DE490740C - Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen

Info

Publication number
DE490740C
DE490740C DEH108075D DEH0108075D DE490740C DE 490740 C DE490740 C DE 490740C DE H108075 D DEH108075 D DE H108075D DE H0108075 D DEH0108075 D DE H0108075D DE 490740 C DE490740 C DE 490740C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
retort
evaporator according
mixture
fuel
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH108075D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH108075D priority Critical patent/DE490740C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE490740C publication Critical patent/DE490740C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M33/00Other apparatus for treating combustion-air, fuel or fuel-air mixture
    • F02M33/02Other apparatus for treating combustion-air, fuel or fuel-air mixture for collecting and returning condensed fuel
    • F02M33/04Other apparatus for treating combustion-air, fuel or fuel-air mixture for collecting and returning condensed fuel returning to the intake passage
    • F02M33/06Other apparatus for treating combustion-air, fuel or fuel-air mixture for collecting and returning condensed fuel returning to the intake passage with simultaneous heat supply

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einer Vergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Verfahren zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einer Vergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen unter Anwendung der fraktionierten Destillation im Gegenluftstrom.
  • Wiederholt; Versuche des Erfinders haben zu erheblichen Verbesserungen dieser Verfahrensweise geführt, hauptsächlich durch die Schaffung von Mitteln, durch die selbsttätig progressive Verdampfung der bei verschiedenen Temperaturgraden siedenden Fraktionen bewirkt wird, wie sie in den aus einem in einem beliebigen Vergas,-r hergestellten vergasten Gemisch ausgeschiedenen Flüssigkeitströpfchen enthalten sind. Ferner soll - und dies ist noch wesentlich wichtiger - Vorsorge getroffen werden für die wirksame Verdampfung der höher siedenden Fraktionen des Petroleumrohöles entweder allein oder in Verbindung mit .Mkohol, Wasser, Schieferöldestillat oder anderen Ölen, gegebenenfalls unter Zusatz von für ,fiese Zwecke verwendbaren pflanzlichen oder mineralischen Stoffen allein oder in verschiedenen Mischungen. In anderen Worten, es soll erreicht werden, daß Brennstoffgemische auf Petroleumgrundlage, die einen erheblichen Anteil an höher siedenden Fraktionen enthalten, mit Erfolg als Betriebsstoff für Verbrennungsmaschinen benutzt werden können. Durch Anwendung des Erfindungsgegenstandes soll ermöglicht werden, bei Zusatz von etwa 5o ooo billigem Brennstoff, der bisher nicht für diesen Zweck verwendet «-erden konnte, zu den Motorbrennstoffen auf Petroleumgrundlage einen erstklassigen Brennstoff zu erhalten und erhöhte Leistungen bei geringeren Kosten zu erzielen und überdies den Kreis der zur Zeit für Verbrennungsmaschinen verwendbaren Brennstoffe erheblich zu erweitern. Beispielsweise können auf diese Weise bisher als zweitklassig oder geringwertig geltende flüssige Brennstoffe, von denen i5 °,ö ihrer Bestandteile bis zu 9o° C destillieren, 30% der bei über i5o` destillierariden Kerosinfraktionen des Rohpetroleums, in Verbindung mit 2o °,-, neunzigprozentigen Alkohols und gor, Wasser zug,2-setzt werden. ' Außerdem will das neue Verfahren für die Erhaltung der #chmicrenden Eigenschaften der der Maschine zugeführten Schmieröle durch doppelte Filtration aller atmosphärischen Luft sorgen, die der Maschine durch das Vergasersy stein oder durch die Saugleitung des Kurbelgehäuses zuströmt. Hierdurch ist es möglich, noch leichtere Kolben zu verwenden als bisher möglich, zusammen mit höheren Kompressionsverhältnissen infolge der längeren Lebensdauer, die den Maschinenteilen durch das Nichtvorhandensein von verschleißbewirkenden Staubteilen in dem Schmieröl ermöglicht wird. Die Verdünnung im Kurbelgehäuse wird ebenfalls erheblich vermindert. Desgleichen werden eine Verminderung der Abnutzung und geringere Betriebskosten ermöglicht.
  • Weitere bemerkbare Vorteile bei der Verwendung des Erfindungsgegenstandes bestehen darin, daß durch die besondere Art der .Zuführung des zuzusetzenden Alkohols zu dem brennbaren Gasgemisch die kennzeichnende detonationsverhindernde Eigenschaft des Alkohols allein die Verwendung von noch höheren kompressionsgraden <ermöglichen würde; und wenn gleichzeitig das neue Retortensystem verwendet wird, kann ein trockenes, kaltes, vollständig verbrennbares Gasgemisch erzielt werden, das selbst ausgesprochene detonationshindernde Eigenschaften besitzt. Die Gesamtheit der Erhöhung des Kompressionsverhältnisses ermöglicht solche größeren Anteile, um einen ausgesprochenen Vorteil zu bilden. Auch werden hierdurch noch größere Ersparnisse an flüssigen Kohlenwasserstoffen ermöglicht.
  • Mit dem Zusatz von Wasserstoff in der Form von Wasser durch Verwendung der neuartigen Retortenanordnung soll die rasche Verbrennung der komprimierten Ladung erhöht werden, -wodurch eine gesteigerte Leistung unter. Ersparnis :in dem auf jeden Kolbenhub verbrauchten volumetrischen Gewicht des Brennstoffes erreicht und weitere Ersparnisse gemacht werden sollen.
  • Der durch die wirksame Ausnutzung des größeren Teils der Wärmeeinheiten in den Kerosinfraktionen des Brennstoffes durch den Erfindungsgegenstand erzielte Vorteil ist bemerkenswert; wenn jedoch die Abhetze in der Foren von Auspuffgas verwendet wird, um die hohe latente Wärme zu liefern, die für die Umwandlung des Alkohols in Dampf erforderlich ist, wird die Ersparnis an dem Petroleumbrennstoff erheblich gesteigert.
  • Ferner soll gemäß der Erfindung, während Perioden von langsamem Gang der Maschine, wie beim Anlassen und beim Leerlauf, und wo niedrige Temperaturen, wie z. B. solche unter 8° C, vorliegen, ein Sammeln der aus dem -Brennstoffstrom ausgeschiedenen Flüssigkeitsteile in einem Auffangraum erfolgen, ehe er in die Retortenkammer gelangt.
