DE55940C - Dünnwandige Hohlkerne für Giefsformen - Google Patents

Dünnwandige Hohlkerne für Giefsformen

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DE55940C
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Germany
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cores
thin
casting molds
metals
casting
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55940D
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English (en)
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E. BEILER in Berlin, Stallschreiberstrafse 8
Publication of DE55940C publication Critical patent/DE55940C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/10Cores; Manufacture or installation of cores
    • B22C9/101Permanent cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn man dichte Metallgüsse erzielen will,, ist vor allem darauf zu achten, dafs für die Giefsformen solche Materialien verwendet werden, die einerseits keine Gase entwickeln und Anlafs zur Blasenbildung geben, andererseits auch keinen ungünstigen ' Einflufs auf die chemischen und" physikalischen Eigenschaften des flüssigen Metalles ausüben. Es empfiehlt sich deshalb, die Giefsformen aus dichten Metallen herzustellen und sie mit einem starken Holzkohlen- oder Koksfeuer zu umgeben, das man bis unmittelbar vor dem Giefsen in voller Glut hält.
Gelingt es nun auf diese Weise wohl tadellose Vollkörper zu giefsen, so bietet die Herstellung von Röhren und anderen Hohlkörpern auch bei Anwendung von Metallformen ganz erhebliche Schwierigkeiten. Einerseits geben die Kerne aus Lehm oder dergleichen zur ..;., Entwickelung von Gasen Anlafs, die den Gufs ■ ,,undicht machen, andererseits ist es auch nicht möglich, solche Kerne vor dem Giefsen· mit der Aufsenftrm zugleich auf die nothwendige Temperatur/zu bringen, was Anlafs zu Rissen und Brüchen giebt.
Nach vorliegender Erfindung wird diesem Uebelstande dadurch abgeholfen, dafs, um blasen- und porenfreie Röhren und· Hohlkörper ohne Risse und Brüche aus Metallen zu erzielen, hohle, dünnwandige Kerne aus dichten Metallen, sogenannte Rohrkerne, in den Aufsenformen angeordnet werden, die bei passend gewählter Wandstärke durch das flüssige, von unten in die Form eintretende Metall rasch auf eine hohe Temperatur erwärmt werden, sich entsprechend derselben, während das flüssige Metall sie noch umgiebt, stark ausdehnen und dann wieder mit dem erkaltenden und erstarrenden Metall zusammenziehen.
Fig. ι bis 5 der Zeichnung zeigen solche Giefsformen für Hohlkörper aus Metallen oder Metalllegirungen theils im Schnitt und theils in Ansicht und Einzelheiten der in denselben angeordneten Hohlkerne.
Die Rohrkerne b bx . .·. werden von oben in die Giefsform '(Giefsflasche) α a1 eingehängt und darin durch ein Paar kreuzweise eingeschraubte Eisenstifte c, Fig. 1, centrisch gehalten. Das Verschlufsstück d der Rohrkerne besteht aus einer schmiedeisernen Scheibe mit je vier senkrechten und waagerechten Distanzstiften i, welche die Rohrkerne' unten central halten, und wird durch einen. im Rohrkern nach oben durchgezogenen Draht festgehalten. Das in einen Giefstrichter k, Fig. 2, eingegossene flüssige Metall tritt aus dem Vertheilungsrohr h, Fig. 1, bezw. dem Vertheilungsrohrg·1, Fig. 4, von unten durch Oeffnungen e bezw. e1 in die Formen ein.
Durch Verengung des Rohrkerns am unteren Ende kann, wie aus Fig. 1 ersichtlich, das Gufsrohr beliebig verengt und dickwandig erhalten werden.
Um bei Verwendung sehr weicher Metalle ein Ausreifsen eines etwa einzuschneidenden Gewindes zu verhüten, stellt man den Rohrkern aus zwei Theilen, Fig. 3, her.
Der untere, nur lose im weiteren Theil sitzende Kopf/ist innen und aufsen mit Gewinde versehen und bleibt beim Herausziehen des eigentlichen Rohrkerns im Metallrohr sitzen. Das äufsere Gewinde des Kopfes f dient zur
sicheren und festen Vereinigung, mit dem umgebenden Metall.
Diese Rohrkerne dehnen sich in allen Fällen, während das flüssige Metall sie noch umgiebt, stark aus und ziehen sich mit dem erkaltenden Metall wieder zusammen, so dafs Risse und Einbrüche in den Metallrohren nicht entstehen können. Die Rohrkerne werden aus dem wieder rothwarm gemachten Gufsstück vermittelst einer Ziehvorrichtung herausgezogen.
In Fig. 2 sind die Formen mit den Rohrkernen b1 und bB für dicke und die Form mit dem Rohrkern b2 für dünne Rohre bestimmt. Fig. 4 und 5 zeigen eine Giefsform zur Herstellung doppelwandiger Hohlkörper, wie beispielsweise Hochofenformen, mit einem unteren Verschlufsstück d1 für den inneren Rohrkern b und einem auf die Giefsform gelegten Halter f\ an welchem der den Rohrkern b umgebende doppelwandige Rohrkern c1 festsitzt. An das Rohr h setzt sich das -Anschlufsstück g an, Fig. 2, auf welchem sich der Eingufstrichter k erhebt, der etwas gröfsere Höhe erhält als die Giefsformen selbst, wie dies beim Steigendgiefsen von unten üblich ist.
In dem Beispiel Fig. 4 und 5 zweigen von dem Vertheilungsrohr gl sich noch Zweigkanäle ab, so dafs das Ro' r mit der Giefsform durch vier Oeffnungen e1 Verbindung hat.
Bei Verwendung von schmiedeisernen Rohrbezw. Hohlkernen ist ein Anschweifsen des flüssigen Metalles an dieselben kaum zu befürchten. Kerne aus anderen Metallen erhalten zum Schutz einen dünnen Asbest- oder Graphitüberzug.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Giefsform zum Steigendgiefsen von Röhren und Hohlkörpern aus Metallen, wie Flufseisen, Stahl, Kupfer und seinen Legirungen, gekennzeichnet durch in den Giefsformen angeordnete Rohrkerne oder dünnwandige Kerne (b b1 b2 . . .) aus dichten Metallen (wie Kupfer, Schmiedeiseri, Stahl), die infolge verhältnifsmäfsig dünner Wandstärke beim Eingiefsen des flüssigen Metalles schnell eine hohe Temperatur annehmen, sich entsprechend derselben, während das flüssige Metall sie noch umgiebt, stark ausdehnen und dann mit dem erkaltenden Metall wieder zusammenziehen.
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