DE587782C - Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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DE587782C
DE587782C DEJ42568D DEJ0042568D DE587782C DE 587782 C DE587782 C DE 587782C DE J42568 D DEJ42568 D DE J42568D DE J0042568 D DEJ0042568 D DE J0042568D DE 587782 C DE587782 C DE 587782C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/26Cooling beerwort; Clarifying beerwort during or after the cooling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/24Clarifying beerwort between hop boiling and cooling

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Description

  • Verfahren zur Behandlung von Bierwürze Die bisherige, althergebrachte Arbeitsweise nach Beendigung des Hopfenkochprozesses bis zum Anstellen der Würze vollzog sich in folgender Weise: -Nach etwa zweistündigem Hopfenkochprozeß wurde ausgeschlagen, dabei verläßt die Würze die Sudpfanne. Die Dauer des Ausschlagens ist etwa 25 bis 30 Minuten. Zunächst erfolgt dann die Abtrennung der Hopfentreber durch den mit verhältnismäßig grobgelochten Siebblechen belegten Hopfenseiher. Die Würze wird mit dem Trub auf das Kühlschiff gefördert und bleibt dort einige Stunden liegen, bis sich der Trub abgesetzt hat. Dann erfolgt das Tiefkühlen, das je nach der Größe der Kühlflächen des Kühlapparates etwa in z12 Stunden beendet ist. Den Abschluß bildet das Sammeln des Trabes, seine Filtration, eventuell Sterilisation und die Kühlung der Trabwürze, was wieder mindestens eine Stunde in Anspruch nimmt.
  • Vom- Beginn des Aasschlagens bis zu dem Zeitpunkt, in welchem der letzte Trub im Gärgefäß ist und mit Hefe in Berührung kommt, vergehen somit z. B. '
    1/2 Stunde für Ausschlagen,
    3 Stunden oder mehr für Kühlruhe,
    I1/2 Stunden oder mehr für Kühlung,
    i Stunde oder mehr für Trabfiltration,
    6 Stunden insgesamt oder .mehr.
    Während dieser Zeit kommt die Würze unter ständiger Abkühlung mit sehr großen Luftoberflächen in Berührung. Man hat es sogar bei dieser Arbeitsweise für erforderlich gehalten, beim Ausschlagen wirkende Würzezerstäuber .einzubauen, und hat enorme Luftreinigungsanlagen für Kühlschiffbelüftung gebaut, welche nebenher zu bedienen sind.
  • Während also bisher Ausschlagen, Hopfenzurückhaltung, Kühlruhe für Vorkühlung, Trubabsetzen unter Belüftung und Kühlung in zeitlicher Hintereinanderschaltung der einzelnen Arbeitsgänge aufeinander folgten und jede dieser Einzelphasen erst beginnt, wenn die vorausgegangene abgeschlossen ist, d. h. man beginnt z. B. mit dem Kühlen erst, wenn durch ein mehrstündiges Sedimentieren das Eiweiß ausgeschieden ist usw., so unterscheidet sich das neue Verfahren dadurch, daß es diese Phasen ineinanderschiebt, so daß die Arbeitsgänge Ausschlagen, Hopfen abfangen, Trubfiltrieren und Kühlen gleichzeitig als Kettenglieder zusammenhängen. Von der bisherigen Größe und Leistung der Kühlapparate wird die gesamte Dauer der Vorgänge abhängig sein. Die Befreiung von Trub und Hopfen findet gleichzeitig durch heiße Filtration statt. Die blanke Würze läuft dann sofort über den Kühlapparat in 'den Gärbottich. ' Wird beim erfindungsgemäßen Verfahren die heiße Würze ausgeschlagen, so läuft sie in die zur Bruch- und Hopfenabscheidung dienende Vorrichtung. Diese Filtervorrichtung hat ein im Verhältnis zum Hopfenkessel kleineres Voluni-en und füllt sich deshalb sofort; fast gleichzeitig wird mit dem Öffnen des Würzeventils der Pfanne heiße, filtrierte Würze am Filter austreten, und ebenso gleichzeitig tritt diese klare Würze durch eine Zwischenleitung in den- Kühler und aus diesem zum Gärbottich. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird also gleichzeitig dauernd filtriert und gekühlt, bis die Gesamtwürze im Gärgefäß ist.
  • Wo das Ausschlagen z. B. nur 3ö Minuten dauert und eine Verzögerung der Entleerung der Pfanne nicht möglich ist, wäre ein Zwischengefäß vorzuschalten, das % des Sudes aufnehmen kann, denn 17, läuft in 30 Minuten durch Filter und über den Kühler zum Gärkeller.
  • Meist kann aber die Entleerungszeit der Pfanne für das Ausschlagen auf il/, Stunden verlängert werden, um die Beschaffung eines Zwischengefäßes zu umgehen, oder man kann diese Zeitverlängerung z. B. fürs Ausschlagen durch Kochkürzung z. B. mittels Druckkochung ausgleichen. Wenn in kleineren Sudwerken nur ein Sud gemacht wird, dann ist die Pfanne für- diesen Zweck ohnedies verfügbar.