  • Die so aufgefangene Flüssigkeit kann in einem besonderen Raum des Hauptbr ennstoffbehälters aufgefangen werden oder langsam durch eine Düsenöffnung der Retortenkaminer zugeführt werden. Durch ein solches Auffangen der Flüssigkeit wird eine Verdünnung des Öls in dem Kurbelgehäuse vermindert.
  • Das grundlegende Merkmal der Erfindung besteht nun darin, daß bei einem Verfahren der oben erläuterten Art die Zufuhr von Zusatzluft selbsttätig erst nach hinreichender Erwärmung der Wandungen eingeschaltet und dann in ihrer Menge entsprechend dieser Wandungsterriperatur geregelt wird.
  • Dieses Verfahren soll in einem Nachverdampfer zur Durchführung kommen, der im wesentlichen aus einer von oben nach unten ansteigend beheizten, von der Ladegemischleitung abgezweigten Retorte besteht, deren geneigter Boden mit einer Stufenfolge kaskadenartig angeordneter Verdampfungsscha-1en, über die die abgeschiedenen flüssigen Brennstoffanteile herabrinnen, besetzt ist und in deren Fußteil eine Zusatzluftleitung einmündet.
  • Die Wärmezufuhr zu diesen Retorten mußte bisher meist thermostatisch geregelt werden, um soweit wie möglich eine gleichmäßige Hitze zu erhalten, die für die Erzielung guter Ergebnisse jedoch zu einem solchen Grad erhöht werden mußte, daß die am höchsten siedenden Fraktionen mit einem höheren Grad von Hitze verdampft werden als nötig ist für die niedriger siedenden Fraktionen, mit dem Ergebnis, daß die Temperatur in dein endgültigen Gemisch, wie es der Maschine zugeführt wird, erhöht wird.
  • Durch den Gegenstand der Erfindung wird die Notwendigkeit der thermostatischen Regelung beseitigt und eine progressive Verdampfung in der Retorte bewirkt, Zwobei sich die. Hitze in der Retorte über ihrem Grundriß verändert und wodurch von den bei verschiedenen Temperaturgraden siedenden Fraktionen in den Flüssigkeitströpfchen jede nur einem Grad von Hitze ausgesetzt wird, der für ihre Verdampfung notwendig ist.
  • Ein weiteres Hauptmerkmal der Erfindung besteht in der besonderen Art der Alkoliolzuführ ung zu dem Nachverdampfer, wobei der Alkohol am Fuß der Retorte eingeführt wird und damit zunächst zu den höher beheizten Teilen des Verdampfers gelangt.
  • Mit denn Alkohol können einzeln oder in verschiedenen Zusammenstellungen Schieferöldestillate oder andere Öle, auch für solche Zwecke geeignete pflanzliche oder mineralische Stoffe zugeführt werden, wodurch die Zerlegung der schweren oder Dekathylreihen von Fraktionen in dem Kohlenwasserstoff des Brennstoffes unterstützt werden soll.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sollen bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes aufgezeigt werden, die in der Zeichnung dargestellt sind; es zeigen die Gesamtanordnung Abb. 1 und a von vorn und von der Seite, Abb. 3 und :f die Retorte ein Längsschnitt und in Ansicht von oben, Abb. 5, 6 und 7 den Abscheider von vorn, von der Seite und von oben, Abb. 8 eine Einzelheit des Abscheiders, Abb. g, ro und fI den Luftregelschieber -für die Retorte, Abb. 12 und 13 den eigentlichen Schieber in Ansicht von oben und im Schnitt von der Seite, Abb. 1.4 und 15 das Innere des Schiebers im radialen und axialen Schnitt, Abb. 16 und 17 das Luftfilter im Schnitt von der Seite und im teilweisen Schnitt von oben, Abb. 18 das Ventil für die Zusatzluft. Abb. 1g den Ventilkörper, Abb20, 21 und 22 eine abgeänderte Ausführungsform des Abscheiders gemäß Abb. 5 bis 7, wobei eine besondere Auffangkammer für flüssigen Brennstoff angeordnet ist, Abb.23 einen Schnitt nach 1--x- der Abb. 22.
  • Die flüssigen Teilchen der schwereren Brennstofffraktionen aus dem vergasten Gemisch werden -auf den Wänden des Abscheiders A abgesetzt, dessen geflanschte Eintrittsöffnung 7 an irgendeinen normalen Vergaser angeschlossen wird, wie sie zur Verdampfung abgemessener Brennstoffmengen benutzt werden. Diese Brennstofftröpfchen werden längs der Seitenwände des Abscheiders durch den Stoß des strömenden Brennstoffgemisches weitergetrieben und durch Zusammenwirken der Schwerkraft und des Beharrungsvermögens in eine Mischkammer 8 von annähernd halbkugeliger Form und erheblichem Querschnitt getrieben, die in dem unteren Teil des Abscheiders ausgebildet ist. Von hier aus gelangt der Brennstoff in die oberste einer Stufenfolge von Auffangschalen 9, die quergerichtet in der vorzugsweise unter einem @N'inkel von etwa 4.5° zur Senkrechten geneigten Sohle einer Retorte 1o angeordnet ist.
  • Da die oberen Auffangschalen, die von erhebl_ichem Fassungsvermögen sind, als Vorratsräume wirken und während des Arbeitens der Maschine gefüllt werden, gelangen die schweren Fraktionen eines zusammengesetzten Kohlenwasserstoff-Brennstoff-Gemisches schließlich durch selbsttätige Abscheidung und Überlaufen in eine Schale von geringerem Querschnitt, die in einer tieferen und heißeren Stelle der Retorte liegt, und die in diesem Augenblick den geeigneten Hitzegrad für die zweckmäßige Vergasung. dieser Fraktion bietet.
  • Um die genügende Menge von Abgashitze 1 e im Leerlauf und bei n langsamen Gang der Maschine zu liefern, ist am untersten Ende der Retorte 1o eine in einer waagerechten Ebene umlaufende Rinne 12 angeordnet, die rine erhebliche Wärilieaustauschfläche bietet und eine mittlere, domartig aufgewölbte Kuphel 13 zurr Auffangen der ZV`ärme umfaßt.
