DE647948C - Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von Baugruben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von BaugrubenInfo
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- DE647948C DE647948C DESCH107343D DESC107343D DE647948C DE 647948 C DE647948 C DE 647948C DE SCH107343 D DESCH107343 D DE SCH107343D DE SC107343 D DESC107343 D DE SC107343D DE 647948 C DE647948 C DE 647948C
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von Baugruben . Die Erfindung betrifft lein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aussteifung von Baugrubenwänden mit Rammträgern rund Bohlenausfütterung und zwischen den gegenüberliegenden Rammträgern angeordneten, unter' Spannung gesetzten Aussteifungen. Bei den üblichen Aussteifungen dieser Art wird erfahrungsgemäß das angrenzende Erdreich nicht so festgehalten, da:ß Risse in den angrenzenden Gebäuden oder sonstigen Baulichkeiten mit Sicherheit vermieden werden. Es fehlt auch: völlig jede Überwachungsmöglichkeit Tiber dien Anpreßdruck der sogenannten meist durch Verkeilen verspannten Steifen, d. h. der quer liegenden Aussüeifhölzer oder Aussteifträger. Vielfach setzt sich das Erdreich, es treten Bodenlockerungen und B@odenverlagerungeen ein; die erwähnte Rißbildung, die sogar häufig zu einer fernsten Gefährdung der anliegenden Gebäude und sonstigen Baulichkeiten führen kann, ist die Folge.
- Die Erfindung vermeidet diese Nachteile mit Sicherheit und gestattet, sowohl die Drücke für das Anpressen der Steifen genau zu regeln und zu überwachen als auch die Drücke dauernd beizubehalten. Die Drücke können für jede Stelle der Baugrube -den Erfordernissen Moder den Ergebnissen der statischen Berechnung entsprechend verschieden eingestellt werden.
- Erreicht wird dies erfindungsgemäß -dadurch, daß jede Steife beim Einbau unter eine solche Vorspannung gesetzt wird, die dem rechnungsmäßig zu erwartenden Erddruck entspricht, wobei die Vorspannung durch hydraulische Presseen mit Druckanzeigevorrichtungen ausgeübt wird und gegebenenfalls ;aufrechterhalten werden kann. Die hydraulischen, Pressen samt ihren Druckmessern können während der Gesamtbauzeit an bzw. zwischen den Steifen belassen und bei Druckverminderungen erneut bis zur Erreichung des Bodendruckes unter Druck gesetzt werden. Man kann -die Pressen auch nach Erreichung des gewünschten Bodendruckes, gegebenenfalls nach reiner gewissen überschreitung dieses Druckes, durch feste Zwischenlagen ersetzen. Die erstgenannte Handhabung wird jedoch der Forderung nach Sicherheit der angrenzenden Bauteile am vollkommensten gerecht.
- Irn übrigen kann der Grubenausbau, wie üblich, durchgeführt werden, auch sind die Steifen als Träger für die Gleise der Zubringerwagen für den Beton u. dgl. verwendbar.
- Die Aufgabe, Baugrubenwände so abzusteifen, daß sich in dem hinter der Bohlenwand befindlichen Erdreich keine Setzungs-oder Bewegungserscheinungen zeigen, selbst wenn Gebäude in der Nähe sind, ist mit _ den bisher bekannten Verfahren nicht restlos gelöst worden. Ihre Lösung gelingt dagegen, wenn gemäß der .Erfindung die Steiften unter eine genau zu überwachende Vorspannüng gesetzt werden, die dem zu erwartenden Bodendruck entspricht.
- Im einzelnen wird die Erfindung an Hand? der Zeichnung erläutert.
- In dieser zeigt die Abb. i einen Quer schnitt durch die Baugrube. Die Abb. 2 zeigt eine Draufsicht für den Querschnitt nach Abb. i. Abb.3 gibt die Draufsicht für die Einrichtung wieder, bei welcher nach dem Abpressen durch die hydraulischen Pressen Zwischenlagen zwischen die Längsträger gesetzt sind.
- Die Baugrube ist, wie üblich, mit einer Reihe von Rammträgern i ausgestattet. An den Seitenwänden liegen die Bohlen 2. In der Mitte der Baugrube können bei entsprechender Breite ' ebenfalls Rammträger vorgesehen sein; an ihnen sind die Längsträger 3 angeordnet. Die Aussteifung der Grube erfolgt durch die Absteifhölzer 4, die sog. Steifen, die sich nach Abb. i .an den äußeren Stirnflächen gegen die Rammträger i der B.augrubenwand legen. Zwischen ihre inneren Stirnflächen sind die hydraulischen Pressen 5 geschaltet. Sowohl, die Zylinder wie die Kolben dieser Pressen ragen mit Ansätzen 6und; durch die Längsträger 3 hindurch, so daß die Zapfen an den Stirnflächen der Steifen gegebenenfalls unter Einschaltung von Zwischenlagen S, zur Anlage kommen. Zweckmäßig ist es, die Steifen 4.. vor dem Wirksamwerden der Pressen 5 zunächst auf den Flanschen der Längseisen 3, der Eisen 9 oder auf den Schellen io vorläufig abzustützen.
