DE55819C - Aufhängeschlofs mit Selbstauslösung beim Aufhören der Lastwirkung - Google Patents

Aufhängeschlofs mit Selbstauslösung beim Aufhören der Lastwirkung

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DE55819C
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DENDAT55819D
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R. BUZER in Halle a. S., Lessingstr. 36
Publication of DE55819C publication Critical patent/DE55819C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16GBELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
    • F16G15/00Chain couplings, Shackles; Chain joints; Chain links; Chain bushes
    • F16G15/04Quickly-detachable chain couplings; Shackles chain links with rapid junction means are classified according to the corresponding kind of chain

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. December 1889 ab.
Die dargestellte Vorrichtung dient dazu, Gegenstände, welche an einem Tau, einer Kette oder dergleichen aufgehängt sind, in dem Augenblicke, in welchem die Aufhängung ihren Zweck erfüllt hat, vollständig und selbsttätig von derselben zu befreien. Solche Fälle treten beispielsweise ein beim Niederkommen eines Luftballons, beim Niederlassen von Lasten aus irgend welcher Höhe, wie beim Be- und Entladen von Wagen, Schiffen u. s. w., beim Uebertragen von Lasten an ihren Bestimmungsort mittelst eines Laufkranes, beim Aussetzen von an einem gröfseren Fahrzeug hängenden Booten, bei Rettung von Personen und Sachen aus höheren Stockwerken in Feuersgefahr u. s. w.
Fig. ι stellt ein einfaches Schlofs dieser Art in geschlossenem Zustande, Fig. 2 dasselbe in offenem Zustande dar, und Fig. 3 ist ein Grundrifs desselben. An der Platte oder festen Wand ab ist die Rückseite der Vorrichtung und der Zapfen % befestigt, welcher in geschlossenem Zustande den Aufhängring d mit etwaigem Haken h aufnimmt. Aufserdem hat die Platte α b Schlitze, in welchen der keilförmige Körper mnrsp geführt ist, so dafs er sich an der Platte auf- und niederbewegen kann. Dieser Körper umfafst den Zapfen % von beiden Seiten und hat an seinem unteren Theil m η die Länge des Zapfens zur Breite, welche dann von r bis s abnimmt. Der Zapfen \ hat Bohrungen, um den gabelförmigen Vorstecker ν aufzunehmen. Zu gleichem Zwecke ist auch der oberste Theil ρ s des Keiles durchbohrt.
Der keilförmige Körper mnrsp wird beim Gebrauch der Vorrichtung durch die Belastung niedergezogen, und zwar kann die Belastung entweder unmittelbar an diesem Körper am Ring u hängen, oder auch am Theil a b. Letzteres ist namentlich dann der Fall, wenn ab eine Wand einer Luftschiffergondel bildet. So lange dieser keilförmige Körper mnrsp durch sein Eigengewicht oder eine Belastung niedergezogen wird, hält der Ring d den Zapfen \ und mit demselben den zu tragenden Gegenstand und wird durch den Vorstecker ν am Abgleiten gehindert. Wird durch Nachlassen des Taues oder der Kette, in welche der Haken h eingreift, der aufgehängte Gegenstand gesenkt, so sinkt zunächst auch der Keilkörper mit dem Ganzen. Ist die Last am Keilkörper aufgehängt, so genügt das Aufsitzen derselben auf dem Boden und das darauf folgende Aufstoßen des Keilkörpers auf die darunter befindliche Last, um den Keilkörper zur Ruhe zu bringen, während α b und der Zapfen \ noch weiter sinken. Der oberste Theil ρ s des Keilkörpers hebt dann den Vorstecker ν aus der Bohrung des Zapfens %, und die Fläche rs schiebt den Ring d nach aufsen und streift ihn von den Zapfen \ ab. Dadurch ist die Loskupplung oder Auslösung vollzogen, und der Haken h und Ring d kann sich dann beliebig bewegen, ohne dafs die mit dem Keilkörper oder der Platte α b verbundene Last davon berührt wird. Ist α b ein Theil einer Luftschiffergondel, so sind am Umfange der Gondel so viel Schlösser angebracht, als die Gondel Aufhä'ngseile hat, und die sämmtlichen Schlösser stehen mit einander in einer steifen, von der Gondel selbst unabhängigen Verbindung. Wenn die Gondel auf den Erdboden stöfst, werden
alle Aufhä'ngschlösser gleichzeitig gelöst, und die Gondel wird bei weiterem Fortfliegen des Ballons nicht mitgenommen, also auch nicht über Bäume oder andere Hindernisse geschleift, Fig. 14 und 15.
