DE600924C - Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere fuer Rotationshochdruckmaschinen - Google Patents
Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere fuer RotationshochdruckmaschinenInfo
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- DE600924C DE600924C DESCH101534D DESC101534D DE600924C DE 600924 C DE600924 C DE 600924C DE SCH101534 D DESCH101534 D DE SCH101534D DE SC101534 D DESC101534 D DE SC101534D DE 600924 C DE600924 C DE 600924C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F31/00—Inking arrangements or devices
- B41F31/22—Inking arrangements or devices for inking from interior of cylinder
Landscapes
- Coating Apparatus (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. AUGUST 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15 d GRUPPE 34
Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere für Rotationshochdruckmaschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1933 ab
Die Erfindung1 betrifft eine Farbverteilerwalze
in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere für Rotationshochdruckmaschinen,
in deren Innern eine ortsfeste Farbkammer angeordnet ist, wobei die entsprechend
jeder Kolumnenbreite regelbare Farbe durch Öffnungen der gleichmäßig umlaufenden hohlzylindrischen Farbverteilerwalze austritt und
auf einen Verreibzylinder des Farbwerks abgegeben, wird. Bei den bisher bekanntgewordenen
Farbverteilerwalzen dieser Art tritt entweder die Farbe durch ihr Eigengewicht aus den wenigen, jeweils in der untersten
Stellung befindlichen Farbaustrittsöffnungen aus oder sie wird infolge der Zentrifugalkraft
durch die nur im Augenblick des Vorbeigangs an dem Farbverreibzylinder des Farbwerks
einen kurzen Augenblick geöffneten Lochungen ausgeschleudert. Entweder ist in der
Verteilerwalze ein großer, den Innenraum nahezu ausfüllender Farbbehälter angeordnet,
oder die Farbe wird durch Zuführungsrohre an die Innenwand herabtropfend zugeführt.
Die Regelung der zugeführten Farbmengen erfolgt zwar für jede Kolumnenbreite gesondert,
jedoch bedingen die Regelvorrichtungen für jede Farbaustrittsstelle für periodisch geöffnete
Lochungen umfangreiche Mechanismen, deren Bedienungshandgriffe überdies auf beide Maschinenseiten verteilt angeordnet
sind. Da für jede Kolumnenbreite in Umfangsrichtung der Walze beispielsweise nur
eine Farbabgabestelle vorgesehen ist, die aus wenigen, in axialer Richtung nebeneinanderliegenden
Lochungen oder einem Schlitz besteht,. wird bei jeder Umdrehung der Farbverteilerwalze
für jede Kolumnenbreite z. B. nur einmal ein schmaler Farbstreifen an die Verreibwalzen des Farbwerks abgegeben, so
daß die Farbe im wesentlichen nur absatzweise auf die Verreibwalzen aufgetragen wird.
Erfindungsgemäß ist in der umlaufenden Verteilerwalze ein mit mehreren Farbaustrittsöffnungen
versehener, ortsfester Zylinder derart angeordnet, daß zwischen ihm und der hohlzylindrischen Verteilerwalze ein sehr
enger zylindrischer Kanal entsteht, in den die unter Druck zugeführte Farbe in der
Breite der Zylinder gleichmäßig verteilt durch die Öffnungen des Zylinders eingepreßt
wird.
Vorzugsweise werden die Farbaustrittsöffnungen der Farbverteilerwalze auch für
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Richard Lehmann in Würzburg.
jede Kolumnenbreite. oder Spaltenbreite in
größerer Anzahl über den ganzen Walzenumfang gleichmäßig verteilt angeordnet.
