-
Die vorliegende Erfindung liegt auf
dem technischen Gebiet der faserreaktiven Azofarbstoffe.
-
Mit der vorliegenden Erfindung wurden
nun unerwarteterweise Farbstoffmischungen von faserreaktiven Azofarbstoffen
gefunden, die hydroxy- und/oder carbonamidgruppenhaltiges Material
klar orange bis rot mit sehr hoher Farbstärke und ausgezeichneten Echtheitseigenschaften
färben,
enthaltend einen oder mehrere, wie 2 oder 3, Monoazofarbstoffe entsprechend
der allgemeinen Formel (1)
und einen oder mehrere, wie
2 oder 3, Monoazofarbstoffe entsprechend der Formel (2)
in welchen bedeuten:
D
1 ist der Rest eines Benzol- oder Naphthalinkerns,
wobei im Falle des Naphthalinkerns die Azogruppe vorzugsweise in
2-Stellung gebunden ist;
D
2 hat eine
der Bedeutungen von D1, mit der Maßgabe, daß im Falle von D
2 gleich
Naphthalinkern, X gleich Chlor und Z gleich 4-β-Sulfato- ethylsulfonylphenylamino mindestens
einer der Reste R
3 und R
4 nicht
für Sulfo steht;
R
1 und R
2 sind unabhängig voneinander
Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Sulfo oder Carboxy,
im Falle von D
1 gleich dem Rest eines Benzolkerns
bevorzugt Methyl, Methoxy oder Wasserstoff und insbesondere bevorzugt
Wasserstoff und im Falle von D
1 gleich dem
Rest eines Naphthalinkerns Wasserstoff, Sulfo oder Carboxy, bevorzugt
Wasserstoff oder Sulfo;
R
3 und R
4 sind unabhängig voneinander Wasserstoff,
Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Sulfo oder Carboxy, im Falle von
D
2 gleich dem Rest eines Benzolkerns bevorzugt
Methyl, Methoxy oder Wasserstoff und insbesondere bevorzugt Wasserstoff
und im Falle von D
2 gleich dem Rest eines
Naphthalinkerns Wasserstoff, Sulfo oder Carboxy, bevorzugt Wasserstoff
oder Sulfo;
Y
1 ist Vinyl oder ist Ethyl,
das in β-Stellung
einen Substituenten enthält,
der durch Alkali unter Bildung der Vinylgruppe eliminierbar ist,
wie Chlor, Thiosulfato, Sulfato, Alkanoyloxy mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen,
wie Acetyloxy, Phosphato, Sulfobenzoyloxy und p-Toluylsulfonyloxy,
und bevorzugt Vinyl, β-Chlorethyl, β-Thiosulfatoethyl
oder β-Sulfatoethyl
und insbesondere bevorzugt Vinyl oder β-Sulfatoethyl;
Y
2 hat eine der Bedeutungen von Y
1;
die Gruppen -SO
2-Y
1 und
-SO
2-Y
2 stehen bevorzugt
in meta- oder bevorzugt in para-Stellung zur Azogruppe an den Benzolkern
gebunden, falls D
1 oder D
2 einen
Benzolrest bedeuten.
M ist Wasserstoff oder ein Alkalimetall,
wie Lithium, Natrium und Kalium;
n ist die Zahl 0 oder 1;
V
ist Wasserstoff oder eine Sulfogruppe
X ist Chlor, Fluor, Hydroxy,
Cyanamido, Methoxymorpholino, N-Methyltaurin, Taurin, Ethanolamino,
Diethanolamino oder eine Gruppe der Formeln (3), (4), (5) oder (6)
in welchen bedeuten:
R
5, R
6, R
8,
R
9 sind unabhängig voneinander Wasserstoff,
Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Sulfo oder Carboxy und ganz besonders
bevorzugt Methyl, Methoxy oder Wasserstoff;
R
11 ist
Wasserstoff, Methyl, Ethyl, gegebenenfalls durch z.B. Methyl-, Ethyl-,
Methoxy-, Ethoxy-, Sulfo- oder Carboxygruppen 1- bis 2fach substituiertes
Phenyl oder eine Gruppe der Formel –(CH
2)
a-SO
2-Y
4,
wobei a und Y
4 die weiter unten genannte
Bedeutung haben,
R
12 ist Wasserstoff,
Methyl, Ethyl, gegebenenfalls durch z.B. Methyl-, Ethyl-, Methoxy-,
Ethoxy-, Sulfo- oder Carboxygruppen 1- bis 2fach substituiertes
Phenyl oder eine Gruppe der Formel -(CH
2)
a-W-(CH
2)
b-SO
2-Y
5,
wobei a, b und Y
5 die weiter unten genannte
Bedeutung haben;
Y
3, Y
4 und
Y
5 haben unabhängig voneinander eine der Bedeutungen
von Y
1 a ist die Zahl 1, 2 oder 3;
b
ist die Zahl 2 oder 3;
W ist eine Gruppe der Formeln -O- oder
-NH-;
Z hat eine der Bedeutungen von X;
R
7 und
R
10 sind unabhängig voneinander eine Gruppe
der Formel – (CH
2)
a'-B;
B ist Wasserstoff, Sulfo
oder Carboxy;
a' ist
die Zahl 1, 2, 3 oder 4.
