DE648151C - Selbsttaetige elektrische Regeleinrichtung fuer technisch-physikalische Groessen - Google Patents

Selbsttaetige elektrische Regeleinrichtung fuer technisch-physikalische Groessen

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DE648151C
DE648151C DEB162621A DEB0162621A DE648151C DE 648151 C DE648151 C DE 648151C DE B162621 A DEB162621 A DE B162621A DE B0162621 A DEB0162621 A DE B0162621A DE 648151 C DE648151 C DE 648151C
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    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
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    • G05D23/27535Details of the sensing element
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Description

Es sind elektrische Regeleinrichtungen bekannt, bei denen mehrstufig Steuerorgane verstellt werden in Abhängigkeit von gemessenen und zu regelnden Größen. Es wird so vorgegangen, daß zwischen den einzelnen Regelstufen ein Zeitintervall leingeschaltet wird, das man möglichst der Trägheit des zu regelndien Vorganges anpaßt, oder daß man mehrere auf verschieden hohe Abweichungen vom Sollwert einzustellende Grenzkontakte benutzt, 'die Impulse von verschiedener Dauer oder verschiedener Häufigkeit auf das zu regelnde Organ geben. Die ,Endstellungen
* desselben sind dann durch ein Schalterpaar, Grenzschalter, begnenzt.
Bei derartigen Regelanlagen zeigt es sich, daß es praktisch gar nicht möglich ist, das Zeitintervall mit der Trägheit des zu regelnden Vorganges in Einklang zu bringen, weil diese von. anderen außerhalb des zu regelnden Vorganges liegenden Faktoren abhängt, die sich ändern, z. B. Raumtemperatur, Geschwindigkeit u.dgl. Auch -.die Anordnung mehrerer Impulskontakte, aber nur eines Paares von Grenzkontakten, befriedigt nicht, weil keine zwangsläufige Beziehung zwischen der ' Abweichung vom Sollwert und dem Regelschritt, der diese Abweichung beseitigen soll, hergestellt ist.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Mängel dadurch, daß jedem Impulskontaktpaar je ein mit dem geregelten Glied bewegtes Grenzkontaktpaar zugeordnet ist, das den Regelbeneich des zugehörigen Irnpulskoataktpaares begrenzt und eine Verstellung des geregelten Gliedes entsprechend der Zustandsabweichung bewirkt. Jedesmal, wenn eine bestimmte Abweichung vom Sollwert eingetreten ist, schließt derselbe Impulskontakt und ruft auch jedesmal-dieselbe Wirkung an dem geregelten Organ hervor, weil lediglich der Grenzkontakt des gesteuerten Apparats die jeweilige. Steuerbewegung beendet. Der Faktor Zeit ist vollkommen ausgeschaltet. Die Regelung paßt sich selbsttätig der Trägheit des geregelten Vorganges an.
Die Regelung kann so. ausgebildet werden, daß sie proportional zur Größe der Zustandsänderung arbeitet und stets Gleichgewicht zwischen der Menge des geregelten Stoffes, die zugeführt wird, und dem Bedarf an diesem Stoff herstellt. An dem Beispiel einer Temperaturregelanlage wird gezeigt, wie die Regelung arbeitet. Sie kann aber auch zur Regelung jedes anderen Vorganges benutzt werden, bei dem durch ein. Instrument Impulse gegeben werden, die auf einen zu regelnden Vorgang wirken, z.B. für die Regelung
von Druck, chemische Zusammensetzung von Flüssigkeiten oder auch zur Steuerung von Schiffen.
Die Figuren bedeuten: :■:/,
Fig. ι schematische Darstellung der Erfnt-' dung in einfacher Form,
Fig. 2 diagrammartige Darstellung der Regelbewegung der in Fig. ι dargestellten Regeleinrichtung,
ίο Fig. 3 perspektivische Darstellung eines Teils der Regeleinrichtung, aber schon so abgeändert, wie sie bei der vervollkommneten Regeleinrichtung Verwendung findet,
Fig. 4 schematische Darstellung der gegenüber Fig. 1 vervollkommneten. Regeleinrichtung,
Fig. 5 diagrammartige Darstellung der Regelbewegungen der in Fig. 4 dargestellten Regeleinrichtung,
Fig. 6 und 7 eine gegenüber Fig. 4 und 5 weiter vervollkommnete Regeleinrichtung,
Fig. 8 und 9 Darstellungen ähnlich Fig. 4 und 5 einer Regeleinrichtung, bei der die Regelbewegungen proportional zur Größe der Zustandsänderung sind.