Die schnelle Drehung des äußeren Zylinders gegenüber dem ortsfesten inneren Zylinder
bewirkt in dem engen Kanal zwischen den beiden eine sehr Avirksame Vorverreibung
der Farbe, besonders aber gleichzeitig eine zwangsläufig gleichmäßige Verteilung
ίο der Farbe im Umfang des Kanals, bevor die Farbe langsam nach außen an. die Oberfläche
der umlaufenden Verteilerwalze gedrückt wird. Die Farbe wird für jede Kolumnenbreite oder Spaltenbreite auch in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt und vielfach zerlegt an die Farbwalzen abgegeben. Der ortsfeste innere Zylinder besteht vorzugsweise
aus einer Anzahl von nebeneinanderliegenden geschlitzten Ringen, deren Breite z.B. einer
ao Zeitungsspalten- oder auch Kolumnenbreite entsprechen kann und deren gegeneinander
versetzt angeordnete Schlitze die Durchtrittsstellen für die im Innern zugeführte Farbe
bilden, wobei vorteilhafterweise zu jeder dieser schlitzförmigen Farbkammern eine gesonderte,
durch handgesteuerte Mittel regelbare Farbrohrleitung führt. Hiermit ist in einfachster Weise auch eine einfache und
regelbare Verteilung der Farbe in Achsenrichtung erreicht. Die schnelle Drehung des
äußeren Hohlzylinders gegenüber dem ortsfesten inneren Zylinder und der sehr enge
ringförmige Zwischenkanal haben die besondere Wirkung, daß die einer Kolumnenbreite
zugeführte Farbe keine Neigung besitzt, in unerwünschter Weise in die anliegenden Abschnitte
überzutreten.
Infolge der wirksamen Vorverreibung der Farbe in dem Kanal zwischen den beiden
Walzen kann die Zahl der Verreibewalzen des Farbwerks auf ein Mindestmaß herabgesetzt
werden. Die entsprechend einem Hub des Hebers eines Heberfarbwerks auf einem Längsstreifen von etwa 3 bis 6 cm Breite abgegebene
Farbmenge wird durch die zahlreichen Quetschstellen mehrfach zerlegt.
In den Kanälen und Schlitzen der Verteilerwalze befindet sich nur eine geringe
Farbmenge, da zwischen der Farbrohrleitung und der Farbabgabestelle nur Farbkanäle mit
engem Querschnitt, vorgesehen sind und ein eigentlicher Farbbehälter im Innern des Farbverteilers
nicht vorhanden ist. Der ein Trocknen der Farbe bewirkende Luftzutritt ist vermieden,
so daß auch bei längerem Stillstand der Maschine der Farbverteiler ohne weiteres
arbeitsbereit ist.
Die neue Einrichtung ist für höchste Geschwindigkeiten der Maschine voll geeignet.
Die Regelbarkeit der jedem einzelnen Druckabschnitt zuzuführenden Farbmenge ist denkbar
einfach. Umfangreiche oder gesteuerte Vorrichtungen hierfür sind vermieden. Die auf nur einer Maschinenseite angeordnete
Regelvorrichtung ist übersichtlich, und unerreicht bequem zu bedienen.
In den Abbildungen ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι eine Farbverteilerwalze im Längsschnitt,
Abb. 2 eine Farbverteilerwalze im Querschnitt,
Abb. 3 die schematische Darstellung eines Farbwerkes.
Der Hohlzylinder der Farbverteilerwalze 1 besteht aus einzelnen Stäben 2 von kreisringstückförmigem
Querschnitt, die durch übergreifende Schrumpfringe 3 zusammengehalten
werden. Dieser Zylinder 1 sitzt auf Naben 4, die auf Kugel- oder Rollenlagern 5 gelagert
sind. Die Naben 4 können mit Antriebstirnrädern ausgestattet werden. Die Innenringe 6
der Rollenlager 5 sitzen auf einem nicht umlaufenden Tragzapfen 7, der die Farbzuleitungskanäle
enthält, jeder der Zylindermantelstäbe 2 erhält an einer der radial verlaufenden
Seitenflächen eine Reihe von Einfräsungen 8, durch die die im Innern der
Verteilerwalze 1 zugeführte Farbe nach außen
gepreßt wird.