  • Die Retorte 1o ist in einem länglichen Gehäuse 1d. untergebracht, das aus einem Stück mit dem Auspuffrohr 14.a der Maschine gegossen sein kann und am unteren Auslaßende zu einer kugelförmigen Expansionskammer 15 von erheblichen: ntiergchnitt aufgC@veitet ist, rlie den Fuß der Retorte umhüllt. Unter dem Retcrtenfuß ist in der Expansionskammer 15 eine Ablenkplatte 16 (Abb. 2) angeordnet, die mit ihr aus einem Stück gegossen sein kann und so gestaltet ist, daß die größtmögliche \-Ierige von expandierenden Auspuffgasen auf ihrem Wege nach dem Schalldämpferzuführungsrohr durch den Auslaß 17 gegen die Unterseite der ringförmigen seichten Rinne 12 und der Kuppel 13 in dem Retortenfuß abgelenkt wird und den größten Teil ihrer Hitze während des Expandierens an die Rinne abgibt.
  • Um die durch die Expansion der von der Maschine besonders bei geringer Drehzahl abgegebenen Abgase freiwerdende Hitze besser ausnutzen und ausziehen zu können, ist nach der Erfindung eine über der Expansionskammer 15 des Retortengehäuses angeordnete Isolierung durch Luft, Holzkohle oder Bimsstein oder andere wärmeisolierende Stoffe vorgesehen, indem sie von einem mit ihr aus einem Stück gegossenen Metallmantel 15a umhüllt ist, dessen Luftraum etwa zwei Drittel der Außenfläche der Kammer umhüllt und eine Luftschicht bietet, die an keiner Stelle -zwischen der Außenwand der Kammer und der Innenwand der Umhüllung weniger als 1j_, Zoll dick ist, Dieser Luftraum besitzt nur eine einzige Öffnung 15b von kreisförmigem Querschnitt und % Zoll Durchmesser nach der Außenluft. Diese Öffnung ist am untersten Ende der Hülle angeordnet und kann nötigenfalls als Saugöffnung verwendet werden.
  • Da die genaue Lage dieser Stelle von größter Hitzeleistung und der Durchmesser der Expansionskammer 15 veränderlich sind, können, Mittel vorgesehen sein, um die für den Leerlauf oder den langsamen Gang dienende Verdampfungsrinne 12 oder die umhüllende Kugel 15 an eine bestimmte Stelle von größter Hitze zu bringen, indem je nach der besonderen Maschinengattung die Retorte verlängert oder verkürzt und die Zahl der Verdampfungsschalen vergrößert oder verkleinert wird. Dies sichert die wirksame Verdampfung dieser schweren Brennstofffraktionen bei der Geringstzahl von Maschinenumläufen je Minute.
  • Um eine gleichmäßige und stetige Förderung von Brennstoff aus den oberen, dem Anlassen dienenden Schalen 9 nach den unteren bei normalem Gang betriebenen Schalen der Retorte zu sichern, sind dünne Streifen von Drahtgaze 18 (Abb. 3) vorgesehen, die durch ihre Kapillarwirkung langsam den flüssigen Inhalt der oberen Schale in- die oberste der unteren eigentlichen Verdämpfungsschale abfließen lassen. Damit die oberen Schichten der leichteren von den schweren Brennstofffraktionen, die durch .Schleuderkraft in der Scheidekammer 8 ausgeschieden sind, nicht übermäßiger Hitze längere Zeit ausgesetzt sind, sondern unmittelbar verdampft werden, sind zwei oder mehr Röhren aus Drahtgaze 19 an dem Eintrittsende der Retorte angeordnet, die sich quer über die obere Reihe von Verdampfungsschalen erstrecken, derart, daß diese Fraktionen von ihnen aufgefangen und einem stetigen Strom von heißer trockner Luft ausgesetzt werden, die auf die äußere und innere Fläche der Gazerohre auftreffen. Das Luftrohr 2o geht zu diesem Zweck von einer später zu beschreibenden Luftfilterkammer 21 aus -durch das Luftsteuerv entil 22, den Kanal 23 .und das Rohr 24 in den Fuß der Retorte io. Diese Luftzuführung dient auch dazu, die Dämpfe von den schweren Brennstofffraktionen stetig abzuführen, sobald sie von den Heizflächen der -unteren Reihe der progressiven Verdampfungsschalen der Retorte aufsteigen, wobei sie gleichzeitig diesen überreichen Brennstoffdämpfen die nötige Menge zusätzlicher Luft zuführen, die für die Lieferung eines trockenen Gasgemisches notwendig ist.
  • Zwei der Funktionen dieser Luftleitung 24, die einen lichten Durchmesser von etwa '/,Zoll besitzt und nach dem Fuß der Retorte führt, bestehen darin, daß durch den Zulaß der Luft der in einer Retorte dieser Art mit einem lang ausgedehnten Körper und einer verengten Miindung bestehende Unterdruck vermindert wird, so daß die Gefahr des »LTberschäumens« (frothing over) des Inhalts in die Misch- oder Kühlkammer verhindert wird, wenn z. B. eine erhebliche Menge von flüssigem Brennstoff darin vorhanden ist, so beim Anlassen der Maschine aus einem kalten Zustand, und daß.weiterhin ein »Abschrecken« (cracking) der schweren Brennstofffraktionen bei einer späteren V erfahrenstufe, wenn die Maschine mit voller Leistung läuft, verhindert wird.
  • Diese Zusatzluft ist aber nicht erforderlich während des ersten Anlasseis, besonders im Winter in kalten Gegenden. Die Retorte dient dann als Vorratsbehälter, der die schweren Brennstofffraktionen aufnimmt und so in besonders hohem Maß die Verdünnung im Kurbelgehäuse verhindert, bis die Maschine durch den Betrieb mit den niedriger siedenden Fraktionen des verwendeten Gasolins angewärmt ist. Der Erfindungsgegenstand liefert diese Zusatzluft zum Ausblasen der Retorte, wenn die Maschine ihre eigentliche Arbeitstemperatur erreicht hat, selbsttätig auf thermostatischein Wege mittels eines Steuerschiebers in dem Schiebergehäuse 22, das an dem Flansch 26 der-Retörte iö befestigt ist und durch den inneren Luftkanal 23 in diesem Flansch mit I dem nach dem Fuß .der Retorte führenden Rohr 24. verbunden ist.