-
Sowohl in den oben angegebenen Formeln
als auch in den nachfolgenden Formeln können die einzelnen Formelglieder,
sowohl verschiedener als auch gleicher Bedeutung innerhalb einer
Formel, im Rahmen ihrer Bedeutung zueinander gleiche oder voneinander
verschiedene Bedeutungen aufweisen.
-
Die Gruppen „Sulfo", „Thiosulfato", „Carboxy", „Phosphato" und „Sulfato" schließen sowohl
deren Säureform
als auch deren Salzform ein. Demgemäß bedeuten Sulfogruppen Gruppen
entsprechend der Formel -SO3M, Thiosulfatogruppen
Gruppen entsprechend der Formel -S-SO3M,
Carboxygruppen Gruppen entsprechend der Formel -COOM, Phosphatogruppen
Gruppen entsprechend der Formel -OPO3M2 und Sulfatogruppen Gruppen entsprechend
der Formel -OSO3M, in welchen M die obengenannte
Bedeutung hat.
-
In der Mischung sind der oder die
Azofarbstoffe der Formel (1) allgemein in einer Menge von 5 bis
95 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 30 bis 70% und der oder die
Azofarbstoffe der Formel (2) in einem Mischungsverhältnis von
95 zu 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 70 zu 30 Gew.-% enthalten.
-
Reste der Formeln (Y2-O2S)n-D2-(R3,R4)- (mit n gleich
0) der Azofarbstoffe der Formeln (2) sind beispielsweise 1-Sulfo-2-naphthyl,
1,5-Disulfo-2-naphthyl, 1-Sulfo-2-phenyl, 1,4-Disulfo-2-phenyl, 1-Sulfo-5-methyl-2-phenyl, 1-Sulfo-5-methoxy-2-phenyl,
3-Sulfo-2-phenyl und 4-Sulfo-2-phenyl.
-
Reste der Formeln (Y2-O2S)n-D1-(R3,R4)- und (Y2-O2S)n-D2-(R3,R4)- (mit n gleich
1) der Azofarbstoffe der Formeln (1) und (2) sind beispielsweise
3-(β-Sulfatoethylsulfonyl)phenyl,
4-(β-Sulfatoethylsulfonyl)phenyl, 2-Methyl-5-(β-sulfatoethylsulfonyl)phenyl,
2-Methoxy-5-(β-sulfatoethylsulfonyl)phenyl,
4-Methyl-3-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenyl,
2,5-Dimethyl-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenyl,
2,6-Dimethyl-4-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenyl,
2-Methoxy-4-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenyl,
4-Methoxy-5-(β-sulfatoethyl-sulfonyl)phenyl,
2,4-Dimethoxy-5-(β-sulfatoethyl-sulfonyl)phenyl,
2,5-Dimethoxy-4-(β-sulfatoethyl-sulfonyl)phenyl,
6-(β-Sulfatoethylsulfonyl)-1-sulfo-naphthyl-2-yl und
8-(β-Sulfatoethylsulfonyl)-6-sulfo-naphthyl, und davon
insbesondere 4-(β-Sulfato-ethylsulfonyl)phenyl,
und Derivate dieser Reste, in denen die β-Sulfatoethylsulfonylgruppe
durch die Vinylsulfonyl- oder β-Thiosulfatoethylsulfonyl-
oder β-Chlorethylsulfonylgruppe
ersetzt ist.
-
In den Formeln (1) und (2) sind die
Reste D1 und D2 bevorzugt
Benzolkerne.