In den Hohlzylinder der Verteilerwalze 1 ist ein zweiter, auf dem Zapfen 7 festsitzender
Hohlzylinder 9 eingesteckt, der aus einer Anzahl nebeneinander liegender Ringe 10 besteht,
deren Breite z. B. einer Zeitungsspalten- oder auch Kolumnenbreite entsprechen kann und
deren Zahl sich nach der gewünschten Farbgebung richtet. Die Ringe 10 sind in ihrer
ganzen Breite aufgeschlitzt. Durch diese Schlitzen wird die Farbe in den engen
Ringkanal 12 gepreßt, der zwischen den beiden Hohlz)dindern vorgesehen ist. Infolge
des schnellen Umlaufens des äußeren Hohlzylinders erfolgt in dem Kanal 12 eine gute
Verreibung der Farbe, die dann unter Mitwirkung des Zylinders 9 als Verdränger durch
die zahlreichen Schlitze der Verteilerwalze 1 nach außen quillt, vielfach zerlegt und auf
dem ganzen Umfang des Zylinders gleichmäßig verteilt wird.
Zu jedem der beispielsweise einer Spaltenbreite entsprechenden Schlitze 11 des inneren
Hohlzylinders 9 führt ein Farbzuleitungsrohr oder Kanal 13. Die Rohre oder abgedeckten
Kanäle 13 sind in der Mantelfläche des Zapfens
7 untergebracht. Durch die versetzte Anordnung der Schlitze 11 kann die für eine
Schlitzkammer bestimmte Farbe nicht in eine andere übertreten. Die Farbe wird beispielsweise
durch eine Zahnradpumpe, die durch ein stufenloses Regelgetriebe getrieben wird, in
einem gleichmäßigen Farbstrom durch ein Farbzuführrohr 19 in eine Farbkammer 14
gedrückt, die durch zwei an der Bedienungsseite der Maschine auf dem Ende des Zapfens
7 sitzende, im Abstand voneinander angeordnete Scheiben 15, 16 gebildet wird und
zu den einzelnen Farbkanälen 13 führt. Jeder dieser Kanäle kann durch eine leicht zugängliche,
in der Scheibe 16 angeordnete Stellschraube 17 gedrosselt oder geschlossen
werden. Die Stellschrauben 17 können entsprechend den Spalten oder Kolumnen, zu
denen die Kanäle führen, gekennzeichnet werden.
Ein federnd gegen den Zylinder gedrückter Gleitschuh 18, der den Verteilerzylinder 1
z. B. in Papierbreite und auf einem Teil seines Umfangs umspannt, nimmt die weitere Verreibung
der aus den öffnungen des Zylinders herausquellenden Farbe vor.
Die Verteilerwalze kann auch wie ein Verreibzylinder ständig seitlich hin und her bewegt
werden.
Der äußere Hohlzylinder kann auch aus einem Rohr hergestellt werden, das längs-
oder schraubenförmige Schlitze oder aber zahlreiche kleine Bohrungen erhält.
Wenn es erwünscht ist, gelegentlich nur eine Teilbreite des Verteilerzylinders 1 einzufärben,
dann kann z. B. der enge Ringkanal 12 durch schmale Stege der Ringe 10 beliebig
unterteilt werden. Es können auch dünne den Ringkanal 12 unterteilende Scheiben zwischen
die Ringe 10 eingelegt werden, die evtl.
