DE510040C - Selbsttaetiger Feuermelder mit schwingender Quecksilberroehre und aero-thermischer Kammer - Google Patents

Selbsttaetiger Feuermelder mit schwingender Quecksilberroehre und aero-thermischer Kammer

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DE510040C
DE510040C DEE37296D DEE0037296D DE510040C DE 510040 C DE510040 C DE 510040C DE E37296 D DEE37296 D DE E37296D DE E0037296 D DEE0037296 D DE E0037296D DE 510040 C DE510040 C DE 510040C
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mercury tube
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temperature
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K3/00Thermometers giving results other than momentary value of temperature
    • G01K3/08Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values
    • G01K3/10Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values in respect of time, e.g. reacting only to a quick change of temperature
    • G01K3/12Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values in respect of time, e.g. reacting only to a quick change of temperature based upon expansion or contraction of materials

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermally Actuated Switches (AREA)

Description

  • Selbsttätiger Feuermelder mit schwingender Quecksilberröhre und aerothermischer Kammer Die bisher bekannten Feuermelder können in zwei Kategorien eingeteilt werden, je nachdem, ob sie eine aerothermische Kammer aufweisen oder nicht. Die mit aerothermischer Kammer ausgerüsteten Feuermelder haben den Vorteil, daß sie äußerst empfindlich sind. Trotzdem weisen die bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art sämtlich den Nachteil auf, daß sie zum Offnen und Schließen des elektrischen Stromes Metallkontakte (Silber, Platin, Iridium) in der Luft verwenden.
  • Ferner haben die Mehrzahl dieser Vorrichtungen eine aerothermische Kammer, die mit einem sehr feinen Loch versehen ist, welches dazu dient, den Druckausgleich herzustellen und auf diese Weise die Wirkung der Meldevorrichtung zu verhindern, wenn die Temperatur langsam ansteigt. Daraus ergibt sich, wenn die Apparate nicht genügend in Ordnung gehalten werden, daß die Kontakte infolge von Staubablagerungen und, wenn auch geringer, Oxydbildung bald nicht mehr zuverlässig sind undi daß auch das Loch für den Druckausgleich sich verstopft, so daß dann unter Umständen ein Fehlalarm erfolgen kann.
  • Auch sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Steuerung der Signaleinrichtung mittels zweier Hebel erfolgt. Es werden also bei diesen bekannten Ausführungen zwei gleiche Teile benutzt, die entweder in verschiedenem Maße den Einflüssen der Wärme ausgesetzt sind oder aber verschieden auf diese Einflüsse reagieren.
  • Es hat sich aber gezeigt, daß die Wirkungsweise bei diesen Ausführungen zu ungenau ist, auch läßt sich bei den bekannten Vorrichtungen eine Feineinstellung nicht vornehmen.
  • Diese Nachteile sollen durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung vermieden werden. Dagegen wird von dem Vorteil der Anwendung einer aerothermischen Kammer sowie der Metallkontakte Gebrauch gemacht. Die Vorrichtung sichert eine genaue Wirkungsweise der Signaleinrichtung und erlaubt an verhältnismäßig langen Hebelarmen eine Feineinstellung, so daß die Einrichtung ohne Veränderungen für Temperaturschwankungen verschiedener Höhe benutzt werden kann.
  • Dieser selbsttätige Feuermelder, bei dem die Ausdehnung des in der Kammer eingeschlossenen Fluidums bei langsamer Temperaturerhöhung ausgeglichen wird, so "daß keine Meldung erfolgt, während bei schneller Temperaturerhöhung ein Ausgleich nicht eintreten kann, weist als kennzeichnendes Merkmal auf, daß das einzig vorhandene Ausgleichsglied in der Bereitschaftsstellung des Feuermelders eine schwingbar gelagerte Quecksilberröhre in ihrer Ruhelage abstützt und daß das Ausgleichsglied aus einem bimetallischen Haken besteht, der bei langsamer Temperaturerhöhung sich um seinen von der aerothermischen Kammer beeinflußbaren Aufhängebügel schließt und dadurch die Quecksilberröhre weiter in ihrer Ruhelage abstützt, während er bei schneller Temperaturerhöhung der entsprechend stärkeren Verstellung des Aufhängebügels nicht folgen kann, sich von diesem löst und dadurch die Quecksilberröhre zwecks Signalgebung ausschlagen läßt.
