DE488346C - Verfahren und Einrichtung zur Verhuetung von Staubzuendungen und Explosionen bei derelektrischen Reinigung von Gasen mit entzuendlichem Staub - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verhuetung von Staubzuendungen und Explosionen bei derelektrischen Reinigung von Gasen mit entzuendlichem Staub

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DE488346C
DE488346C DEM94579D DEM0094579D DE488346C DE 488346 C DE488346 C DE 488346C DE M94579 D DEM94579 D DE M94579D DE M0094579 D DEM0094579 D DE M0094579D DE 488346 C DE488346 C DE 488346C
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DE
Germany
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dust
gases
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electrical
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Application number
DEM94579D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hugo Pohl
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/01Pretreatment of the gases prior to electrostatic precipitation
    • B03C3/013Conditioning by chemical additives, e.g. with SO3

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chimneys And Flues (AREA)
  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Staubzündungen und Explosionen bei der elektrischen Reinigung von Gasen mit entzündlichem Staub Die Erfindung hat ein Verfahren und eine Einrichtung zum Gegenstand, um bei der elektrischen Reinigung von Gasen mit entzündlichem Staub, z. B. der Staubluft aus der Innenentstaubung von Braunkohlen-Brikettfabriken, eine Entzündung des Staubes und Explosionen durch Funken oder Überschläge an den Ausströmelektroden des elektrischen Hochspannungsfeldes zu verhüten. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß dem zu reinigenden Gas bei oder vor seinem Eintritt in den elektrischen Abscheider Flugstaub und Kohlensäure aus Feuerungsabgasen, z. B. eines Dampfkessels, zugeführt werden. Die Kohlensäure beseitigt jede Feuersgefahr, und der Flugstaub, der sich den Schwebeteilchen des zu reinigenden Gases beimengt und mit ihnen abgeschieden wird, gibt ein wirksames Gegenmittel gegen Explosionen ab. Beide Mittel ergänzen sich also in günstigster Weise.
  • Darüber hinaus bewirkt die den Feuerungsabgasen naturgemäß innewohnende Wärme eine Aufheizung des zu reinigenden Gases in solchem Maße, daß der in dem Gas oder der Staub -luft vorhandene Wasserdampf nicht als Kondensat anfallen kann und der Sättigungsgrad des zu entstaubenden Mediums durch den Wasserdampf der zugeführten Feuerungsabgase erhöht wird. Je höher aber der Sättigungsgrad des Gases, um so geringer ist bekanntlich die Gefahr von Explosionen. Die nach der Erfindung dem Gas beizumengende Feuerungsabgase stehen fast auf jedem Werk kostenlos zur Verfügung, so daß das Verfahren ohne großen Kostenaufwand durchgeführt werden kann.
  • Die Beimischung von Feuerungsabgasen zu einem elektrisch zu reinigenden Staubgas ist an sich bekannt. In dem bekannten Fall handelt es sich aber nicht um entzündlichen Staub und um die Verhütung von Staubbränden oder Explosionen, sondern darum, schlecht oder nicht leitenden Staub durch Zuführung von Kohlenstoffteilchen aus dem Rauchabzug einer Feuerung besser leitend zu machen, um aus der mangelnden Leitfähigkeit des Staubniederschlages im elektrischen Niederschlagsfeld sich ergebende Störungen zu vermeiden. Mit der der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe hat somit das bekannte Verfahren nichts zu tun.
  • Die Zeichnung zeigt in einem Beispiel, wie das Verfahren durchgeführt werden kann. Abb. z ist ein senkrechter Längsschnitt, und Abb.2 ein waagerechter Schnitt nach A -B der Abb. r.
  • Die Rauch- oder Abgase der Kesselfeuerung werden durch eine von dem Fuchs abzweigende Rohr- oder Kanalleitung z an die elektrische Niederschlagsvorrichtung 2 geleitet. Diese ist hohlwandig so ausgebildet, daß die mit 25o bis 35o° dem Kanal r zuströmenden Kesselgase den Hohlraum 3 erfüllen und damit die Kammer 2 aufheizen können. An der Niederschlagskammer 2 liegt noch ein vorkammerartiger Hohlraum q., in den oben ein Abzweig 5 des Abgaskanals = einmündet. I'n dieser Abzweigleitung 5 ist ein Kühler 6 und eine Fördervorrichtung 7 eingeschaltet.
