DE623377C - - Google Patents
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Classifications
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- H04B3/34—Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying
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- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
- Insulated Conductors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. DEZEMBER 1935
19. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 4oi
Verfahren zum Herstellen einer Fernsprechkabelanlage
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1931 ab
Es ist in der Kabeltechnifc üblich.., die
Adern einer Adergruppe und die verschiedenen Adergruppen und Untergruppen durch Unterscheidungsmerkmale verschiedener Farbe
5 oder Form u. a. zu kennzeichnen. Diese Kennzeichnung erfolgt bereits bei der Ader- oder
Gruppenherstellung, d. h. die Definition der Adern und Gruppen wird vor Fertigstellung
des Kabels vorgenommen.
Die Meßergebnisse an den Gruppen und
Untergruppen beziehen sich auf diese Definition. Infolgedessen sind die elektrischen
Werte in ihrem Vorzeichen, ihrer Zuordnung und gegenseitigen Verhältnis abhängig von
dieser vor Vollendung des Kabels gemachten Festsetzung.
Dadurch können sich bei der Herstellung von fertigen Kabelstrecken große Schwierigkeiten
ergeben, weil die Kabel bei ihrer Montage so geschaltet werden müssen, daß
sich gerade die günstigsten elektrischen Werte ergeben.
Zur Verringerung dieser Schwierigkeiten hat man bereits vorgeschlagen, Kreuzungsplane
für die Kabeladern aufzustellen und die Adern an Hand dieser Pläne zu spleißen. Dabei
werden die Ädergruppen nach. Fertigstellung der einzelnen Fabrikationslängen gemessen,
dann wird auf Grund dieser Messungen festgestellt, wie die einzelnen Adern verbunden
werden müssen, und auf Grund dieser Feststellung werden die Adern nach, dem Verlegen
der Kabel zusammengespleißt. Diese Arbeiten können aber nur an Hand besonderer Kreuzungspläne durchgeführt werden.
Die Spleißarbeiten lassen sich, aber wesentlich einfacher durchführen, wenn die Adern,
Untergruppen und Gruppen ganz oder teilweise erst nach der Fertigstellung des Kabels
so bezeichnet werden, wie sie zusammengespleißt werden müssen.
Bei der Montage wird die Verbindung auf Grund dieser besonderen Kennzeichnung vorgenommen,
indem die gleichartig gekennzeichneten Adern ohne Verbindungsschema
(Kreuzungsplan) und in der Regel ohne besondere Messung untereinander verbunden werden.
Dieses Verfahren gewährt die Möglichkeit,
die Kennzeichnung so vorzunehmen, daß bestimmte elektrische Größen, wie z. B. Be*
triebskapazitäten, Kopplungen, Widerstandsdifferenzen usw., optimale Werte aufweisen.
Diese nachträgliche Kennzeichnung kann die einzige Kennzeichnung sein, d. h. auf eine
Kennzeichnung der Adern und Gruppen kann vorher ganz verzichtet werden.
Man kann aber auch vorher irgendeine be-
*)■ Von dem Patentsucher ist als der Erfinder atigegeben worden:
Otto Haugwits und Dr. Walther Ehlers in Hannover.
üeTbige Kennzeichnung vorsehen und außerdem
diese besondere Art als zweite Art von Kennzeichnungen nach Fertigstellung des Kabels
anbringen.
Diese nachträgliche Kennzeichnung kann nun entweder nur an einem der- beiden Enden
. angebracht sein oder aber durch das ganze Kabel mehr oder weniger vollständig hindurchgehen.
ίο Im ersten Falle kann die Anbringung einer
Kennzeichnung beispielsweise in einem besonderen farbigen Anstrich der Adern oder in
einer farbigen Umwicklung der Fäden o. dgl. bestehen. Eine besonders leicht herzustellende
Kennzeichnung kann dadurch geschaffen werden, daß die Adern z. B. einer Gruppe verschieden
lang abgeschnitten werden. Die Kennzeichnung wird zweckmäßig an beiden Enden angebracht, damit es, falls das Stück
auf einer Seite abgeschnitten wird, möglich ist, die Kennzeichen auf dieser Seite durch
Durchprüfen der Adern.wieder anzubringen. Die vorbereiteten Enden werden zweckmäßig
mit Schutzkappen verschlossen. Es besteht auch die Möglichkeit, zusätzliche Kennzeichen dadurch auf die Adern anzubringen,
daß man diese vorher mit geeigneten Chemikalien, z. B. sympathetischen Tinten, tränkt, die nachher z. B. durch starke
Erwärmung sichtbar gemacht werden.
Im zweiten Falle kann die Kennzeichnung erfindungsgemäß durch Stromdurchgang oder
Anlegen 'einer Spannung an bestimmte Adern
hervorgerufen werden. Man kann beispielsweise den Leiter selbst mit einem Überzug
versehen oder aber die Papierkordel, das Papierband oder andere Teile der Isolation
mit einem Stoff tränken oder ganz oder teilweise bedrucken usw., welcher sich unter der
Einwirkung des Stromes oder der Spannung in seiner Farbe ändert, d. h. entweder überhaupt
eine Farbe bekommt oder den Ton, die Intensität, Schattierung usw. verändert oder aber auch mehr oder weniger ausbleicht.
