DE659985C - Verfahren und Form zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern - Google Patents
Verfahren und Form zum Herstellen von KautschukhohlkoerpernInfo
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Description
- Verfahren und Form zum Herstellen von Kautschukhohlkörpern Die Erfindung bezieht sich auf das Herstellen von Kautschukhohlkörpern, bei denen wenigstens ein Teil ihrer Oberfläche kugelförmig ausgebildet ist, wie z. B. Badehelme o. dgl., sowie auf Formen zur Verwendung bei der Herstellung der genannten Gegenstände.
- Bisher sind Badehelme entweder durch ein Formverfahren in Hohlformen oder dadurch hergestellt worden, daß Zuschnitte aus einer unvulkanisierten Kautschukplatte auf einer kopfförmigen Form geformt und vulkanisiert wurden. Versuche sind gemacht worden, um Badehelme durch Tauchverfahren herzustellen, wie z. B. durch Tauchen von kopfförmigen Formen in Kautschuk enthaltende Flüssigkeiten, wie z. B. Kautschuklösungen oder wäßrige Kautschukdispersionen, z. B. Kautschukmilch, aber diese Bemühungen sind wirtschaftlich erfolglos gewesen, da sich dicke Stellen oder Flecke und Nadellöcher auf dem oberen Teil der Badehelme durch teilweises Aufreißen der überzugsschicht oder Mitnehmen von Flüssigkeit von der gerundeten Oberfläche im Augenblick des Herausziehens der Form aus dem Tauchbad ergaben. Hinzu kommt, daß kopfförmige Formen schwer und unbandlich groß sind und daß nur verhältnismäßig wenige Formen auf einem Tauchrahmen angebracht werden können. Flache Badehelmtauchformen können infolge der verringerben Oberfläche leicht benutzt werden, um flache getauchte Badehelme io. dgl. zu ,erzeugen, aber wenn diese auf den Kopf,oder eine kopfförmige Form gebracht werden, erzeugen solche flachen Kappen eine Reihe von Falben oder Runzeln quer über den Kopf, wodurch das Aussehen der Kappe im Gebrauch stark herabgesetzt wird.
- Es ist bekannt, Kautschukgegenstände, wie z. B. einen Kautschukschuh, runter Verwenduxig einer mit Vertiefung versehenen Form dadurch herzustellen, daß die Vertiefungen zunächst mit einer wäßrigen Kautschukdispersion gefüllt werden und dann die Form mit einer anderen wäßrigen Kautschukdispersion in Berührung gebracht wird. Auf diese Weise wird ein Kautschukgegenstand erzeugt, der eine @erhabene oder vertiefte Verzierung hat. Bei dem bekannten Verfahren verfolgt das Vulkanisieren in irgendeiner Stufe des Verfahrens, vorzugsweise vor dem Abstreifen.
- Es ist ferner an sich bekannt, das Vulkanisieren eines durch Tauchen erhaltenen Kautschukniederschlags nach dem Abstreifen des Niederschlags von der Tauchform und Aufbringen auf seine andere Form auszuführen.
- Gemäß der Erfindung werden Kautschukhohlkörper der in Frage kommenden Art, z. B. Badehelme o. d,-I., dadurch - hergestellt, daß der Kautschuk aus einer Kautschukenthaltenden Flüssigkeit, wie z. B. Kautschukdispersion, auf eine Form niedergeschlagen wird, biet.:: welcher diejenigen Teile ihrer Oberfläche, die: den kugelförmigen Teilten des Gegenstandes' entsprechen, schaufelförmig ausgebildet siüd. und der abgenommene Gegenstand auf einer` zweiten Form .derart geformt wird, daß die den schaufelförmigen Teilen der Form entsprechenden Oberflächenteile in. die Kugelform gebracht werden. Der Gegenstand wird in an sich bekannter Weise auf dieser zweiten Form vulkanisiert.
- Die gemäß der Erfindung hergestellten hohlen Kautschukgegenstände weisen nicht die erörterten Nachteile, wie z. B. dicke Stiellen und Löcher, an den Kopfenden der Kappe auf, obwohl sie durch ein Tauchverfahren erzeugt werden. Die benutzten Formten sind im übrigen sehr handlich und nehmen nur einen vergleichsweise geringen Raum in Anspruch.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform .der Erfindung zum Herstellen eines Badehelmes näher erläutert, und zwar zeigen Fig. i .das Tauchen einer Form gemäß der Erfindung, Fig.,-> einen Schnitt gemäß der Linie II-II der Fig. i, Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. a, Fig. q. das Überführen einer auf der Form gemäß Fig. i bis 3 getauchten Kappe zu einer kopfförmigen Gestalt, Fig. 5 einen. Schnitt gemäß der Linie IV IV der Fig. 4.
