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Die
vorliegende Erfindung betrifft einerseits einen Kotflügel mit
einem hauptsächlich
aus Kunststoff hergestellten Körper,
in dem mindestens ein Verstärkungselement
eingebaut ist, um die Steifigkeit des Ganzen zu erhöhen, und
andererseits ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Kotflügels.
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Bei
den meisten Transportmitteln mit Rädern und insbesondere bei zweirädrigen Transportmitteln wie
Fahrrädern,
Mopeds und Motorrädern
ist gegenüber
jedem Rad ein Kotflügel
zum Schutz vor durch das Rad aufgeworfenem Wasser und/oder Schlamm vorgesehen.
Ein allgemein bei Fahrrädern
bekannter Kotflügel
ist als länglicher
Streifen aus einem flachen Material hergestellt, der in Längsrichtung
entsprechend dem Durchmesser des Rades gebogen ist und der auch
im Querschnitt ein gebogenes, im Wesentlichen rinnenförmiges Profil
aufweist. Der Kotflügel
ist derart gegenüber
der Lauffläche
des Reifens angebracht, dass er sich an einen Teil des Radperimeters anpasst.
Der Kotflügel
wird im oberen Bereich am Fahrradrahmen (der vordere Kotflügel wird
an der Vordergabel befestigt) und im unteren Bereich mittels an
beiden Seiten des Rades befindlichen Befestigungsstäben an der
Radachse befestigt.
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Herkömmliche
Metallkotflügel
weisen den Nachteil auf, dass sie schwer sind und relativ leicht beschädigt werden
können.
Im Rennradbereich ist man daher schnell zu Kotflügeln aus Kunststoff übergegangen,
die von Natur aus leichter sind und weniger leicht beschädigen. Aufgrund
der allgemeinen Tendenz zu leichteren, sportlicheren und zeitgemäßer gestalteten
Fahrrädern
ist man auch bei gängigen
Fahrrädern
dazu übergegangen,
Metallkotflügel immer
häufiger
durch Kunststoffkotflügel
zu ersetzen. Ein wohlbekannter Kunst stoffkotflügel für Fahrräder wird mittels eines Extrusionsverfahrens
als Ganzes aus Kunststoff gefertigt.
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Aus
funktioneller Sicht scheinen bekannte Kunststoffkotflügel jedoch
keine vollwertige Alternative zum Metallkotflügel darzustellen. In erster
Linie ist der Kunststoffkotflügel
sehr leicht verformbar, so dass dieser bei der Fahrt in störender Art
und Weise vibriert oder oszilliert.
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Um
diesem Nachteil abzuhelfen, wurden Kunststoffkotflügel mit
Verstärkungselementen
aus Metall entwickelt. So ist unter anderem aus GB Patent 820 973
die Verstärkung
eines Kunststoffkotflügels
durch einen in Längsrichtung
desselben verlaufenden Metallstreifen bekannt. Nach Herstellung
eines Ganzen aus Kunststoff, beispielsweise durch Extrusion, kann
der Metallstreifen in eine Rille in der oberen Fläche des
Kunststoffteils geschoben werden. Der Metallstreifen dient außerdem als
Dekorationselement, das das Aussehen des Kotflügels verbessert.
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Aus
dem deutschen Gebrauchsmuster Nr. 1 914 487 sind außerdem Verstärkungsfäden oder
feine Metallbänder
in einem aus Kunststoff hergestellten Kotflügel bekannt, um eine bessere
Stabilisierung des Kotflügels
zu erzielen.
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Aus
FR Patent 2 281 264 ist außerdem
die Herstellung eines Kotflügels
mittels Koextrusion einer dünnen
Metallseele (zum Beispiel einer Aluminiumfolie) und einer Kunststoffummantelung
bekannt.
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Um
das Mehrgewicht möglichst
gering zu halten, werden bei diesen bekannten Kotflügeln sehr dünne Metallseelen
oder sehr feine Verstärkungsfäden verwendet.
Diese erhöhen
die Steifigkeit des Kotflügels
nur in geringem Maße,
was zur Folge hat, dass bei den so erhaltenen Kotflügeln die
störenden Vibrationen
und Oszillationen beim Fahren nicht im mer in zufriedenstellendem
Maße verringert
werden können.
