DE604337C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE604337C DE604337C DENDAT604337D DE604337DA DE604337C DE 604337 C DE604337 C DE 604337C DE NDAT604337 D DENDAT604337 D DE NDAT604337D DE 604337D A DE604337D A DE 604337DA DE 604337 C DE604337 C DE 604337C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- titanium
- alloys
- steels
- nickel
- hardness
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 27
- 239000010936 titanium Substances 0.000 claims description 18
- RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N Titanium Chemical compound [Ti] RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 16
- 229910052719 titanium Inorganic materials 0.000 claims description 16
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims description 12
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 238000010791 quenching Methods 0.000 claims description 10
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 claims description 10
- 239000011651 chromium Substances 0.000 claims description 5
- 238000004881 precipitation hardening Methods 0.000 claims description 4
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- PWHULOQIROXLJO-UHFFFAOYSA-N Manganese Chemical compound [Mn] PWHULOQIROXLJO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 229910001069 Ti alloy Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims description 2
- 229910052804 chromium Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 229910017052 cobalt Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000010941 cobalt Substances 0.000 claims description 2
- GUTLYIVDDKVIGB-UHFFFAOYSA-N cobalt atom Chemical compound [Co] GUTLYIVDDKVIGB-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- IXQWNVPHFNLUGD-UHFFFAOYSA-N iron titanium Chemical compound [Ti].[Fe] IXQWNVPHFNLUGD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 229910052748 manganese Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000011572 manganese Substances 0.000 claims description 2
- 229910052720 vanadium Inorganic materials 0.000 claims description 2
- LEONUFNNVUYDNQ-UHFFFAOYSA-N vanadium atom Chemical compound [V] LEONUFNNVUYDNQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N Molybdenum Chemical compound [Mo] ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 claims 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims 1
- WPBNNNQJVZRUHP-UHFFFAOYSA-L manganese(2+);methyl n-[[2-(methoxycarbonylcarbamothioylamino)phenyl]carbamothioyl]carbamate;n-[2-(sulfidocarbothioylamino)ethyl]carbamodithioate Chemical compound [Mn+2].[S-]C(=S)NCCNC([S-])=S.COC(=O)NC(=S)NC1=CC=CC=C1NC(=S)NC(=O)OC WPBNNNQJVZRUHP-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims 1
- 229910052750 molybdenum Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000011733 molybdenum Substances 0.000 claims 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 15
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 15
- 238000005496 tempering Methods 0.000 description 6
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 229910000975 Carbon steel Inorganic materials 0.000 description 2
- MCMNRKCIXSYSNV-UHFFFAOYSA-N Zirconium dioxide Chemical compound O=[Zr]=O MCMNRKCIXSYSNV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000734 martensite Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910001374 Invar Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 229910001566 austenite Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052790 beryllium Inorganic materials 0.000 description 1
- ATBAMAFKBVZNFJ-UHFFFAOYSA-N beryllium atom Chemical compound [Be] ATBAMAFKBVZNFJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910001000 nickel titanium Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001220 stainless steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000007669 thermal treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052845 zircon Inorganic materials 0.000 description 1
- GFQYVLUOOAAOGM-UHFFFAOYSA-N zirconium(iv) silicate Chemical compound [Zr+4].[O-][Si]([O-])([O-])[O-] GFQYVLUOOAAOGM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/14—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing titanium or zirconium
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Description
- Verfahren zur Steigerung der Härte von Eisen-Titan-Legierungen Die Härtbarkeit des Stahles hängt bekanntlich mit dem Kohlenstoffgehalt desselben zusammen. Die Härtungsverfahren der Kohlenstoffstähle können für zwei Gruppen geteilt werden, wobei nach dem ersten Verfahren durch Abschrecken Martensit entsteht, nach dem zweiten Verfahren jedoch und nur bei gewissen Stählen durch Abschrecken Austensit gebildet wird, der an sich verhältnismäßig weich ist und erst beim Glühen bei höherer Temperatur in den härteren Martensit übergeht.
