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Flüssigkeitsfilter, insbesondere für Schmieröle Die Erfindung betrifft
ein Flüssigkeitsfilter mit Rückstrompumpe zum Reinigen des Filtersiebes.
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Es sind Vorrichtungen der genannten Art bekanntgeworden, bei denen
mittels einer in das Filter eingebauten Kolbenpumpe ein Rückfluß der gereinigten
Flüssigkeit durch das Filtersieb bewirkt wird. Bei den bekannten Vorrichtungen erfolgt
jedoch ein Abfluß von unreiner Flüssigkeit aus dem Filtergehäuse.
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Erfindungsgemäß wird das eine Ende des Pumpenzylinders mit Öffnungen
versehen, durch welche die vom Pumpenkolben verdrängte Flüssigkeitsmenge in den
Raum hinter dem Kolben fließen kann. Hierdurch wird vorteilhafterweise ermöglicht,
daß ein Rückfluß ohne Veränderung des Inhaltes des Filtergehäuses erfolgen kann.
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Weiterhin wird erfindungsgemäß der Auslaßkanal des Filters beim Antrieb
der Rückströmpumpe selbsttätig verschlossen. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
wird der Abschluß des Auslaßkanals durch die Hinundherbewegung der Kolbenstange
der Rückspülpumpe bewirkt.
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Die weiteren Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
in der an Hand der Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht
werden.
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Fig. I ist ein senkrechter Schnitt durch eine Ausführung, Fig. 2
ein Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 in größerem Maßstabe, Fig. 3 ein senkrechter
Schnitt durch eine andere Ausführung.
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Mit einem Boden IO (Fig. I) ist ein Mantel II durch eine Ringmutter
12 ZU einem Gehäuse vereinigt. Eine Blechschüssel 13 hat Teile von drei verschiedenen
Durchmessern. Der Teil von kleinstem Durchmesser ragt in einen Schacht IOa im Boden.
Ein Rohr 14 paßt mit seinem Unterende in den Teil von mittlerem Durchmesser und
ruht auf Zungen I5, die von der Wand dieses Teils einwärts gebogen sind. Eine gewellte
Trommel I6 ragt unten in den weitesten Teil der Schüssel 13 und hat im Boden eine
Öffnung für den Durchtritt des Rohres I4, deren Kante gezackt ist. In der Decke
der Trommel I6 ist ein abgesetzter Teil I7, in den das obere Ende des Rohres 14
ragt. Das obere Ende der Trommel I6 legt sich gegen die Wand des Gehäuses II, wodurch
die Trommel fest in Stellung gehalten wird.
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Ein Metallfilter I8 umgibt die Trommel vom oberen Ende bis zum Rand
der Schüssel I3 und besteht aus einem Zylinder, der durch eine Schnecke aus dünnem
Metallbande gebildet wird, das mit den Breitflächen normal zur
Schneckenachse
gewickelt ist. Das Band ist mit bestimmter Krümmung vorgeformt, so daß seine Windungen
glatt in Berührung miteinander liegen. Es ist sehr dünn und in Zwischenräumen mit
Rippen I8a versehen, welche die benachbarten Windungen in Abstand halten und Filterschlitze
bilden, durch die die zu filtrierende Flüssigkeit geleitet wird. Das Band ist beispielsweise
I,I4 mm breit und 0, in mm dick, während die Rippen vorzugsweise 0,025 mm bis 0,05
mm hoch sind.
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Ein Rohr 19 erstreckt sich durch den engsten Teil der Schüssel I3,
wird davon getragen und verläuft bis nahe an das obere Ende des Rohres 14. Eine
Hülse 20 paßt über das Rohr 19 und ist in einem Nippel 21 verschiebbar und dicht
gelagert. Am Ende der Hülse sitzt ein Griff 22.
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Am Unterende der Hülse 20 sitzt ein Pumpenkolben 23, der im Rohre
14 durch Eine und Auswärtsbewegung der Hülse 20 hin und her beweglich ist. Am unteren
Ende der Hülse 20 ist ein Sperrglied angebracht, dessen Arme 24 unter den Zungen
15 liegen und dadurch die Hülse in der Lage nach Fig. I sperren können.