Die Fig. 4 bis 7 stellen dieses Schlofs in einer zum Verladen von Lasten mittelst Hebezeuge, zum Versetzen von Steinen u. s. w. verwendbaren Einrichtung dar. Hier erfolgt die Aufhängung der Last an dem Körper mnrsp selbst mittelst des Hakens /, während das Eigengewicht des Keiles durch die Gegengewichte g ausgeglichen ist, von welchen Schnüre oder Ketten über die Rollen k gehen und an Ringen ν befestigt sind. Die Auslösung wird dadurch bewirkt, dafs die an Z hängende Last an ihrem Platz aufsitzt und den Körper mnp r s nicht mehr nach unten zieht, während a b und \ ihrem Eigengewicht folgen und sich noch weiter bewegen. Der nicht mehr belastete Keilkörper wird durch die Gewichte g in solcher Lage gehalten, dafs beim Niedergang von α b und £ die Loskupplung erfolgt.
Ist die Platte α b an einem Gebäude oder sonst wo befestigt und an dem Haken h die Halfterkette eines unruhigen Pferdes angehängt, und sind die an i befestigten Schnüre in geeigneter Weise zum Kutscher geführt, so steht es in dessen Belieben, die Befestigung des Thieres am Gebäude erst dann zu lösen, wenn am Wagen alles in Ordnung ist und durch das Anziehen und Abfahren eine Beschädigung nicht mehr erfolgen kann.
Beim Niederlassen von Körpern auf einen bestimmten Ort dient in noch vollkommenerer Weise die Einrichtung nach Fig. 8 bis 10. Hier ist α b eine kräftige und ziemlich schwere Verbindung der beiden Gewichte g g und liegt auf- und niederbewegbar zwischen den beiden Platten, aus welchen der Körper mnp rs besteht. Letzterer ist bei / mit dem Tragseil u. s. w. verbunden, und der mit dem Keilkörper fest verbundene Haken oder Vorstecker ν greift in den an a b befestigten Zapfen \. Auf letzteren wird der Ring d gehängt, welcher mit dem Seil oder der Kette h verbunden ist. h theilt sich in zwei Theile, die über die Rollen k geführt sind und beiderseits die Gewichte g erfassen.
Wirkt die Last Q in der Pfeilrichtung, so wird ab \ nach oben gezogen und stellt die Verbindung von ν mit \ her. Sobald dagegen die Last Q irgendwo aufsitzt und zu wirken aufhört, sinkt α b \ nach unten, die Verbindung ν ^ hört auf, und d wird durch r s von \ abgestreift.
Besteht die Last Q aus einem aus Feuersgefahr zu rettenden Menschen, so könnte durch nicht beabsichtigtes Auftreffen desselben auf irgend einen Gebäudevorsprung die Verbindung gelöst und ein Sturz herbeigeführt werden. Für solche Fälle tritt die Einrichtung nach Fig. 11 bis 13 in Gebrauch. Der Theil a b hängt mittelst der Gewichte g und Ringe k an dem Tragtau /, der Körper mnrsp wird durch sein eigenes Gewicht nach unten gezogen und so ν zum Eingriff mit ^ gebracht. Das die Last Q aufnehmende Seil h greift in die unteren Ringe der Gewichte g, so dafs eine ununterbrochene Verbindung und Aufeinanderwirkung von Last und Kraft zu Stande kommt. Wenn der Ring d auf den Zapfen ^ geschoben und durch den Haken oder Vorstecker ν an seiner Stelle gehalten ist, wird diese Verbindung durch das Eigengewicht von mnrsp geschlossen erhalten, auch wenn die in der Pfeilrichtung wirkende Last Q in Wegfall kommt. Erst wenn der Körper mnrsp selbst mit seiner Fläche m η fest aufliegt und relativ nach oben geschoben wird, tritt die Auslösung ein.
Der Zapfen ^, sowie der Vorstecker ν in der. durch Fig. 11 angedeuteten Form können auch doppelt in symmetrischer Anordnung ausgeführt und dadurch eine gleichmäfsige Gewichtsund Kräftevertheilung herbeigeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schlofs, welches in die eine Last tragenden Aufhängetheile eingeschaltet werden, kann, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Aufhören der Lastwirkung auf das Schlofs selbst der die Verbindung zwischen Last und Kraft vermittelnde Zapfen \ einerseits und der Keilkörper mnrsp andrerseits eine Verschiebung ihrer gegenseitigen Lage erfahren, welche bewirkt, dafs ein durch den Keilkörper entweder erfafster oder mit demselben in fester Verbindung stehender Vorstecker ν gehoben und ein Ring d, welcher ein Glied in der Verbindung von Kraft und Last bildet, so lange er sich auf dem Zapfen \ befindet, mittelst der Keilfläche r s von diesem Zapfen abgestreift und dadurch die Verbindung gelöst wird.
DENDAT55819D Aufhängeschlofs mit Selbstauslösung beim Aufhören der Lastwirkung Expired - Lifetime DE55819C (de)

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