In Fig. ι bedeutet 1 einen Ofen, dem Brennstoff durch das Rohr 2 und das Regelventil 3 zugeführt wird. Als Wärmefühler ist ein Thermostat 4, 5, 6 verwendet, der mit dem Steigen oder Fallen der Temperatur sich ausdehnt oder zusammenzieht und direkt die Nockenwelle 8 mit Hilfe der Zahnstange 6 und des Zahnrades 7 dreht. Auf der Welle sind drei Nocken scheiben 9, 10 und 11, die K«ntakte 12, 13 und 14 betätigen, befestigt. Wenn die Abweichung vom Sollwert so groß wird, daß eines der Kontaktpaare schließt, wird der Motor 17 in Tätigkeit gesetzt, und zwar so lange, bis das entsprechende Grenzkontaktpaar den Strom unterbricht und den Motor wieder anhält. Durch die Bewegungen des Motors wird das Ventil 3 über das Gestänge 18 betätigt und je nach Erfordernis die zugeführte Brennstoffmenge vergrößert oder verringert.
Der Kontakt 12 ist ein Umschaltkontakt, dem das Grenzschalterpaar 23, 24 zugeordnet ist. Dieser Kontakt gibt bereits Impulse, wenn der geregelte Zustand um einen geringen Betrag vom Sollwert abweicht. Die Kontaktpaare 13 und 14 dagegen sollen erst arbeiten, wenn eine größere Abweichung vom Sollwert auftritt. Dem Kontakt 13 ist der Grenzschalter 25, dem Kontakt 14 der Grenzschalter 26 zugeordnet. Es ist also bei dieser einfachsten Form der Erfindung dafür gesorgt, daß bei geringen Abweichungen vom Sollwert der Motor nur geringe Verstellungen des Regelventils entsprechend der Einstellung der Grenzschalter 23 und 24 bewirkt, während bei größeren Abweichungen die Kontakte 13 und 14 in Tätigkeit treten und das Ventil .entsprechend der Einstellung der Kontakte 25 f.und 26 um erhebliche Beträge öffnen oder Schließen.
;ΐ?- ''Fig. 2 zeigt den Temperaturverlauf in dem zu regelnden Ofen und die zugehörigen Bewegungen des Regelventils. Es bedeuten A, Z, A1 und Z1 die Temperaturen, auf die die Regelkontakte eingestellt sind. VA (Ventil auf), VZ (Ventil zu), EVA (Endstellung Ventil auf) und EVZ (Endstellung Ventil zu) zeigen die Einstellung der Grenzschalter des Antriebs für das Regelventil.
In Fig. ι ist der obere Kontakt von 12 geschlossen, weil die Temperatur zu hoch ist. Sein zugehöriger Grenzkontakt 24 ist offen. Es ist also die Anlage in dem Zustand gezeichnet, in dem die Temperatur zu hoch ist und die entsprechende Steuerbewegung bereits stattgefunden hat (Fig. 2: 31 und 32). Wenn die Temperatur jetzt wieder fällt, so schließt der untere Kontakt 12, und es entsteht ein Stromweg vom Netz 28 über 12 unten, 23, 25, Motorfeld 29 und den Anker des Motors 17 zum Netz 27. . Der Motor arbeitet jetzt, bis die Scheibe 19 den Kontakt 23 öffnet. Wenn diese Ventilverstellung ausreicht, d.aß die Temperatur wieder steigt, geschieht nichts weiter. Hat sie aber nicht ausgereicht, dann wird der Thermostat 6 sich weiter zusammenziehen und die Welle 8 verdrehen, bis der Kontakt 13 geschlossen wird. Es entsteht dann ein Stromweg von 28 über 13, 25, 29 und 17 zurück zu 27. Der Motor arbeitet wieder, und zwar so lange, bis 25 öffnet (s. Punkt 33 und 34 und 37, 38 in Fig. 2). Wenn die Temperatur steigt, so machen das Impulsinstrument und das Regelventil die entsprechenden Bewegungen im entgegengesetzten Sinne, wie hier beschrieben ist. Aus Fig. 2 ersieht man, daß kleinen Temperaturänderungen