-
In den Azofarbstoffen der Formeln
(2) für
X und/oder Z stehende Reste der Formeln (3) sind beispielsweise
3-(β-Sulfatoethylsulfonyl)phenylamino,
4-(β-Sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
2-Methyl-5-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
2-Methoxy-5-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
4-Methyl-3-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
2,5-Dimethyl-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
2,6-Dimethyl-4-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
2-Methoxy-4-(β-sulfato-ethylsulfonyl)phenylamino,
4-Methoxy-5-(β-sulfatoethyl-sulfonyl)phenylamino,
2,4-Dimethoxy-5-(βsulfatoethylsulfonyl)phenylamino,
2,5-Dimethoxy-4-(β-sulfatoethylsulfonyl)phenylamino
und davon insbesondere 4-(β-Sulfatoethylsulfonyl)phenylamino,
und Derivate dieser Reste, in denen die β-Sulfatoethylsulfonylgruppe
durch die Vinylsulfonyl- oder β-Thiosulfatoethylsulfonyl-
oder β-Chlorethylsulfonylgruppe
ersetzt ist.
-
In den Azofarbstoffen der Formel
(2) für
X und/oder Z stehende Reste der Formel (4) sind beispielsweise 3-Sulfophenylamino,
4-Sulfophenylamino, 2-Sulfophenylamino, 2-Ethylphenylamino, 2-Methylphenylamino,
N-Methylphenylamino und N-Ethylphenylamino.
-
In den Azofarbstoffen der Formel
(2) für
X und/oder Z stehende Reste der Formeln (5) und (6) sind beispielsweise γ-(β-Sulfatoethylsulfonyl)propylamino,
N-Phenyl-N-[γ-(β'-sulfatoethylsulfonyl)propyl]amino, ß-(β'-Chlorethylsulfonyl)ethylamino,
N-Methyl-β-(β'-sulfatoethylsulfonyl)ethylamino, N-Phenyl-N-[β-(β'-sulfatoethylsulfonyl)ethyl]amino, N,N-Bis[β-β'-chlor-ethylsulfonyl)ethyl]amino
und N,N-Bis[β-vinylsulfonyl)-ethyl]amino.
-
Bevorzugt bedeutet X Chlor oder Fluor
und ganz besonders bevorzugt Chlor.
-
Bevorzugt bedeutet Z 3-Sulfophenyl,
4-(β-Sulfatoethyl-sulfonyl)phenylamino
oder N-Methyl-β-(β'-sulfatoethyl- sulfonyl)ethylamino
und Morpholino und ganz besonders bevorzugt 3-Sulfophenyl.
-
Die Farbstoffe entsprechend der allgemeinen
Formel (1) sind aus der
US-PS
5,349,057 bekannt. Die Farbstoffe entsprechend den allgemeinen
Formeln (2) aus den US-PSen 4,725,675 und 4,341,699 und der GB-PS
899,376.
-
Mischungen von Farbstoffen entsprechend
der allgemeinen Formel (C)
mit einem Farbstoff der Formel
(F)
sind bekannt aus WO 00/49093,
Stand der Technik gemäß Artikel
54(3) und (4) EPÜ.
-
Die neuen erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
aus Farbstoffen der Formel (1) und der Formel (2) sind neu und zeigen
eine sehr hohe Farbstärke
und ausgezeichnete Echtheitseigenschaften, wie z.B. Licht- und Waschechtheit.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen können als
Präparation
in fester oder in flüssiger
(gelöster)
Form hergestellt werden. In fester Form enthalten sie im allgemeinen
die bei wasserlöslichen
und insbesondere bei faserreaktiven Farbstoffen üblichen Elektrolytsalze, wie
Natriumchlorid, Kaliumchlorid und Natriumsulfat, und können des
weiteren die in Handelsfarbstoffen üblichen Hilfsmittel enthalten,
wie Puffersubstanzen, die einen pH-Wert in wäßriger Lösung zwischen 3 und 7 einzustellen
vermögen,
wie Natriumacetat, Natriumborat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumcitrat,
Natriumdihydrogenphosphat und Dinatriumhydrogenphosphat, geringe
Mengen an Sikkativen oder, falls sie in flüssiger, wäßriger Lösung (einschließlich des
Gehaltes von Verdickungsmitteln, wie sie bei Druckpasten üblich sind)
vorliegen, Substanzen, die die Haltbarkeit dieser Präparationen
gewährleisten,
wie beispielsweise schimmelverhütende
Mittel.