Man kann ferner auch die Änderung der Farbe der Leiter oder der Isoliermaterialien
selbst benutzen.
Bei der Verwendung der Wärmewirkung des elektrischen Stromes ist es vorteilhaft,
sich Temperaturen zu bedienen, welche oberhalb der normalen Trockentemperatur des Kabels
und unterhalb einer Temperatur liegen, die der Isolation bei der betreffenden Behandlungszeit
schädlich werden kann. Als Farben, welche sich bei diesen Temperaturen
ändern, kommen vor allem bestimmte Anilinfarben in Frage sowie Farblacke und Verbindungen anorganischer Farben
mit Anilinfarben.
Die Änderungen bzw. die Erzeugung oder Beseitigung bestimmter Anlauffarben des Kupfers
oder besonderer metallischer Überzüge des Leiters, wie z. B. Aluminium, Zürn usw.,
kann unterstützt werden durch das Einleiten geeigneter gasförmiger Stoffe in das Kabel
während der Behandlung.
Die Kennzeichnung kann auch auf alle mögliche andere Weise erfolgen, welche eine
Veränderung des Aussehens von Leiter oder Isolation oder besonderer zusätzlicher, metallischer
oder dielektrischer Stoffe bewirkt. Man kann beispielsweise eine dünne Haut eines Stoffes auf dem Leiter anbringen, der
sich bei der Erwärmung des Leiters nicht mit diesem ausdehnt, sondern' Risse büdet, die
nach der Erkaltung dem behandelten Leiter ein anderes Aussehen geben als dem unbehandelten.
Man kann ferner metallische oder dielektrische Materialien in Drahtform oder in die Kordel eingefügt oder als Überzug
auf den Leiter anbringen, welche bei einer Temperatur Φοη beispielsweise 1500 schmelzen,
verdampfen oder sich zersetzen bzw. sich anderweitig physikalisch oder chemisch verändern.
Um bei der Anwendung von Stromwärme die elektrischen Eigenschaften der Kabel nicht zu verändern oder wenigstens
nicht mehr als zulässig, wird man die Erwärmung zwar oberhalb der normalen Trokkentemperatur,
aber unterhalb einer Intensität und Dauer halten, welche zu starke ändernde Wirkungen auf die elektrischen Eigenschaften
ausüben.
Man kann mit Vorteil hochfrequente Ströme anwenden, welche sich in der Hauptsache auf
der Oberfläche der Leiter fortpflanzen. Ein besonderes Gebiet bilden photochemische
Kennzeichnungsmethoden. Leiter oder Isolation können z. B. mit einem Stoff zersetzt
werden, welcher erst nach Einwirkung von i°o
Strom oder Spannung photochemisch sensibel wird. Solange sich die Leiter im Kabel befinden,
tritt eine Farbwirkung nicht ein, dagegen sehr wohl an den Enden des Kabels,
also an den Spleißstellen, evtl. nach vorhergehender besonderer chemischer Entwicklungsbehandlung.
Bei einer anderen Art der Kennzeichnung werden die Adern eines Vierers oder sogar
nur eines Paares verschieden lang gemacht, da Kreuzungen aus den' Gruppen heraus nicht
sooft erforderlich sind und die verschiedenen Paare bzw. Gruppen sowieso verschieden gezeichnet
sind. Es werden dann .bei der Montage gleichgezeichnete Paare bzw. Gruppen
und Adern ohne besondere Messung glatt miteinander verbunden. Die gegebenenfalls vorhandene
abweichende ursprüngliche Unterscheidung der Adern, z. B. durch verschiedenfarbiges
Papier, wird hierbei für die ß/ö-Unterscheidung
nicht mehr beachtet. Es können selbstverständlich auch mehrere der angege-
benen Kennzeichen gleichzeitig angewandt werden, z. B. kann der Längenunterschied für
die ß/o-Kennzeichnung der Adern, die Umwicklung
der farbigen Fäden zur Kenn-· Zeichnung der Paare und Gruppen dienen
für den Fall, daß nicht die gleichen Vierer zusammengeschaltet werden sollen. Die .Verwendung
von Kabeln, die von vornherein gleichfarbige Aderkennzeichnung z. B. für
ίο die Paare oder Adergruppen besitzen, ist
bei dem Verfahren gemäß der Erfindung besonders empfehlenswert, da Irrtümer, welche
durch die ursprüngliche Kennzeichnung entstehen könnten, vermieden sind.
Die Abbildung zeigt ein Beispiel des beschriebenen Verfahrens an einem Sternvierer.
Die Kennzeichnung der Adern, die ursprünglich verschieden war (ia und 2a dunkel,
erstes Paar ohne, zweites Paar mit Querstreifen, s. Kabel B), ist auf Grund der Messungen
in der Fabrik geändert worden; durch verschieden langes Abschneiden der Adern ist
eindeutig die Art, wie sie auf der Strecke verbunden werden sollen, gekennzeichnet; es
werden immer die Adern gleicher Länge aneinandergeschaltet.
