DE486052C - Seitlich an den Enden der Flugzeugfluegel angeordnetes waagerechtes Ruder - Google Patents

Seitlich an den Enden der Flugzeugfluegel angeordnetes waagerechtes Ruder

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DE486052C
DE486052C DEP56168D DEP0056168D DE486052C DE 486052 C DE486052 C DE 486052C DE P56168 D DEP56168 D DE P56168D DE P0056168 D DEP0056168 D DE P0056168D DE 486052 C DE486052 C DE 486052C
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blade
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rudder blade
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DEP56168D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C5/00Stabilising surfaces
    • B64C5/08Stabilising surfaces mounted on, or supported by, wings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Wind Motors (AREA)

Description

  • Seitlich an den Enden der Flugzeugflügel angeordnetes waagerechtes Ruder Die Erfindung bezieht sich auf ein Ruder für Flugzeuge, insbesondere auf ein seitlich an den Enden der Flugzeugflügel angeordnetes waagerechtes Ruder, dessen Beeinflussung durch den Luftstrom durch Drehen um eine senkrechte Achse verändert wird. Es ist bereits ein derartiges Ruder in Form eines rechteckigen Blattes bekannt geworden, dessen senkrechte Drehachse durch den einen Eckpunkt geht. Dieses Ruderblatt ist derart gestaltet und angeordnet, daß der Neigungswinkel zwischen seiner dem Winddruck ausgesetzten Fläche und der Windrichtung bei einer Drehung um go ° von Null bis auf einen Höchstwert und umgekehrt verändert werden kann. Mit Hilfe dieses Ruderblattes kann also eine Ablenkung von veränderbarer Stärke nur in einer Richtung herbeigeführt werden.
  • Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Ruders, welches eine Ablenkung in beiden Richtungen gestattet. Nach der Erfindung ist die Oberfläche des Ruderblattes- derart ausgebildet, daß durch Drehen des Blattes um go ° wahlweise die Ober- oder Unterseite wirksam ist. Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind beide Seiten des Ruderblattes in an sich bekannter Weise windschnittig gekrümmt, und zwar derart, daß die Wölbung der Oberseite des Blattes zu der der Unterseite etwa um einen rechten Winkel versetzt ist. Bei dieser Gestaltung des Blattes ist jeweils in derjenigen Stellung, in der die eine Seite des Blattes dem Winde die größte Widerstandsfläche bietet, die Wölbung der anderen Seite zur Windrichtung parallel gerichtet, so daß die letztere dem Wind den geringsten Widerstand bietet. In einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Breite des Ruderblattes in Richtung der durch die Drehachse verlaufenden Wölbung der Ober-und Unterseite annähernd gleich. Dadurch ergibt sich ein sehr geringer Raumbedarf des Ruderblattes. Damit bei Verwendung des Ruderblattes als Ouerruder trotz der Veränderung des Winkels, den die jeweils wirksame Seite des Ruderblattes mit der Windrichtung bildet, das Entstehen von Luftwirbeln zwischen dem Rand des Flugzeugflügels und dem benachbarten Rand des Blattes tunlichst vermieden wird, ist nach der Erfindung das Ruderblatt zu seiner Drehachse derart exzentrisch angeordnet, daß sich sein Abstand von dem seitlichen Ende des Flügels bei der Drehung des Blattes aus der Stellung des größten Auftriebes in die des größten Abtriebes vergrößert. So lange der Luftstrom durch das Ruderblatt in der gleichen Richtung abgelenkt wird, wie durch den Flugzeugflügel, kann eine schädliche Wirbelbildung an dem seitlichen Ende des Flügels nur in ganz geringem Maße eintreten, so daß zweckmäßig das Ruderblatt bis dicht an das Ende des Flügels herangeführt wird. Bei einer Ablenkung des Luftstromes in entgegengesetzter Richtung, also bei der Abtriebsstellung des Ruderblattes, stellt sich infolge der exzentrischen Anordnung des Ruderblattes der Rand des letzteren in einem gewissen Abstande von dem seitlichen Ende des Flügels ein, so daß zwischen dem an dem Flugzeugflügel entlangstreichenden Luftstrom und dem durch das Ruderblatt abgelenkten Luftstrom ein allmählicher Übergang unter Vermeidung von Wirbeln geschaffen wird.
  • Das Ruderblatt nach der Erfindung eignet sich hauptsächlich als Quer- oder Höhenruder. Es kann jedoch auch mit dem gleichen Erfolg als Seitenruder Verwendung finden. Im letzteren Falle muß die Drehachse des Blattes im wesentlichen waagerecht gerichtet sein.
  • Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar erläutern Abb. i und 2 schematisch den Grundgedanken der Erfindung. Abb. 3 bis 6 zeigen eine Ausführungsform des Ruders, und zwar Abb. 3 eine Ansicht von oben auf ein Flugzeug, welches mit zwei als Querruder dienenden Ruderblättern nach der Erfindung ausgerüstet ist, Abb. q., 5 und 6 das Ruderblatt in einem größeren Maßstab in Ansicht von oben, Seitenansicht und im Querschnitt durch die Achse nach der Linie 6x bis 6x der Abb. q., Abb. 5a in Seitenansicht eine andere Lagerung des Ruderblattes.
  • Der grundsätzliche Erfindungsgedanke ist in den Abb. i und 2 veranschaulicht. Das rechteckige Ruderblatt A ist derart schräg auf einer zur Windrichtung durch die Pfeile X angedeuteten senkrechten Achse B befestigt, daß durch Drehen um diese Achse die eine oder andere Seite des Blattes dem Winddruck ausgesetzt werden kann. Bei der in Abb. i gezeichneten Stelle wirkt der Winddruck auf die untere Seite, so daß durch die Ablenkung des Windes nach unten hin eine nach oben gerichtete Kraft auf das Ruderblatt ausgeübt wird. Bei der in Abb. 2 dargestellten Drehstellung des Blattes wird der durch Pfeile Y angedeutete Wind nach oben hin abgelenkt, und es entsteht eine abwärts gerichtete Kraftkomponente.
  • Bei der in den Abb.3 bis 6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist das Ruderblatt D auf beiden Seiten windschnittig gekrümmt, und zwar derart, daß die Wölbung der Oberseite des Blattes zu der Unterseite um einen rechten Winkel versetzt ist. Das Ruderblatt D besitzt im Grundriß eine derartige Gestaltung, daß die durch die Drehachse B gehenden zueinander senkrechten Achsen m-m gleiche Länge haben. Bei der in Abb. q. und 5 gezeichneten Stellung des Blattes D wird der in der Bewegungsrichtung des Flugzeuges, also in der Windrichtung durch das Blatt gelegte senkrechte Querschnitt oben durch eine Stromlinie c und unten durch eine Gerade f begrenzt. Bei dieser Stellung wird die Windströmung von der unteren Seite des Blattes nach, unten hin abgelenkt, es entsteht also ein Auftrieb des Flugzeuges. Wird das Blatt um go ° in die in den Abb. q. und 6 strichpunktiert dargestellten Lage Dl gedreht, so ist die obere Begrenzungslinie des in der Windrichtung durch das Blatt gelegten senkrechten Querschnittes eine Gerade f, während die untere c eine Stromlinie ist. Bei dieser Stellung erfolgt also der größte Abtrieb des Flugzeuges.
  • Die Drehachse B des Blattes D wird von einer aus drei Streben G, G, H bestehenden Konsole getragen, welche an den seitlichen Enden der Flügel E befestigt sind. Die beiden Streben G sind etwa waagerecht gerichtet und mit ihren Enden auf der Unterseite der Flügel E befestigt, während sich, die Strebe H von der Drehachse B aus schräg nach oben hin erstreckt und auf der Oberseite des Flügels befestigt ist. Bei der in Abb.5a dargestellten Ausführungsform ist die Drehachse B etwas zur Senkrechten geneigt und der Abstand der Strebe H von der Unterseite der Platte D größer gewählt als bei der Ausführungsform nach Abb. 5.
  • Die zur Handhabung des Ruderblattes D dienende Vorrichtung besteht aus einer mit dem Blatt starr verbundenen Seilscheibe J und einem um diese Seilscheibe geführten Seil K, welches an der Lenksäule in geeigneter Weise befestigt ist, und zwar derart, daß jedes Ruderblatt für sich gedreht werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Seitlich an den Enden der Flugzeugflügel angeordnetes waagerechtes Ruder, dessen Beeinflussung durch den Luftstrom durch Drehen um eine senkrechte Achse verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Ruderblattes derart ausgebildet ist, daß durch Drehen des Blattes um go ° wablweise die Ober- oder Unterseite wirksam ist.
  2. 2. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Seiten des Ruderblattes in an sich bekannter Weise derart windschnittig gekrümmt sind, daß die Wölbung der Oberseite des Blattes zu der der Unterseite etwa um einen rechten Winkel versetzt ist.
  3. 3. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Ruderblattes in Richtung der durch die Drehachse (B) verlaufenden Wölbung der Ober- und Unterseite annähernd gleich ist. q.. Rudereinrichtung nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung als Querruder das Ruderblatt (D) zu seiner Drehachse (B) derart exzentrisch angeordnet ist, daß sich sein Abstand vom seitlichen Ende des Flügels (E) bei der Drehung des Blattes aus der Stellung des größten Auftriebes in die des größten Abtriebes vergrößert.
DEP56168D 1927-04-12 1927-09-28 Seitlich an den Enden der Flugzeugfluegel angeordnetes waagerechtes Ruder Expired DE486052C (de)

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