-
Im allgemeinen liegen die Farbstoffmischungen
als Farbstoffpulver mit einem Gehalt von 10 bis 80 Gew.-%, bezogen
auf das Farbstoffpulver bzw. die Präparation, an einem auch als
Stellmittel bezeichneten farblosen, löslichen Elektrolytsalz vor.
Diese Farbstoffpulver können
zudem die erwähnten
Puffersubstanzen in einer Gesamtmenge von bis zu 5%, bezogen auf
das Farbstoffpulver, enthalten. Sofern die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
in wäßriger Lösung vorliegen,
so beträgt
der Gesamtfarbstoffgehalt in diesen wäßrigen Lösungen bis zu etwa 50 Gew.-%,
wie beispielsweise zwischen 5 und 50 Gew.-%, wobei der Elektrolytsalzgehalt
in diesen wäßrigen Lösungen bevorzugt
weniger als 10 Gew.-%, bezogen auf die wäßrige Lösung, beträgt; die wäßrigen Lösungen (Flüssigpräparationen) können die
erwähnten
Puffersubstanzen in der Regel in einer Menge von bis zu 5 Gew.-%
und bevorzugt bis zu 2 Gew.-% enthalten.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen können in üblicher
Weise hergestellt werden, so durch mechanisches Mischen der einzelnen
Farbstoffe in fester Form oder in Form wäßriger Lösungen in den erforderlichen
Anteilen oder, falls D1 und D2 zueinander
gleich sind, durch Synthese mittels der üblichen Diazotierungs- und
Kupplungsreaktionen unter Verwendung von entsprechenden Mischungen
der Diazo- und Kupplungskomponenten in einer dem Fachmann geläufigen Weise
und mit den hierzu erforderlichen Mengenanteilen.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen können weitere
faserreaktive Farbstoffe, die zum Nuancieren der Farbstoffmischung
dienen, in einer Menge von bis zu 5 Gew.-% enthalten. Diese „Nuancierfarbstoffe" können durch übliches
Vermischen hinzugefügt
oder, falls eine oder mehrere der Komponenten des Nuancierfarbstoffs
mit den Komponenten der Farbstoffe der Formeln (1) und/oder (2)
identisch sind, aber auch auf chemischem Wege im selben Reaktionsansatz
zusammen mit der oben beschriebenen Synthese einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
hergestellt und in die Farbstoffmischung eingebracht werden. So
kann man zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung mit dem
Gehalt eines Nuancierfarbstoffs mit bestimmtem Chromophor beispielsweise
3-Carboxy- oder 3-Methyl-5-pyrazolon
als zusätzliche
Ausgangsverbindungen in dem Reaktionsansatz einsetzen.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen besitzen
wertvolle Eigenschaften. Sie werden zum Färben (einschließlich Bedrucken)
von hydroxy- und/oder carbonamidgruppenhaltigen Materialien, beispielsweise in
Form von Flächengebilden,
wie Papier und Leder, oder von Folien, wie beispielsweise aus Polyamid,
oder in der Masse, wie beispielsweise von Polyamid und Polyurethan,
insbesondere aber von diesen Materialien in Faserform, verwendet.
Auch können
die bei der Synthese der einzelnen Azofarbstoffe anfallenden Lösungen der
erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen,
gegebenenfalls nach Zusatz einer Puffersubstanz, gegebenenfalls
auch nach Konzentrieren oder Verdünnen, direkt als Flüssigpräparation
der färberischen
Verwendung zugeführt
werden.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft
somit auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen zum
Färben
dieser Materialien beziehungsweise Verfahren zum Färben solcher
Materialien in an und für
sich üblichen
Verfahrensweisen, bei welchen man eine erfindungsgemäße Farbstoffmischung
als Farbmittel einsetzt. So werden die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
auf den genannten Substraten, insbesondere auf den genannten Fasermaterialien,
nach den für
wasserlösliche
Farbstoffe und insbesondere für faserreaktive
Farbstoffe bekannten Anwendungstechniken appliziert und fixiert,
wobei sie auf diesen Materialien insbesondere durch die Einwirkung
eines alkalisch reagierenden Mittels oder durch die Einwirkung von Wärme oder
mittels beider Maßnahmen
fixiert werden. Bevorzugt kommen die Materialien in Form von Fasermaterialien
zur Anwendung, insbesondere in Form von Textilfasern, wie Geweben
oder Garnen, wie in Form von Strängen
oder Wickelkörpern.