  • Außer diesem Vorteil bietet die Vorrichtung nach der Erfindung die weitere Möglichkeit, jedes beliebige einfache oder mehrfache Ton- oder Sichtsignal auszulösen und schließlich ohne Zwischenschaltung irgendeines Relais jede selbsttätige Lösch- oder Ventilationseinrichtung in Tätigkeit zu setzen.
  • Der ganze Apparat ist von einem Metallmantel umgeben, so daß er nicht beschädigt oder verstellt werden kann. Weitere Sicherung bieten Plomben, -diie dann auch jeden böswilligen Zugriff ihrerseits verhindern.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Außenansicht und Abb. 2 einen Längsschnitt.
  • Die Vorrichtung ist in einem weiten Metallgehäuse i untergebracht, dessen oberer Deckel 2 mittels Bajonettverschluß 3 mit dem Hauptkörper verbunden ist, derart, daß an der Verbindungsstelle Verschlußplomben angebracht werden. können. Der Deckel 2 trägt seinerseits am oberen Teil eine Kappe q., welche eine senkrechte Aufhängung der Vorrichtung um die Achse 5 .gestattet, deren Träger 6 an irgendeiner beliebigen, selbst stark geneigten Wand befestigt werden kann.
  • Die innere Platte 7 trägt zwei Klemmen 8, g, welche zum Anschluß der Stromführung dienen. Dieser Stromkreis kann beliebiger Art sein, jedoch derart, daß durch Unterbrechung irgendein beliebiges Meldewerk in Tätigkeit gesetzt wird.
  • Im Gehäusekörper i ist, gestützt durch mehrere Winkel i o, der Behälter i i angebracht, welcher hermetisch geschlossen ist und dessen oberer Deckel durch die gewellte Membran 12 gebildet wird, die den Ausdehnungen des im Behälter 11 enthaltenen Stoffes folgt. Je nach der Art der Vorrichtung kann dieser Stoff im Behälter 11 aus Gas, Dampf, Flüssigkeit u. dg1. bestehen. Die Stellungsänderung der Membran 12 bewirkt durch eine Regelschraube 13 mit Teilscheibe 14 die Verstellung eines Kniehebels 15, der um die Achse-i6 schwingen kann.
  • Am unteren Ende trägt der Hebel 15 einen Metallbügel 16 mit einer zylindrischen Walze 18.
  • Am unteren Teil des Behälters 11 ist ein Hebel ig angeordnet, der um die Achse 2o schwingt, die am Boden des Behälters 11 angeordnet ist. Der Hebel 1g ist mit einem Gegengewicht 21 versehen. Auf der anderen Seite des Drehpunktes ist eine Quecksilberröhre 22 mit Mehrfachkontakten am Hebel 1g befestigt, derart, daß der Hebel unter .dem Gewicht dieser Röhre 22 nach unten schwenkt und so den Schluß oder die Öffnung eines an die Elektroden 23, 24 über die Klemmen 8, g angeschlossenen Stromkreises herbeiführt. In einer der Leitungen wird zweckmäßig eine Schmelzsicherung eingeschaltet.
  • Die Quecksilberröhre besteht zweckmäßig aus besonderem Borosilikatglas und umschließt Ouecksilber, welches nach der Destillation unter Luftabschluß chemisch gereinigt ist und nach vollständiger Luftleermachung der Röhre eingefüllt wurde. Vor dem Verschluß der Röhre wird gereinigter und unter bestimmtem Druck getrockneter Stickstoff eingeführt.
  • Die Elektroden bestehen aus Wolfram, sind unangreifbar und äußerst widerstandsfähig. Am äußeren Ende trägt der Hebel 1g .einen etwa hakenförmig ausgebildeten angelöteten Ansatz 25, der in den Bügel 17 am Ende des Hebels 15 eingreift. Der Ansatz 25 besteht aus einem Bimetallstreifen, -der. sich bei Temperaturerhöhung nach innen zusammenbiegt.