DE587548C - Radiallager mit kippbaren Lagerbloecken - Google Patents
Radiallager mit kippbaren LagerbloeckenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C17/00—Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement
- F16C17/02—Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement for radial load only
- F16C17/03—Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement for radial load only with tiltably-supported segments, e.g. Michell bearings
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Radiallager, die mit sphärisch geformten
Gleitflächen und mit derart kippbar unterstützten Lagerblöcken versehen sind, daß im
Betrieb des Lagers zwischen den Blöcken und der mit ihnen zusammenarbeitenden Gleitfläche
keilförmige Spielräume entstehen, in denen belastungstragende Schmiermittelfilme
erzeugt werden.
to Derartige Lager besitzen ebenso wie gewöhnliche Gleitlager ein gewisses Spiel zwischen
der stillstehenden und« der rotierenden Gleitfläche. Dieses Spiel hat man bisher bei
Lager mit kippbaren Blöcken und sphärischen Gleitflächen entweder dadurch erzielt, daß
man die innere sphärische Lagergleitfläche mit einem dem gewünschten Spiel entsprechenden
kleineren Radius ausgeführt hat als die äußere, oder man hat bei Lagern mit rotierenden
Blöcken deren Sphärenradien dem der Lagergleitflache möglichst gleich gemacht und
die Stützfläche· der Blöcke dem R.otationsmittelpunkt etwas näher gerückt, so daß dadurch
das gewünschte Spiel zwischen den Gleitflächen entstand.
Das erste Verfahren ist an sich recht einfach, und es gewährleistet außerdem möglichst
konzentrisches Spiel. Es ist aber klar, daß bei belasteten oder auch nur stillstehenden
Lagern dieser Art die Belastung bzw. das Gewicht nur von kleinen mittleren Blockflächen
(Punktflächen) auf die Lagergleitfläche übertragen werden kann. Hierzu kommt aber
noch, daß das Spiel in axialer Richtung gegen die Seiten des Lagers hin erheblich zunimmt,
was insbesondere bei breiten Lagern und bei Lagern mit an sich verhältnismäßig großem,
radialem Spiel, z. B. bei Lagern, die mit dickflüssigen Schmierölen arbeiten, sehr ungünstig
ist, weil das öl infolge des zunehmenden seitlichen Spiels in. axialer Richtung aus
der Gleitfläche auszuströmen vermag.
Man ist deshalb auch schon zu dem zweiten* Verfahren zur Herstellung des Spieles
übergegangen, das die Verwendung gleicher *5 Radien für beide Gleitflächen gestattet, wodurch
insbesondere bei stillstehenden Lagern große Berührungsflächen zum Übertragen der
Belastung geschaffen werden. Dabei treten jedoch andere Übelstände auf. Versuche
. haben ergeben, daß zwischen den Gleitflächen der Blöcke und der mit diesen zusammenarbeitenden
Gleitfläche derartiger Lager Adhäsionskräfte von solcher Größe entstehen
können, daß die Blöcke auch in der unbelasteten Zone des Lagers fest an der Gleitfläche
haften bleiben, d. h. daß sie die Verbindung mit ihrer Unterstützungsfläche verlieren.
Hierdurch können in gewissen Fällen Stöße zwischen den Blöcken und ihren Unterstützungsflächen
entstehen, wenn die Blöcke wieder in die belastete Zone des Lagers eintreten
und das Anliegen 'gegen ihre Stützflächen wieder erzwungen wird. Diese Stöße
können nicht nur lästige Nebengeräusche hervorrufen, sondern auch schädliche Deformierungen
der Stützflächen selbst.
Diese dem zweiten Verfahren anhaftenden Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung
vollständig behoben, und gleichzeitig werden die bei Ausführung nach dem ersten Verfahren auftretenden Übelstände in sol-
chem Grad vermindert, daß jede schädliche
Einwirkung im Betrieb des Lagers ausgeschlossen wird. Gemäß der Erfindung wird das erforderliche Spiel zwischen den Gleitflächen
teils durch verschiedene Bemessung der Gleitflächenradien und teils durch eine
Verlegung der Unterstützungsflächen der Blöcke erzielt. Man kann die Erfindung auch
so definieren, daß bei Lagern, bei denen der ίο Radius der die Gleitflächen der Blöcke bildenden
Sphäre von dem Radius der mit diesen zusammenarbeitenden sphärischen Gleitfläche
im Lager verschieden ist, der Unterschied zwischen diesen Radien geringer gehalten
wird, als das radiale, über den ganzen Umfang gleichmäßig verteilt gedachte Spiel
zwischen den Flächen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens wiedergegeben,
so. Die Abb. ι und 2 stellen zwei Schnitte
durch dieses Lager dar, Abb. 1 einen Schnitt nach der Linie I-I der Abb. 2 und Abb. 2
einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. 1.
Abb. 3 zeigt in Schnittdarstellung und in «5 größerem Maßstab eine Einzelheit (Lagerblock)
nach der Linie III-III der Abb. 1.
