DE577694C - Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk - Google Patents
Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in VerblendmauerwerkInfo
- Publication number
- DE577694C DE577694C DEW86130D DEW0086130D DE577694C DE 577694 C DE577694 C DE 577694C DE W86130 D DEW86130 D DE W86130D DE W0086130 D DEW0086130 D DE W0086130D DE 577694 C DE577694 C DE 577694C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cement
- damaged areas
- water
- cracks
- facing masonry
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000007789 sealing Methods 0.000 title claims description 4
- 239000004568 cement Substances 0.000 claims description 17
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- 239000002002 slurry Substances 0.000 claims description 7
- 239000011398 Portland cement Substances 0.000 claims description 4
- 230000035515 penetration Effects 0.000 claims description 4
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 claims description 3
- XFWJKVMFIVXPKK-UHFFFAOYSA-N calcium;oxido(oxo)alumane Chemical compound [Ca+2].[O-][Al]=O.[O-][Al]=O XFWJKVMFIVXPKK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 239000010802 sludge Substances 0.000 claims description 3
- 238000000227 grinding Methods 0.000 claims 1
- 230000000276 sedentary effect Effects 0.000 claims 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims 1
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 5
- 239000011440 grout Substances 0.000 description 4
- 235000021388 linseed oil Nutrition 0.000 description 4
- 239000000944 linseed oil Substances 0.000 description 4
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 3
- 239000005871 repellent Substances 0.000 description 3
- 206010012239 Delusion Diseases 0.000 description 2
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 2
- 231100000868 delusion Toxicity 0.000 description 2
- 239000004570 mortar (masonry) Substances 0.000 description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- PNEYBMLMFCGWSK-UHFFFAOYSA-N aluminium oxide Inorganic materials [O-2].[O-2].[O-2].[Al+3].[Al+3] PNEYBMLMFCGWSK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- 239000011083 cement mortar Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000004567 concrete Substances 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- YOBAEOGBNPPUQV-UHFFFAOYSA-N iron;trihydrate Chemical compound O.O.O.[Fe].[Fe] YOBAEOGBNPPUQV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000002955 isolation Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 239000012188 paraffin wax Substances 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
- 238000004078 waterproofing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)
Description
- Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk Die in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnende Verblendung von Bauten durch ein Vorsatzmauerwerk aus hartgebrannten Ziegelsteinen oder Klinkern hat sich als mit einem großen Übelstand behaftet erwiesen. Fast alle derartigen Verblendungen zeigen sich als mehr oder weniger wasserdurchlässig, so daß besonders nach heftigen Regenfällen, die mit hohen Windstärken einhergehen, starke Durchfeuchtungen des Bauwerkes auftreten, die unter Umständen sich so stark erweisen, daß der Verwendungszweck des Gebäudes dadurch in Frage gestellt wird.
- Man hat bisher versucht, diesen Übelstand durch Oberflächenimprägnierung des Verblendermauerwerkes mit wasserabstoßenden Mitteln, wie Paraffinlösungen und -emulsionen, Leinölanstrichen u. dgl.. zu beseitigen. Es hat sich aber gezeigt, daß alle derartigen Mittel ihren Zweck nur sehr unvollkommen erfüllen. Die Wasserdurchlässigkeit des Verblendermauerwerkes geht, wie diesbezügliche Untersuchungen gezeigt haben, auf folgende Ursachen zurück: i. auf die Wasserdurchlässigkeit bzw. Wasseraufnahmefähigkeit dies feinporigen Fugenmörtels, z. auf verhältnismäßig grobe, nicht kapillare Durchtrittsstellen im Fugenmörtel bzw. an der Berührungsfläche zwischen Fugenmörtel und Stein, 3. auf verhältnismäßig grobe, nicht kapillare Durchtrittsstellen (Risse, Löcher u. dgl.) im Stein selbst.
- Die obengenannten Diehtungsmittel beeinflussen im wesentlichen nur die-erstgenannte Art der Wasserdurchlässigkeit, indem sie die Feinporen des Fugenmörtels ausfüllen oder wasserabstoßend machen. Dagegen werden die gröberen Durchtrittsstellen kaum oder nur mangelhaft abgedichtet, weil diese flüssigen Imprägnierungsmittel solche Durchtrittsstellen nicht auszufüllen oder zu überbrücken vermögen.