kleine Verstellungen des Regelventils entsprechen, großen Temperaturänderungen aber große Verstellungen. Es ist ferner ohne weiteres erkennbar, daß die Regelung, wenn sich die Richtung der Temperaturabweichung ändert, jedesmal erst durch den Sollwert gehen muß, ehe Regelbewegungen im entgegengesetzten Sinne stattfinden »to können. Die Zahl der Impulskontakte und der zugeordneten Grenzkontakte läßt sich ohne weiteres vermehren und so die Regelschritte den Abweichungen vom Sollwert beliebig weit anpassen. "5
Die beschriebene Regeleinrichtung greift zwar sofort ein, wenn der geregelte Zustand vom Sollwert abweicht, es kann aber leicht der Fall eintreten, daß sich trotz des unveränderten Sollwertes der Bedarf an dem zu »2° regelnden Stoff ändert, z. B. bei einem Durchlaufofen, wenn man bei gleicher Temperatur
eine andere Menge an anzuwärmendem Gut in der Zeiteinheit durch, den Ofen laufen läßt. Es würde dann bei dieser Regelanlage geschehen, daß 'die Impulskontaktie nahe dem Sollwert nicht mehr arbeiten, sondern die Regelung fortwährend zwischen den Grenzwerten hin und her geworfen wird. Es erscheint deshalb zweckmäßig, die Regelanlage so weiterzubilden, daß Gleichgewicht zwisehen dem Biedarf an dem zu regelnden Stoff und der zugeführten Menge dieses Stoffes eintritt. Eine derartige Anlage ist in Fig. 3 bis 5 dargestellt.
In den Figuren sind zunächst für alle Teile, die bereite in Fig. 1 bis 3 vorhanden waren, dieselben Buchstaben verwendet; in der schematischen Figur4 mit dem Indexe. Die Welle 8 mit den Kontakten 12 bis 14 ist hier als Abwicklung eines Zylinders dargestellt. "Die Verzahnungen 52 und 53 entsprechen 6 und 7 ;im Fig. 1. Auch der Betätigungsapparat für das Regelventil 15 ist so dargestellt, daß an Stelle der Nockenscheiben und federnden Kontakte eine Steuerwalze gezieichniet ist mit Belegen, 'die, wenn sich die Steuerwalze dreht, entsprechende Kontakte schließen. Zu den bisher vorhandenen Kontakten sind hier noch keine neuen Kontakte hinzugefügt, wohl aber ist das Grenzkontaktpaar 23° und 24ß gegen 25« und 26s verschiebbar gemacht worden. Wenn der Motor 17 über das Getriebe 54 den Steuerapparat 15, der aus den Teilen i6a bis 41« besteht, so· weit verstellt, -daß eine der Klinken 50« in das Zahnrad 43« eingreifen kann, so wird 41« gegen i6a verschoben, und zwar nur, wenn der Steuerapparat aus der Mittelstellung in die Grenzstellung geht, nicht aber, wenn er wieder in die Mittelstellung zurückgeht. Dann wird die Klinke hochgehoben, ohne daß eine Verstellung eintritt. Die Klinken lassen sich verstellen, so daß man 41° um einen oder mehrere Zähne verschieben kann.
In Fig. 5 ist' eine solche Regelbewegung diagrammartig 'dargestellt. Bei Punkt 55 schwankt die Temperatur nur wenig, so daß die Regelung nur kleine Bewegungen macht (s. Punkt 56). Bei 57 tritt aber ein erheblicher Temperaturabfall ein, und die Klinke 50« verschiebt das mittlere Grenzkontaktpaar aus. der Stellung VAjVZ in die Stellung VAJVZ1. Bei 61 bzw. 64 tritt eine derartige Verstellung nochmals auf; und jetzt erst, nachdem die Stellung V^l3 und VZ8 erreicht ist, ist die Mittelstellung berichtigt, so daß die Regelung wieder in kleinen Grenzen um den Sollwert pendelt (s. Punkt 66 und 67).
