DE587900C - Verfahren zur Raffination fluessiger Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Verfahren zur Raffination fluessiger Kohlenwasserstoffe

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DE587900C
DE587900C DE1930587900D DE587900DD DE587900C DE 587900 C DE587900 C DE 587900C DE 1930587900 D DE1930587900 D DE 1930587900D DE 587900D D DE587900D D DE 587900DD DE 587900 C DE587900 C DE 587900C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/06Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
    • C10G21/08Inorganic compounds only
    • C10G21/10Sulfur dioxide

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Description

  • Verfahren zur Raffination flüssiger Kohlenwasserstoffe Bei der Ausführung des Edeleanu-Verfahrens wird bisher das Schwefeldioxyd, das in den Raffinat- und Extraktlösungen enthalten ist, durch. Verdampfung in mehreren Stufen wiedergewonnen. Diejenigen Schwefeldioxyddämpfe, die in Verdampfern mit geringerem Druck als Kondensatordruck entstehen, müssen, zum Teil mehrstufig, auf den Kondensatordruck verdichtet werden, um verflüssigt und dadurch in den Kreisprozeß zurückgeführt werden zu können.
  • Die Verdichtung erfordert kostspielige Einrichtungen und verbraucht nicht unerhebliche Mengen mechanischer Arbeit. Diese Nachteile werden bei dem neuen Verfahren vermieden. Die Verflüssigung des ausgedampften Schwefeldioxyds niederen Druckes erfolgt bei dem neuen Verfahren durch thermische Kompression mittels Tiefkühlung unter Verwendiuig eines durch eine Kältemaschine gekühlten Kondensators. Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist nachfolgend beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, wobei die Zahlen 17 bis 3 i sich auf die -neu in die EdeleanuAnlage eingeführten Teile beziehen.
  • Das zu behandelnde öl wird, wie auch sonst in dem Edeleanu-Verfahren üblich, auf die gewünschte Temperatur abgekühlt und dann durch Rohrleitung i' (s. Abbildung) in den Mischer 2 geleitet. Das zur Behandlung erforderliche flüssige Schwefeldioxyd dagegen fließt teils vom wassergekühlten Kondensator 3, teils vom durch die Kältemaschine gekühlten Kondensator 17 durch Leitung 18 in den Schwefeldioxydkühler 4. Von hier wird es durch Pumpe 5 und die Leitung 6 oben in den Mischer 2 eingeführt. Im Schwefeldioxydkühler 4. wird das darin enthaltene flüssige Sch- efeldioxyd durch Verdampfung eines Teiles davon auf die Temperatur gekühlt, die für die Behandlung im Mischer 2 .erwünscht ist.
  • Im Mischer 2 steigt das unten eingeführte Öl nach oben, während das oben eintretende flüssige Schwefeldioxyd nach unten sinkt. Das von den ungesättigten und aromatischen Kohlenwasserstoffen befreite und mit Schwefeldioxyd gesättigte öl (Rafßnat-Schwefeldioxyd-Lösung) sammelt sich im oberen Teil des Mischers 2 und fließt durch die Leitung 7 zur Pumpe B. Diese fördert die Lösung zu den Raffmatverdampfern 9 und i o. Die Extrakt-Schwefeldioxyd-Lösung dagegen sammelt sich im unteren Teil des Mischers 2 und fließt durch Leitung i i der Pumpe 12 zu, -welche sie zu den Verdampfern 13 und 14 fördert.
  • Das Austreiben des Schwefeldioxyds aus den Raffmat-Schwefeldioxyd- und den Extrakt-Schwefeldioxyd-Lösungen erfolgt nun in diesen Verdampfern. Um das Schwefeldioxyd möglichst weitgehend auszudampfen, erfolgt die Verdampfung üblicherweise in mehreren Stufen, im vorliegenden Falle in zwei Stufen. In der ersten Verdampferstufe, den Verdampfern 9 und 13, wird das Schwefeldioxyd durch Wärmezufuhr unter einem Druck verdampft, der etwas höher ist als der Druck im Kondensator 3, welcher seinerseits von der Temperatur des Kühlwassers abhängt. Die hier ausgetretenen Schwefeldioxyddämpfe vereinigen sich in der Rohrleitung 15 und gelangen in den Kondensator 3. In der zweiten Verdampferstufe, den Verdampfern i o und 14, herrscht dagegen ein erheblich geringerer Druck, um hier - durch Wärmezufuhr möglichst viel Schwefeldioxyd aus den Raffinat-Schwefeldioxyd- und Extrakt-Schwefeldioxyd-Lösungen auszutreiben. Diese Dämpfe strömen zusammen mit den Schwefeldioxyddämpfen, die in dem Schwefeldioxydkühler q. entstanden sind, durch Rohrleitung 16 zum durch die Kältemaschine gekühlten Kondensator 17. Dieser nimmt die ihm zuströmenden Schwefeldioxyddämpfe geringen Druckes auf und gibt sie verflüssigt durch Leitung 18 in den Kreisprozeß zurück.
