DE480684C - Vorrichtung zum Hinterfuellen von Zement zwischen Bohrlochverrohrung und Bohrlochwandung - Google Patents

Vorrichtung zum Hinterfuellen von Zement zwischen Bohrlochverrohrung und Bohrlochwandung

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DE480684C
DE480684C DESCH79810D DESC079810D DE480684C DE 480684 C DE480684 C DE 480684C DE SCH79810 D DESCH79810 D DE SCH79810D DE SC079810 D DESC079810 D DE SC079810D DE 480684 C DE480684 C DE 480684C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B33/00Sealing or packing boreholes or wells
    • E21B33/10Sealing or packing boreholes or wells in the borehole
    • E21B33/13Methods or devices for cementing, for plugging holes, crevices or the like
    • E21B33/14Methods or devices for cementing, for plugging holes, crevices or the like for cementing casings into boreholes

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Description

  • Vorrichtung zum Hinterfüllen von Zement zwischen Bohrlochverrohrung und Bohrlochwandung Beim 'Niederbringen von Bohrlöchern muß die Verrohrung mit einer Zementschicht umkleidet werden, um hinzudringendes Wasser abzusperren und die Verrohrung zu befestigen und zu verstärken. Der Zement wird in flüssiger Form hinter die Verrohrung gepumpt durch ein Rohr, das bis zum Schuh der Verrohrung reicht und dort mit einem Kolben abgedichtet wird, so d'aß der durch das Rohr eingepumpte Zementschlamm gezwungen ist, außerhalb der Verrohrung aufzusteigen. Die hierfür verwendeten Kolben wurden bisher ausschließlich aus Gußeisen hergestellt. Säe haben den Nachteil, daß sie teuer in der Herstellung und nach dem Erhärten des Zementes schwer auszubohren sind;, wobei die Verrohrung leicht beschädigt wird.
  • Es lag nun nahe, für die Kolben Holz zu verwenden und die bekannte Eigenschaft, das Quellen desselben unter Wasser, zum Abdichten auszunutzen. Bisher scheiterte aber die Benutzung von Holzkolben daran, daß wegen der verhältnismäßig geringen Durchmesservergrößerung durch das Quellen die Kalben nur wenig kleiner als der innere Verrohrungsdurchmesser sein dürfen. Das Einlassen solcher Kolben in die mit Flüssigkeit gefüllte Verrohrung geht daher sehr langsam von statten, so daß bei tiefen Bohrlöchern die Kolben unterwegs sich festsetzen.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand durch einen zweckmäßig angeordneten Durchlaßschieber behoben, so daß der Kolben schnell nach unten gebracht werden kann und dort zum Abdichten kommt.
  • Ferner hat diese neue Vorrichtung den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß ihre Holz- und - Eisenteile so ausgebildet und zusammengesetzt sind, daß nach Beendigung der Zementierung und Heraus: holen des Hohlgestänges alle Eisenteile der Vorrichtung mit diesem mitgenommen werden, so daß nur Holzteile in der Verrohrung bleiben.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in einer Ausführungsform in der Zeichnung wiedergegeben. Abb. i ist ein Längsschnitt durch den Kolben. Abb. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A der Abb. i und Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Abb. i.
  • Der Kolben besteht aus dem Holzzylinder a, der durch den kegelförmigen Boden b nach unten abgeschlössen ist. Der Durchmesser des Kolbens ist nur wenig kleiner als der der Verrohrung, damit er beim Quellen des Holzes fest anliegt und gut dichtet. Der Kolben wird von dem Rohr c getragen, an dem er durch einen Bügel d befestigt ist, indem der Bügel mit seinen Spitzen e in das Holz eingetrieben ist. Durch die Muffe f ist das Rohr c mit dem Gestängerohr g verbunden. Das untere Ende des Rohres c ist durch den hölzernen Kegel h abgeschlossen. Oberhalb des Kegels h sind Schlitze i in der Rohrwand angebracht, die in einen kegelförmigen Hohlraum k münden. Vier schräg abwärts gerichtete Kanäle l führen von dem Hohlraum k nach außen. Damit die in dem Bohrloch stehende Flüssigkeit dem Einbringen des Kolbens keinen Widerstand entgegensetzt, ist dieser mit Durchlaßöffnungen o, o' versehen, die in einem Ring m und einer Buchse n vorgesehen sind. Sie werden durch einen Schieber p gesteuert, der auf dem Rohr c verschiebbar angeordnet ist, und münden in Nuten g, die, wie Abb. 2 erkennen läßt, in dem Kolben a ausgespart sind.
  • Die Vorrichtung wirkt folgendermaßen: Der Kolben wird mit dem Rohr g so weit in das Bohrloch eingelassen, bis er mit den Öffnungen Z unten aus der Verrohrung herausragt. Beim Versenken des Kolbens tritt die in dem Bohrloch stehende Flüssigkeit durch die Öffnungen l in das Innere des Kolbens, drückt den Schieber p nach oben, so daß dieser die Löcher o und o' freigibt, und gelangt durch diese über den Kolben. Durch Aufquellen des Holzes setzt sich der Kolben in der Verrohrung fest. Tun wird die Verrohrung .oben mit einer Stopfbüchse verschlossen und die Wassersäule in der Verrohrung unter Druck gesetzt, damit der einzupumpende Zement nicht durch Anheben des Schiebers p in die Verrohrung gelangen kann. Jetzt wird die flüssige Zementmasse durch das Gestänge g eingepumpt, wobei sie durch die Schlitze i und l hinter die Verrohrung gedrückt wird. Ist die Zementierung beendet, so wird das Gestänge herausgezogen, wobei der Stopfen 1a in der kegelförmigen Ausbohrung k steckenbleibt. Beim, weiteren Anheben des Gestänges wird das Rohr c aus dem Kegel h herausgezogen, wobei gleichzeitig der Ring in, der auf einem Absatz des Rohres c aufliegt, ferner die Buchse ia, der Schieber p und der Bügel e von dem Kolben a getrennt werden. Es bleiben also nur die Holzteile a, b und h in der Verrohrung zurück, aus der sie leicht durch Ausbohren entfernt werden können, sobald die Zementumkleidung erhärtet ist.
  • Der Holzkolben nach der Erfindung ist wesentlich billiger als die bisher gebräuchlichen Metallkolben. Die Abdichtung durch Quellen ,des Holzes ist einfach und zuverlässig, und das Ausbohren der zurückbleibenden Holzteile geht leicht und schnell vonstatten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCI3E: I. Vorrichtung zum Hinterfüllen von Zement zwischen Bohrlochverrohrung und Bohrlochswandung, gekennzeichnet dadurch, daß der Dichtungskolben zwischen Bohrlochsverrohr ung und dem zum Einfüllen des Zementes dienenden Hohlgestänge aus unter der Einwirkung des Wassers quellendem Holz besteht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, (iaß im Innern des Holzkolbens Kanäle für den Durchtritt der beim Einbringen des Kolbens Verdrängten Flüssigkeit vorgesehen sind, die durch einen Rohrschieber selbsttätig gesteuert werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß deren Holz-und Eisenteile derart ausgebildet und zusammengesetzt sind, daß nach Beendigung der Zementierung und Herausholen des Hohlgestänges alle Eisenteile der Vorrichtung mit diesem mitgenommen werden, so daß nur Holzteile in der Verrohrung zurückbleiben.
DESCH79810D 1926-08-19 1926-08-19 Vorrichtung zum Hinterfuellen von Zement zwischen Bohrlochverrohrung und Bohrlochwandung Expired DE480684C (de)

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