DE528240C - Verfahren zur Herstellung von Ammonbicarbonat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammonbicarbonat

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DE528240C
DE528240C DER77668D DER0077668D DE528240C DE 528240 C DE528240 C DE 528240C DE R77668 D DER77668 D DE R77668D DE R0077668 D DER0077668 D DE R0077668D DE 528240 C DE528240 C DE 528240C
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carbon dioxide
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DER77668D
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Dr Wilhelm Glund
Dr Walter Klempt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/26Carbonates or bicarbonates of ammonium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ammonbicarbonat Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Ammonbicarbunat aus methanhaltigen Gasen, z. B. Kokereigas, unter Verwendung des bei der katalytischen Umsetzung des Kohlenoxyds mit Wasserdampf entstehenden Kohlendioxyds.
  • Bei Anwendung des Verfahrens erfolgt die katalytische Umsetzung des Kohlenoxyds in zwei Abschnitten. Erfindungsgemäß wird der erste Abschnitt der katalytischen Umsetzung in besonderer Art durchgeführt und das entstehende Kohlendioxyd zur Herstellung von Ammonbicarbonat ausgenutzt, während der zweite Teil der Umsetzung nach beliebigem Verfahren erfolgen kann. Falls aber für den zweiten Teil der Umsetzung ein Kontaktapparat benutzt wird, der neben dem Katalysator einen Kohlendioxyd absorbierenden Stoff, z. B. gebrannten Kalk, enthält, ist bei Anwendung des Verfahrens dieser Apparat weniger belastet, als wenn er zur gesamten Umsetzung des im Spaltgase vorhandenen Kohlenoxyds allein angewandt würde. Die Regeneration des Kohlendioxyd absorbierenden Stoffes wird seltener erforderlich.
  • Die Herstellung von Ammonbicarbonat wird beispielsweise wie folgt durchgeführt: Das den Spaltofen mit etwa 20 °%o Kohlenoxyd verlassende Gasgemisch wird zunächst über Magnesiumoxyd oder einen dieses enthaltenden Stoff bis auf etwa q.oo bis joo° abgekühlt, wobei sich das Wassergasgleichgewicht derart einstellt, daß das Gasgemisch neben restlichem Kohlenoxyd eine größere Menge Kohlendioxyd enthält. Die Temperatur des Gasgemisches wird dann durch direkte oder indirekte Kühlung so weit herabgesetzt, daß es zur Absorption des Kohlendioxyds mittels Ammoniakwassers in einen Sättiger eingeleitet werden kann. Zur Umwandlung des noch im Gase verbliebenen Kohlenoxyds gelangen die Gase nunmehr in einen Kontaktapparat, wo die Weiterverarbeitung in beliebiger Weise erfolgt. Ein Aufheizen der Gase vor Eintritt in den Kontaktapparat ist nicht unbedingt erforderlich, da die Reaktion im Feinreinigungsofen genügend exotherm verläuft, sofern nunmehr die Absorption des entstehenden Kohlendioxyds gleichzeitig mit der katalytischen Umwandlung erfolgt. Der etwa im Gas verbleibende Ammoniakanteil kann entweder vor Eintritt in den Feinreinigungsofen in bekannter Weise absorbiert werden, z. B. durch Schwefelsäure, falls man es nicht vorzieht, ihn im Gase zu belassen, sofern das Endgas für die Ammon.ialzsynthese Verwendung findet.
  • Die Behandlung von Generatorgasen mit Magnesia ist an sich bekannt. Man hat zur Befreiung des Gases von schwefelhaltigen Verunreinigungen Generatorgas vorzugsweise bei 700° über Magnesia oder magnesiahaltiges Gestein geleitet, -jedoch ohne daß man das Gas- über Magnesiumoxyd sich abkühlen ließ. Es wäre daher in diesem Falle eine nachträgliche katalytische Umsetzung des Kohlenoxyds in Kohlendioxyd mit Wasserdampf über Eisenkontakten erforderlich.
  • Gemäß -der Erfindung läßt man aber das kohlenoxydwasserdampfhaltige Gas über gebranntem Magnesit abkühlen, so daß sämtliche Temperaturgrade von iioo bis etwa 5oo° durchlaufen werden mit der Wirkung, daß nahezu alles Kohlenoxyd mit Kohlendioxyd umgewandelt wird und eine nachträgliche Umwandlung über empfindlichen Eisenkontakten gegebenenfalls unterbleiben kann. Ausführungsbeispiel Das den Spaltofen mit i ooo bis i i oo° verlassende Gasgemisch hat z. B. die Zusammensetzung: _ i,5 % C02, i7,5 % CO, 56,5 % H2, 24,5 % N2 und :enthält auf ioo Volumenteile noch etwa 5o Volumenteile Wasserdampf (bezogen auf o° 76o mm).
  • In dieser Zusammensetzung tritt das Gas in einen mit gebranntem Magnesit gefüllten Reaktionsraum ein, in welchem während des Durchströmens die Abkühlung bei gleichzeitiger Umwandlung gemäß C O + H2 O ->- C 02 + H2 so weit erfolgt, daß, nachdem eine Temperatur von etwa 5oo° erreicht ist, das Gasgemisch die Zusammensetzung 14,3 % C02, 2,2 % CO, 62,2 % H2, 21,3 % N2 bei Vorhandensein von 115 Volumenteilen hat.
  • Je nachdem, in welchem Maße die Wärme des Gases bei der Abkühlung abgeführt wird, ist die Aufenthaltsdauer über dem Kontakt verschieden. In dem angegebenen Beispiel erfolgte die Abkühlung über dem Kontakt bereits während einer Aufenthaltsdauer von io Sekunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung von Ammonbica.rbonat unter Verwendung des aus methanhaltigen Gasen, insbesondere Kokereigas, gewonnenen Kohlendioxyds, dadurch gekennzeichnet, daB das nach der Spaltung der Ausgangsgase mit Luft, Wasserdampf oder beiden entstehende heiße kohlenoxydhaltige Gasgemisch durch Abkühlung über Magnesiumoxyd oder dieses enthaltenden Stoffen auf Temperaturen von q.oo bis 5oo° an Kohlendioxyd angereichert und dieses darauf in bekannter Weise mit Ammoniak ausgewaschen wird, während die restlichen Gase zur katalytischen Umwandlung des noch vorhandenen Kohlenoxyds in beliebiger, bekannter Weise weiterverarbeitet werden.
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