Die 'praktische Ausführung entspricht ungefähr der Fig. 3. Auf der Welle 16 sind die Nockenscheiben 'der Endgrenzschalter EVA (21) und EVZ (22) starr befestigt, während die Zwischengrenzschalter VA und VZ (19 und 20) auf einer Büchse 41 befestigt sind, die am Arm 42 'die Zahnräder 43 und 44 trägt. Das Zahnrad 44 greift in das Zahnrad 46 .ein, das wieder auf der Welle 16 starr befestigt ist. Die Klinken 50 sind in dem Steuerapparat drehbar und ortsfest angebracht. Wenn sich jetzt 'die Welle 16 so weit verdreht, daß eine der Klinken 50 das Zahnrad 43 erreicht, so· wird dies gedreht und über das Zahnradpaar 44, 46 die Büchse 41 gegen die Welle 16 verdreht. 47, 48 und 49 ist eine * Bremsvorrichtung, die eine zu leichte Verdrehung .der Zahnräder 43 und 44 verhindert. Erst durch die Verschiebung der Normalstellung im Steuerapparat, die dadurch bewirkt wird, daß die Zwischengrenzkontakte gegen die Endgrenzkontakte verschoben werden, ist es 'möglich, stets in der Nähe des Sollwertes geringe und entfernt vom Sollwert große Regelbewegungen zu machen. Es ist zu beachten, daß zwischen den einzelnen Verlegungen der Normalstellung jedesmal die Temperatur erst auf den Sollwert zurückkehren muß, ehe eine erneute Verlegung -der Normalstellung eintreten kann. Die Regelung wird so, wie Fig. 5 zeigt, arbeiten. Die Abweichungen vom Sollwert wenden immer geringer und klingen allmählich ab (s. Punkt 57, 61 und 64). Bei 66 ist dann der Sollwert wieder erreicht, und die Schwankungen um den Sollwert sind gering.
Eine weitere Verbesserung der Regelanlage zeigen Fig. 6 und 7. Hier sind zu den ursprünglich vorhandenen Kontakten die Impulskontakte 68 und 69 und die Grenzkontakte .70 und 71 hinzugefügt (Fig. 6). In Fig. 7 erscheinen 'die Linien An und Z^. Sie geben die Temperaturen an, auf die die Kon- 1°° takte 68 und 69 (Fig. 6) eingestellt sind. Die neuen Kontakte können nur entfernt vom Sollwert arbeiten (s. Punkt 76, Fig. 7) und haben 'den Zweck, die Regelung vor Erreichen des Sollwertes mehrfach umzukehren, solange 'die Temperatur erheblich vom Sollwert abweicht, und die Normalstellung ebenso oft zu verschieben. Dadurch wird die Verlegung der N'O'rmalstellung beschleunigt und das Gleichgewicht der Regelanlage schneller er- "° reicht. Die neuen Kontakte verschieben sich mit den Zwisehengrenzkontakten. Sie würden also in Fig. 3 ebenfalls auf der Büchse 41 angeordnet sein.
In Fig. 6 ist die ganze Anlage in der Mittel- "5 stellung gezeigt. Wenn jetzt die Temperatur fällt, so würde bei ϊ2α Kontakt gemacht werden, und 16« und 41° würden gleichzeitig so weit verstellt werden, bis der Kontakt 23« öffnet. Jetzt ist zwar der Kontakt 68 noch geschlössen, aber sein zugehöriger Grenzschalter Ji ist offen, so daß also, trotzdem 68 ge-
schlossen ist, noch keine Weiterbewegung des Steuerapparats eintreten kann. Würde die Temperatur jetzt weiter fallen, bis 14° ge schlossen ist, so würden i6a und 41« so lange verstellt, bis 2 5" öffnet, und dabei würde 41 gegen i6a verschoben werden. Während dieser Bewegung ist der Grenzkontakt 71 geschlossen, aber der Impulskontakt 68 geöffnet worden, so daß immer noch über diesen ίο Kontakt kein Stromkreis zustande kommt. Steigt jetzt aber wieder die Temperatur, so wird, sobald sich 68 schließt, da nunmehr 71 auch geschlossen ist, ein Stromweg vom Netz 28 über 68, 71, 26a zum Motorfeld 29 und durch den Motoranker zurück zum Netz 27 gehen. i6<* und 41° werden jetzt aber so lange verstellt, bis 71 öffnet. Wenn jetzt wieder die Temperatur fallen würde, so würde wieder ein Stromkreis über 14° und 25° entstehen und bei erneutem Steigen der Temperatur auch erneut wieder der Strom über 68 und 71 geschlossen werden, wie dies in Punkt 76 (Fig. 7) dargestellt ist. Gleichzeitig wird die Normalstellung jedesmal verlegt (N1, N2, N3). Geht dagegen, wie in Punkt 77, die Temperatur wieder auf das Soll zurück, so kommt Kontakt Ι2δ zum Arbeiten und gegebenenfalls auch 13« und 69.