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Drehung der Hülse 20 macht die Arme von den Zungen frei und erlaubt
die Bewegung der Hülse. Im oberen Ende des Rohres 14 ist eine Öffnung 25 und im
oberen Teile der Hülse 20 eine Öffnung 26 vorgesehen. Ein Einlaßkanal 27 im Boden
10 dient zum Leiten zu filtrierender Flüssigkeit in den Raum zwischen der Filtereinheit
und der Gehäusewand. Ein Bodenkanal 28 leitet die-filtrierte Flüssigkeit ab.
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Dem Filter kann irgendeine Flüssigkeit durch Rohre zugeführt werden,
vorzugsweise ist es an die Schmierung einer Brennkraftmaschine angeschlossen, deren
Kurbelkastenöl durch das Filter getrieben wird, um das Öl zu reinigen.
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Das ankommende Öl gelangt in den Raum zwischen der Filtereinheit
und dem Gehäuse und fließt durch die Schlitze im Zylinder r8 in die durch die Wellen
der Trommel gebildeten Kanäle. Die gezackte Kante der Öffnung in der Bodenwand der
Trommel 16 bildet einen Kanal, durch den die filtrierte Flüssigkeit in das Innere
der Trommel fließt, um durch die Öffnung 25 in das Rohr 14 zu gelangen. Die Flüssigkeit
fließt dann durch die Öffnung 26 in das Rohr I9, durch dieses in den Schacht Ioa
und dann in den Auslaß 28. Die Fremdstoffe aus dem Öl sammeln sich an der Oberfläche
des Zylinders I8, und zu irgendeiner Zeit, zu der dem Filter kein Öl geliefert wird,
kann die Filtereinheit gereinigt werden, indem man einen umgekehrten Strom von filtrierter
Flüssigkeit durch die Einheit treibt. Hierzu wird der Griff 22 hochgezogen, der
durch Hülse 20 den Kolben 23 hebt. Das im Zylinder über dem Kolben befindliche Öl
wird durch die Öffnung 25 verdrängt, fließt abwärts um das Rohr 14 und aufwärts
durch die von den Wellen gebildeten Kanäle und dann umgekehrt durch die Schlitze
im Zylinder I8. Ein solches Fließen des Öls wird dadurch ermöglicht, daß das unfiltrierte
Öl im Gehäuse in das Rohr 14 durch die Öffnungen einfließen kann, die durch das
Abbiegen der Zunge 15 gebildet sind. Der Inhalt des Filters wird dabei nicht verändert,
es wird aber ein genügender Rückstrom erzeugt, um den Filterkuchen von der Filtereinheit
zu entfernen. Bei Rückkehr des Kolbens 23 zur Ausgangslage wird das unfiltrierte
Öl aus dem Rohre 14 in den Raum zwischen der Filtereinheit und dem Gehäuse getrieben,
und der Zylinder 14 wird wieder mit filtriertem 01 gefüllt. Dieses Spiel kann gegebenenfalls
wiederholt werden.
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Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist an einem Kopf 30 ein Mantel 3I
durch einen Ring 32 befestigt, der am Kopf 30 durch Bolzen 33 festgeklemmt ist.
Der Kopf hat einen Einlaßkanal 34 und Auslaßkanal 35. Letzterer hat einen zum Gehäuse
axialen Teil. Eine gewellte Trommel 36 hat im einen Ende Abstufungen 37 und 38.
Ein Nippel 39 sitzt in der Abstufung 38 und ist in den axialen Teil des Auslaßkanals.
35 geschraubt, um die Trommel am Kopf aufzuhängen. Ein Rohr 40 ist in der Trommel
angeordnet und paßt mit dem oberen Ende in die Abstufung 37. Das andere Ende ragt
durch eine Öffnung in der Bodenwand der Trommel. Diese Öffnung hat eine gezackte
Kante.