  • Der Kondensator 17 und die zu ihm gehörende Kältemaschine 13 bis 31 arbeiten folgendermaßen: Die bei dem obengenannten Kondensieren des Schwefeldioxyddampfes frei werdende Wärme wird auf das Rohr i9 übertragen, welches ,einen Teil des Verdampfers 2o bildet. In diesem Rohr wird eine Flüssigkeit oder ein Flüssigkeitsgemisch von niedriger Siedetemperatur verdampft, beispielsweise Ammoniak. Der dabei entstehende Dampf gelangt aus dem Verdampfer 2o durch Rohrleitung 2 i in den Absorptionsturm 22. Er @vird hier mit einer Flüssigkeit in Berührung gebracht, welche ihn absorbiert, z. B. mit einer wäßrigen Lösung von Calciumchlorid. Das dabei entstehende Gemisch wird durch die Pumpe 23 und den Wärmeaustauscher 24 hindurch in das dampfbeheizte Rohr 25 gepumpt, welches einen Teil des Verdampfers 26 bildet. In diesem Rohr 25 wird das Ammoniak neben Spuren von Wasser aus der Lösung wiederum ausgetrieben. Der Druck im Verdampfer 26 ist wesentlich höher als im Verdampfer 20 und in seinem Absolutwert so hoch, daß der in ihm erzeugte Dampf im Kondensator 27 an der vom Kühlwasser durchflossenen Rohrschlange 28 kondensiert werden kann. Das Kondensat gelangt durch die Leitung 29 und das Drosselventil 3o in das Rohr i 9 zurück, wo es wieder verdampft wird. Damit im Absorptionsturm 22 und im Verdampfer 26 konstante Konzentrationen beibehalten werden können, wird die Lösung vom Verdampfer 26 durch Wärmeaustauscher 24 und den Kühler 31 hindurch zum Absorptionsturm 22 zurückgeführt, wodurch sich der Kreislauf der Absorptionsflüssigkeit schließt. Bei der Anwendung der oben beschriebenen Anordnung in einer Edeleanu-Anlage bestand nun die Gefahr, daß sich in dem unter niedrigem Druck stehenden und in Verbindung mit dem tiefgekühlten Kondensator befindlichen Teil der Anlage allmählich inerte, nicht kondensierbare Gase, wie Luft u. dgl., ansammeln könnten, wodurch die Wirksamkeit des Kondensators 17 sehr gelitten hätte. Diese Schwierigkeit ist dadurch überwunden worden, daß man an einer geeigneten Stelle der Rohrleitung 18 diese Gase absaugte, wobei gegebenenfalls, um Verluste von Schwefeldioxyd zu vermeiden, noch ein kleiner tiefgekühlter Rückflußkühler zwischengeschaltet wurde.
  • Natürlich kann man diese durch Tiefkühlung erfolgende thermische Kompression der Niederdruckdämpfe mit der mechanischen Kompression derselben in jeder Weise kombinieren, etwa in der Weise, daß man, vom Vakuum anfangend, zunächst auf einen gewissen Druck mechanisch komprimiert und dann die thermische Kompression anschließt oder auch umgekehrt.
  • Es hat sich gezeigt, daß die oben beschriebene Anwendung des neuen Verfahrens wie auch eine Kombination davon mit mechanischer Kompression große wirtschaftliche Vorteile bei der Ausführung des Edeleanu-Verfahrens ergeben, da es dadurch möglich ist, den sonst für die mechanische Kompression erforderlichen Aufwand an gerichteter Energie, z. B. elektrischem Strom, zum größten Teil einzusparen und an seine Stelle einen Wärmeverbrauch zu setzen.
  • Als weiterer Vorteil ist ferner noch zu erwähnen, daß durch Einführung des neuen Verfahrens in das Edeleanu-Verfahren jegliche Explosionsgefahr ausgeschaltet wird, die bei Verwendung von Kompressoren noch vorhanden ist. Durch einen unglücklichen Zufall kann Luft in Apparate und Rohrleitungen, die unter niedrigerem als Atmosphärendruck stehen, eindringen. Da die S 02-Dämpfe besonders . bei Verarbeitung von leichtem Destillat Leichtöldämpfe enthalten, so kann bei mechanischer Kompression infolge der auftretenden Verdichtungswärme eine Explosion der mit Luft angereicherten Dämpfe auftreten. Bei dem neuen Verfahren kann eine solche Explosion nicht stattfinden, da die Kondensation der Dämpfe bei tiefer Temperatur vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Raffination von flüssigen Kohlenwasserstoffen mit flüssigem Schwefeldioxyd (Edeleanu-Verfahren), dadurch gekennzeichnet, daß die im Verfahren anfallenden Schwefeldioxyddämpfe niedrigen Drucks ganz oder teilweise durch Tiefkühlung kondensiert werden, wobei ihre bei der Kondensation frei werdende Wärme zur Verdampfung einer anderen Flüssigkeit benutzt wird, deren Dampf dann in bekannter Weise bei einem niedrigen Druck durch eine Hilfsflüssigkeit absorbiert und aus dieser bei einem Druck wieder ausgetrieben wird, der ihre Kondensation durch Kühlwasser ermöglicht.
DE1930587900D 1930-08-24 1930-08-24 Verfahren zur Raffination fluessiger Kohlenwasserstoffe Expired DE587900C (de)

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