Man sieht, daß diese Regelanlage die richtige Normalstellung viel schneller finden wird als die in Fig. 4 und 5 dargestellte, daß aber die zusätzlichen Regelbewegungen erst dann eintreten, wenn die Abweichung vom Sollwert groß ist. Es war schon gesagt worden, daß die Zahl der Zwischenkontakte sich beliebig vergrößern läßt. Ebenso· lassen sich dann auch die Klinken 50« entsprechend vermehren.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Regelanlage, bei der dies der Fall ist. Hier sind sämtliche Grenzkontakte außer 25s und 26" gegenüber diesen verschiebbar. Wenn auch der Vermehrung der Kontakte praktische Grenzen gesetzt sind, so kann es doch Fälle geben, wo man mit den Impuls- und Grenzkontakten der Fig. 6 und 7 nicht auskommt.
Wenn ein . Temperaturanstieg erfolgt,· so arbeiten nacheinander die Kontakte I2Ä, 99, 101, 103, 105 und 13«, bis die Grenzkontakte 24«, 115, 117, 119, 121 und 26« geöffnet haben. In umgekehrter Richtung kommen die Kontakte 12«, 91, 93, 95:, 97 und 14« und die Grenzkontakte 23°, 107, 109, in, 113 und 25" zur Wirkung. Die Kontaktego, 92, 94, 96 und 68 mit den Grenzkontakten 106, 108, 110, 112 und 71 und die Kontakte 98, 100, 102, 104 und 69 mit den Grenzkontakten 114, 116, 118, 120 und 70 sind Umkehrkontakte, die jeweils Verlegungen der Mittelstellung entfernt vom Sollwert bewirken. Da je fünf Umkehrkontakte zu beiden Seiten der Mittelstellung vorhanden sind, sind auch je fünf Klinken 50s vorgesehen.
Fig. 9 zeigt den Temperaturverlauf unti die zugehörigen Ventilverstellungen bei einer solchen Regelung.
Zunächst sind Brennstoffzufuhr und Brennstoffbedarf im Gleichgewicht (s. Punkt 122 und 123). Bei 124 tritt aber eine starke Erhöhung des Brennstoffbedarfs ein. Die Temperatur sinkt bis zum Schließen des äußersten Impulskontaktes bei Α·α ab. Gleichzeitig wird das Regelventil schrittweise (Punkt 125) geöffnet. Bei jedem Schritt tritt eine Verschiebung von 4ia gegen i6a ein. Es wird also jedesmal die Normalstellung etwas verlegt, so daß sie nach N1 geht (Punkt 127). In Fig. 9 ist dann noch zweimal ein Temperaturabfall gezeigt mit entsprechender Ventilbewegung, der wiederum eine, Verlegung der Normalstellung, aber diesmal um einen geringeren Betrag, nach N2, zur Folge hat. Es ist also ersichtlich, daß sowohl die Regelbewegungen an sich als auch die Verlegung der Normalstellung proportional zu den Temperaturfehlern erfolgt.
Aus vorstehender Beschreibung geht hervor, daß die Regelanlage sich stets selbsttätig die Normalstellung sucht, die dem augenblicklichen Brennstoffbedarf entspricht, und daß es möglich ist, die Regelwirkung proportional zu den Abweichungen vom Sollwert zu gestalten. Es ist ferner ersichtlich, daß jeder Regelbewegung erst eine entgegengesetzte Regelbewegung folgen muß, nach dem Öffnen des Ventils z. B. ein erneutes Schließen, sei es, daß die Temperatur den Sollwert wieder erreicht oder daß die Umkehrkontakte eingreifen, ehe im gleichen Sinne wie vorher eine neue Regelbewegung eingeleitet lo° wird. Die Regelung prüft also stets selbst, ob die vorhergehende Regelbewegung genügt, den Zustand auf den Sollwert zurückzubringen. Die Gefahr des Überregelns ist also eine außerordentlich geringe. Es sei noch- >°5 mais darauf hingewiesen, daß die Regelbewegungen lediglich vom Temperaturzustand des Ofens abhängen, daß aber keine Verzögerungsmittel, wie Unterbrecher u. dgl., die zeitabhängig sind, verwendet werden. »1°
Zur Durchführung einer solchen Regelanlage können auch andere Mittel verwendet werden. Die oben beschriebenen Ausführungsformen sind nur Beispiele. Man könnte etwa die Klinken, die die Verschiebung der Normalstellung bewirken, durch elektrische Kontakte ersetzen und durch einen besonderen Motor, der durch diese Kontakte gesteuert wird, 41° gegen i6a verschieben. Bei einer Einrichtung, die mit Preßluft arbeitet, könnten an Stelle der elektrischen Kontakte ein oder mehrere Preßlufthähne treten. Schließ-
lieh wäre es auch möglich, eine "Brückenschaltung zu benutzen, bei der ein Schleif draht als Geber benutzt wird, der mit einem zweiten Schleifdraht als Empfänger so geschaltet ist, daß das gesteuerte Gerät nur dann zur Ruhe kommt, wenn die Stellung der Schleifdrähte am gebenden und gesteuerten Gerät die gleiche ist.