  • Ausschlagen, Trub- und Hopfenfiltration und Kühlung kann also schon gleichzeitig mit dem Ausschlagen beginnen, da die bisher getrennten Betriebsphasen direkt gekuppelt werden.
  • Die Vorteile dieses neuen Verfahrens sind: Große Ersparnis an Zeit und Arbeitslöhnen, beträchtliche Verringerung der Anschaffungskosten der gesamten Einrichtung durch Wegfall des Kühlschiffes, der Kühlschiffbelüfter und der Baulichkeiten für diese Einrichtungen.
  • Als qualitative Vorteile sind hervorzuheben die Beseitigung jeder Infektion durch die Luft und die Vermeidung von Oxydation der Würzebestandteile infolge Verhinderung von Luftzutritt auf dem Kühlschiff.
  • Eine der zeitlichen Leistung der Kühlapparate angepaßte Heißfilteranlage ersetzt diese genannten älteren notwendigen Einrichtungen.
  • Bei Verwendung von geschlossenen Kühlern ist nur die Ausschlagpumpe als Förderorgan notwendig, sie liefert den erforderlichen Filterdruck, um die Würze im geschlossenen Strom zum Gärkeller zu leiten: Beim erfindungsgemäßen Verfahren sind nur zwei Einrichtungen, eine Filteranlage und eine Kühlvorrichtung, notwendig, wobei aber die Filtereinrichtung dem Kühler vorgeschaltet ist.
  • Das Filter hält Trub und Hopfen gleichzeitig zurück. Das Sammeln des Trubes geschieht also ebenfalls gleichzeitig während des Arbeitsganges selbsttätig ohne Zeitverlust, und Hopfen und Trub werden in der gleichen Vorrichtung durch Nachspülen ausgelaugt-Das erfindungsgemäßeVerfahren kennt kein periodisches Verweilen filtrierter oder gekühlter Würze zu irgendeinem Zeitpunkt während des Arbeitsganges, sein Kennzeichen ist kontinuierliche Filtration und Kühlung, wobei der Strom ein geschlossener, zusammenhängender und fließender ist.. Es kommt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht vor, daß die Gesamtwürze in einem Zwischenstadium z bis 3 Stunden Ruhe benötigt. Diese periodischen Zeitverluste sollen ja gerade beim neuen Verfahren vermieden werden. Je mehr Gefäße und Geräte aber beim früheren Verfahren in Anwendung kommen, desto größer werden die Infektionsquellen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet unter voller Ausschaltung jeder Infektionsquelle die Hintereinanderschaltung der sterilen Filtration mit der Kühlung.
  • Das Verfahren kennzeichnet sich auch dadurch, daß gleichzeitig dauernd filtriert und gekühlt wird. Durch das zeitliche Ineinanderschieben dieser Arbeitsgänge entsteht ein großer Zeitgewinn.
  • Der im Arbeitsgang befindliche Anteil der Würze ist in fließendem Strom. Die Arbeitsweise gleicht den Vorgängen am laufenden Band, sie ist kontinuierlich ohne periodische Unterbrechungen. a In der Abb. i ist ein Ausführungsbeispiel der Anordnung dargestellt. a ist die Braupfanne. Aus dieser fließt die heiße Würze mit Hopfen und Trub zum Heißfilter c, in welchem Hopfen und Bruchtrub zurückgehalten werden. Durch die Leitung d und g fördert die Pumpe f die filtrierte Würze zum Kühler h. Aus- diesem gelangt sie durch die Leitung i zum Gärbottich k.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von Bierwürze, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe in einem Arbeitsgang kontinuierlich heiß filtriert und gekühlt wird.
DEJ42568D 1931-09-15 1931-09-15 Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze Expired DE587782C (de)

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DEJ42568D DE587782C (de) 1931-09-15 1931-09-15 Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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DEJ42568D DE587782C (de) 1931-09-15 1931-09-15 Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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DE587782C true DE587782C (de) 1933-11-08

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ID=7206122

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DEJ42568D Expired DE587782C (de) 1931-09-15 1931-09-15 Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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DE (1) DE587782C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1204173B (de) * 1960-01-22 1965-11-04 Dominion Breweries Ltd Verfahren zur kontinuierlichen Koagulation und Entfernung von Heiss- und Kalttrub aus gehopfter Bierwuerze

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1204173B (de) * 1960-01-22 1965-11-04 Dominion Breweries Ltd Verfahren zur kontinuierlichen Koagulation und Entfernung von Heiss- und Kalttrub aus gehopfter Bierwuerze

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