auch durch geeignete Vorrichtungen verstellbar sind, so daß sie den ungehinderten Durchtritt
der Farbe in Achsenrichtung auch freigeben können. Diese Einrichtungen dienen bei gleichzeitiger Zuführung unterschiedlicher
Farben nebeneinander als Absperrmittel für die verschiedenen Farbkanäle.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Farbverteilerwalze in heber- und duktor losen Farbwerken, insbesondere für Rotationshochdruckmaschinen, in deren Innern eine ortsfeste Farbkammer angeordnet ist, wobei die Farbe durch Öffnungen der gleichmäßig umlaufenden hohlzylindrischen Farbverteilerwalze austritt und auf einen Verreibzylinder des Farbwerks abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verteilerwalze (1) ein mit mehreren Farbaustrittsöffnungen versehener, ortsfester Zylinder (9) derart angeordnet ist, daß zwischen ihm und der Verteilerwalze ein sehr enger zylindrischer Kanal (12) entsteht, dem die Farbe durch die öffnungen des Zylinders (9) unter Druck durch bekannte Mittel zugeführt wird.
- 2. Farbverteilerwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Zylinder (9) aus mehreren nebeneinanderliegenden geschlitzten Ringen (10) besteht, deren Breite vorzugsweise einer Spalten- oder einer Kolumnenbreite entspricht, und deren Schlitze (11) gegeneinander versetzt angeordnet sind und als Zuführungsleitungen für die von innen zugeführte Farbe dienen.
- 3. Farbverteilerwalze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlitzten Ringe (10) auf einem ortsfesten Tragzapfen. (7) festsitzen, an dessen einer Stirnseite eine z. B. von zwei Scheiben (15, 16) gebildete Farbkammer (14) angeordnet ist, von der die mittels einer Pumpe zugeführte Farbe durch eine Reihe in der Mantelfläche des Tragzapfens (7) angebrachter Farbdurchflußrohre (13) den Schlitzen (11) zugeleitet wird, wobei zu jedem Schlitz (11) ein Farbleitungsrohr (13) führt.
- 4. Farbverteiler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der vorzugsweise an der Bedienungsseite der Maschine angeordneten Farbkammer (14) und jedem Farbleitungsrohr (13) ein von Hand einstellbares Ventil (17) zum Regeln der Farbzufuhr vorgesehen ist.
- 5. Farbverteilerwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbaustrittsöffnungen (8) der Farbverteilerwalze (1) auch für jede Kolumnenbreite in größerer Anzahl über den ganzen Walzenumfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
- 6. Farbverteilerwalze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (1) aus einzelnen Stäben (2) von kreisringstückförmigem Querschnitt zusammengesetzt wird, die an je einer radial verlaufenden Seitenfläche eine Reihe von flachen Einfräsungen (8) erhält, die bei der zusammengebauten Walze die Farbdurchtrittsschlitze bilden.
- 7. Farbverteiler nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen gegen die äußere Umfangsfläche der Walze (1) federnd angedrückten Gleitschuh (18) zum Verreiben und Verteilen der Farbe.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH101534D DE600924C (de) | 1933-06-22 | 1933-06-22 | Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere fuer Rotationshochdruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH101534D DE600924C (de) | 1933-06-22 | 1933-06-22 | Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere fuer Rotationshochdruckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600924C true DE600924C (de) | 1934-08-03 |
Family
ID=7447033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH101534D Expired DE600924C (de) | 1933-06-22 | 1933-06-22 | Farbverteilerwalze in heber- und duktorlosen Farbwerken, insbesondere fuer Rotationshochdruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600924C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0559076A1 (de) * | 1992-02-29 | 1993-09-08 | KOENIG & BAUER-ALBERT AKTIENGESELLSCHAFT | Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von Farbe zu einer Auftragswalze für eine Rotationsdruckmaschine |
-
1933
- 1933-06-22 DE DESCH101534D patent/DE600924C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0559076A1 (de) * | 1992-02-29 | 1993-09-08 | KOENIG & BAUER-ALBERT AKTIENGESELLSCHAFT | Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von Farbe zu einer Auftragswalze für eine Rotationsdruckmaschine |
| US5282419A (en) * | 1992-02-29 | 1994-02-01 | Koenig & Bauer Aktiengesellschaft | Ink roller |
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