Claims (4)

  1. Patentanspküche:
    i. Selbsttätige elektrische Regelvorrichtung für technisch-physikali&che Größen, bei der zwei oder mehr Maximal- und Minimalkontaktpaare vorgesehen sind, von denen jedes als Impulskontakt für einen bestimmten Bereich der Zustandsänderung wirkt, dadurch ^gekennzeichnet, daß jedem Impulskontaktpaar (Fig. 1: 12, 13, 14; Fig. 8: 12«, 126, 91, 99, 93, 101, 95, 103, 97, i°5j ι 3", I4fl) j'e «in mit <fem geregelten Glied (Fig. 1:3) bewegtes Grenzkontaktpaar (Fig. ι: 23, 24, 25, 26; Fig. 8: 23«, 24a, 107, 115, 109, 117, in, 119, 113, 121, 26", 2ζα) zugeordnet ist, das den Regelberteich des zugehörigen Impulskontaktpaares begrenzt und eine Verstellung des geregelten Gliedes entsprechend der Zustandsabweichung bewirkt.
  2. 2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sdhaltpunkte des äußeren Grenzkontaktpaares (Fig. 4: 250 und 26°) auf der Steuerwelle (i6a) festliegen, wähnend die Schaltpunkte der Zwischengrenzkontaktpaare (23° und 24°), z. B. durch Anschläge (50«), gegen die Steuerwelle (i6a) verschiebbar sind, wodurch, wenn die Abweichung vom Sollwert ein bestimmtes Maß überschreitet, die Noranaleinstellung der Regelvorrichtung (Fig·. 1: 3) so verlegt werden kann, daß die Regelung Gleichgewicht zwischen dem Bedarf an dem geregelten Stoff und der zugeführten Menge des geregelten Stoffes herbeiführt. +5
  3. 3. Regelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei schrittweiser Verstellung der Schaltpunkte der Zwischengnenzkontaktpaane, z. B. durch ein Klinkwerk (Fig. 4: 50°, 43«), nach jedem Schritt 'der zu regelnde Zustand erst wieder auf 'den Sollwert zurückgeht (Fig. 5: Punkt 59 und 63).
  4. 4. Regelvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch, gekennzeichnet, daß z. B. durch ein zusätzliches Umkehrkontaktpaar (Fig. 6: 68 und 69) mit einem weiteren Zwischengrenzkontaktpaar (70 und 71), die nur entfernt vom Sollwert arbeiten können, eine mehrfache Umkehrung des Regielzustandes vor Erreichen des Sollwertes erzwungen wird, so> daß die Zwischengrenzkontaktpaare mehrfach gegenüber idem Endgrenzkontaktpaar verschoben werden und die schrittweise Verstellung .der Schaltpunkte der Zwischengrenzkontaktpaare (Fig. 6: 23° und 24°) ohne jedesmalige Rückkehr zum Sollwert erfolgt, wodurch das Gleichgewicht der Regelanlage schneller erreicht wird (siebe Fig. 8: 90 und 98, 92 und 100, 94 und 102, 96 und 104, 68 und 69 bzw. 106 und 114, 108 und 116, 110 und 118, 112 und 120, 71 und 70).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEB162621A 1932-10-04 1933-10-03 Selbsttaetige elektrische Regeleinrichtung fuer technisch-physikalische Groessen Expired DE648151C (de)

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