- In neuerer Zeit wurde eine andere Gruppe von Legierungen entdeckt, die bei völliger Abwesenheit von Kohlenstoff durch einen thermischen Prozeß Härtegrade zu erzielen gestatten, die denjenigen der Kohlenstoffstähle nichts nachgeben. Zu dieser Gruppe von Stählen gehören die Derylliumstähle. Der thermische Vergütungsvorgang dieser Stähle ist folgender: Abschrecken aus einer Temperatur von 95o°, wonach die Stähle noch weich sind, und Anlassen bei Soo°, wodurch diese Stähle eine bedeutende Härte -erreichen.
- Es wurde :gefunden, daß die viel billigeren Titanstähle in ähnlicher Weise vergütbax sind wie die Berylliumstähle. Die binären Titanstähle mit oder ohne Kohlenstoff zeigen bei einem Gehalt von 3 bis 6 Prozent Titan eine gewisse Ausscheidungshärtungsfähigkeit, wenn man sie nach dem Abschrecken von 95o° bei 5oo° anläßt. Bei diesen Gehalten an Titan zeigen diese Legierungen jedoch starke Neigung zur Vergröberung des Korns, so daß höhere mechanische Eigenschaften nicht zu erwarten sind: Solche Stähle könnten allenfalls in gewissen Fällen Verwendung finden, wo eine geringere Härtbarkeit bei völliger Abwesenheit von Kohlenstoff erwünscht ist.
- Weiter wurde gefunden, daß man die grobe Struktur hochprozentiger Titanstähle durch Zusatz von Nickel oder Mangan äußerst verfeinern kann. Dabei zeigt sich noch, daß durch Zusatz von Nickel die Ausscheidungshärtungsfähgkeit der Legierungen bedeutend steigt, so daß; man mit niedrigem Titangehält auskommt, oder aber bei Verwendung desselben Titangehaltes und durch Zusatz von Nickel höhere Härteeffekte erzielen kann. Durch weitere Zusätze, insbesondere Kobalt, Vanadium, Chrom, Moiybdän u: dgl., lassen sich noch weitere Verbesserungen in der Härtbarkeit erzielen.
- Zur Erzielung der größten Härteeffekte ist es zweckmäßig, den Nickelgehalt dem Titangehalt anzupassen, da ein geringer Nickelgehalt sowie in zu hoher Gehalt an Nickel zu niedrige Härtewerte ergeben. Die Härtekurve läuft in Funktion des Nickelgehaltes durch ein Maximum, so daß man den Nickelgehalt demjenigen an Titan anpassen soll. Dieses Maximum kann durch weitere Legierungskomponenten verschoben werden. Weiter hat die Art der thermischen Behandlung einen ausschlaggebenden Einfluß auf die höchst erreichbaren Härtewerte. Man benutzt als Abschrecktemperatur einen Temperaturbereich von 7oo bis 135o°, die günstigste Anlaßtemperatur für die Ausscheidungshärtung liegt zwischen 32o und 6oo°.
- Praktisch erprobt wurde folgende Arbeitsweise: Abschrecken in Öl bei 950°, Anlassen während 3 Stunden bei 5oo°. Bei gewissen Legierungen genügt auch einfaches Abkühlenlassen an der Luft oder in Preßluft nach der Erhitzung auf 95o°, um bei 5oo° eine hohe Härte zu erzielen.
- Vorstehendes sei an Hand einiger Beispiele erläutert: i. Eine Nickel-Titan-Legierung mit 5,5 4 Ti, 7,4 Ni, kohlenstofffrei, ergab nach dem Abschrecken eine Härte von 35o°, nach dem Anlassen eine solche von 58o Brinell. Das Korn der Legierung war sehr fein.
- 2. Eine nicht rostende Legierung nut 4,5 Ti, 7,6 Ni, 20,40 Cr, kohlenstofffrei, ergab nach dem Abschrecken eine Härte von 361, nach dem Anlassen eine solche von 611.
- 3. Eine Legierung mit derselben Zusammensetzung wie vorstehend, jedoch mit nur 12,6 Prozent Cr zeigte nach dem Abschrecken die Härte von 33o, nach dem Anlassen 611.
- Die nicht rostenden Stähle mit 20 Cr, 7 Ni: und ,niedrigem Kohlenstoffgehalt sind hekanntlich normalerweise praktisch nicht härtbar. Durch Zusatz von Titan gelingt es, diese Stähle härtbar zu machen, wobei die Festigkeit gegenüber gewissen Säuren noch erhöht wird. Ähnliche Stähle wie die obengenannten, beispielsweise die Titan-Invar-Stähle mit etwa 36 Prozent Nickel und 4,5 Prozent Titan, ließen-ähnliche Werte erzielen.