- Es wird Kautschuk aus einer Kautschuk enthaltenden Flüssigkeit, wie, z. B. Kautschukmilch, in bekannter Weise auf die Oberfläche einer Farm niedergeschlagen, bei der diejenigen Teile ihrer Oberfläche schaufelförmig ausgebildet sind, die den kugelförmigen Teilen der zu erzeugenden Gegenstände entsprechen. Der Niederschlag wird darauf von der schaufelförmigen Form abgenommen und durch überführen auf !eine Form, welche den gewünschten kugelförmigen Umriß hat, in die richtige Gestalt gebracht. Bei der Her-Stellung von Badehelmen z. B. wird Kautschuk auf eine schaufelförmige Form niedergeschlagen und der Niederschlag von der Form abgenommen und auf eine kopfförmige Form zum Vulkanisieren überführt, wodurch der Niederschlag dauernd zu einem Helm von der gewünschten Gestaltgeformtwird. Gegebenenfalls kann die Kautschuk enthaltende Flüssigkeit besser auf die schaufelförmige Form durch übliches Spritzen. oder Aufsprühen aufgebracht werden als durch einen Tauchvorgang. Die Oberfläche der schaufelförmigen Form kann beliebige gewünschte Musterungen haben, in welchem Fall die Außenseite dies -.fertigen Gegenstandes naturgemäß eine Ober-# .,. 19 'flA',he zeigt, die solche Musterungen umge-'kehrt hat, wenn beim Überführen des Gegenvon der schaufelförmigen Form zu Zer kugelförmigen Form der Niederschlag von innen nach außen gedreht wird. Der Gegenstand wird auf einer schaufelförmigen Form aus einer vulkanisierbaren Kautschukmilch mit geringer Vulkanisation niedergeschlagen; nach Abstreifen von der Form wird er auf eine kopfförmige Form zur Vulkanisation gebracht. Gegebenenfalls kann jedoch ,eine vulkanisierte oder teilweise vulkanisierte Kautschukmilch benutzt werden; in diesem Fall vervollständigt eine Schlußerhitzimg des Niederschlags auf der Kugelform genügend die Vulkanisation und verfestigt den Artikel so, daß @er dauernd die gewünschte Kugel: form behält.
- Der auf die schaufelförmige Form niedergeschlagene Gegenstand hat dieselbe Oberfläche, wie sie für den fertigen Artikel bestimmt ist, aber gewünschtenfalls kann die Oberflächenausdehnung der schaufelförmigen Form etwas kleiner als die bei dem fertigen Gegenstand ,gewünschte sein und der Niederschlag gestreckt werden, wenn er schließlich auf der kugelförmigen Form vulkanisiert oder geformt wird.
- Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist io eine Tauchform, die einen schaufelförmigen Teil i i und einen Unterteil 12 hat, an dem eine Klammer 13 für eine gegebenenfalls gewünschte Befestigung an einem Tauchrahmen 14 angebracht ist. Ein mit einem Grat versehener Teil 15 auf der Oberfläche der Form bildet den Umriß eines gewünschten Badehelmes, wobei die scharfe Kante 16 des Grats ein leichtes Zurichten des auf der Form niedergeschlagenen Kautschuks gestattet. Die Oberfläche der Form kann Vertiefungen wie bei 17 haben, so daß sie einem gehämmerten Gegenstand .ähnlich ist. Die in Fig. i dargestellte Form wird in eine Kautschuk enthaltende Flüssigkeit, wie z. B. Kautschukmilch 18, in dem Behälter 19 getaucht. Die Form wird dann aus dem Behälter herausgezogen, der Kautschuk aus der an der. Form anhaftenden Kautschukmilch durch Trocknen oder chemische Verfestigung, wie an sich bekannt, niedergeschlagen. Das Tauchen, Verfestigenoder Trocknen wird, wie ,ebenfalls üblich, wiederholt, bis die gewünschte Dicke des Niederschlages auf der Oberfläche gebildet worden ist. Nach dem Niederschlagen des Kautschuks aus der Kautschukmilch auf die Form und vorteilhaft nach dem Trocknen wird der Niederschlag von der Form io entfernt, von innen nach außen gedreht und auf die kopfförmige Form 2o überführt, die in Fig. q. dargestellt ist. Der Kautschukniederschlag 21 hat erhabene Teile 22, welche den Vertiefungen 17 auf der Oberfläche der kopfförmigen Form entsprechen, und eine Nut 23, welche dem Grat 16 der Form i o entspricht. Verschiedene Zierstücke können auf den Gegenstand auf der Form 2o vor dem Vulkanisieren gebracht werden. Der Gegenstand wird auf der Form 2o vulkanisiert, nach dem Vulkanisieren von der Form entfernt und leicht längs der Nut 23 zugerichtet, um den Gegenstand, wie z. B. den Badehelm, zu vollenden.
Claims (2)
- PATrNTANSPRÜCHE. i. Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkörpern, bei denen wenigstens ein Teil ihrer Oberfläche kugelförmig ausgebildet ist, wie z. B. Badehelme o. dgl., durch Niederschlagen von Kautschuk aus einer Kautschuk enthaltenden Flüssigkeit auf ein e Form; Entfernen des Gegenstandes von der Form sowie Umstülpen und nachfolgendes Trocknen oder Vulkanisieren des Gegenstandes auf einer weiteren Form, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk auf eine Form miedergeschlagen wird, bei welcher diejenigen Teile ihrer Oberfläche, die den kugelförmigen Teilen des Gegenstandes entsprechen, schaufelförmig ausgebildet sind und der abgenommene Gegenstand ,auf einer zweiten Form derart geformt wird, daß die den schaufelförmigen Teilen der Form entsprechenden Oberflächenteil- in die Kugelform gebracht werden.
- 2. Form zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Teile der Oberfläche der Form, welche den kugelförmigen Teilen des herzustellenden Gegenstandes entsprechen, schaufelförmig sind und die gleiche Oberfläche aufweisen wie die kugelförmigen Teile.
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