- Man hat deshalb neuerdings versucht, durch Aufbringung von weichen Kittmassen, die meistens auf Leinölbasis aufgebaut sind, die stärkeren Durchlässigkeiten vor der allgemeinen wasserabweisenden Imprägnierung abzudichten und zu verkitten. Dieses Verfahren bringt bei richtiger Durchführung den gewünschten Erfolg, hat aber den großen Nachteil, daß die sichere Abdichtung von der peinlich genauen Arbeitsdurchführung abhängig ist. Außerdem steht zu befürchten, daß die Kittmassen, besonders wenn sie auf der Basis von Leinölfirnis aufgebaut sind, nach wenigen Jahren infolge Oxydation und Verwitterung - des Leinöls vierspröden und schrumpfen, so daß der Dichtungseffekt wieder zerstört wird.
- Eine weitere Möglichkeit, die Durchlässigkeiten in den Wandflächen in absolut sicherer Weise abzudichten, besteht darin, die ganze Fläche in an sich bekannter Weise mit einem Zementbrei einzuschlemmen oder einzustreichen, ein Verfahren, wie es zur Abdichtung von Schwindrissen in Betonflächen u. dgl. seit langer Zeit geübt wird. Daß dieses Verfahren für den vorliegenden Sonderzweck nicht verwendet werden kann; hängt damit zusammen, daß an das Aussehen von Verblendungen besonders hohe Anforderungen gestellt werden und daß in soeben genannter Weise aufgebrachte Zementschlämmen, die das Aussehen der Verblendung stark beeinträchtigen, nach dem Abbinden und Erhärten nicht oder nur sehr- schwer vällkömmeri zu entfernen sind.
- Eine Abdichtung nach dem Zementschlämmverfahren ist also nur dann bei Klinkermauerwerk durchführbar, wenn es gelingt, den auf der- Oberfläche sitzenden Überschuß in einfacher Weise so eu entfernen, daß gleichzeitig der in den Fugen und Vertiefungen sitzende Zementmörtel haftenbleibt. Es genügt also z. B. nicht, den Überschuß der aufgetragenen Schlämme noch vor Eintreten der Abbindung abzuwaschen; denn hierbei würde auch der in den Vertiefungen sitzende Mörtel zum größten Teil wieder mitentfernt. Nach dem Abbinden und Erhärten läßt sich aber durch Abwaschen der Zement nicht mehr entfernen, es sei denn durch langwieriges Behandeln mit zementauflösenden Säuren, wie Salzsäure u. a., die überdies das Mauerwerk angreifen.
- Das im folgenden beschriebene Verfahren nach der Erfindung gestattet dagegen, diese Arbeit in einfacher Art zu bewerkstelligen. Es beruht auf der Tatsache, daß Mischungen aus Tonerdezement und Portlandzement einerseits schnell abbinden, andererseits sehr leicht an der Oberfläche zu Abbindestörungen neigen, die unter dem Namen Absanden bekannt sind, so daß bei Verwendung solcher Zementmischungen in Verbindung mit einer besonderen Handhabung der Ausführung der gewünschte Enderfolg sich leicht erreichen läßt. Die Durchführung des Verfahrens geht folgendermaßen vor sich: Ein Gemisch von Tonerdezement mit Portlandzement von den gewünschten Abbindeeigenschaften, dem gleichzeitig Farbe zugemischt sein kann, wird mit Wasser zu einer streichbaren Schlämme angerührt. Folgende Mischung hat z. B. die gewünschten Eigenschaften: 15 °1o Tonerdeschmelzzement, 75 °/u normaler Portlandzement und io °(o Caput mortuum als Farbkörper.
- Die Zementschlämme wird nach irgendeinem bekannten Verfahren auf die Fläche und in die Vertiefungen aufgebracht, z. B. durch Aufstreichen und Einreiben mit dem Pinsel oder durch Aufspritzen mittels, eines Preßluftstrahles.
- Um nun eine Entfernung des Überschusses an der Oberfläche zu erreichen, wird folgendermaßen verfahren: Auf die mit Schlämme abgedichtete Oberfläche wird trockener Zement aufgepudert, und das sich bildende krümelige. -Zementgemisch wird durch Abbürsten mit einer Bürste größtenteils entfernt. Es hinterbleibt auf diese Weise auf der Oberfläche nur noch eine dünne Zementschicht, welche höchstens i/2 mm dick ist. Einerseits durch Auftrocknung, andererseits durch die erwähnte Abbindestörung (Neigung ,zum Absanden) wird das eigentliche Abbinden dieser dünnen Schicht verhindert, während das in den Vertiefungen sitzende Schlämmittel richtig abbindet und sich verfestigt. Nachdem die Verfestigung des in den Vertiefungen sitzenden Mörtels eingetreten ist, wird der auf der Oberfläche sitzende nicht abgebundene Zementrest durch einfaches Abwaschen mit Wasser und Bürste entfernt..