- Auch mit Zirkonzusätzen konnten ähnliche Wirkungen erreicht werden; doch kommt Zirkon infolge der größeren Mengen, die nötig sind, und infolge des höheren Preises praktisch kaum in Betracht.
- Die Legierungen sind an sich bekannt und sind für sich nicht Gegenstand vorliegender Erfindung.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCFIE i. Verfahren zur Steigerung der Härte von Eisen-Titan-Legierungen nach Ab= schrecken oder Luftabkühlung aus einem Temperaturbereich von 7oo bis 1350° C, dadurch gekennzeichnet, daß diese Legierungen zwecks Erzielung einer Titan-Ausscheidungshärtung bei 32o bis 6oo° C angelassen werden.
- 2. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i bei solchen Legierungen, die neben Titan gleichzeitig Nickel oder Mangan, gegebenenfalls unter Anpassung des Nickelgehaltes an den Titangehalt,enthalten.
- 3. Die Anwendung des Verfahrens ;wach Anspruch i bei solchen Legierungen, ,die neben Titan gleichzeitig Nickel oder Mangan und Zusätze -von Chrom, Kobalt, Molybdän oder Vanadium enthalten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604337C true DE604337C (de) |
Family
ID=575990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT604337D Active DE604337C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604337C (de) |
-
0
- DE DENDAT604337D patent/DE604337C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3650515T2 (de) | Hochfester hitzebeständiger ferritischer Stahl mit hohem Chromgehalt | |
| DE69604341T2 (de) | Martensitischer. rostfreier stahl mit guter beständigkeit gegen lochfrasskorrosion und mit hoher härte | |
| DE69926115T2 (de) | Einsatzgehärteter stahl | |
| DE60020263T2 (de) | Verwendung eines ausscheidungsgehärteten martensitischen edelstahls | |
| DE69003202T2 (de) | Hochfeste, hitzebeständige, niedrig legierte Stähle. | |
| DE3310693C2 (de) | ||
| DE69824962T2 (de) | Verwendung eines hitzebeständigen Gussstahls | |
| DE1558668C3 (de) | Verwendung von kriechfesten, nichtrostenden austenitischen Stählen zur Herstellung von Blechen | |
| DE3628395C1 (de) | Verwendung eines Stahls fuer Kunststofformen | |
| DE69601340T2 (de) | Hochfester, hochzaher warmebestandiger stahl und verfahren zu seiner herstellung | |
| DD142894A5 (de) | Verwendung eines ferritisch-austenitischen chrom-nickel-stahles | |
| EP1255873B9 (de) | Federstahl vom maraging-typ | |
| DE1232759B (de) | Martensitaushaertbarer Chrom-Nickel-Stahl | |
| DE3309365C1 (de) | Verwendung einer aushaertbaren Kupfer-Nickel-Mangan-Legierung als Werkstoff zur Herstellung von Brillenteilen | |
| EP3631020A1 (de) | Fe-mn-si formgedächtnislegierung | |
| DE69107439T2 (de) | Hochfester rostfreier Stahl mit guten Zähigkeitseigenschaften, und Verfahren zu seiner Herstellung. | |
| WO2010046475A1 (de) | Einsatzstahl | |
| DE1458359B2 (de) | Verwendung einer stahllegierung als hochfester aushaertbarer rostbestaendiger baustahl | |
| EP1445339B1 (de) | Legierung und Gegenstand mit hoher Warmfestigkeit und hoher thermischer Stabilität | |
| DE2209085A1 (de) | Alterungsgehärteter martensitischer Nickelstahl | |
| DE2313832C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer schmiedbaren Kobaltlegierung | |
| DE19716795C2 (de) | Verwendung einer hochfesten und korrosionsbeständigen Eisen-Mangan-Chrom-Legierung | |
| DE3617685C2 (de) | ||
| DE3736965C2 (de) | ||
| DE2420072C2 (de) | Verschleißfeste rostfreie Stahllegierung, Verfahren zum Wärmebehandeln derselben und deren Verwendung |