- Nach dem Einbringen der hydraulischen Pressen werden diese unter Druck gesetzt, wobei der Druck an jeder Druckstelle für sich durch die Drosselorgane i i eingestellt werden kann und auch jede Presse mit getrennten Absperrorganen i :z versehen ist. Die Druckregelung wird dabei durch die Manometer 13 oder ähnliche Druckmesser überwacht, so daß man in der Lage ist, an jeder Stelle der Baugrube jeweils denjenigen Druck auszuüben, der dem an dieser Stelle auftretenden Bodendruck entspricht. Da hierdurch eine Verringerung des Bodendruckes im angrenzenden Erdreich mit Sicherheit vermieden wird, können Verlagerungen von Gebäudeteilen nicht vorkommen, und es besteht auch keine Einsturzgefahr.
- Zweckmäßig ist es, wie in Abb.2 angedeutet, während der gesamten Dauer der Arbeiten in der Saugrube bzw. bis zur Fertigstellung der Ausmauerung oder Betonierung die hydraulischen Pressen zwischen den Steifen zu belassen. Der jeweilig an den Steifen wirkende Druck kann dann dauernd nachgeprüft werden, und bei nachfallendem Druck können die Pressen erneut betätigt werden, so daß der gewünschte Druck alsbald wieder hergestellt wird. Die Pressen können dabei alle zusammen .oder gruppenweise an einen "oder mehrere Speicher angeschlossen werden, wie durch die Leitringen 14 in Abb. 2 angedeutet ist. Man kann aber auch jede hydraulische Presse mit einem Anschlußstutzen für die Anbringung einer Handpumpe oder einer kleinen ortsbeweglichen Motorpumpe ausrüsten, wobei dann die Pressen einzeln von dieser iortsbeweglichen Pumpe unter Druck gesetzt werden.
- Will man mit weniger Pressen auskommen,' so können die Pressen jeweils nach Erzielung des gewünschten Bodendruckes durch Hölzer oder eiserne Zwischenlagen 15 ersetzt werden. Dies ist in Abb. 3 dargestellt. Im allgemeinen werden auch diese Zwischenlagien den Bodendruck einigermaßen aufrechterhalten. Eine Überwachung des jeweiligen Bodendruckes ist allerdings bei dieser Abart des Verfahrens nicht mehr möglich, sobald die hydraulischen Pressen durch die Zwischenlagen ersetzt worden sind.
- Die Erfindung ist bei allen Arten von Steifen, Wandauskleidungen und sonstigen Stützgerüsten in Baugruben, Schächten, Gräben oder sonstigen Bodenaushebungen anwendbar. Einer ihrer Hauptvorzüge besteht darin, daß Aussteifdrücke genau im gewünschten Maße ausgeübt und gegebenenfalls auch während der ganzen Dauer der Bauarbeiten liLufend überwachf und beibehalten werden können.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Aussteifung von Baugrubenwänden mit Rammträgern und Bohlenausfütterung und zwischen den gegenüberliegenden Rammträgern angeordneten, unter Spannung gesetzten Aussteifungen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Steife beim Einbau unter eine solche Vorspannung gesetzt wird, die dem rechnungsmäßig zu erwartenden Erddruck entspricht, wobei die Vorspannung durch hydraulische Pressen mit Druckanzeigevorrichtungen ausgeübt wird und durch die Pressen gegebenenfalls aufrechterhalten werden kann.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwischen Steifen (4) und. Rammträger (i) bzw. zwischen die Steifen (4) geschaltete hydraulische Pressen (5) mit Druckmessern (13) und regelbarem Druck.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der hydraulischen Pressen für sich durch eine örtsbewegliche Pumpe unter Druck gesetzt ist. q.. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Pressen an einem gemeinsamen Speicher, jedoch @einzeln, z. B. durch Drosselorgane (11, 12), regelbar angeschlossen sind. Vorrichtung nach Anspruch a, gekennzeichnet durch hydraulische Pressen, bei denen der Zylinder und der Kolben mit zapfenförmigen Einsätzen versehen sind, mit denen sie durch die Längseisen hindurch auf die Steifen wirken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH107343D DE647948C (de) | 1935-06-20 | 1935-06-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von Baugruben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH107343D DE647948C (de) | 1935-06-20 | 1935-06-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von Baugruben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647948C true DE647948C (de) | 1937-07-17 |
Family
ID=7448379
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH107343D Expired DE647948C (de) | 1935-06-20 | 1935-06-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung von Baugruben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE647948C (de) |
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1935
- 1935-06-20 DE DESCH107343D patent/DE647948C/de not_active Expired
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