Claims (1)
- PATEN TANSPRUCI-i Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendermauerwerk gegen Durchtritt von Wasser durch Verschlämmen der Oberfläche, dadurch. gekennzeichnet, daß zunächst eine Schlämme mit einem Gemisch aus Tonerdezement und Portlandzement aufgetragen, dann der Überschuß der auf der Oberfläche sitzenden Schlämme durch Rufpudern trockener Zementmischung im Abbindevorganggestört und durch Abbürsten größtenteils entfernt wird, und daß der Rest nach Abbindung des in den Rissen und schadhaften Stellen sitzenden Schlämmittels durch Abwaschen' der Oberfläche mit Wasser und Bürste entfernt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW86130D DE577694C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW86130D DE577694C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE577694C true DE577694C (de) | 1933-06-02 |
Family
ID=7612304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW86130D Expired DE577694C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE577694C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1280540B (de) * | 1961-06-14 | 1968-10-17 | Vollmann & Hoellfritsch | Verfahren zum Verbinden von durch Risse oder Arbeitsfugen getrennten Bauwerksteilen |
-
1931
- 1931-05-30 DE DEW86130D patent/DE577694C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1280540B (de) * | 1961-06-14 | 1968-10-17 | Vollmann & Hoellfritsch | Verfahren zum Verbinden von durch Risse oder Arbeitsfugen getrennten Bauwerksteilen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69419330T2 (de) | Korrosionshemmende Zusammensetzung für armierten Beton und Verfahren zum Einsatz derselben | |
| DE69002793T2 (de) | Verfahren zum Schutz vor Zerstörung bei gehärtetem, zementbasiertem Werkstoff. | |
| DE4443907A1 (de) | Leichtmörtel zur Dünnbettvermörtelung und gleichzeitigem Verschluß der Hohlkammern des Ziegels | |
| DE577694C (de) | Verfahren zur Abdichtung von Rissen und schadhaften Stellen in Verblendmauerwerk | |
| EP0196602B1 (de) | Putz-System | |
| AT381696B (de) | Trockenmoertelgemisch | |
| DE102005018035B4 (de) | Zementgebundener Untergrund mit einer auf einer Oberflächenseite aufgebrachten Beschichtung aus Zementgebundenem Werkstoff und Verfahren zur Verlangsamung oder Verhinderung Auslaugung und hydrolytischen Korrosion von mit Wasser in Kontakt stehendem zementgebundenen Untergrunden | |
| EP0264541A1 (de) | Verfahren zur Tiefensanierung von mit Baustahl armierten Bauwerken | |
| DE69400749T2 (de) | Dünne zementoberflächenbeschichtung | |
| DE2354213A1 (de) | Loesung und verfahren zum schutz von gebaeuden | |
| AT254018B (de) | Brenngerüst | |
| DE370216C (de) | Zusatzmittel fuer Moertel, Zement und Beton zur Erzielung von Wasserdichtigkeit | |
| DE3638646A1 (de) | Verfahren und mittel zur sanierung und nachbesserung von beton | |
| DE2209283A1 (de) | Putz- und spachtelmasse | |
| DE2356142B2 (de) | Verfahren zum wasserabweisendmachen von baustoffen | |
| DE2224307A1 (de) | Verfahren zur abdichtung von poroesen bauflaechen gegen wassereinwirkung | |
| EP0219535B1 (de) | Verfahren zum verputzen von feuchtem mauerwerk | |
| DE19506622C1 (de) | Verfahren zum Reinigen von Flächen mit Salzsäure | |
| DE19704066A1 (de) | Trockenmischung zur Herstellung eines altmaterialverträglichen Mörtels | |
| DE8805964U1 (de) | Mauerstein, Pflasterstein oder Wandplatte | |
| DE619189C (de) | Vorrichtung zum schichtweisen Einpressen von Fuell- oder Dichtstoffen in rissigen Beton, klueftiges Gestein o. dgl. | |
| AT224870B (de) | Verfahren zur Instandsetzung von Mauerwerk und Gewölben | |
| DD291074A5 (de) | Sanierputzmoertel | |
| DE2456712B2 (de) | Verfahren zur herstellung von faserbeton, fasermoertel oder eines sonstigen faserbaustoffes | |
| DE29611347U1 (de) | Wirkungsverstärktes Hydrophobierungsmittel |