  • Im einzelnen ist dieser Steuerschieber (vgl. Abb. 9 bis i6) in folgender Weise angeordnet. Seine Hauptteile sind das Gehäuse 22, der Deckel 27, der Drehschieher 28, thermostatische Spiralen 29 und die Hohlspindel 30. Der Schieber wirkt in folgender Weise: Es besteht die Regel, daß beim Anlassen der kalten Maschine die Höchstgeschwindigkeit der Luft über dem Brennstoffstrahl eines normalen Vergasers während des Saughubes des Kolbens aufrechtzuerhalten ist, so daß die niedriger siedenden Brennstofffraktionen vollständiger zerlegt und zerstäubt werden.
  • Zu diesem Zweck darf keine Luft der Retoi-te oder der Mischkammer des Systems zugeführt werden, ehe genügende Hitze in dem Motor erzeugt ist.
  • Wenn der für die Normalwirkung des Motors benötigte Wärmegrad erzeugt ist, was unter normalen Bedingungen ungefähr 2 Minuten nach dem Anlassen der Maschine erfolgt, hat der Schieberspiegel 31, dessen Kanal 32 mit der Mündung des Kanals 23 sich deckt, durch seine innige Berührung mit dem Flansch 26 der Retorte io genügend Wärme aufgenommen. Das Metall des Gehäuses 22 besteht vorzugsweise in einer Legierung von 9o °,%. Kupfer, 9 % Zink und i °,/" Zinn, um bei der Erwärmung zii expandieren und ein verstärktes Spiel zwischen dem vorzugsweise aus rostfreiem Stahl mit niederem Expansionskoeffizienten hergestellten, dicht passenden Schieber 28 lind dem Gehäuse 22 zu schaffen, wodurch eine Beheizung der beiden Ausdehnungsspiralen 29 und ihre erhebliche Expansion stattfindet. Diese sind an je einem Ende der Welle 3o befestigt, wobei eine Spirale in Richtung des Uhrzeigers, die andere in entgegengesetzter Richtung gerollt ist. Hierdurch wird der Schieber 22 langsam in Richtung entgegen dem 'Uhrzeiger gedreht und legt hierbei den zu dem Luftzuführungsrohr 2o führenden Kanal 33 frei, so daß die nötige Belüftung der überreichen Brennstoffdämpfe stattfinden kann, die in der Retorte infolge der AnsammlLUig der schweren Brennstofffraktionen während,der Anlaßperiode angesammelt wurden. Die Bemessung und Anordnung des Schlitzes 34 in dem Schieber 28 ist derart, daß die Höchstmenge von Luft den schweren Brennstoffdämpfen in der Retorte während der ersten zehn Minuten des Ganges der Maschine nach dem Anlassen zugeführt wird, wenn aber die Dämpfe in den Hauptgemischstrom eingeführt werden und der normale Arbeitszustand der Maschine erreicht ist, wird die weitere Drehung des Schiebers 28 durch die verstärkte Expansion der Ausdehnungsspiralen 29 weiterhin die genaue und gleichmäßige Strömung der Luft durch die Retorte überwachen. Die Einregelung der genauen Luftzufuhr, die zur Erreichung einer Höchstleistung notwendig ist, wird durch die Bedienung eines Absperrhahnes 35 erzielt, der in der Luftzulaßleitung 2o nahe ihrer Einmün-(lung in das Hauptfilterelement 21 angeordnet ist.
  • Die Regelung der Wirkung der therniostatischen Spiralen 29 wird bewirkt durch Einstellen des Bolzens 36, der in axialer Richtung (las Gehäuse 22 durchdringt, und der die Schieberteile gegeneinanderdrückt. Die Grundplatte des Gehäuses 22 ist an der Stirnfläche des Retortenflansches 26 mittels der Schrauben 37 befestigt.
  • Die Regelung der Wirkung der thermostatischen Spiralen 29 wird erzielt durch das anziehen oder Lösen des Bolzeng 36, dessen sechseckiger Kopf 36a in einem Ende des hohlen Rohres 30 sitzt (vgl. Abb. 15); dieses Ende ist so geformt, daß es über diesen Bolzenkopf paßt. Der Bolzen 36 geht frei, durch die Stirnwand des Gehäuses 26 und ist mittels der Mutter 361' befestigt, und der Reibungswiderstand des Bolzens gegen Drehbewegung ist proportional der Stärke des Anziehens der Mutter 36b.
  • In den Luftkanal 23 mündet auch das Ablaufrohr 39 des Alkoholbehälters d.o, so claß (las von ihm abgegebene Brennstoffgemisch auf :einem Wege zu der höchstbeheizten Fußrinne 12 der Retorte richtig vorbeheizt und belüftet wird.
  • Die schweren Dämpfe treffen beim Ausströmen aus der Retorte auf den Hauptgasstrorn der zerstäubten, leichter siedenden Fraktionen in der Mischkammer 8 und werden finit ihnen heftig untermischt und ihnen ein-\-erleibt. Das Gemisch tritt dann aus der \Ii#chkammer auf dem Wege zu der Maschin#-finit verminderter Strömungsgeschwindigkeit in eine gekrünnnte Auslaßkammer .i2 des Abscheiden, A aus, deren Querschnittsfläche dreimal größer ist als der der Durchtrittsöffnung de. Ab-scheiders für das nasse Gemisch, die nach der Mischkammer 8 führt, von der an dieser Stelle alle Flüssigkeitströpfchen in die 2\,Iüncltvng der Retorte geschleudert werden, indem man rler Gemischstrom zwingt; eine scharfe Wendung auf einem Bcgen von 300-' nach abwärts und aufwärts in einem Winkel von 4:5° zur Senkrechten auszuführen.
  • Die geschwindigkeitsvermindernde Kammer _l.2 bildet einen Fänger für alle Flüssigkeitströpfchen, die etwa beim langsamen Maschinenlauf und beim Anlassen oder Leerlauf in dein Fiauptgasstrom verblieben sind, und nimmt im oberen Ende einen Stutzen 43 der Misch-und Kühlkaminen 44 auf. der exzentrisch in ihre 17ü ndtitig 41 eingreift und mit eirie:ii doppelten kegeligen Rand versehen ist. Diese Kaininer 44 zum Mischen und Kühlen der Brennstoffdämpfe und der Zusatzluft hat die Form eines halbkreisförmig gebogenen Rohres und besitzt größeres volunietrisches als ein einzelner Arbeitszylinder des betriebenen Motors, dagegen geringeren Oberschnitt als (?ie Geschwindigkeitsv erminderungskammer 4.2. Der ringförmige äußere Tropfrand 4.5, der das untere Stirnende des Stutzens -1.3 umfaßt, lenkt alle Flüssigkeitstropfen ab, die etwa auf der Außenwand dieses Stutzens bei langsam laufender Maschine. abgesetzt worden sind.