Durch zusätzliche
Befestigungspunkte für den
Kotflügel
wird dies in gewissem Maße
behoben, es erhöht
jedoch auch das Gewicht und die Herstellungskosten und verkompliziert
außerdem
die Montage des Kotflügels.
Der Kotflügel
muss auch an andere Fahrradtypen angepasst werden können, was
insofern schwieriger wird, als mehr Befestigungspunkte vorgesehen
werden müssen.
Die Verwendung von dickeren Verstärkungskörpern im bekannten Kunststoffkotflügel würde die
Steifigkeit erhöhen,
aber auch zu einer ungünstigen
Erhöhung
des Gewichts und einer proportionalen Erhöhung der Herstellungskosten
führen.
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Ein
weiterer Nachteil von bekannten Kunststoffkotflügeln besteht darin, dass sie
aufgrund ihrer mangelnden Stabilität mit Befestigungsmitteln versehen
werden müssen,
die ausreißen,
wenn ein Objekt zwischen den Reifen und den Kotflügel gerät. Dies
ist notwendig, damit das Rad nicht blockiert. Diese Befestigungsmittel
sind komplexer und teurer als herkömmliche Befestigungsmittel.
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Ein
Gegenstand der Erfindung besteht darin, einen Kunststoffkotflügel bereitzustellen,
der für
ein vergleichbares Gewicht eine deutlich größere Steifigkeit aufweist als
bekannte Kunststoffkotflügel
mit Verstärkungselementen
und dessen Steifigkeit so groß ist,
dass die oben genannten Befestigungsmittel, die ausreißen können, überflüssig sind.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung besteht darin, einen Kotflügel bereitzustellen,
der nicht leicht beschädigt,
ein zeitgemäßes Aussehen
hat und außerdem
mittels eines leicht anwendbaren Herstellungsverfahrens als Ganzes
zu relativ geringen Rohmaterial- und Herstellungskosten hergestellt
werden kann.
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Die
oben genannten Ziele werden gemäß der vorliegenden
Erfindung erreicht, indem man einen Kotflügel vorsieht, der einen hauptsächlich aus Kunststoff
hergestellten Körper
umfasst, in dem mindestens ein Verstärkungselement eingebaut ist,
um die Steifigkeit des Körpers
zu erhöhen,
und in dem besagtes Verstärkungselement
eine Sandwichstruktur aufweist.
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Durch
die Verwendung einer Sandwichstruktur als Verstärkungselement wird eine maximale
Steifigkeit bei minimalem Gewicht erzielt. Ein Sandwichelement kann
in der Tat eine relative große
Dicke haben, es kann sich jedoch auch aus zwei dünnen Metallschichten und einer
dickeren Zwischenschicht aus Kunststoff zusammensetzen, so dass
dessen Gewicht und die Herstellungskosten gering bleiben. Die Steifigkeit
(sowie die Torsionssteifigkeit) der Sandwichstruktur wird in der
Tat hauptsächlich
durch die Struktur erzielt und weniger durch die Eigenschaften der
Materialien. Mit einem derartigen Sandwichelement ist es möglich, einen
sehr leichten Kotflügel
herzustellen, der ausreichende Steifigkeit (und Torsionssteifigkeit)
aufweist, um deutlich die störenden
Vibrationen und Oszillationen des Kotflügels zu verringern und die
oben genannten Befestigungsmittel, die ausreißen können, überflüssig zu machen. Außerdem behält der erfindungsgemäße Kotflügel das
zeitgemäße Aussehen
eines Kunststoffkotflügels
und kann mittels eines leicht anwendbaren Verfahrens, wie zum Beispiel
eines Extrusionsverfahren, als Ganzes zu relativ geringen Rohmaterial-
und Herstellungskosten hergestellt werden.
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Die
Sandwichstruktur des Verstärkungsmittels
kann durch jede mögliche
Materialkombination erhalten werden. So kann sich die Sandwichstruktur beispielsweise
aus verschiedenen Kunststoffschichten zusammensetzen, von denen
zum Beispiel zwei Außenschichten
aus einem ersten Kunststoff, wie einem Verbundwerkstoff oder einem
mit Glasfasern verstärkten
Kunststoff, und eine Zwischenschicht aus einem zweiten Kunststoff
(z.B. Polypropylen) bestehen. Der erste Kunst stoff ist vorzugsweise
härter
als der zweite Kunststoff. Bei dem zweiten Kunststoff kann es sich
ebenfalls um einen Schaumstoff handeln.