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Bei schneller Temperaturerhöhung dehnt sich das Fluidum im Gefäß i i aus und wölbt die obere Membran 12 nach außen. Dadurch wird- der Hebel 15 um seine Achse 16 gekippt. Der Bügel 17 nähert sich dabei dem Gefäß i i und springt aus dem Haken 25 heraus. Der Hebel 1g schwingt dann unter dem Gewicht der Quecksilberröhre 22 nach unten, und je nach der gewählten Anordnung wird der Stromkreis geschlossen oder geöffnet und dadurch das Signal in Tätigkeit gesetzt. Die schnelle Temperaturerhöhung wirkt zwar auch auf den bimetallischen Haken 25, jedoch bei weitem nicht so schnell wie auf das Fluidum im Behälter i i, denn dieses Fluidum folgt der Temperaturerhöhung schneller als der bimetallische Haken, an dem außerdem noch Reibungskräfte auftreten. Demzufolge kann der Schluß des Hakens nicht so schnell vor sich gehen, daß ein Freiwerden des Bügels 17 verhindert wird.
  • Bei langsamer Temperaturerhöhung dehnt sich das Fluidum im Behälter i i im gleichen Maße aus, wie sich der Haken 25 zusammenbiegt, so daß der Bügel 17 den Haken 25 nicht verlassen kann, vielmehr wird also die Quecksilberröhre in -der gehobenen Stellung festgehalten, und ein Fehlalarm kann nicht erfolgen. Die Ausdehnung des Fluidums wird also durch die Formänderung des bimetallischen Hakens ausgeglichen. Für den Fall, daß sich .die Temperatur langsam bis zu einem bestimmten gefährlichen Wert erhebt, ist die Schmelzsicherung 26 vorgesehen, die in Reihe mit dem. elektrischen Stromkreis liegt und durch ihr Schmelzen eine Unterbrechung des Stromkreises und- dadurch die Auslösung des Signals herbeiführt.
  • Die Regelung bzw. Einstellung der Vorrichtung erfolgt mit Hilfe der Schraube 13. Je weiter die Schraube in ihre Mutter 27 am Hebel 15 hineingedreht wird, desto weiter verschiebt sich. der Hebel 15, so daß der Bügel 17 näher an das Ende des Hakens 25 kommt.
  • Je näher der Bügel aber am. Hakenende sitzt, desto leichter wird bei schneller Temperaturerhöhung die Trennung beider Teile und demzufolge das Ausschwingen der Quecksilberröhre erfolgen.
  • Die Einstellschraube 13 ist mit einer Teilscheibe 14 versehen, deren Teilstriche den verschiedenen Graden eines bestimmten Bereiches entsprechen, derart,' daß eine vollständige Umdrehung :der Schraube einer Einstellung von einer unteren bis zu einer oberen Grenze entspricht.
  • Der Schutz der Vorrichtung wird durch den Metallmantel gesichert. Die Anschlußklemmen 8, 9 sind auf Isoliermaterial angebracht und liegen im Innern der Vorrichtung, so daß auch sie geschützt sind.
  • Die Vorrichtung bietet also alle Vorteile der Feuermelder mit aerothermischer Kammer, ohne die Nachteile dieser Vorrichtungen aufzuweisen.
  • Schließlich ist noch zu bemerken, daß der Stromschluß oder die Unterbrechung plötzlich und vollständig erfolgt, ohne daß schädliche Funkenbildung entstehen kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätiger Feuermelder mit schwingender Quecksilberröhre und aerothermischer Kammer, bei welchem die Ausdehnung des in der Kammer eingeschlossenen Fluidums bei langsamer Temperaturerhöhung ausgeglichen wind, so daß kein Meldesignal erfolgt, während bei schneller Temperaturerhöhung ein Ausgleich nicht eintreten kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsglied in der Bereitschaftsstellung des Feuermelders die schwingbar gelagerte Quecksilberröhre in ihrer Ruhelage abstützt.
  2. 2. Feuermelder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet"daß das Ausgleichsglied aus einem bimetallischen Haken (25) besteht, der bei langsamer Temperaturerhöhung sich um seinen von der aerothermischen Kammer (i i) beeinflußbaren Aufhängebügel (i7) schließt und dadurch die Quecksilberröhre (22) weiter in ihrer Ruhelage abstützt, während er (25) bei schneller Temperaturerhöhung der entsprechend stärkeren Verstellung des Aufhängebügels (17) nicht folgen kann, sich von diesem (17) löst und dadurch die Quecksilberröhre (22) zwecks Signalgebung ausschlagen läßt.
DEE37296D 1928-04-20 1928-04-20 Selbsttaetiger Feuermelder mit schwingender Quecksilberroehre und aero-thermischer Kammer Expired DE510040C (de)

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