DE55022C - Vorrichtung zur Abscheidung des Wassers bei Desinfectionsapparaten mit durch denselben Stutzen gehender Dampfzuleitung und Luftableitung - Google Patents

Vorrichtung zur Abscheidung des Wassers bei Desinfectionsapparaten mit durch denselben Stutzen gehender Dampfzuleitung und Luftableitung

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DE55022C
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steam
disinfection
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DENDAT55022D
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A. B. RECK, Hauptmann a. D., in Kopenhagen, Gothersgade Nr. 155
Publication of DE55022C publication Critical patent/DE55022C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Der im Nachstehenden beschriebene Desinfectionsapparat gehört zu denjenigen Apparaten, in welchen die in Stoffen, Kleidungsstücken, Lumpen u. s. w. enthaltenen Ansteckungsbacterien dadurch getödtet werden, dafs die betreffenden Gegenstände während einer gewissen Zeit der Einwirkung reinen Wasserdampfes ausgesetzt werden, welcher in den Apparat hineingeleitet wird, das Zeug nach und nach durchdringt und alle Luft aus dem Apparat austreibt.
Der Apparat besteht aus einem an beiden Enden mit dampfdicht schliefsenden Thüren 1 und 2 versehenen eisernen Cylinder 3, welcher in horizontaler Stellung in eine Wand 4 eingemauert wird, die das Desinfectionslocal in zwei Abtheilungen theilt, wovon die eine (der Einlieferuftgsraum 5) zur Aufnahme des inficirten Zeuges und zu dessen Einführung in den Desinfectionsofen von dessen einem Ende aus ■ benutzt wird, während das desinficirte Zeug am anderen Ende des Ofens herausgenommen und in die zweite Abtheilung des Desinfectionslocals (den Auslieferungsraum) 6 gelegt wird. Zur Aufnahme des Zeuges dient ein eiserner Schlitten 7, welcher auf Schienen 8 gleitet und bei geöffneten Thüren an beiden Enden des Desinfectionsofens herausgezogen werden kann. Der Desinfectiorisprocefs zerfällt in zwei Vorgänge, nämlich das Dämpfen, wozu ein Dampfstrom durch den Ofen geleitet wird, und das Trocknen, wozu ein Luftstrom durch den Ofen geführt wird.
Die thunlichste Schonung der zu behandelnden Gegenstände wird zunächst angestrebt durch Anwendung . einer Wasserverschlufshaube 12, welche oben auf dem Desinfectionsofen angebracht wird und zu folgenden Zwecken dient:
a) Den vom Dampfentwickler kommenden gespannten Dampf expandiren zu lassen. Hierdurch erreicht man eine so geringe Dampfgeschwindigkeit beim Einströmen in den Desinfectionsofen, dafs die nächsten Desinfecfionsobjecte nicht darunter leiden.
b) Das vom Dampf aus dem Dampfentwickler mitgerissene Wasser in dem ringförmigen Raum 13 aufzusammeln und dasselbe durch das Rohr 14 nach dem unteren Theil des Desinfectionsofens abzuleiten, von wo es ohne Schaden für die Desinfectionsobjecte durch das Ablaufrohr 15 mit dem übrigem im Ofen selbst verdichteten Wasser ablaufen kann.
Aus Rücksicht auf eine zuverlässige Desinfection hat es sich nach Angabe des Erfinders günstiger erwiesen, wenn der Dampf von oben in den Desinfectionsofen eingeleitet wird; die Desinfectionsobjecte haben bei der bisherigen Einrichtung der Apparate jedoch so sehr bei dieser Art der Dampfzuführung gelitten, dafs eine Dampfeinströmung von unten in der Regel vorgezogen worden ist. Die Beseitigung dieser Uebelstände wird durch den vorliegenden Wasserverschlufs angestrebt.
c) Während des Trocknungsprocesses die mit Feuchtigkeit gesättigte Trocknungsluft durch denselben Stutzen 17 abzuleiten, durch welchen der Dampf in den Cylinder eintritt.

Claims (1)