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In
einer ersten bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung setzt sich das Verstärkungselement aus mindestens
zwei Schichten eines ersten Kunststoffes zusammen, zwischen denen sich
eine Zwischenschicht aus einem zweiten Kunststoff befindet. Ein
solches Verstärkungselement
kann während
des Herstellungsverfahrens des Kotflügels hergestellt werden, beispielsweise
durch Koextrusion der beiden verschiedenen Kunststoffe des Verstärkungskörpers und
des Kunststoffs des Kotflügelkörpers oder
durch ein Spritzgussverfahren, bei dem die beiden verschiedenen
Kunststoffe des Verstärkungselements
zur gleichen Zeit wie der Kunststoff für den Kotflügelkörper in die Form eingeführt werden.
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In
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Kotflügels umfasst
das Verstärkungselement
mindestens zwei Metallschichten, zwischen denen sich eine im wesentlichen
aus einem nicht metallenen Material bestehende Zwischenschicht befindet.
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Die
Metallschichten können
relativ dünn sein,
zum Beispiel 0,2 mm, während
die Zwischenschicht dicker sein und beispielsweise eine Dicke von 0,8
mm aufweisen kann. Das Material der Zwischenschicht hat vorzugsweise
ein deutlich geringeres spezifisches Gewicht als das Metall, aus
dem die Metallschichten bestehen. Ein solches Verstärkungselement
kann somit ein besonders geringes Gewicht haben und trotzdem aufgrund
seiner relativ starken Dicke eine besonders große Steifigkeit des gesamten Kotflügels gewährleisten.
Nicht nur die Biegefestigkeit parallel zum Rad sondern auch die
Torsionsfestigkeit des Kotflügels
ist deutlich höher
als bei bekannten Kotflügeln
mit Verstärkungselementen.
Ein zusätzlicher
Vorteil der Verwendung von Metallschichten be steht darin, dass diese
als integrierter Stromleiter dienen können.
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Die
Ausführung
des Kotflügels
weist vorzugsweise ein Verstärkungselement
auf, dessen Zwischenschicht im Wesentlichen aus Kunststoff besteht.
Kunststoffe werden aufgrund ihres geringen Gewichts, ihrer guten
Verarbeitbarkeit mit allgemein bekannten Herstellungsverfahren und
ihrer relativ geringen Herstellungskosten bevorzugt.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform besteht die Zwischenschicht
des Verstärkungselements
im Wesentlichen aus dem gleichen Kunststoff wie der Kotflügelkörper. So
kann durch Erwärmen
eine Verbindung oder Verschmelzung des Kunststoffs des Verstärkungskörpers und
des Kunststoffs des Kotflügelkörpers, der
zumindest teilweise den Verstärkungskörper umhüllt, erzielt
werden.
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Die
Zwischenschicht besteht vorzugsweise aus Polypropylen oder Polyethylen.
Die Metallschichten sind vorzugsweise aus Aluminium hergestellt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist mindestens eine der Metallschichten als Stromleiter vorgesehen.
Auf diese Art und Weise werden getrennte elektrische Leiter überflüssig.
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Das
Verstärkungselement
umfasst vorzugsweise zwei Außenschichten
aus Metall und eine Zwischenschicht aus Polypropylen, während die
Metallschichten eine Dicke zwischen 0,08 mm und 0,3 mm aufweisen
und die Dicke der Zwischenschicht zwischen 0,5 mm und 2 mm liegt.
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Vorzugsweise
umfasst das Verstärkungselement
außerdem
noch ein Bindemittel, mit dem eine Bindung zwischen den Metallschichten
und der Zwischenschicht aus Kunststoff herge stellt werden kann. Für bestimmte
Materialien kann die Haftung zwischen dem Material der Außenschichten
und dem Material der Zwischenschicht durch die Verwendung eines
Bindemittels verbessert werden. Eine gute Haftung zwischen den verschiedenen
Materialien der Sandwichstruktur ist von großer Wichtigkeit für die Steifigkeit
der Struktur.