  • Durch der, Flansch 46 der Misch- und Kühlkammer ..4., der auf den Flansch der Geschwindigkeitsve rminderungskamnier 42 paßt, mündet an der Stelle der größten Gaswirbehing ein Rohr .47 (Abb. i) zur Zuführung von Zusatzluft mit Ratuntemperatur aus dem Luftfilter 21 ein. @ Die Steuerung dieser Zuführung erfolgt durch die Umläufe der Maschine selbsttätig, derart, daß die etwa erforderliche Zusatzluft bei jeder in Betracht kommenden Drehzahl gliefert wird, besonders bei den X ormalgeschwindigkeiten zwischen 32 und 6:1. km je Stunde für ein Kraftfahrzeug. Für das Anlassen und für die höchste Energieentfaltung werden bekanntlich reiche Gasgemische erfordert, während aus Sparsamkeitsrücksichten bei Normalfahrgeschwindigkeiten arme Brennstoffluftgemische verwendet «-erden.
  • Die Anordnung des die Zusatzluft steuernden Ventils (Abb. _i8 und i g) in dein Rohrstrang ¢7 ist iin einzelnen folgende: Die Hauptteile dieses Ventils sind das Gehäuse .48, der Gehäusedeckel 49, der doppelt wirkende Ventilkörper 5o mit Deckel 5 i. Der Ventilkörper 5o ist in das Gehäuse 48 so eingesetzt, daß er sich darin unter dein Einfluß des Saugens der 'Maschine in leiden Richtungen drehen kann und durch die Zahl der Kolbenhübe je Minute verschoben «erden kann.
  • Die Drehbewegung wird veranlaßt durch den Durchtritt von Luft mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit durch schraubenförmig in die Mantelfläche des Ventilkörpers 52 eingeschnittene T@ititen 5o. Der Ventilkörper ist hohl und vorzugsweise aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall ausgebildet und kann durch Einfüllen von schwerem öl oder einem ähnlichen Stoff belastet werden, um (las Tr ägheitsmonient der Ventilkörpermasse relativ zur Saugkraft des Motors zti regeln.
  • Es ist bekannt, (laß bei langsamem Lauf und großem Energieaufwand bei Verbrennungsmaschinen ziemlich reiche Brennstoffgemische erforderlich sind. Normal liegt bei Personenkraftwagen die durchschnittliche Geschwindigkeit zwischen 32 und 64. km je Stunde, und hier ist natürlich das Interesse an Brennstoffersparnissen am größten. Deshalb soll bei rler praktischen Benutzung der Ventilkörper #o eingestellt sein, daß das Ventil bei diesen normalen Betriebsgeschwindigkeiten sich öffnet und eine hinreichende Menge Zusatzluft dein Hauptgasgemischstrom zuführt, wobei eine Regelung mittels eines Absperrhahns 53 bewirkt werden kann, der in der Nähe des Hauptluftfilters a1 in die Luftleitung .4; eingebaut ist, und den man öffnet, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeuges 32 km je Stunde erreicht und der abgestellt werden kann, wenn die Geschwindigkeit 64 km je Stunde erreicht, z. B. bei Spitzenleistungen.
  • Die Drehbewegung des doppelt wirkenden Ventilkörpers 5o hat noch den Vorteil, daß die Paßflächen 54 dauernd selbsttätig sich selbst auf den in dem Gehäuse48 und dem Deckel 49 angeordneten Sitzflächen 55 einschleifen.
  • Diese Sitzflächen werden zu diesem Zweck vorzugsweise aus einer ähnlichen Aluminiumlegierung hergestellt, die aber einen höheren Anteil an Kupfer enthält. Das Gehäuse und sein Deckel ,sind mit bei Vergasern üblichen Kupplungen nu, Bronze oder ähnlichem Stoff ausgerüstet.
  • Der Schraubdeckel 5 i besitzt einen Schlitz 56 zum Ansetzen des Schraubenziehers auf der oberen Stirnfläche, um den inneren Hohlraum nach Einbringen der Belastungsflüssigkeit dicht verschließen zu können. Die umlaufenden Schraubennuten 52 können der Zahl und der Tiefe nach für jeden Sonderfall geändert werden.
  • Die Gaswirbelung wird in vollem Umfang aufrechterhalten durch die Anordnung und Ausbildung der Misch- und Kühlkammer 3i bis zur Lieferung eine. trockenen kalten und homogenen brennbaren Gemisches nach der Maschine durch die nicht gezeigte Auslaßöffiiung dieser Kammer, die bezüglich des Ouerschnitts übereinstimmt mit der Einlaßi3ffnung 7 des Tropfeilabscheiders A, die an e=inen normalen Vergaser angeschlossen ist.
  • Alle dein Vergaser oder dem Motor unmittelbar zugeführte Luft wird gefiltert bei der Durchströmung des Hauptnaßfilters 21, jedoch wird der Hauptluftstrom zu dem Vergaser noch einmal gefiltert, indem er durch den Tropfenabscheider gemäß der Erfindung hindurchgeht, da seine Wände mit Flüssigkeitströpfchen besetzt sind, die ein wirksames Mittel bilden, um alle Fremdkörper aufzufangen, die etwa in den Luftstrom gelangt sind. Von hier aus gelangen sie in die Retorte, von wo aus sie in fester Form nicht in die 3Totorzvlinder gelangen können. Das .Hauptluftfilter 21 wirkt durch die Schleuderkraft und wird unter Verwendung von Ö1 oder einer ähnlichen Flüssigkeit als Fänger für Fremdkörper, wie Straßenstaub o. dgl., verwendet, die durch die Schleuderkraft gegen die Wände des spiraligen Leitkörpers beim Durchtritt des Luftstromes aufgefangen werden.
  • Vor ihrer Verwendung geht alle Betriebsluft für die Retorte 1o, für die Belüftung des Kurbelgehäuses oder zum Ansaugen in die Maschine sowie die Zusatzluft durch das Hauptfilter, das somit einen-wesentlichen Teil des Erfindungsgegenstandes bildet.
  • Das Hauptnaßfilter 2r besteht gemäß A,bb. 16 und 17 aus drei Hauptteilen, dein Flüssigkeitsbehälter 51-, dem Leitkörper 58 und dem Deckel 59.