  1. Mit Rücksicht auf die für den Erfolg des Desinfectionsprocesses erforderliche Dampfdichtigkeit ist es nämlich ungünstig, mehr Oeffnungen am Desinfectionsbehälter zu haben, als unbedingt nothwendig. Bei vorliegender Construction ist daher der Desinfectionsbehälter nur an einer Stelle durchbrochen, indem dieselbe Oefmung zum Dampfeintritt und zum Luftabgang dient. Die Oeffnung liegt oben, da sowohl die Dampfeinleitung, als auch die Luftabführung nach Angabe des Erfinders nur dann von der günstigsten Wirkung begleitet ist, wenn beides vom Obertheil des Ofens aus vor sich geht. Gleichzeitig hiermit wird der Vortheil erreicht, dafs das während des Trockenprocesses — und zwar in dessen Anfang — im Abzugsrohr verdichtete Wasser verhindert wird, in den Desinfectionsofen hineinzulaufen und das Zeug zu nässen, indem der Stutzen 17 mit einer Haube 18 überdeckt wird, die das verdichtete Wasser in den ringförmigen Raum 13 hinunterleitet, von wo es durch das Rohr 14 abgeleitet wird.
    Die Wasserverschlufshaube besteht also aus einem an dem Obertheil des Desinfectionsofens befestigten eisernen Cylinder 12, welcher ein dampfdicht schliefsendes Luftventil 16 trägt und einen mit einer Haube überdeckten Stutzen 17 umschliefst, so dafs ein ringförmiger, mit Ablauf versehener Wasserraum 13 um den Stutzen 17 herum entsteht, während ein freier Durchgang für das Einströmen des Dampfes und das Ausströmen der Trockenluft aus dem Desinfectionsofen verbleibt. Der Dampf wird in den ringförmigen Raum ■ 13 mittelst des Dampfrohres 19 eingeleitet.
    Des Weiteren wird der Schutz der zu behandelnden Gegenstände erreicht durch Anwendung einer oben im Desinfectionsofen angeordneten Kappe 9 aus Filz oder einem anderen porösen Material, welche so beschaffen ist, dafs sie reichlich Durchgang für Dampf und Trockenluft zuläfst und 'zugleich das Zeug dagegen . schützt, von den an den oberen Eisentheilen des Ofens verdichteten Wassertropfen befleckt zu werden. Diese Wassertropfen würden beim Herunterfallen Rost und andere unvermeidliche Unreinlichkeiten mitreifsen, welche sich auf dem Zeug festsetzen und dies beflecken würden. Bei vorliegender Einrichtung werden die Tropfen von genannter poröser Kappe aufgefangen, in welcher die Flüssigkeit durch Haarröhrchenwirkung allmälig herabsickert, um am unteren Rande der Kappe auf die Kesselwandung überzufliefsen, auf welcher die Flüssigkeit dann herabsinkt, ohne auf diesem ganzen Wege mit dem Zeug in · Berührung gekommen zu sein. Die gewölbte poröse Kappe 9 kann in verschiedener Weise angebracht werden. Auf der Zeichnung ist dieselbe auf der inneren Seite eines mit Eisendraht bespannten Gestelles 10 befestigt, welches von Consolen 11, die an den Seiten des Desinfectionsofens befestigt sind, getragen wird. Die Kappe kann indessen auch von einer Anzahl horizontaler Eisenstangen unterstützt werden , welche jede für sich in zwei an den Seiten des Ofens befestigten Haken ruhen.
    Auch der die zu desinficirenden Stoffe aufnehmende Schlitten 7 wird mit einer Schicht von Filz oder anderem porösen Material ausgekleidet, welches nicht nur dem Dampf und der Trockenluft hinlänglichen Zutritt gewährt, sondern zugleich das Zeug dagegen schützt, mit den Eisen- oder Holztheilen des Schlittens in Berührung zu kommen. Bei einer solchen directen Berührung mit undurchlässigen Gegenständen während des Dämpfungsproces.ses erleiden die Desinfectionsobjecte nämlich oft Schaden durch eine Art von Sengen, was dann an den Berührungsflächen Streifen hinterläfst.
    Patεντ-Ansρruch:
    Bei Desinfectionsapparaten, bestehend aus einem mit dämpfdicht schliefsenden Thüren versehenen Dampfcylinder, eine Wasserverschlufshaube, bestehend aus einem oben aufgesetzten, mit dampfdicht schliefsendem Luftventil (16) versehenen Cylinder (12), welcher einen mit einer Haube'(18) gedeckten Stutzen (17) umschliefst, so dafs ein ringförmiger Wasserraum (13) gebildet wird, aus welchem das Condensationswasser durch die Rohre (14 und 15) weggeleitet wird, zu dem Zwecke, einerseits eine Expansion des Dampfes vor dessen Eintritt in den Desinfectionsraum zu erreichen, andererseits das. aus dem Dampfkessel mitgerissene, sowie auch das durch Verdichtung des Dampfes entstehende Wasser aufzusammeln und abzuleiten, und schliefslich nach erfolgter Desinfection die mit Feuchtigkeit gesättigte Trockenluft durch denselben Stutzen (17) abzuleiten, durch welchen der Dampf eingeführt worden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT55022D Vorrichtung zur Abscheidung des Wassers bei Desinfectionsapparaten mit durch denselben Stutzen gehender Dampfzuleitung und Luftableitung Expired - Lifetime DE55022C (de)

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