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Der
Körper
wird vorzugsweise als Ganzes hergestellt. Ein solches Herstellungsverfahren
ist sehr einfach und erfordert keine Montage der Teile.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung
eines Kunststoffkotflügels,
bei dem ein Kotflügelkörper als
Ganzes aus Kunststoff geformt wird. Wie oben erklärt, gibt
es Koextrusionsverfahren, bei denen Verstärkungselemente aus Metall in
einen Kunststoffkotflügel
eingebettet werden.
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Um
die oben genannten Nachteile der bekannten Kotflügel zu beheben, stellt die
vorliegende Erfindung ebenfalls ein Verfahren bereit, bei dem ein Verstärkungselement
mit einer Sandwichstruktur während
der Herstellung des Kotflügelkörpers zumindest
teilweise in das Material des Kotflügelkörpers eingebettet wird.
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Bei
diesem Verfahren wird der Kotflügelkörper vorzugsweise
mittels eines Koextrusions- oder Spritzgussverfahrens geformt, Ein
Spritzgussverfahren bietet den Vorteil, dass verschiedene Teile,
wie beispielsweise eine Scheinwerferhalterung, Befestigungsmittel
für ein
Speichennetz und einen Schmutzfänger,
in einem Stück
mit dem Kotflügelkörper geformt
werden können.
So wird die Anzahl der benötigten
Teile verringert und zeitaufwendige Montagearbeiten vermieden.
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In
einem bestimmten Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Verstärkungselement
während
des Herstellungsverfahrens des Kotflügelkörpers geformt, indem man eine
Sandwichstruktur aus mindestens zwei verschiedenen Kunststoffen
formt. Die so gebildete Sandwichstruktur besteht also beispielsweise
aus zwei Außenschichten aus
einem Verbundwerkstoff oder einem mit Glasfasern verstärkten Kunststoff
und einer Zwischenschicht aus Polypropylen oder Polyethylen oder
aus Schaumstoff.
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Bei
einem Spritzgussverfahren können
zwei verschiedene Kunststoffe gemäß einem bekannten Zwei-Komponenten-Spritzgussverfahren
in die Spritzgussform eingeführt
werden. Bei einem Extrusionsverfahren besteht ebenfalls die Möglichkeit, zwei
verschiedene Kunststoffe zusammen zu extrudieren. So kann während dem
Herstellungsverfahren eine Sandwichstruktur aus zwei verschiedenen Kunststoffen
geformt werden und es ist nicht notwendig, ein getrenntes Verstärkungselement
vorzusehen. Dies führt
zu einer zusätzlichen
Vereinfachung des Herstellungsverfahrens.
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Gemäß einem
weiteren erfindungsgemäßen Verfahren
wird der Kotflügelkörper durch
Formspritzguss geformt, wobei vorher ein (vorgeformtes) Verstärkungselement
in der Form plaziert wird, so dass dieses zumindest teilweise durch
den dann in die Form eingeführten
Kunststoff ummantelt wird.
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Gemäß einem
deutlich bevorzugten verfahren wird ein Verstärkungselement mit einer Zwischenschicht
aus Kunststoff versehen, während
der Kotflügelkörper ebenfalls
aus Kunststoff geformt ist, der sich durch Erwärmen (zum Beispiel durch Verschmelzen)
mit dem Kunststoff der Zwischenschicht verbinden kann, und der Kotflügel wird
auf eine Temperatur erwärmt,
bei der sich die Kunststoffe miteinander verbinden. Vorzugsweise
handelt es sich bei den Kunststoffen um ein und denselben Kunststoff.
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Bei
der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der Verstärkungskörper vorzugsweise
kalt geformt, bevor dieser in die Spritzgussform eingeführt wird.
Bei der Verwendung von Metall-Kunststoff-Metall-Laminaten gemäß EP Patent
0 598 428 werden sehr gute Ergebnisse erzielt.
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Selbstverständlich fällt ein
Fahrzeug oder Transportmittel und insbesondere ein Fahrrad, Moped
oder Motorrad, das mit mindestens einem erfindungsgemäßen Kotflügel ausgestattet
ist, ebenfalls in den Rahmen der vorliegenden Erfindung.
