindeln in Spinn- und Zwirnmaschinen, bei welcher die Enden eines gegabelten Hebels bei seiner Bewegung durch entsprechenden Anschlag aus einander und gegen die Innenwandung des hohlen Würtels geprefst werden, um diesen und damit die Spindel zu bremsen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67673C true DE67673C (de) |
Family
ID=341282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67673D Expired - Lifetime DE67673C (de) | Vorrichtung zum Anhalten der Spindeln in Spinn- und Zwirnmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67673C (de) |
-
0
- DE DENDAT67673D patent/DE67673C/de not_active Expired - Lifetime
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