  • Die Wirkungsweise dieses Filters ist folgende: Der Behälter 57 wird auf etwa ein Drittel mit einem Gemisch von Mineralschmieröl und Kerosin in einem Verhältnis von 3 : i gefüllt, worauf der als Leitkörper dienende Einsatz 58 eingesetzt wird, bis die Tragflächen 6o auf der Unterseite seiner Deckplatte auf den Rändern 6 1 des Behälters 57 aufliegen, worauf sie mittels Schrauben 62 befestigt werden. Wenn das Filter als Teil der Anlage gemäß der Erfindung eingebaut ist, wird Luft durch die Löcher 63 in die Unterseite des Deckels 59 angesaugt und nach unten geleitet durch den Stutzen 64. des Deckels, wobei der Luftstrom seine Höchstgeschwindigkeit erreicht beim Durchtritt durch den Einlaßstutzen 65 des Leitkörpers 58, wo der Luftstrom infolge des Auftreffens auf den Flüssigkeitsspiegel eine plötzliche scharfe Wendung nach links macht, tvobei der größere Teil der schwereren Staubteile aus dem Luftstrom in die Flüssigkeit eingeworfen wird.
  • Es werden dann die leichteren Verunreinigungen durch die Schleuderkraft an den senkrechten Wänden 58a des Leitkörpers 58 abgesetzt und von dem Flüssigkeitsgemisch dadurch abgewaschen und aufgefangen, daß darin künstliche Wellen durch Wallungen hervorgerufen werden, die durch Änderung des Luftdrucks infolge der Anordnung veränderlicher Drosselöffnungen in dem Vergaser erzeugt werden. Die Geschwindigkeit des Luftstroms beim Austritt aus der äußersten Windung des Leitkörpers 58 wird noch weiter herabgesetzt in einer Art von Expans.ionskamtner 66, die an einer Seite des Behälters 57 abgezweigt ist, und die einen letzten Fänger für Staubteilchen bildet, die etwa dein Filter entgangen sein könnten.
  • Auf der Decke dieser Kammer 66 sind die Austrittsröhren und Steuerhähne angeordnet, die die Verbindung mit den übrigen Teilen der Anläge vermitteln. Alle Teile des Filters sind vorzugsweise aus leicht bearbeitbarer Aluminiumlegierung hergestellt, so daß die Dichtungsflächen gut aufeinander passen. Der Flüssigkeitsspiegel in dem Filter wird durch Abnehmen des Deckels 59 und Einschütten des nötigen Brennstoffs durch den Stutzen 65 bewirkt. Die trichterförmige äußere Ausnehinung 67 in der Decke res Leitkörpers 58 bildet einen Fänger für die schwersten Staubteile in dein L uftstroin, und die durch diese Ausnehmung gebilriete innere Gestaltung des Leitkörpers erleichtert das Auffangen kleinerer sandiger Verunreinigungen. Die besondere Atlsl;ildung des Filters fördert erheblich die Herabsetzung der bremsenden Wirkung der Oberflächenreibung auf die strömende Luft, die bei einigen Formen von Luftfiltern sehr erheblich ist.
  • Wie bereits früher ausgeführt, wird die gesamte Betriebsluft der Maschine durch das Hauptluftfilter geschickt, und es ist zu verstehen, daß der Durchtritt von gefilterter Luft nach dein Saugrohr der Maschine seinerseits ein neues und besonderes Merkmal der Erfindung ist. Ferner wird alles von dem Kurbelgehäuse in das Filter zurückgespritze 0I darin aufgefangen und wirkt als weiteres flüssiges Mittel zum Niederschlagen von Staub, der etwa nach der Austrittskammer des Filters gelangen sollte.
  • Das die gefilterte Luft dein Kurbelgehäuse zuführende Rohr ist vorzugsweise am unteren Ende finit einen: als Fangvorrichtung dienenden Knie ve r:elien, aus dem alles überschüssige Ö1 oder gesammelte Staubteile abgezogen werden können.
  • Eine besondere Ausführungsform des Tropfenabscheiders .4 zeigen die Abb. 20, 21, 22 und 23. Sie bezieht sich auf die Vervollst;indigung dieser Vorrichtung durch eine Äuffangkainnier zum Sammeln von Flüssigkeitströpfchen der schweren Brennstofffrakiionen aus dein Gemischstrom während des Anlassens aus der Keilte oder einem Leerlauf der Maschine.
  • Von der ersten Ausführungsform des Tropfenabscheiders unterscheidet sich der Abscüeider gemäß dieser Ausführungsform dadurch, daß der Flansch der Wirbelkammer 8 zusammen mit der waagerechten vorspringenden Wand 68 die Grundfläche eines stumpfkegeligen Sammelraumes 69 bildet, der mit dein Tropfenflinger A durch einen Schlitz 7o in Verbindung steht, der in dessen Bodenwand unter der Spitze des Ablenkers 71 angeordnet ist. Der Schlitz 7o besitzt vorzugsweise Bcgenform und erstreckt sich auf ungefähr 'J, des Tropfenabscheiders an dieser Stelle. Die Wirkung dieses Schlitzes 7 o besteht darin, daß er beim Anlassen in der Kalte, beim Leerlauf und beim- langsamen Gang der Maschine die höher siedenden Brennstofffraktionen auffängt und in die Sammelkammer 65 überführt, wodurch sie von dem Eintritt in die Retorte io ausgeschlossen werden, bis diese ihre volle Verdampfungstemperatur erreicht hat.
  • Hierdurch wird ein Überschwemmen bei unregelmäßiger Verwendung der Drossel-oder Stauvorrichtung des Vergasers und ein Überschäumen oder Stauen durch plötzlichen Zulaß einer großen Menge von Dampf verhindert, der gebildet und zugeführt wird, sobald die Retorte eine hinreichende Temperatur erzielt hat.
  • .Tormal werden etwa 70 ccm aus dem Brennstoffgemisch vor der Durchführung des Anlassens bei kaltem Wetter ausgeschieden; wenn man aber das Fassungsvermögen der Sammelkammer aus Zoo ccm bemißt und sie vor dem Anlassen der Maschine mit schweren Brennstofffraktionen füllt, so kann die Gesamtmenge später allmählich durch eine geregelte Tropfdüse 7 ia abfließen, die in dem Flansch angeordnet ist, der an dem Flansch 26 der Retorte io angeschraubt ist. Hierdurch wird der schwere Brennstoff während einer verhältnismäßig langen Zeitspanne langsam in die Retorte eingeführt. Die Länge dieser Zeit wird geregelt durch die Stellschraube72, die die Menge des .jeweils abfließenden Brennstoffs im Hinblick auf die Betriebsbedingungen der Maschine regelt.