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In
der folgenden Beschreibung, in der auf die angefügten Zeichnungen Bezug genommen
wird, wird eine detaillierte Beschreibung einer gewissen Anzahl
von möglichen
Ausführungsformen
eines erfindungsgemäßen Kotflügels und
eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
gegeben; dies geschieht ausschließlich zu dem Zweck, die Merkmale der
Erfindung zu veranschaulichen und zu vervollständigen. Die Beschreibung kann
demnach in keiner Weise als Einschränkung des in den Ansprüchen definierten
Schutzbereiches der vorliegenden Erfindung ausgelegt werden.
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In
den Zeichnungen, auf die in der Beschreibung Bezug genommen wird,
zeigen
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1, 2 und 3 drei
verschiedene Ausführungsformen
eines erfindungsgemäßen Fahrradkotflügels in
Querschnittsdarstellung; stellt
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4 eine
weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fahrradkotflügels dar;
veranschaulicht
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5 einen
Teil eines Verstärkungsstabes und
die verstellbaren Befestigungsmittel, mit denen der Stab an einen
Kotflügel
montiert ist, in Querschnittsdarstellung; zeigt
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6 eine
Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Fahrradkotflügels; und
stellt
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7 einen
Teil eines Kotflügels
mit Scheinwerferhalterung dar.
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In
den 1 bis 3 sind verschiedene Ausführungsformen
eines erfindungsgemäßen Fahrradkotflügels im
Querschnitt dargestellt. Die Kotflügel umfassen einen Kotflügelkörper (1),
in den ein oder zwei als Sandwichstrukturen geformte Verstärkungskörper (2)
eingebettet sind. Die Sandwichstrukturen werden mittels eines Extrusionsverfahrens
gebildet, bei dem zwei Aluminiumfolien (3), (4) übereinander vorgesehen
sind und bei dem eine Zwischenschicht (5) aus demselben
Kunststoff wie der Kotflügelkörper (1)
zwischen die Aluminiumfolien (3), (4) extrudiert wird. 1 stellt
einen Querschnitt durch einen Bereich dar, in dem das Verstärkungselement
(2) sichtbar ist. Der in 3 dargestellte
Kotflügel
umfasst zwei Verstärkungskörper (2),
die parallel nebeneinander angeordnet sind.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein Fahrradkotflügel
auch in einer Spritzgussform hergestellt werden. Der Körper (1)
des Kotflügels
besteht in diesem Fall aus Polypropylen. In der Spritzgussform wird
ein vorgeformtes Verstärkungselement
(2) mit Sandwichstruktur in der Form plaziert. Das Verstärkungselement
(2) ist als Platte geformt und setzt sich aus einer oberen
Aluminiumfolie (3) und einer unteren Folie (4)
mit einer Dicke von etwa 0,2 mm zusammen, zwischen denen sich eine
Polypropylenschicht (5) mit einer Dicke von etwa 0,8 mm
befindet. Das plattenförmige
Material umfasst außerdem
ein Bindemittel, damit die Aluminiumfolie an der Zwischenschicht
aus Polypropylen (5) haftet. Das verwendete Bindemittel
enthält
einen thermoplastischen Bestandteil, wie zum Beispiel ein Polypropylen,
und einen warmhärtenden
Bestandteil, wie zum Beispiel ein Epoxyharz.
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Ein
derartiges Aluminium-Polypropylen-Aluminium-Laminat ist in EP Patent
0 598 428 beschrieben.
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In
einem ersten Schritt des angewandten Verfahrens wird ein Verstärkungselement
in gewünschter
Form aus einem flachen plattenförmigen Streifen
des oben beschriebenen Laminats geformt. Dies erfolgt durch Kaltformung
zum Beispiel durch Einrollen des Materials.
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In
einem nächsten
Schritt wird das so geformte Verstärkungselement (2)
in der Form planiert, wo es zwischen die obere und untere Form gespannt wird.
