DE659547C - - Google Patents

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DE659547C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C3/00Foundations for pavings
    • E01C3/06Methods or arrangements for protecting foundations from destructive influences of moisture, frost or vibration

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN Al 5. MAi 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 19 c GRUPPE 6 so
M 129076 Vj igc Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: J. April 1938
Richard Müller in Staufen, Breisgau Straßendecke mit Wärmeschutzschicht
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1934 ab
In allen Fällen, in welchen Straßen oder
Fahrbahnen auf bindigem, feinkapillarem Boden gebaut werden müssen, ist es nötig, den bei diesen Böden leicht entstehenden Frostschäden zu begegnen.
Es wurden bisher eine Reihe von Maßnahmen gegen die Frostschäden vorgeschlagen bzw. angewandt. Da die Frostschäden nur dann auftreten, wenn die aus dem Grundwasser aufsteigende Bodenfeuchtigkeit in den Frostbereich gelangt, wurde z. B. vorgeschlagen, in frostsicherer Tiefe eine wasserdichte Schutzschicht, anzubringen, welche das Eindringen der vom Grundwasser aufsteigenden Feuchtigkeit in den eigentlichen Straßenuntergrund verhindert. Da diese Schutzschicht in frostsicherer Tiefe, also etwa 1 m unter der Straßenoberkante, verlegt werden muß, bedingt das Verfahren eine bedeutende Erdbewegung.
Ein anderer Vorschlag geht dahin, eine Wärmeschutzschicht einzubauen, welche überhaupt das Eindringen des Frostes in den Straßenuntergrund verhindern soll. Diese Wärmeschutzschicht hat aber zwei Nachteile: Erstens erhöht sie die Kosten des Straßenbaus sehr stark, da Wärmeschutzstoffe bedeutend teurer sind als die gewöhnlichen Straßenbaustoffe. Zweitens sind die Wärmeschutzstofle weich oder elastisch und eignen sich nicht als Unterbau für eine Straßendecke, da auf einem derartigen weichen oder elastischen Straßenuntergrund die Decke zu stark federt und hierdurch zerstört werden kann.
Eine neuerdings öfters angewandte Maßnahme besteht darin, die bindige, feinkapillare Bodenart, welche frostschiebende Eigenschaften besitzt, auszuheben und bis über Frosttiefe hinaus durch Kies zu ersetzen. Auch diese Maßnahme ist aber umständlich und teuer, insbesondere dort, wo Kies nicht in der Nähe der Baustelle anfällt.
Die Wirtschaftlichkeit der letztgenannten Bauweise wäre wesentlich größer, wenn es möglich wäre, schon bei stark verringerter Höhe der Kiesauffüllung die Frostschäden auszuschalten. Dies scheitert aber an der hohen Wärmeleitzahl des Kieses, insbesondere in feuchtem Zustand.
Durch die Erfindung sollen die genannten Bauweisen weiter ausgebildet und verbessert werden unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch Zusatz und inniges Einmischen geringer Mengen von Wärmeschutzstoffen, wie z. B. Torf, Schlackenwolle oder ähnlichen faserigen Stoffen, zu einem grobkapillaren Bodengemenge, wie Kies oder Sand usw., die Wärmeleitzahl des entstehenden Gemisches ganz außerordentlich stark herabgesetzt wird. Als Beispiel wird ein Gemisch von 95 Gewichtsteilen Kies mit 5 Gewichtsteilen Torf genannt. Die Wärmeleitzahl einer solchen Schicht in einer Stärke von beispielsweise 8 cm ist günstiger, als wenn eine Schicht von 8 cm reinem Torf oder 8 cm reinem Kies verwandt wäre. Der gleiche oder ein ähnlicher Erfolg tritt auch bei einem ahn-
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102792B (de) * 1955-01-24 1961-03-23 Glasfaser Ges M B H Frostsichere Strasse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1102792B (de) * 1955-01-24 1961-03-23 Glasfaser Ges M B H Frostsichere Strasse

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