-
Hydroxygruppenhaltige Materialien
sind solche natürlichen
oder synthetischen Ursprungs, wie beispielsweise Cellulosefasermaterialien
oder deren Regeneratprodukte und Polyvinylalkohole. Cellulosefasermaterialien
sind vorzugsweise Baumwolle, aber auch andere Pflanzenfasern, wie
Leinen, Hemp, Jute und Ramiefasern; regenerierte Cellulosefasern
sind beispielsweise Zellwolle und Kunstseide.
-
Carbonamidgruppenhaltige Materialien
sind beispielsweise synthetische und natürliche Polyamide und Polyurethane,
insbesondere in Form von Fasern, beispielsweise Wolle und andere
Tierhaare, Seide, Leder, Polyamid-6,6, Polyamid-6, Polyamid-11 und
Polyamid-4.
-
So erhält man mit ihnen auf Cellulosefasern
nach dem Ausziehverfahren aus langer Flotte unter Verwendung von
verschiedensten säurebindenden
Mitteln und gegebenenfalls neutralen Salzen, wie Natriumchlorid
oder Natriumsulfat, Färbungen
mit sehr guten, gegenüber
den Einzelfarbstoffen verbesserten Farbausbeuten. Man färbt bevorzugt
im wäßrigen Bad
bei Temperaturen zwischen 40 und 105°C, gegebenenfalls bei einer
Temperatur bis zu 130°C
unter Druck, und gegebenenfalls in Gegenwart von üblichen
Färbereihilfsmitteln.
Man kann dabei so vorgehen, daß man
das Material in das warme Bad einbringt und dieses allmählich auf
die gewünschte
Färbetemperatur
erwärmt
und den Färbeprozeß bei dieser
Temperatur zu Ende führt.
Die das Ausziehen der Farbstoffe beschleunigenden Neutralsalze können dem
Bad gewünschtenfalls
auch erst nach dem Erreichen der eigentlichen Färbetemperatur zugesetzt werden.
-
Nach dem Klotzverfahren werden auf
Cellulosefasern ebenfalls ausgezeichnete Farbausbeuten und ein sehr
guter Farbaufbau erhalten, wobei durch Verweilen bei Raumtemperatur
oder erhöhter
Temperatur, beispielsweise bis zu etwa 60°C, durch Dämpfen oder mit Trockenhitze
in üblicher
Weise fixiert werden kann.
-
Ebenfalls nach den üblichen
Druckverfahren für
Cellulosefasern, die einphasig – beispielsweise
durch Bedrucken mit einer Natriumhydrogencarbonat- oder ein anderes
säurebindendes
Mittel enthaltenden Druckpaste und anschließendes Dämpfen bei 100 bis 103°C – oder zweiphasig – beispielsweise
durch Bedrucken mit neutraler oder schwach saurer Druckfarbe und
anschließendem
Fixieren entweder durch Hindurchführen durch ein heißes elektrolythaltiges
alkalisches Bad oder durch Überklotzen
mit einer alkalischen elektrolythaltigen Klotzflotte und anschließendem Verweilen
oder Dämpfen
oder Behandlung mit Trockenhitze des alkalisch übergeklotzten Materials – durchgeführt werden
können,
erhält
man farbstarke Drucke mit gutem Stand der Konturen und einem klaren
Weißfond.
Der Ausfall der Drucke ist von wechselnden Fixierbedingungen nur wenig
abhängig.
-
Bei der Fixierung mittels Trockenhitze
nach den üblichen
Thermofixierverfahren verwendet man Heißluft von 120 bis 200°C. Neben
dem üblichen
Wasserdampf von 101 bis 103°C
kann auch überhitzter
Dampf und Druckdampf von Temperaturen bis zu 160°C eingesetzt werden.
