DE51147C - Neuerung an Drill- und Hack-Maschinen-Hebeln - Google Patents

Neuerung an Drill- und Hack-Maschinen-Hebeln

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DE51147C
DE51147C DENDAT51147D DE51147DA DE51147C DE 51147 C DE51147 C DE 51147C DE NDAT51147 D DENDAT51147 D DE NDAT51147D DE 51147D A DE51147D A DE 51147DA DE 51147 C DE51147 C DE 51147C
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coulter
lever
ground
drill
chopping machine
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C5/00Making or covering furrows or holes for sowing, planting or manuring
    • A01C5/06Machines for making or covering drills or furrows for sowing or planting

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Drill-- und Hackmaschinen sollen die Schare überall auf gleiche, vorher bestimmte Tiefe in den Boden eindringen, um den Samen überall gleich tief unterzubringen oder den Boden überall auf gleiche Tiefe zu behacken. Die üblichen Hebel entsprechen diesem Zwecke nur auf ganz ebenem Boden, geben aber bei jeder Bodenerhöhung tieferes und bei jeder Bodensenkung flacheres Eindringen der Schare. Je weniger die Schare in den Boden eindringen sollen, um so mehr macht sich die verschiedene Tiefe fühlbar, und namentlich bei den Hackmaschinen kommt es in Bodensenkungen vor, dafs die Messer gar nicht mehr in den Boden eindringen, sondern einfach darüber weggleiten.
Bei den gewöhnlichen einfachen Hebeln, wie sie allgemein bei Drillmaschinen und vielfach bei Hackmaschinen angewendet werden, ist der Hebel, Fig. 1 , im Gleichgewicht, weil der waagrechte Scharwiderstand W und der nach unten wirkende Schardruck G eine Resultirende R geben, welche durch den Aufhä'ngepunkt c des Hebels geht. Kommt aber der Hebel, wie in Fig. 2, in eine Bodensenkung, so sind bei gleich tiefem Eindringen die Kräfte W G und R dieselben wie in Fig. 1, aber R geht nicht mehr durch c, sondern darunter vorbei und sucht den ganzen. Hebel, um c drehend, aus dem Boden zu heben. Steigt die Schar aber, wie in Fig. 3, auf eine Erhöhung, so geht bei gleichem Tiefgang die Schar R über den Drehpunkt c des Hebels weg und sucht die Schar tiefer in den Boden zu drücken.
Bei den Parallelogrammhebeln, Fig. 4 bis 6, wie sie neuerdings häufig an Hackmaschinen Verwendung finden, verhält es sich ganz ähnlich. In Fig. 4 ist der Hebel im · Gleichgewicht, weil sein Druck auf den Boden ganz von diesem aufgenommen wird und W parallel zu den den Widerstand aufnehmenden Parallelogrammseiten bc und fe ist. Sinkt aber die Schar in eine Vertiefung, Fig. 5, so ist W nicht mehr parallel zu b c und f e und sucht die Schar so weit zu . heben,. bis W wieder parallel zu b c und/e ist. Arbeitet dagegen die Schar auf einer Erhöhung im Boden, so ist W, Fig. 6, auch wieder nicht parallel zu b c und fe, aber es sucht jetzt die Schar tiefer in den Boden hineinzudrücken.
Soll also die Schar an gewöhnlichen oder Paralielogrammhebeln in Bodensenkungen ebenso tief in den Boden eindringen, wie in mittlerer Bodenhöhe, so mufs G vergröfsert werden, bis eine Kraft G1 nach unten wirkt; soll aber die Schar auf einer Erhöhung nicht zu tief eindringen, so mufs G vermindert werden, bis eine Kraft G1 in Fig. 3 nach unten und in Fig. 6 nach oben wirkt.
Da aber die Erhöhungen und Vertiefungen stets nur auf kürzeren Strecken vorkommen und die Belastung je nach der Gröfse der Erhebung oder Senkung wechseln mufs, so kann nur eine selbstthätige Vorrichtung, wie sie die vorliegende Erfindung zeigt, stets die richtige Be- und Entlastung der Schar ermöglichen.
Bei den gewöhnlichen Hebeln bildet man zu diesem Zwecke den Hebel b c, Fig. 1, in einen Winkelhebel bed um, den man durch ein veränderliches Gewicht d belastet, welches in Fig. ι senkrecht über c steht und keinen Ein-
flufs auf die Schar ausübt. Sinkt aber die Schar, wie in Fig. 2, in seine Bodensenkungen, so schlägt das Gewicht d nach hinten über und vermehrt den Druck auf die Schar von G auf G1 (bei passend angeordnetem Gewicht); geht dagegen die Schar über eine Erhöhung, wie in Fig. 3, so schlägt rf nach vorn über und vermindert dadurch den Schardr-uck von G auf G1.
Bei den Parallelogrammhebeln bildet man bc, Fig. 4, zu einem Winkelhebel bed um, den man bei d ebenfalls belastet. In Fig. 4, wo das Gewicht senkrecht über c steht, übt es keinen Einflufs auf die Schar aus; in Fig. 5 dagegen, wo die Schar durch eine Bodensenkung geht, schlägt das Gewicht nach hinten aus und erzeugt bei richtiger Wahl des Gewichtes d einen Druck G1 nach abwärts, durch welchen in jeder beliebigen Höhenlage die Resultirende -R entsteht, die parallel zu den beiden Parallelogrammseiten b c und f e wirkt. Geht die Schar in einer Bodenerhöhung, Fig. 6, so schlägt das Gewicht d nach vorn über und erzeugt an der Schar einen Druck G1 nach oben, welcher auch wieder in allen Höhenlagen eine Resultirende R giebt, die parallel zu den beiden Parallelogrammseiten b c und fe ist und dadurch eine Gleichgewichtslage der Schar ermöglicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Drill- und Hackmaschinenhebeln ein mit dem Scharhebel b c (Fig. 1 bis 6) verbundenes Ausgleichungsgewicht rf "(Fig. ϊ bis 6), welches den Tiefgang der Schar α dadurch möglichst gleichmäfsig erhält, dafs es bei mittlerer Bodenhöhe und mittlerer Hebellage (Fig. 1 und 4) über dem Drehpunkte c des Hebels steht und nicht auf die Schar einwirkt, bei einer Bodensenkung und herabgesunkenem Hebel (Fig. 2 und 5) aber nach hinten ausschlägt, und dadurch die Schar belastet, während es bei einer Bodenerhebung und angehobenem Hebel (Fig. 3 und 6) nach vorn ausschlägt und dadurch die Schar entlastet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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