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Diesel- oder Heizöle Man hat bereits vorgeschlagen, a-Kohlersstoff,
der durch Spaltung kohlenstoffhaltiger Gase oder Dämpfe bei niedriger Temperaturhergestellt
wurde, als Brennstoff für Brennkraftmaschinen zu verwenden. Nach diesem Vorschlag
erfolgt die Anwendung des a-Kohlenstoffs in Bremskraftmaschinen entweder in reiner
Form durch einfache Ansaugung mit Luft und Verbrennung durch Verdichtung derselben
oder als Mischung mit flüssigen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol oder Benzin, wobei
der Brennstoff in plastischer oder fester Form unter höherem Druck als dem Druck
der bereits verdichteten Luft in den Zylinder eingebracht wird.
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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von flüssigen
Gemischen von fein verteilter Aktivkohle in Furfurol bzw. Furfurolgemischen mit
flüssigen Brennstoffen mit einem wesentlichen Gehalt an Furfurol und die Anwendung
dieser Suspensionen als Diesel- und/oder Heizöle.
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Es wurde gefunden, daß man Aktivkohle unter Zusatz von Schutzkolloiden
leicht in Furfurol und Furfurolgemischen haltbar suspendieren und dabei eine Reihe
wesentlicher Vorteile erzielen kann. Diese sind enmal in der bedeutenden Erhöhung
des Heizwertes der verwendeten flüssigen Brennstoffe zu sehen, welche je nach Art
der zur Anwendung gebrachten Aktivkohle verschieden groß ist und in jedem Fall die
durch Zusatz nicht aktiver Kohlen erzielbare Heizwerterhöhung erheblich Übersteigt.
Andererseits tritt durch die Beimischung des erfindungsgemäßen Zusatzes von Aktivkohlen
kaum eine Volumvergrößerung des Brennstoffes ein. Auf diese Weise ist es möglich,
bei beschränktem Raum bedeutend mehr Kalorien und nur wenig tote Last mitzufübren.
Die erfindungsgemäß hergestellten Suspensionen sind von großer Haltbarkeit und lassen
sich rückstandslos verbrennen.
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Das als flüssiges Medium zur Suspension des amorphen Kohlenstoffes
verwendete Furfurol kann in: beliebiger Weise hergestellt werden. Mit Erfolg kann
man Furfurol verwenden, das nach den Verfahren des Erfinders (Patente 567 633 und
567 63q.) = hergestellt wird. Das Furfurol braucht im allgemeinen nicht gereinigt
zu werden.
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Außer Furfurol selbst werden als Dispergierungsmittel erfindungsgemäß
seine Gemische mit niedrig- oder hochsiedenden flüssigen Brennstoffen verwendet.
Als niedrigsiedende Brennstoffe, die gemeinsam mit Furfurol verwendet werden können,
kommen Benzii), Benzol, Alkohole, wie z. B. Butylalkohol, und ihre Gemische in Frage.
So kann man z. B. Aktivkohle in einem Gemisch von gleichen Volumenteilen Furfurol,
Benzin und Beaizol oder in einem Gemisch von zwei Volumenteilen Furfurol und je
.einem Volumenteil Benzin und Benzol suspendieren. Als
hochsiedende
Dispersionsmittel verwendet man , Gemische von Furfurol mit Erdöl, Teerölen oder
ihren hochsiedenden Fraktionen.
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Die Aktivkohle kann aus beliebigen Ausgangsstoffen und in beliebiger
Weisse hergestellt werden. Die Menge des suspendierten aktiven Kohlenstoffes beträgt
je nachdem, welchen Heizwert das Gemisch erhalten-soll, 25 bis 3o %, gegebenenfalls
bis, zu 5o % oder auch mehr des flüssigen Brennstoffes.
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Um die erfindungsgemäßen Gemische vor einer Entmischung zu schützen,
werden ihnen als Schutzkolloide bekannte Stoffe in geringen Mengen zugesetzt. Als
solche verwendet man z. B. Harze, Kautschuk -und ähnliche Stoffe.
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Die so zusammengesetzten Brennstoffe sind auch bei niedrigen Temperaturen
haltbar. Die Aktivkoblesuspensionen in Furfurol oder Gemischen von Furfurol mit
niedrigsieaenden Brennstoffen können zur Verbrennung in Explosionsmotoren mit Einspritzung,
wie Dieselmotoren, verwendet werden. Dagegen werden die Brennstoffmischungen nach
der Erfindung, die neben Furfurol hochsiedende flüssige Brennstoffe enthalten, als
Heizöle, z. B. in Kesselfeuerungen, verwendet.