  • Die zu entstaubende Luft wird durch die Leitung 8 zugeführt, die als flach geformtes, zur Vergrößerung der Oberfläche gegebenenfalls gewelltes Rohrstück g aus einem guten Wärmeleiter durch die Vorkammer q. hindurch bis in die Kammer 2 verlängert ist. Vor der Vorkammer q. liegt ein Flüssigkeitsverschluß io, in den ein Abflußrohr ix aus dem Raum q. mündet.
  • Die elektrische Entstaubungskammer mündet oben in den Abzug 12 und enthält am unteren Ende den Staubsammelraum 13 mit einer Entleerungsvorrichtung 14 irgendeiner bekannten Art.
  • Der Vorgang ist bei der dargestellten Einrichtung folgender. Die warmen Abgase aus dem Kanal i werden durch den Ventilator 7 über den Kühler 6 in die Leitung 5 gedrückt und dem Vorraum q. zugeführt, wo sie das breit gezogene Rohr g, in das die Staubluft hineingedrückt wird, allseitig umspülen und die Temperatur des im Rohr g befindlichen Staubluft- oder Gasgemisches erhöhen. Durch Einstellung des Kühlers 6 hat man es in der Hand, die Temperaturen des Kesselabgases und des Staubluftgemisches so zu regeln, daß beide beim Austritt aus q. und Eintritt in die Niederschlagskammer 2 auf gleicher Höhe liegen. Durch Kondensation des im Zusatzgas enthaltenen Wasserdampfes durch den Kühler 6 und auch durch das Wehrohr erreicht man eineAnreicherunganKohlensäure imelektrischen Feld.
  • Die elektrische Einrichtung und die Innenausrüstung der Entstaubungskammer 2 kann beliebig ausgeführt sein. Die Ummantelung 3 ist nicht unbedingt nötig. Andererseits kann die Kammer 3 auch mit dem Raum q. in Verbindung stehen. Ob die Kammern 3 und 4 hintereinander oder parallel geschaltet werden, hängt von den jeweiligen Temperaturverhältnissen ab.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhütung von Staubzündungen und Explosionen bei der elektrischen.Reinigung von Gasen mit endzündlichem Staub, insbesondere der Staubluft aus der Innenentstaubung von Braunkohlen-Brikettfabriken,' dadurch gekennzeichnet, daß dem zu reinigenden Gas bei oder vor dem Eintritt in das elektrische Feld des Reinigers Flugstaub und Kohlensäure aus Feuerungsabgasen, z. B. eines Dampfkessels, beigemischt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kesselfeuerungsabgase zur Aufheizung der Zuführungsleitung für das zu reinigende Gas benutzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i,_ dadurch gekennzeichnet, daß die Kesselfuerungsabgase zur äußeren Beheizung des elektrischen Niederschlagsraumes dienen. q..
  4. Einrichtung für das Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Niederschlagsraum mit einer Vorkammer versehen ist, in die die Kesselabgase einströmen und dabei die bis in den Niederschlagsraum reichende Zuleitung für das zu reinigende Gas umspülen.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennnzeichnet, daß die in der Vorkammer des Niederschlagsraumes liegende Zuleitung als ein gegebenenfalls gewelltes Flachrohr breit gezogen ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuleitung der Kesselabgase zur Vorkammer des Niederschlagsraumes ein Kühler eingeschaltet ist, mit dem die Temperaturen der Abgase und des zu reinigenden Gases beim gemeinsamen Einströmen in den Niederschlagsraum auf gleiche Höhe gebracht werden können.
DEM94579D 1926-05-19 1926-05-19 Verfahren und Einrichtung zur Verhuetung von Staubzuendungen und Explosionen bei derelektrischen Reinigung von Gasen mit entzuendlichem Staub Expired DE488346C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034151B (de) * 1952-06-20 1958-07-17 Elex Ag Gasverteilvorrichtung fuer Vertikal-Elektrofilter

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DE1034151B (de) * 1952-06-20 1958-07-17 Elex Ag Gasverteilvorrichtung fuer Vertikal-Elektrofilter

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