In dem Kabel A sind außer den Adern a, b auch die Paare vertauscht. Bei der Spleißung
selbst können natürlich die Adern auf passende Längen zugeschnitten werden; die Kennzeichnung verschwindet dabei natürlich,
sie wird aber dann auch nicht mehr benötigt.
Das Verfahren kann zweckmäßigerweise so angewandt werden, daß ζ. B. die beiden Hälften
eines Spulenfeldes auf diese Weise aus den Einzellängen ohne Messung glatt durchverbunden
werden, das Zusammenschalten der beiden Hälften aber nach Messung auf der Strecke geschieht. Diese letzte Spleißung
kann durch entsprechende Kreuzungen die Restwerte aus den Halbfedem, die durch Änderungen der Kabel beim Verlegen, durch
nicht vollständigen Ausgleich der Längen und durch eventuelle Fehler beim Spleißen herrühren,
berücksichtigen. Die Messungen sind aus Gründen der Kontrolle sowieso erforderlich.
Die Vorteile eines solchen Verfahrens bestehen darin, daß der größte Teil der Meßarbeit
bei der Montage in Fortfall kommt, eine Behinderung der Spleißarbeiten in weitem
Maße vermieden wird und zusätzliche Materialkosten durch besondere Ausgleichsmittel
nicht entstehen. Die Kosten für die Mehrarbeit der Gruppierung der Kabel im Werk und die Anbringung der zusätzlichen
Kennzeichen stehen demgegenüber in keinem Verhältnis.
Besonders günstige Ergebnisse lassen sich mit dem Verfahren erzielen, wenn Einzellängen
verwendet werden, deren Kopplungen schon bei der Herstellung im Werk in weitem
Maße beseitigt sind.
Man wird vorteilhafterweise so vorgehen, daß man in den Spleißungen ohne Messung
auf der Strecke die Adern vorwiegend innerhalb derselben Adergruppe, in der Schlußspleißung
aber dann gegebenenfalls die Adern beliebiger Gruppen miteinander verbindet.
Claims (8)
1. Verfahren zum Herstellen einer Fernsprechkabelanlage,
bei dem die Adern und Adergruppen der fertigen Fabrikationslängen in der Fabrik durchgemessen werden,
damit sie auf Grund dieser Meßergebnisse auf der Strecke mit möglichst geringen
Fehlkopplungen unter Zuhilfenahme des Kreuzens durchverbunden werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenzuschaltenden
Adern und Adergruppen der einzelnen Fabrikationslängen in der Fabrik in gleicher Weise besonders
bezeichnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adern und Adergruppen
zur unterschiedlichen Kennzeichnung verschieden lang abgeschnitten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Kennzeichen
ha der Weise angebracht werden, daß die vorher mit geeigneten Chemikalien,
wie z. B. sympathetischen Tinten, getränkten Elemente beispielsweise durch Erwärmung, etwa durch Stromheizung,
oder auf andere Weise nachträglich sichtbar gemacht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichnung
der Elemente durch Stromdurchgang oder Anlegen einer elektrischen Spannung hervorgerufen
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch Stromdurchgang
in einzelnen Elementen Temperaturen hervorgerufen werden, welche oberhalb der normalen Trockentemperatur
eines Kabels liegen, deren Höhe und Anwendungsdauer jedoch so gering ist, daß keine wesentlichen Änderungen der
elektrischen Eigenschaften dadurch hervorgerufen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kennzeichnung
leicht farbveränderliche Anilinfarben oder Farblacke oder Verbindungen von anorganischen
Farben mit Anilinfarben benutzt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente des Ka-
bels an den Enden oder in der Nähe der
Enden mitunterschiedlichen, farbigen Umwicklungen,
mit Fäden, Bändern oder anderem, welche sich im übrigen Teil des Kabels nicht befinden, bezeichnet werden.
8. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in j edemSpulenf eid eine
Spleißstelle zur Erzielung kleinster Fehlkopplungen erst nach Messung bei der fertiggeschalteten
Teilstrecken ausgeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEH129180D DE647148C (de) | 1931-10-31 | 1931-10-31 | Verfahren zur Verminderung der Nebensprechkopplungen in Fernsprechkabeln |
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| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=7175808
Family Applications (2)
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| DEH129180D Expired DE647148C (de) | 1931-10-31 | 1931-10-31 | Verfahren zur Verminderung der Nebensprechkopplungen in Fernsprechkabeln |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH129180D Expired DE647148C (de) | 1931-10-31 | 1931-10-31 | Verfahren zur Verminderung der Nebensprechkopplungen in Fernsprechkabeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE647148C (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1224799B (de) * | 1957-08-30 | 1966-09-15 | Siemens Ag | Sternviererleitung fuer die Traegerfrequenz-uebertragung |
| DE1225725B (de) * | 1961-11-30 | 1966-09-29 | Siemens Ag | Sternviererleitung fuer die Traegerfrequenzuebertragung |
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0
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-
1931
- 1931-10-31 DE DEH129180D patent/DE647148C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE647148C (de) | 1937-06-30 |
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