Anschließend
wird das Spritzgussverfahren in Gang gesetzt, während dessen ein Polypropylen
in die Form eingeführt
und der Körper
des Kotflügels
(1) aus Polypropylen geformt wird, während das Verstärkungselement
(2) mit dem Kunststoff ummantelt wird. Man kann dafür sorgen,
dass bestimmte Teile des Verstärkungskörpers (2)
nicht durch den Kunststoff bedeckt werden und so sichtbar bleiben,
um eine ästhetischen
Wirkung zu erzielen. So kann man an der Außenfläche des Kotflügels einen
zentralen Streifen in Längsrichtung
des Verstärkungskörpers (2)
entlang der oberen Fläche
des Kotflügels
sichtbar lassen (siehe 6). Man kann ebenfalls entsprechend einem
ganz bestimmten Motiv mehrere Bereiche des Verstärkungselements (2)
sichtbar lassen. In 4 ist ein solcher Kotflügel mit
Querschnitt durch einen Bereich, in dem der Verstärkungskörper (2)
sichtbar ist, dargestellt.
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Wie
aus den 5 und 6 ersichtlich, umfasst
der Kotflügel
außerdem
zwei Befestigungssysteme (7), (8), um eine verstellbare
Verbindung zwischen dem Kotflügel
und einem wiederum mit der Radachse verbundenen Befestigungsstab
(9) zu erhalten. Jedes Befestigungssystem (7),
(8) umfasst eine längliche,
teilweise zylindrische Nadel (10), in der eine Reihe von
seitlich ausgerichteten Rippen (11) und Zwischenrillen
(12) vorgesehen sind. Jeder Befestigungsstab (9) weist
in einem Endbereich eine Reihe von seitlich hervorstehenden Zähnen (13)
auf, die sich in die nebeneinander liegenden Rillen (12) der
Nadeln (10) einpassen. Der Befestigungsstab (9) kann
mit einer bestimmten Anzahl von Zähnen (13) in den entsprechenden
Rillen (12) in eine beliebige Position gebracht werden,
wobei diese Position in Längsrichtung
des Stabes (9) verstellbar ist. Jedes Befestigungssystem
umfasst außerdem
noch eine Ummantelung (14), die den Endbereich des Befestigungsstabs
(9) umhüllen
kann, und eine Nadel (10), um die gewählte Position des Stabes (9)
im Verhältnis
zur Nadel (10) zu fixieren. Die Ummantelung (14) wird
mittels einer Sperrverbindung in dieser befestigten Position gehalten,
zum Beispiel aufgrund der Tatsache, dass sich ein Rand oder eine
Wulst der Ummantelung (14) in einer Rille in der Außenfläche der Nadel
(10) verkeilt.
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Wie
aus 7 deutlich zu ersehen ist, umfasst der Kotflügel noch
eine mit dem Kotflügelkörper (1)
in einem Stück
geformte Scheinwerferhalterung (15), in dem zwei Kontaktelemente
vorgesehen sind, die jeweils mit einer Aluminiumschicht (3),
(4) des Verstärkungskörpers (2)
verbunden sind. Die beiden Aluminiumschichten (3), (4)
dienen als elektrische Leiter für
die Zuleitung des Stroms an die Kontaktelemente. Auf der Scheinwerferhalterung
kann ein Scheinwerfer (in 7 nicht
gezeigt) montiert werden, der die an die Lichtquelle angeschlossenen Kontaktpunkte
umfasst. In montierter Position des Scheinwerfers haben die Kontaktpunkte
Kontakt mit einem entsprechenden Kontaktelement der Scheinwerferhalterung
(15). Die elektrischen Anschlüsse sind daher automatisch
gegeben, wenn der Scheinwerfer auf der Scheinwerferhalterung (15)
montiert wird. Die Montage des Fahrrads erfolgt somit schneller
und einfacher.
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Der
Kotflügel
kann auch in einem einzigen Stück
mit anderen Befestigungsmitteln oder Zubehör realisiert werden. So kann
der Kotflügel
an seiner oberen Fläche
eine Reihe von Querrippen aufweisen, welche in Längsrichtung des Kotflügels einen am
Kotflügel
montierten Kotflügelhaken
festhalten können,
oder einen integrierten Spritzschutz oder eine dekorative Nase oder
einen Kotflügelhaken
oder ein beliebiges integriertes Befestigungsmittel.