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Elektrische Vorrichtung zum Vorwärmen des Kühlwassers von Brennkraftmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um das Anlassen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere von Kraftfahrzeugen, z. B. bei niedrigen Außentemperaturen zu erleichtern,
und besteht aus einer elektrischen Heizvorrichtung für das Kühlwasser.
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Es ist bekannt, starre Verbindungsstücke, welche die gebräuchlichen
starren Heizrohre enthalten, in der Rohrleitung zwischen Kühler und Motor (Wasserpumpe)
anzubringen. Bei vielen Automobilen ist aber sehr wenig Raum zwischen Motor und
unterem Schild am Rahmen vorhanden, um ein solches Verbindungsrohrstück mit den
Heizelementen anbringen zu können.
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Außerdem haben sich im Gebrauch der bekannten starren Heizrohre auch
deshalb Schwierigkeiten ergeben, weil die Verbindungsrohre zwischen dem Wassermantel
oder dem Kühlwasserrohr des Motors und dem unteren Teil des Kühlers bei allen Fabrikaten
verschiedene Neigungen besitzen.
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Schließlich lag das starre Verbindungsrohr infolge seiner schiefwinkligen
Lage bisher, wenigstens zum Teil, immer höher als der niedrigste Punkt des Kühlers,
und es war daher nicht möglich, das Heizelement so tief zu legen, daß es diesen
niedrigsten Punkt des Kühlers ereichte. Es ist zwar auch bereits bekannt, elektrische
Heizdrähte im Innern von Metallrohren anzuordnen, denen man durch geeignete Biegung
die jeweils gewünschte Gestalt gibt. Für den hier in Betracht kommenden Zweck wäre
aber mit derartigen Heizelementen noch nichts gewonnen, da nicht nur die Starrheit
des Heizrohres selbst, sondern auch die des Kühlwasserrohres, welches das Heizrohr
umgibt, an den bisherigen Übelständen schuld war.
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Nach einer bekannten Ausführungsform hat man, um einen besseren Wärmeaustausch
zu erzielen, in dem Wassermantel schraubenförmige Rippen angeordnet, wodurch das
Kühlwasser gezwungen wurde, seinen Weg durch den Mantel in spiralförmiger Bahn zurückzulegen.
Auch diese ältere Anordnung ist jedoch in allen Teilen völlig starr, und die Wasserzu-
und -ableitung liegt an entgegengesetzten Enden der Heizvorrichtung, was deren Anwendung
im Falle des Platzmangels völlig ausschließt.
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Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, daß beide die eigentliche
Heizvorrichtung bildenden Rohre, nämlich sowohl das äußere Kühlwasserrohr als auch
das innere Heizrohr, als biegsame Wellrohre ausgebildet sind. Die Vorrichtung besteht
demnach aus
einem an einem Ende geschlossenen biegsamen Wehrohr,
in dessen Innerem sich ein Heizdraht befindet, und aus einem zweiten, ebenfalls
an einem Ende abgeschlossenen biegsamen Wellrohr, welches das erste Rohr umgibt
und an die Kühlwasserleitung angeschlossen ist.
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Durch diese Anordnung werden die Nachteile der bisherigen starren
Rohrverbindungen vermieden. #Die gleiche Heizvorrichtung läßt sich in jede beliebige
Kühlanlage einbauen und kann mithin bei allen Fahrzeuganlagen angewendet werden,
auch dort, wo kein Platz mehr zwischen dem unteren Schild und .dem Motor vorhanden
ist. In diesem Falle können Teile des Heizrohres unter dem Schild oder zwischen
Motorteilen o. dgl. angebracht werden. Infolge der biegsamen Ausführung kann hierbei
ohne weiteres der niedrigste Punkt des Kühlers erreicht werden, und außerdem kann
das biegsame Organ alle beliebigen Abbiegungen annehmen, wodurch ein guter Umlauf
des Kühlwassers und eine zweckmäßige Erwärmung erzielt wird.
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Durch die Ausbildung des Kühlwasserrohres und des Heizrohres als Wellrohre
wird noch ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil erreicht. Da sowohl das äußere
als auch das innere Rohr eine schraubenförmige Wand haben, wird durch beide eine
schraubenförmige Rinne gebildet, wodurch ein beschleunigter Umlauf des angeheizten
Wassers zustande kommt. Dies ist folgendermaßen zu erklären: Das erwärmte Wasser
steigt in der unmittelbaren Nähe des inneren biegsamen Heizrohres auf, während das
kältere Wasser an der Innenwand des äußeren Rohres entlang strömt, und Versuche
haben ergeben, daß durch die schraubenförmige Rinne eine kreisende Bewegung entsteht,
welche eine Stauung und damit eine Beschleunigung des Wassers in der schraubenförmigen
Rinne verursacht.
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Der biegsame Mantel des gleichfalls biegsamen Heizelements ist, wie
oben bereits erwähnt wurde, an einem Ende ganz geschlossen, während das andere Ende
in eine Art Gehäuse mündet, das für den Anschluß der Verbindungsdrähte dient, die
einerseits zum Netz und andererseits zu den Heizelementen laufen, und das gegebenenfalls,
um Kurzschluß zu vermeiden. mit einer Isolierung versehen werden kann.
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Der biegsame Heizkörper kann aus einem biegsamen galvanisierten, eisernen,
kupfernen oder bronzenen- Rohrbestehen. Besonders vorteilhaft ist diese biegsame
Ausführung bei denjenigen Fahrzeugen, bei denen der Motor nicht fest mit dem Rahmen
verbunden ist, sondern in dem Rahmen frei hängt, da in diesem Falle die biegsame
Heizvorrichtung auch den Schwingungen des Motors folgen kann.
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In der Abbildung ist eine Heizvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung
teilweise in Ansicht, teilweise im Durchschnitt beispielsweise dargestellt.
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Das T-förmige Anschlußstück i besitzt zwei Zweige, welche mit Schraubengewinde
versehen sind, um es unmittelbar oder mit Hilfe von Zwischenstücken an. jede Rohrleitung
von beliebigem Durchmesser, -gegebenenfalls unter Benutzung von Gummimuffen und
metallenen Bügeln, anschließen zu können.
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An dem dritten Zweig dieses T-Stückes i, das aus Kupfer oder einem
anderen Metall besteht, ist die Heizvorrichtung befestigt. Diese besteht aus einem
Wellrohr 2 aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Metall, wobei die Stellen eine
schraubenförmige Rinne 3 bilden.
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An dem anderen Ende ist dieses Rohr durch ein isolierendes Stück q.
abgeschlossen, in dem das eigentliche biegsame Heizelement 5 sitzt. Dieser isolierende
und das Rohr an einem Ende ganz wasserdicht abschließende Teil q. dient gleichzeitig
zur Einführung der elektrischen Verbindungen -(und Erdleitungen).
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Eine abdeckende Abschluß:dose 6 bildet einen Schutz für die elektrischen
Anschlußteile.
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Es ist möglich, den Anschluß der Leitungsdrähte nach dem Schaltbrett
beim Führersitz zu führen.
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Es ist darauf zu achten, daß der niedrigste Punkt der Erwärmungsvorrichtung
niedriger liegt als der niedrigste Punkt des Kühlers.
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Der Widerstandsdraht für das Heizelement kann. aus irgendeinem gebräuchlichen
Widerstandsmaterial bestehen.