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Eine Kappe 41 nimmt das untere Ende der Trommel 36 auf. Zwischen
der Unterkante dieser Kappe und der Oberwand der Trommel ist eine zylindrische Filtereinheit
42 angebracht, die mit dem gewellten Zylinder eine Mehrheit von Kanälen bildet,
die mit der zwischen dem Unterende der Trommel, der Kappe 41 und dem unteren Ende
des Rohres 40 gebildeten Kammer verbunden sind. Das untere Ende des Rohres 40 sitzt
in der Abstufung 43 der Kappe 41.
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Diese Abstufung hat eine Öffnung, durch die das Rohr 40 mit dem Einlaßteil
des Filters verbunden ist. Die Kammer steht mit dem Innenraum der Trommel durch
den Kanal in Verbindung, der durch die gezackte Kante der vom Rohre 40 durchragten
Öffnung gebildet wird. Eine Öffnung 40a im Oberteil des Rohres 40 schafft Verbindung
zwischen dem Innenraum der Trommel und des Rohres.
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Die Filterausbildung kann der nach Fig. 1 und 2 entsprechen.
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Eine Stange 46 ist durch einen Bolzen47 mit einem Griff 48 verbunden,
dessen Schraubbuchse 49 in eine Gewindevertiefung 50 im Kopf 30 geschraubt ist.
Am andern Ende trägt die Stange 46 einen Kolben 51. Die Stange 46 ragt durch den
Nippel39 und erstreckt sich zum Unterende des Rohres 40.
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Eine Hülse 52 umgibt die Stange 46, und ihr
Oberende
legt sich gegen das Unterende der Büchse 49. Die Hülse 52 wird gegen die Büchse
49 durch eine Feder 53 gehalten, die zwischen das Unterende der Hülse und einen
Rahmen 54 eingeschaltet ist, der im Oberende des Rohres 40 gelagert ist. Das Unterende
der Hülse 52 bildet ein Kegelventil 55 zum Verschließen des Auslaßkanals 35. Wird
die Büchse 49 in die Vertiefung 50 eingeschraubt, so wird das Ventil 55 offengehalten.
Wird aber die Büchse 49 aus der Aussparung 50 herausgeschraubt und der Kolben gehoben,
so führt die Feder 53 das Ventil 55 in Schlußlage. Eine Feder 56 wird vom Kolben
getragen, um den Rahmen 54 zu erfassen und beim Aufwärtshub des Kolbens als Puffer
zu wirken.
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Zu filtrierendes Öl wird durch den Einlaß 34 in den Raum zwischen
der Filtereinheit und der Gehäusewand eingeführt und fließt nach Durchgang durch
die Schlitze in der Filtereinheit durch die Kanäle in die Kammer und dann aufwärts
um das Rohr 40 in den Innenraum der Trommel. Von dieser fließt es durch die Öffnung
40a in das Rohr 40 und dann durch den Nippel 39 in den Auslaßkanal 35. Filterkuchen,
der sich an der Außenfläche der Filtereinheit 42 sammelt, wird dadurch entfernt,
daß man filtriertes Öl umgekehrt durch die Filtereinheit treibt. Der Griff 48 wird
gedreht, um die Büchse 49 aus der Vertiefung 50 zu schrauben, und der Kolben wird
hochgezogen.
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Das Ventil 55 wird durch die Feder 53 geschlossen. Der Hochgang des
Kolbens verursacht, daß filtriertes Öl aus dem Rohre 40 durch die Öffnung 40a in
den Innenraum der Trommel, durch die Kammer, dann durch die Kanäle und durch die
Schlitze in der Filtereinheit fließt, während unfiltriertes Öl in das Rohr 40 hochfließt.
Verlust an filtriertem Öl durch den Auslaß wird durch den Abschluß des Ventils 55
verhindert. Das in dem Rohre unter dem Kolben erzeugte Vakuum saugt das unfiltrierte
Öl in das Rohr, wodurch Platz für das umgekehrt strömende filtrierte Öl geschaffen
wird. Die Rückkehr des Kolbens zur Ausgangslage bringt das Öl zu der Lage zurück,
aus der es verdrängt wurde.