-
Die säurebindenden und die Fixierung
der Farbstoffe der erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen auf
den Cellulosefasern bewirkenden Mittel sind beispielsweise wasserlösliche basische
Salze der Alkalimetalle und ebenfalls Erdalkalimetalle von anorganischen
oder organischen Säuren
oder Verbindungen, die in der Hitze Alkali freisetzen. Insbesondere
sind die Alkalimetallhydroxide und Alkalimetallsalze von schwachen
bis mittelstarken anorganischen oder organischen Säuren zu
nennen, wobei von den Alkaliverbindungen vorzugsweise die Natrium-
und Kaliumverbindungen gemeint sind. Solche säurebindenden Mittel sind beispielsweise Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumcarbonat,
Natriumformiat, Natriumdihydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat,
Natriumtrichloracetat, Wasserglas oder Trinatriumphosphat.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen zeichnen
sich auf den Cellulosefasermaterialien bei Anwendung in den Färbe- und
Druckverfahren durch eine hohe Fixierausbeute aus. Die Cellulosefärbungen
zeigen nach der üblichen
Nachbehandlung durch Spülen
zur Entfernung von nicht fixierten Farbstoffanteilen ausgezeichnete
Naßechtheiten,
zumal sich nicht fixierte Farbstoff anteile leicht wegen ihrer guten
Kaltwasserlöslichkeit
auswaschen lassen. Die erhaltenen Färbungen und Drucke besitzen
klare Nuancen; insbesondere weisen die Färbungen und Drucke auf Cellulosefasermaterialien
eine gute Lichtechtheit und sehr gute Naßechtheiten, wie Wasch-, Walk-,
Wasser-, Seewasser-, Überfärbe- und
saure sowie alkalische Schweißechtheiten, des
weiteren eine gute Plissierechtheit, Bügelechtheit und Reibechtheit
auf.
-
Des weiteren können die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
auch für
das faserreaktive Färben von
Wolle Verwendung finden. Auch läßt sich
filzfrei oder filzarm ausgerüstete
Wolle, (vgl. bspw. H. Rath, Lehrbuch der Textilchemie, Springer-Verlag,
3. Auflage (1972), S. 295-299, insbesondere die Ausrüstung nach
dem sogenannten Hercosett-Verfahren (Seite 298), J. Soc. of Dyers
and Colourists 1972, 93-99 und 1975, 33-44) mit sehr guten Echtheitseigenschaften
färben.
-
Das Verfahren des Färbens auf
Wolle erfolgt hierbei in üblicher
und bekannter Färbeweise
aus saurem Milieu. So kann man beispielsweise dem Färbebad Essigsäure und/oder
Ammoniumsulfat oder Essigsäure und
Ammoniumacetat oder Natriumacetat zufügen, um den gewünschten
pH-Wert zu erhalten. Um eine brauchbare Egalität der Färbung zu erreichen, empfiehlt
sich ein Zusatz an üblichen
Egalisierhilfsmitteln, wie beispielsweise auf Basis eines Umsetzungsproduktes
von Cyanurchlorid mit der dreifach molaren Menge einer Aminobenzolsulfonsäure oder
auf Basis eines Umsetzungsproduktes von beispielsweise Stearylamin
mit Ethylenoxid. So wird beispielsweise die erfindungsgemäße Farbstoffmischung
bevorzugt zunächst
aus saurem Färbebad
mit einem pH von etwa 3,5 bis 5,5 unter Kontrolle des pH-Wertes
dem Ausziehprozeß unterworfen und
der pH-Wert sodann, gegen Ende der Färbezeit, in den neutralen und
gegebenenfalls schwach alkalischen Bereich bis zu einem pH-Wert
von 8,5 verschoben, um besonders zur Erzielung von hohen Farbtiefen
die volle reaktive Bindung zwischen den Farbstoffen der erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
und der Faser herbeizuführen.
Gleichzeitig wird der nicht reaktiv gebundene Farbstoffanteil abgelöst.
-
Die hier beschriebene Verfahrensweise
gilt auch zur Herstellung von Färbungen
auf Fasermaterialien aus anderen natürlichen Polyamiden oder aus
synthetischen Polyamiden und Polyurethan. In der Regel wird das
zu färbende
Material bei einer Temperatur von etwa 40°C in das Bad eingebracht, dort
einige Zeit darin bewegt, das Färbebad
dann auf den gewünschten
schwach sauren, vorzugsweise schwach essigsauren pH-Wert nachgestellt
und die eigentliche Färbung
bei einer Temperatur zwischen 60 und 98°C durchgeführt. Die Färbungen können aber auch bei Siedetemperatur
oder in geschlossenen Färbeapparaturen
bei Temperaturen bis zu 106°C
ausgeführt
werden. Da die Wasserlöslichkeit
der erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen
sehr gut ist, lassen sie sich auch mit Vorteil bei üblichen
kontinuierlichen Färbeverfahren
einsetzen.
-
Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen liefern
auf den genannten Materialien, bevorzugt Fasermaterialien, klare,
gelbstichig bis rotstichig orange Färbungen.