In den Abbildungen bezeichnet 2 Lagerblöcke, die auf dem Ringelement 3 (Mitnehmerring)
kippbar unterstützt sind, das seinerseits fest auf der Achse 4 sitzt. Die den stillstehenden
Teil des Lagers bildende Lagerschale 5 besitzt eine sphärisch geformte Gleitfläche 6, die mit den ebenfalls sphärisch ausgebildeten
Gleit- oder Tragflächen 7 der Blöcke zusammenarbeitet. Der zylindrische Umfang 9 des Mitnehmerringes 3 ist mit
axial verlaufenden Aussparungen 8 (s. Abb. 3) versehen, wodurch Kippkanten α und b für
die Unterstützungsflächen 10 der Blöcke gebildet werden. Außerdem besitzt der Mitnehmerring
Kämme ii, zwischen welchen die Blöcke in peripherieller Richtung eine gewisse
Bewegungsfreiheit haben und die das Mitnehmen der Blöcke bewirken. Bei der in den Abb. 2 und 3 durch einen Pfeil angegebenen
Umlaufsrichtung stellen sich die Blöcke in die in den Abbildungen gezeigten Lagen ein, in welchen, in der Umlaufsrichtung
gerechnet, der vordere Teil der Block-So kippflächen in die Aussparungen 8 eintritt,
so daß die Blöcke sich gegen die Kippkanten oder Unterstützungsflächen α (s. Abb. 3)
stützen. Zwischen den Blöcken und der Gleitfläche 6 des Lagers entstehen dabei die
erstrebten keilförmigen Spielräume, in welchen beim Umlauf die bekannten belastungstragenden
Schmiermittelfilme erzeugt werden. Nimmt man an, daß sich das Lager im Ruhestand und die Blöcke in ihren Mittellagen
befinden, so daß deren Unterstützungsflächen 10 sowohl gegen die Stützflächen α
wie b anliegen, so ist auch hierbei zwischen den Blöcken und der Gleitfläche 6 ein gewisser
Spielraum vorhanden. Dieser Spielraum, dessen Größe bei gleichmäßiger Verteilung
rund um die Peripherie im folgenden mit c bezeichnet werden soll, ist erfindungsgemäß
dadurch erzielt, daß die sphärischen Gleitflächen 7 der Blöcke mit etwas kleinerem
Radius hergestellt werden als der der stillstehenden Gleitfläche 6, wobei aber gemäß der
Erfindung der Unterschied beider Radien kleiner als c gehalten ist.
Die Einrichtung kann zweckmäßig so getroffen sein, daß der Unterschied zwischen
den Radien für die die Gleitflächen bildenden Sphären gleich dem halben Werte c ist und
daß die andere Hälfte des Spieles durch Versetzung der Blockgleitflächen erreicht wird.
Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung gezeigte Ausführungsform beschränkt,
sondern kann auch bei Lagern mit stillstehenden Lagerblöcken Anwendung finden, wobei die Blöcke innerhalb oder außerhalb
der mit ihm zusammenarbeitenden Gleitflächen verlegt sein können.
Anstatt die Blöcke auf einem mit der gelagerten Achse verbundenen Ringelement anzubringen,
können sie gegebenenfalls auch auf der Achse selbst angeordnet sein, die dann die
erforderlichen Stützflächen usw. besitzen muß.
Claims (3)
1. Radiallager mit sphärischer Gleitfläche und kippbar unterstützten Lagerblöcken,
bei dem die Radien der die Gleitflächen der Blöcke bildenden Sphären verschieden von den Radien der die Gleitfläche
des Lagers bildende Sphäre sind und wobei der Unterschied in der Größe der Radien kleiner ist als das radiale,
über den gesamten Umfang gleichmäßig verteilt gedachte Spiel zwischen den Laufflächen.
1O5
2. Radiallager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel zwischen
den Laufflächen zum Teil durch Verschiedenheit der Radien beider Laufflächen, zum Teil durch Verlegung einer ω
Lauffläche hervorgerufen wird.
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied
in den Krümmungsradien der Laufflächen gleich dem halben Spielraum zwisehen
den Laufflächen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA67066D DE587548C (de) | 1932-09-09 | 1932-09-09 | Radiallager mit kippbaren Lagerbloecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA67066D DE587548C (de) | 1932-09-09 | 1932-09-09 | Radiallager mit kippbaren Lagerbloecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE587548C true DE587548C (de) | 1933-11-08 |
Family
ID=6944335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA67066D Expired DE587548C (de) | 1932-09-09 | 1932-09-09 | Radiallager mit kippbaren Lagerbloecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE587548C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113498456A (zh) * | 2019-03-07 | 2021-10-12 | 米巴滑动轴承奥地利有限公司 | 滑动轴承 |
| US20240018996A1 (en) * | 2020-11-30 | 2024-01-18 | Miba Gleitlager Austria Gmbh | Plain bearing arrangement and nacelle equipped with a plain bearing arrangement for a wind turbine |
-
1932
- 1932-09-09 DE DEA67066D patent/DE587548C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113498456A (zh) * | 2019-03-07 | 2021-10-12 | 米巴滑动轴承奥地利有限公司 | 滑动轴承 |
| US20240018996A1 (en) * | 2020-11-30 | 2024-01-18 | Miba Gleitlager Austria Gmbh | Plain bearing arrangement and nacelle equipped with a plain bearing arrangement for a wind turbine |
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