DE60045C - Operations-Kysthoskop - Google Patents

Operations-Kysthoskop

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Publication number
DE60045C
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DE
Germany
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tube
kysthoscope
scissors
tool
surgical
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60045D
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English (en)
Original Assignee
P. HARTWIG in Berlin, Markgrafenstr. 79
Publication of DE60045C publication Critical patent/DE60045C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/307Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the urinary organs, e.g. urethroscopes, cystoscopes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
P. HARTWIG in BERLIN. Operations - Kysthoskop.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Mai 1891 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Kysthoskop, welches so eingerichtet ist, dafs dasselbe nicht nur wie bisher allein zur Beleuchtung des Innern des Hohlraumes im menschlichen Körper dient, um in demselben etwa vorhandene krankhafte Veränderungen feststellen zu können, sondern es gleichzeitig ermöglicht, operative Eingriffe an den betroffenen Stellen dem Auge sichtbar vornehmen zu können.
Auf beiliegender Zeichnung zeigen die
Fig. ι bis 3 das Kysthoskop im Längsschnitt, in der vorderen Ansicht und von der Seite gesehen, während die
Fig. 4, 5, 6 und 7 den die Neuerung betreffenden Theil des Werkzeuges im Querschnitt und in zwei Arbeitsstellungen darstellen.
Das Kysthoskop besteht aus dem mit dem Griffknopf A versehenen Rohr B, das an seinem Ende den Schnabelstumpf D trägt, in dem das Mignonlämpchen D1 eingebettet liegt. Der Leitungsdraht zu diesem Lämpchen ist in bekannter Weise in dem Instrument angeordnet, wie dieses überhaupt bis hierher in gebräuchlicher Weise ausgeführt ist.
Um Rohr B ist ein zweites Rohr B1 angeordnet, welches an seinem vorderen Ende einen Schlitz b enthält, in den die an dem Rohr B angeordnete Führungsrippe c hineingreift und, da Rohr B1 kürzer als Rohr B ist, dem ersteren ein Hin- und Hergleiten auf letzterem ermöglicht.
An dem vorderen Ende des Rohres ist nun das Werkzeug, welches zur Ausführung erforderlich ist, wie eine Zange, Scheere, Pincette, Haken u. dergl., befestigt. Im dargestellten Beispiel ist dies Werkzeug eine Scheere.
Diese Scheere F hat ihren Drehpunkt f auf einem Lappen b1, der aus dem Ende des Rohres B1 hervorsteht, sich dem Hauptrohr B dicht anschmiegt und demnach beim Zurückziehen des Rohres B1 die Scheere mit zurücknimmt, sie aber beim Vorschieben des Rohres B1 ebenfalls mit vorwärts schiebt und die Scheere dicht an1 den Schnabelstumpf D anlegt. Dieses dichte Anlegen des Werkzeuges ist deshalb unumgänglich nothwendig, um eine Verletzung des Patienten beim Einführen des Werkzeuges in die Körperhöhlung zu verhindern.
Die Scheerenarme F sind durch die beiden Gelenke e e mit der Stange E verbunden, welche zwischen den beiden Röhren B B1 liegt, an dem hinteren Theil des Rohres B1 in einen Griff E1 endet und mit diesem in einem Schlitz B" des Rohres B1 geführt wird. Durch Zurückziehen oder Vorschieben der Stange E kann demnach die Scheere F geschlossen oder geöffnet werden.
Bei der Operation wird nun das Kysthoskop in den betreffenden Hohlraum des menschlichen Körpers eingeführt, das Lämpchen Z)1 dann in der bekannten Weise zum Leuchten gebracht und die Röhre B1 zurückgezogen, so dafs die beim Einführen des Instrumentes an dem Schnabelstumpf dicht anliegende Scheere (Fig. 6) von diesem abgezogen wird und die in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigte Stellung einnimmt.
Nun wird das Lämpchen D1 in dem Hohlraum herumgeführt, und findet man hierbei eine krankhaft entwickelte Stelle, die durch
Abschneiden von Wucherungen oder dergleichen behandelt werden mufs, so wird die Scheere F durch Zurückziehen der Stange B1, Fig. 4 und 5, geöffnet, und so geführt, dafs beim Wiederschliefsen der Scheere durch Zurückziehen der Stange E, Fig. 2, die nothwendige Operation ausgeführt wird.
Während der Operation bleibt die krankhafte Stelle dem Arzt, der sein Auge an den Griffknopf A gelegt hat und durch das Kysthoskop die kranke Stelle beleuchtet sieht, beständig sichtbar, und da das Zurückziehen der Stange E durch Krümmen des in den Griff E1 eingelegten Fingers erfolgt, so kann die Operation unter beständiger Beobachtung sorgfältig und sicher ausgeführt werden.
Ist die Operation beendet, so wird die Röhre B1 wieder vorgeschoben (Fig. 6), dadurch wird das Werkzeug dicht an den Schnabelstumpf angelegt und das Instrument kann nun ohne Gefahr der Verletzung durch das Operationswerkzeug aus dem Körper herausgezogen werden.
Wird ein anderes Werkzeug zur Operation als die Scheere benutzt, so wird dasselbe ebenfalls an der verschiebbaren Röhre B1 so be-1 festigt, dafs es sich durch Vorschieben dieser Röhre dicht an den Schnabelstumpf D anlegen und durch Zurückziehen der Röhre JS1 von diesem entfernen läfst.
Der für die Chirurgie ungemein wesentliche Vortheil, den dieses Instrument den bekannten Kysthoskopen gegenüber gewährt, besteht darin, dafs der Operateur unmittelbar bei der Untersuchung die etwa erforderliche Operation und unter voller Beleuchtung der zu operirenden Stelle ausführen und das Instrument mit dem Operationswerkzeug ein- und herausführen kann, ohne dafs hierbei Verletzungen durch dasselbe vorkommen können.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Ein Operations-Kysthoskop, dadurch gekennzeichnet, dafs auf dem Kysthoskoprohr B ein zweites, mit dem Werkzeug F verbundenes Rohr B1 verschiebbar angeordnet ist, um Kysthoskop und Operationswerkzeug zugleich in die Körperhöhle einführen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60045D Operations-Kysthoskop Expired - Lifetime DE60045C (de)

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