  • Wenn aber mehr als 200 ccm Brennstoff beim Anlassen der Maschine gesammelt werden, fließt der Überschuß durch ein Überlaufrohr 73 von erheblicher Weite ab, das ihn einem unter dem Schaltbrett des Wagens angeordneten Vorratsbehälter zuführt.
  • Wenn aus irgendeinem Grunde es für vorteilhaft gehalten wird, den Eintritt von schwereren oder höher siedenden Brennstofffraktionen in die Retorte beim Anlassen vollständig zu verhindern, wird während dieser Zeit die Stellschraube 71 zugedreht, worauf der gesamte Brennstoffüberschuß dem Vorratsbehälter zufließt. Dieser Behälter kann im Notfall benutzt werden oder sein Inhalt kann dem Hauptbrennstoffbehälter zugeführt werden.
  • Der Schlitz 70 ist so geformt und angeordnet, cfaß er nur die unverdampften flüssigen Brennstofffraktionen bei geringen Geschwindigkeiten auffängt, wo das Trägheitsmoment der Fraktionen gering ist. . Wird die Geschwindigkeit dieser Brennstofffraktionen beispielsweise bei einer Umlaufgeschwindigkeit der Maschine von Zoo Umläufen erhöht, so überspringen sie den Schlitz und gelangen restlos in - die Retorte, um verdampft zu werden. - -Durch. die neue -Einrichtung kann bei 'allen Laufgeschwinc@igkeiten_der Maschine ein kaltes trockenes,- honmogenes und vollständig vergastes Brennstoffgemisch der Maschine zugeführt' werden; wodurch Verdünnung im Kurbelgehäuse unter allen atmosphärischen Bedingungen vermieden wird, wobei- gleichzeitig die Reibungsverluste -vermindert werden, indem für das Schmieren- öl von geringerer Viskosität -verwendet werden= kann als bisher.

Claims (1)

  1. PATEN TAN.,SPRÜCHE:-- - i .- Verfahren-zum. - Nachverdampfen -von schweren, aus dem Ladegemisch einer -Vergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen unter - Anwendung der- fraktionierten- Destillätioii- im _-Gegenltftström, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von iin Gegenstrom fließender Zusatzluft erst -nach hinreichender Erwärmung der Wandunen -der Retorte--selbsttätig eingeschaltet' und `dann in ihrer Menge entsprechend dieser Wandungstemperatur geregelt @vrd. -2. Nach-v-erdampfer zur Durchführung des Verfahrens nach. Anspruch i, Bekennzeichnet durch eine von oben nach unten zunehmend beheizte, von der Ladegemischleitung abgezweigte Retorte (io), deren geneigter Boden mit einer Stufenfolge kaskadenartig angeordneter Verdampfungsschalen (9) besetzt ist, über die die abgeschiedenen flüssigen Brennstoffteile - herabrinnen. und in deren Fußteil eine Zusatzluftleitung (24) einmündet (Abb.2 und 3). 3. Brennstoffzuführung zu einem Nachverdampfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Alkohol, Schieferöl oder .andere öle mit oder ohne Wasserzusatz, allein oder in Mischung, am Fuß der Retorte (io) eingeführt wird und damit zunächst zu den höher beheizten Teilen des Verdampfers gelangt. Nachverdampfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die- Retorte an einem in die Gemischleitung zwischen dem Vergaser und den Arbeitszylindern eingebauten, die in dem Gemisch enthaltenen Flüssigkeitströpfchen nach ihr ablenkenden Tropfenabscheider (El) angeschlossen ist und von einem von einer Wärmequelle (z. B. dem Auspuff) gespeisten Heizmantel (1q.) umhüllt ist, der mit einer kugeligen Aufweitung (i9) ihren Fußteil umfaßt. 5. Nachverdämpfer nach Anspruch ä, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Verdampfungsschalen besetzte Retortenbellen um etwa 45' gegen die Senkrechte ;geneigt ist, und daß sich das Fassungsvermögen der einzelnen Schalen (9) von oben nach unten vermindert. 6.- Nachverdampfer nach Anspruch a und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Retorte (io) mit einem Belag (i8) zur kapillaren Flüssigkeitsverbindung zwischen den Flüssigkeitsbecken (9) versehen ist. Nachverdampfer nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich von dem Einlaß der Retorte (io) aus in dieser Verdampfungsröhren (i9) aus Drahtgeflecht oder ähnlichen Stoffen über die oberen Flüssigkeitsbecken (9) hinweg erstrecken, durch welche die relativ leichteren der abgeschiedenen Brennstoffteile abgefangen, unmittelbar verdampft und so vor Überhitzung bewahrt - werden (Abb. 3). - B. -Nachverdampfer-nach Anspruch .4. dadurch gekennzeichnet, daß die -,zu dem Retortenfußendeführende Zusatzluftleitung (24) mit einer thermostatischen Regelvorrichtung (22)- und einer Zuleitung (39) versehen ist, durch welche der Zusatzluft noch andere Brennstoffe beigemischt werden (Abla. i und 2). 9. Thermostatischer Rohrschieber für die Zusatzluftregelung gemäß Anspruch z und 8, dadurch gekennzeichnet, daß sein Gehäuse (22), aus einem Metall mit hohem Ausdehnungskoeffizienten bestehend, mit der Retortenwand in wärmeleitender Berührung steht, und daß der in das Gehäuse dicht eingepaßte Schieber (28) aus Metall mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten besteht, derart, daß bei hinreichender Erhitzung eine Verstellung des Schiebers infolge Wärmeeinwirkung auf mit dem Schieber verbundene Ausdehnungsspiralen (29) herbeigeHihrt wird (Abb.i4undi5). io. Nachverdampfer nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß der Retorte (io) in eine von einer Flüssigkeitsrinne (i2) ringförmig umfaßte, aufgewölbtc Kuppel (i3) ausläuft (Abb. 2 und 3). i i. Nachverdampfer nach Anspruch und i o, dadurch gekennzeichnet, daß in der den Retortenfuß umfassenden kugeligen Aufweitung (i5) des Gehäuses (1d.) unter der aufgewölbten Kuppel (i3) eine Prallplatte (i6) so angeordnet ist, daß sie die Heizgase nach der Kuppel ablenkt (Abb. 2). 12. Nachverdampfer nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die kugelig-Aufweitung (i5) des Retortengehäuses (i4) mit einem Isoliermantel (15a) versehen ist (Abb. 2). 