-
Die nachstehenden Beispiele dienen
zur Erläuterung
der Erfindung. Die Teile sind Gewichtsteile, die Prozentangaben
stellen Gewichtsprozente dar, sofern nicht anders vermerkt. Gewichtsteile
beziehen sich zu Volumenteilen wie Kilogramm zu Liter. Die in den
Beispielen formelmäßig beschriebenen
Verbindungen sind in Form der freien Säure angegeben; im allgemeinen
werden sie in Form ihrer Salze, insbesondere Alkalimetallsalze,
vorzugsweise Natrium- oder Kaliumsalze, hergestellt und isoliert
und in Form ihrer Salze zum Färben verwendet.
-
Beispiel 1
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 150 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 50 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (B) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen rotstichig orangen Nuancen.
-
-
Beispiel 2
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 150 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (B) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 3
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (C) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 150 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (B) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
-
Beispiel 4
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50%, 50 Teile eines
orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (C) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% und 350 Teile eines roten, elektrolytsalzhaltigen
Farbstoffs der Formel (B) mit einem Farbstoffgehalt von 50% miteinander
mechanisch vermischt. Die erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 5
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 150 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (B) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
-
Beispiel 6
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 150 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 50 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (B) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen rotstichig orangen Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 7
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 40 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 133 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (E) mit einem
Farbstoffgehalt von 60% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
-
Beispiel 8
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 20 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50%, 20 Teile eines
orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (C) und 133
Teile eines roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (E)
mit einem Farbstoffgehalt von 60% miteinander mechanisch vermischt.
Die erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien
beispielsweise Färbungen
und Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung
zeigt auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 10
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 30 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50%, 30 Teile eines
orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (C) und 133
Teile eines roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (G)
mit einem Farbstoffgehalt von 60% miteinander mechanisch vermischt.
Die erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien
beispielsweise Färbungen
und Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung
zeigt auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
-
Beispiel 11
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 125 Teile eines roten,
elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (G) mit einem Farbstoffgehalt
von 60% miteinander mechanisch vermischt. Die so erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 12
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 50 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50%, 50 Teile eines
orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (C) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% und 300 Teile eines roten, elektrolytsalzhaltigen
Farbstoffs der Formel (H) mit einem Farbstoffgehalt von 50% miteinander
mechanisch vermischt. Die erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
-
Beispiel 13
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 150 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (A) mit einem Farbstoffgehalt von 50%, 150 Teile eines
orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (C) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% und 100 Teile eines roten, elektrolytsalzhaltigen
Farbstoffs der Formel (H) mit einem Farbstoffgehalt von 50% miteinander
mechanisch vermischt. Die erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen rotstichig orangen Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 14
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 300 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 100 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (H) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen rotstichig orangen Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiel 15
-
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Farbstoffmischung
werden 100 Teile eines orangen, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs
der Formel (D) mit einem Farbstoffgehalt von 50% und 300 Teile eines
roten, elektrolytsalzhaltigen Farbstoffs der Formel (H) mit einem
Farbstoffgehalt von 50% miteinander mechanisch vermischt. Die so
erhaltene erfindungsgemäße Farbstoffmischung
liefert nach den in der Technik für faserreaktive Farbstoffe üblichen
Applikations- und
Fixierverfahren auf Cellulosefasermaterialien beispielsweise Färbungen und
Drucke mit tiefen gelbstichig roten Nuancen. Diese Mischung zeigt
auch sehr gute Farbstoffeigenschaften.
-
Beispiele 16 bis 25
-
In den folgenden Tabellenbeispielen
werden weitere erfindungsgemäße Farbstoffmischungen
von Monoazofarbstoffen entsprechend den allgemeinen Formeln (I),
(II) und (III)
mit Hilfe ihrer Komponenten
beschrieben. Sie lassen sich in erfindungsgemäßer Weise entweder durch mechanisches
Mischen der Einzelfarbstoffe oder auch auf chemischem Wege, so z.B.
analog einer der obigen Ausführungsbeispiele,
herstellen. Die in der Rubrik MV angegebenen Zahlenverhältnisse
geben das prozentuale Gewichtsverhältnis des oder der Farbstoffe
der Formel (I) zu dem bzw. den Farbstoffen der Formel (II) oder
den Farbstoffen der Formel (III) an, in welchem die Farbstoffe in
der jeweiligen Farbstoffmischung vorliegen.
-
-