DE548004C - Verfahren zur Verhinderung der Gasaufnahme durch organische Substanzen, die zum Betriebe von Hochvakuumpumpen verwendet werden - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Gasaufnahme durch organische Substanzen, die zum Betriebe von Hochvakuumpumpen verwendet werden

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DE548004C
DE548004C DEK118457D DEK0118457D DE548004C DE 548004 C DE548004 C DE 548004C DE K118457 D DEK118457 D DE K118457D DE K0118457 D DEK0118457 D DE K0118457D DE 548004 C DE548004 C DE 548004C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere

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Description

  • Verfahren zur Verhinderung der Gasaufnahme durch organische Substanzen, die zum Betriebe von Hochvakuumpumpen verwendet werden Die Arbeiten über die Verwendung hochsiedender Kohlenwasserstoffe in Vakuumdampfstrahlpumpen zeigen, daß die Erzeugung eines Hochvakuums, d. h. eines Druckes, bei welchem die freie Weglänge der Gasmoleküle im Rezipienten groß ist gegenüber den Gefäßdimensionen, im Prinzip mit Hilfe der Dämpfe organischer Flüssigkeiten möglich ist. Für die allgemeine Brauchbarkeit dieser Substanzen ist jedoch entscheidend, ob man mit ihnen ein technisch einwandfreies Hochvakuum erzeugen kann, wobei unter technisch einwandfreiem Hochvakuum 'fin Hochvakuum verstanden wird, .in dem der Druck solcher Gase und Dämpfe, denen eine spezifisch schädliche Wirkung zukommt, verschwindend klein sein muß.
  • Von diesem Gesichtspunkt aüs gesehen erscheint die Brauchbarkeit der bisher verwendeten organischen Flüssigkeiten insofern sehr in Frage gestellt, als diese Flüssigkeiten, n-Dibutylphthalat, Butvlbenzylphthalat und gewisse hochsiedende Rückstände der Petroleumdestillation, beim Stehen an Luft viel Gas aufnehmen evtl. unter dem Einfluß des Luftsauerstoffs innere Veränderungen erfahren. Das hat zur Folge, daß diese Flüssigkeiten beim erneuten Auspumpen sehr viel Gas abgeben, und zwar über viele Stunden, so daß ein einwandfreies Hochvakuum erst nach langer Zeit erreicht werden kann. Ferner haben die angegebenen Flüssigkeiten wohl einen niedrigen Dampfdruck (etwa io-smm Hgs), geben aber beim Sieden allem Anschein nach kondensierbare organische Gase ins Hochvakuum ab (wahrscheinlich infolge innerer Zersetzung bei höherer Temperatur). Da solche Dämpfe z. B. glühendes Wolfram unter Carbidbildung rasch zerstören, so läßt sich ein technisch einwandfreies Hochvakuum in vielen Fällen nur bei Verwendung von Kühlmitteln, wie flüssiger Luft, erreichen.
  • Diese beiden Übelstände sucht die hier vorliegende Erfindung dadurch zu vermeiden, daß in den Vakuum,dampfstrahlpumpen solche Substanzen als Treibstoffe verwendet werden. die bei gewöhnlicher Temperatur fest sind.
  • Durch diese neuartige Verwendung fester Treibstoffe werden folgende Nützlichkeitseffekte erzielt: i: Die Treibsubstanz (z. B. festes Paraffin). die während des Ruhezustandes der Pumpe sich im festen Zustand befindet und sich in diesem Zustand. nur langsam und oberflächlich mit Gas beladen kann, gibt beim Erhitzen diese geringen Gasmengen rasch ab, so daß nach relativ kurzer Zeit ein einwandfreies Hochvakuum erzielt werden kann.
  • z. Ferner zeichnen sich gerade z. B. die höheren Glieder der gesättigten Kohlenwasserstoffe (Paraffine) durch große chemische Festigkeit aus. Dasselbe läßt sich auch von den symmetrisch gebauten Estern der Phthalsäure sagen. Gerade diese Substanzen sind aber alle -bei Zimmertemperatur fest.
  • 3. Darüber hinaus haben gerade diese festen Substanzen ein hohes Molekulargewicht, was für den Gebrauch in Diffusionspumpen von besonderer Bedeutung ist, da hierdurch die schädliche Rückdiffusion durch den Spalt in fernerliegende Apparaturteile vermieden wird.
  • Schließlich zeigen Untersuchungen auch, daB es möglich ist, flüssigen Pumpsubstanzen, z. B. n-Dibutylphthalat, feste Substanzen in hinreichenden Mengen, z. B. Paraffin, zuzusetzen, die beim Erkalten der Flüssigkeit auf deren Oberfläche eine feste Schicht bilden und so den Zutritt von Gasen erschweren. Gleichzeitig wird die Viskosität der Flüssigkeit selbst erhöht, sie nimmt salbenartige Konsistenz an, wodurch ebenfalls die Gasaufnahme sehr verlangsamt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhinderung der Gasaufnahme durch organische Substanzen, die zum Betrieb von Hochvakuumpumpen verwendet werden, und zur Erzielung eines hohen Vakuums ohne Zuhilfenahme von Kühlmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß zum Betrieb von Hochvakuumpumpen organische Substanzen verwendet werden, die sich bei Zimmertemperatur im festen Zustand befinden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wohl eine bei Zimmertemperatur flüssige Substanz verwendet wird, dieser aber eine bei Zimmertemperatur feste Substanz von geringerem spezifischem Gewicht beigemengt wird, die beim Erkälten auf der Flüssigkeit eine feste Schicht bildet und die Gasaufnahme durch die Flüssigkeit verhindert.
DEK118457D 1931-01-16 1931-01-16 Verfahren zur Verhinderung der Gasaufnahme durch organische Substanzen, die zum Betriebe von Hochvakuumpumpen verwendet werden Expired DE548004C (de)

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