3. Tachverdampfer nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, da.ß der Tropfenabscheider (A) über der Mündung der Retorte (ic) eine mit ihr in Verbindung stehende Geschwindigkeitsverminderungskammer (42) besitzt, von der aus ein halbkreisförmig gebogenes Gemischkühlrohr (44) nach den Arbeitszylindern führt (Abb. i, 2, 2o, 21 und 22). 1.4. Nachverdampfer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsverminderungskammer (42) eine kreisförmige Ausl_aßöffnung (4i) besitzt, in die ein Stutzen (43) mit doppeltem, kegeligein Tropfrand (45) am unteren Ende des Gemischkühlrohres (44) exzentrisch eingreift (Abb. 6 und 7). 15. Ausführungsform des Nachverdampfers nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Tropfenabscheider (A) über der Retorte eine zusätzliche geschlossene Auffangkammer (69) aufweist, in der bei vermindertem Motorgang Tropfflüssigkeit angesammelt wird, die bei normalem Lauf allmählich an die Retorte abgegeben wird (Abb. 2o, 21 und 22). 16. Nachverdampfer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Tropfenabscheider (A) ein Schlitz (70) nach der Auffangkammer (69) führt, der so bemessen ist, daß nur bei geringer Strömungsgeschwindigkeit des Gemisches in dem Abscheider Flüssigkeitstropfen durch ihn in die Kammer gelangen. 17. Nachverdampfer nach Anspruch 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangkammer (69) mit der Retorte durch eine verstellbare Tropfdüse (7iz) in Verbindung steht (Abb. 23). 18. Nachverdampfer nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein von dem Saugzug der Maschine gesteuertes drehbares Ventil (48) zur Zuführung einer zweiten Zusatzluftmenge zu dem Gemischkühlrohr (44) (Abb. i, 2, 18 und i9). i9. Drehbares Zusatzluftventil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das durch den Saugzug gesteuerte Zusatzluftventil zwei einander gegenüberstehende kegelige Ventilsitze (55) aufweist, zwischen denen ein Ventilkörper (50) mit Schraubennuten in der Mantelfläche axial verstellbar ist.
DEH108075D 1926-09-17 1926-09-17 Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen Expired DE490740C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH108075D DE490740C (de) 1926-09-17 1926-09-17 Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH108075D DE490740C (de) 1926-09-17 1926-09-17 Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE490740C true DE490740C (de) 1930-02-04

Family

ID=7170454

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH108075D Expired DE490740C (de) 1926-09-17 1926-09-17 Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE490740C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019861B (de) * 1954-06-25 1957-11-21 Pablo August Zusatzgeraet fuer Vergasermotore
DE2939708A1 (de) * 1979-09-29 1981-04-16 Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart Einrichtung zur erwaermung eines teils des kraftstoff-luft-gemisches-zufuehrsystems einer brennkraftmaschine

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019861B (de) * 1954-06-25 1957-11-21 Pablo August Zusatzgeraet fuer Vergasermotore
DE2939708A1 (de) * 1979-09-29 1981-04-16 Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart Einrichtung zur erwaermung eines teils des kraftstoff-luft-gemisches-zufuehrsystems einer brennkraftmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2431016C2 (de) Vergaser für Brennkraftmaschinen
DE69724172T2 (de) Vorrichtung zur direkten Kraftstoffeinspritzung und mit dieser Vorrichtung ausgestatteter Verbrennungsmotor
DE102008025447A1 (de) System zur Kraftstoffrückgewinnung für Verbrennungsmotoren
DE2063700A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Unterdrückung des Austritts von Kraftstoffdämpfen aus Kraftstoffsystemen von Brennkraftmaschinen
DE3032090A1 (de) Verfahren zur senkung des kraftstoffverbrauchs und der schadstoffemissionen durch verminderung der reibleistung eines verbrennungsmotors waehrend des warmlaufes (verkuerzung der warmlaufzeit) sowie eine vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE19946606B4 (de) Vorrichtung zum Bilden eines Kraftstoff-Luftgemischs für einen Verbrennungsmotor während einer Warmlaufphase
CH650836A5 (de) Kraftstoff-einspritzverfahren fuer direkt einspritzende, selbstzuendende und fremdgezuendete brennkraftmaschinen.
DE2811144A1 (de) Fahrzeug-brennkraftmaschine
DE19734493C1 (de) Kraftstoffversorgungsanlage für eine Brennkraftmaschine
DE490740C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nachverdampfen von schweren, aus dem Ladegemisch einerVergasermaschine ausgeschiedenen Brennstoffteilen
EP2411655B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum trocknen von kraftstoff, insbesondere für ein kraftfahrzeug
DE4119794C2 (de)
DE1019861B (de) Zusatzgeraet fuer Vergasermotore
DE2832571C2 (de)
DE19945948B4 (de) Einzylinder-Verbrennungsmotor
DE102007016943B4 (de) Kraftstoffaufbereitungssystem und Verfahren zur Entgasung von pflanzlichen Kraftstoffen
EP0427746B1 (de) Kombiniertes vorwärm- und filtergerät, insbesondere für einen kraftfahrzeugmotor
DE404062C (de) Kuehlvorrichtung fuer die Motoren von Luftfahrzeugen u. dgl.
DE2807024A1 (de) Vergaser
DE535032C (de) Nachverdampfer fuer schwere, aus dem Ladegemisch einer Vergasermaschine ausgeschiedene Brennstoffteile
DE2952133C2 (de) Anordnung an der Schwimmerkammer eines Vergasers für Brennkraftmaschinen
DE441778C (de) Schweroelvergaser (Zusammengesetzter Gemischerzeuger)
DE102004013461B4 (de) Verbrennungs-4-Takt-Kolbenmotor mit axialstromigem zyklischem Gaswechsel im Zylinder und zentral liegender geteilter Brennkammer
DE513634C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ladegemisches fuer Vergasermotoren
DE693624C (de) Oberflaechenvergaser fuer Brennkraftmaschinen