DE51358C - Verfahren zum Ausflachen von Fensterglascylindern - Google Patents

Verfahren zum Ausflachen von Fensterglascylindern

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DE51358C
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Germany
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cylinder
glass
window glass
furnace
flattening
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Application number
DENDAT51358D
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M. W. GRISWOLD in Ridgewood, Staat New-Jersey, und W. B. ATTERbury in Brooklyn, Staat New-York, V.. St. A
Publication of DE51358C publication Critical patent/DE51358C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/02Re-forming glass sheets
    • C03B23/023Re-forming glass sheets by bending
    • C03B23/03Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds
    • C03B23/033Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds in a continuous way, e.g. roll forming, or press-roll bending

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 32: Glas.
(Staat New-Jersey)
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren der Herstellung von Fensteroder Scheibenglas durch Ausflachen der Glascylinder, und hat den Zweck, leichter, schneller und billiger eine bessere Qualität des Glases zu liefern, als es durch die bis jetzt angewendeten Methoden geschieht.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dafs der aufgeschlitzte Glascylinder, sobald er im Ofen weich und dehnbar wird, dadurch flachgelegt wird, dafs man in denselben einen Strom heifser Luft, heifsen Dampfes oder Gases einleitet, unter dessen Druck die durch das Aufschneiden erhaltenen Kanten nach aufsen nachgeben und der Cylinder sich in eine Fläche ausrollt, wie nachstehend eingehender beschrieben werden soll.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht einen Apparat, welcher zur Ausübung des Verfahrens angewendet werden kann, und zwar ist:
Fig. ι der Grundrifs eines Ofens von gewöhnlicher Form für das Ausflachen der Glascylinder und eines Theiles des angrenzenden Kühlofens,
Fig. 2 ein Verticalschnitt in radialer Richtung in vergröfsertem Mafsstabe nach Linie x-x der Fig. i,_
Fig. 3 ein Querschnitt nach y-y der Fig. 2 und
Fig. 4 eine perspectivische Illustration des dehnbaren Glascylinders, während er dem Verfahren ausgesetzt ist, durch den pneumatischen Druck auf seine innere Fläche geöffnet und ausgeflacht zu werden.
Gleiche Buchstaben bezeichnen in allen Figuren gleiche Theile.
A ist eine Scheibe oder ein ringförmiger Tisch, der eine Reihe radial gelegter Ausflachsteine B B1 B2 etc. trägt und auf einer verticalen Welle C befestigt ist, damit er in einem geeigneten Ringofen D rotiren kann, der mit einem Kühlofen D1 in Verbindung steht. F ist die Thür zum Beschicken des Ofens. G G sind die Thüren zum Apparat für das Ausdehnen und Flachlegen des Glases. HH sind Gucklöcher zu beiden Seiten der Thüren. / ist eine Thür zum Vervollständigen der Arbeit und J die Thür zum Kühlofen.
K, Fig. 2, ist eine Heifsluft- oder Gaskammer, quer über dem Ofen D angebracht, und zwar zwischen den Thüren G G, mit dem Ofen durch Kanäle k k communicirend, die in dem Mauerkörper der Thüren G G ausgespart sind. Eine Düse L aus beliebigem feuerfesten Material ist in jede der Thüren eingesetzt, damit der Luft-, Dampf- oder' Gasstrom, von der Kammer K kommend und in die Enden des aufzurollenden Glascylinders strömend, nach Bedarf controlirt und gerichtet werden kann. Jede Düse hat eine Windform Ot, in der Mitte gelegen, die durch einen Stöpsel η verschlossen werden kann, und ring-
förmig herum gruppirt, sind die Formen ρ angebracht; der vordere Theil der Düsen ist abgerundet und pafst in einen rundlichen Sitz R, so dafs der Düse eine begrenzte Kugelbewegung gegeben werden kann," Avodurch die Luft-, Dampf- oder Gasstrahlen beliebig auf die inneren Theile des Glascylinders gerichtet werden. Durch ein Keilstück S, Fig. 2, wird die jeweilige Stellung der Düse gesichert, indem dasselbe gegen die hintere Kante der Düse gerückt wird. Auch kann jede Düse mit ihrem Sitz R mehr oder weniger (wie durch punktirte Linien in Fig. 2 angedeutet) gegen den Glascylinder vorgeschoben und somit die Einstellung der Länge der Cylinder entsprechend gewählt werden.
Die Kammer K ist durch ein Rohr T mit einem Heifsgeblä'seofen, einem. Dampf- oder Gaserzeuger von beliebiger Form verbunden, der die Luft, den Dampf oder das Gas in beliebiger bekannter Weise zu der geeigneten Temperatur ~ erwärmt und unter dem nöthigen Druck den Düsen L L zuführt.
Ein schmaler Längsschnitt VF, durch einen Schieber W1 abgedeckt, läfst in bequemer Weise die Herstellung einer Verbindung der Kammer K mit dem Ofen D direct über dem Spalt des Glascylinders zu. V V sind Kanäle für den Abzug der eingeblasenen Gase.
Die Handhabung des Ofens ist leicht verständlich. Durch die Thür F wird ein aufgeschlitzter Glascylinder eingeschoben und radial so auf den Stein B gelegt, dafs der Schlitz nach oben steht. Alsdann wird die Ofenhöhle gedreht, bis der Glascylinder zwischen die Thüren GG kommt; die Düsen werden am besten dicht bis an den Cylinder vorgeschoben und nun wird durch Einblasen die Beheizung der inneren Glasfläche vorgenommen. Der Cylinder rollt sich von selbst auf, ohne dafs die Anwendung von Werkzeugen nöthig wird; es kann eventuell mit solchen durch Thür I nach weiterer Drehung der Ofenhöhle nachgeholfen werden, wenn der Cylinder nicht völlig ausgeflacht ist. Bei fortgesetzter Drehung kommen die geflachten Cylinder nunmehr als Scheiben allmälig vor die Thür /, von wo aus sie in den gewöhnlichen Kühlofen geschafft werden. Nach dem bis jetzt üblichen Verfahren wird der erhitzte Glascylinder mit Hülfe von Werkzeugen in die flache Lage gezwungen , er wird in dem sogen. Plättofen ausgestreckt. Hierbei ist die Aufsenfläche des Cylinders die heifsere, also die dehnbare, und das Glas wird infolge dessen leicht runzlig, da beim Strecken des Cylinders die convexe Fläche sich stauchen mufs.
Nach unserem Verfahren wird allen Theilen des Glascylinders Zeit gelassen, sich flach zu legen, ohne dafs durch Werkzeuge ein Zwang ausgeübt wird. Dabei ist die innere Fläche die dehnbarere, die Partikel können sich also leicht ausdehnen, während die äufsere convexe Seite ihre ursprüngliche gute Eigenschaft behält. Das Glas wird daher durchaus eben, und die Güte ist bedeutend besser als wie nach altem Verfahren. Die Düsen werden zuerst so gestellt, dafs die untere Partie des Cylinders vorerst beheizt wird; hierdurch wird ein Herunterhacken der Ränder des Schlitzes im Cylinder vermieden. Sobald die Ränder etwas aus einander gehen, kann durch den Schlitz W zur Hülfe heifse Luft eingelassen werden, was das Ausflachen beschleunigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, die geschlitzten Glascylinder auszustrecken, indem die innere Fläche durch einen heifsen Luft-, Dampf- oder Gasstrom beheizt wird, unter genügender Pressung des Stromes, um den Cylinder aufzurollen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51358D Verfahren zum Ausflachen von Fensterglascylindern Expired - Lifetime DE51358C (de)

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