DE544325C - Verfahren zur Herstellung von elastischen Kunstmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von elastischen Kunstmassen

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DE544325C
DE544325C DEI31772D DEI0031772D DE544325C DE 544325 C DE544325 C DE 544325C DE I31772 D DEI31772 D DE I31772D DE I0031772 D DEI0031772 D DE I0031772D DE 544325 C DE544325 C DE 544325C
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Germany
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masses
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elastic synthetic
polymerization
way
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Expired
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DEI31772D
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English (en)
Inventor
Dr Walter Frankenburger
Dr Christian Steigerwald
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F18/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an acyloxy radical of a saturated carboxylic acid, of carbonic acid or of a haloformic acid
    • C08F18/02Esters of monocarboxylic acids
    • C08F18/04Vinyl esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß Derivate des Vinylalkohole, ζ. Β. anorganische und organische Ester, sich beim Erhitzen oder durch Einwirkung aktiver Strahlung oder durch Kondensationsmittel polymerisieren. Weiterhin ist bekannt, daß die Wärmepolymerisation bei einzelnen Vinylverbindungen durch Zusatz von Katalysatoren, wie z. B. Benzoylperoxyd oder Anhydriden organischer Säuren zusammen mit Sauerstoff oder sauerstoffabgebenden Mitteln, wesentlich beschleunigt werden kann. Man erhält je nach dem Polymerisationsgrad und der Arbeitsweise formbare bis feste Massen, die sich jedoch hinsichtlich Dehnbarkeit und Elastizität von den ohne diese Zusätze entstandenen Massen nur ganz unwesentlich unterscheiden.
Es wurde nun gefunden, daß man Kunstmassen, insbesondere kautschukähnliche Massen, von sehr guter Elastizität und Dehnbarkeit aus organischen Estern oder Athern des Vinylalkohole erhält, wenn man diese in Gegenwart stickstoffhaltiger Verbindungen polymerisiert. Geeignete stickstoffhaltige Substanzen sind z. B. Eiweißkörper beliebiger Herkunft oder deren Abbauprodukte, wie Peptone, Peptide, Diketopiperazine, Aminosäuren oder sonstige stickstoffhaltige, zweckmäßig hochmolekulare Produkte. Diese Stoffe können vor, während oder, wenn tunlich, nach der Polymerisation hinzugefügt werden.
Bei der Herstellung der Kunstmassen kann man entweder so verfahren, daß man die Vinylverbindungen und die Zusatzstoffe gemeinsam in Lösung bringt oder die eine Komponente in der Lösung der anderen emulgiert. Schließlich kann man auch so verfahren, daß die Zusatzstoffe in Pulverform in der flüssigen Vinylverbindung suspendiert werden und durch Schütteln oder Rühren für eine gleichmäßige feine Verteilung gesorgt wird. Die Polymerisation der so hergestell- ' ten Gemische kann entweder durch Erwärmen, Bestrahlen oder andere bekannte Mittel oder durch Kombination dieser Methoden in An- oder Abwesenheit von Beschleunigern bewirkt werden.
Man erhält auf diese Weise Produkte, die sich durch hohe Elastizität auszeichnen und dem natürlichen Kautschuk in vielen Eigenschäften nahestehen.
Die Produkte lassen sich in der üblichen Weise mit oder ohne Zusatz von Beschleunigern vulkanisieren, ebenso können Füllstoffe und Plastizierungsmittel zugesetzt werden. Die Qualität der Massen läßt sich durch diese Behandlung noch wesentlich verbessern.
Beispiel 1
Vinylacetat wird durch kräftiges Rühren in einer io°/0igen Lösung· von Kasein emul-. giert und dann in einem~~Qtfafzgefäß der
'■'■') Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Walter Frankenburger und Dr. Christian Steigerivald in Ludwigshafen a. Rh.
Strahlung einer Quarzquecksilberlampe ausgesetzt. Nach kurzer Zeit setzt sich an den Wandungen des Gefäßes eine Haut des PoIy.-merisationsproduktes von sehr guten elastisehen Eigenschaften ab, die sich leicht von den Wandungen loslösen läßt. Die Haut ist gut dehnbar und schnellt bei Aufheben der Dehnung in ähnlicher Weise zurück, wie es bei Präparaten aus Kautschukmilch der Fall ίο ist.
Beispiel 2
7,5 bis io Gewichtsteile fein gepulvertes Albumin werden in ioo Gewichtsteilen Vinyl acetat suspendiert, die Suspension wird nach Zusatz von etwa 0,5 Gewichtsteilen Benzoylsuperoxyd auf dem Wasserbade bei 80 bis 90 ° unter gutem Schütteln oder Rühren erhitzt. Die Polymerisation ist nach 2 bis 3 Stunden beendet. Man erhält eine elastische Masse, die der in Beispiel 1 beschriebenen ähnlich ist. Je nach der angewandten Menge Benzoylperoxyd, der Erhitzungsdauer, Durchmischung der Komponenten und Dicke der zu polymerisierenden Schicht können die Eigenschaften des erhaltenen Produktes beeinflußt werden.
Bei sp i el 3
Eine nach Beispiel 2 hergestellte Suspension wird in gleicher Weise, wie dort beschrieben, so lange erhitzt, bis eine sirupöse, jedoch noch fließbare Masse entstanden ist. Darauf gießt man die Masse auf eine waagerechte Platte und beendet die Polymerisation durch Bestrahlen mit einer Quarzquecksilberlampe. Man erhält auf diese Weise je nach der auf den Ouadratzentimeter aufgegossenen Menge dünnere oder dickere Häute bzw. Felle von guten elastischen Eigenschaften.
Beispiel 4
Fein gepulvertes Glykokoll wird in Vinylacetat' suspendiert, dann wird unter Zusatz von Benzoylperoxyd im Wasserbad von 80 bis 900 am Rückflußkühler unter gutem Schütteln oder Rühren erhitzt. Man kann auch, wie in Beispiel 3 beschrieben, die Polymerisation durch Erwärmen einleiten und durch Bestrahlung vervollständigen. In beiden Fällen werden Massen erhalten, die sich durch große Dehnbarkeit und durch die Fähigkeit, nach erfolgter Dehnung rasch in die alte Lage zurückzuspringen, auszeichnen. Das Glykokoll kann zum Teil auch durch Naphthalin ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von elastisehen Kunstmassen, insbesondere kautschukähnlichen Massen, dadurch gekennzeichnet, daß organische Ester oder Äther des Vinylalkohole in Gegenwart organischer stickstoffhaltiger Verbindungen polymerisiert und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls in der üblichen Weise vulkanisiert werden.
DEI31772D 1927-07-24 1927-07-24 Verfahren zur Herstellung von elastischen Kunstmassen Expired DE544325C (de)

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DEI31772D DE544325C (de) 1927-07-24 1927-07-24 Verfahren zur Herstellung von elastischen Kunstmassen
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DE755028C (de) * 1935-05-14 1954-01-18 Chemische Forschungs Gmbh Verfahren zur Polymerisation ungesaettigter organischer Verbindungen

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DE889981C (de) * 1933-10-25 1953-09-14 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisate aus Vinylestern, niederen Alkylestern der Acrylsaeure oder Methacrylsaeure oder Mischungen dieser Ester

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DE755028C (de) * 1935-05-14 1954-01-18 Chemische Forschungs Gmbh Verfahren zur Polymerisation ungesaettigter organischer Verbindungen

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FR656049A (fr) 1929-04-26

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