DE47835C - Bandwebstuhl mit umlaufendem Broschirschützen - Google Patents
Bandwebstuhl mit umlaufendem BroschirschützenInfo
- Publication number
- DE47835C DE47835C DENDAT47835D DE47835DA DE47835C DE 47835 C DE47835 C DE 47835C DE NDAT47835 D DENDAT47835 D DE NDAT47835D DE 47835D A DE47835D A DE 47835DA DE 47835 C DE47835 C DE 47835C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shooters
- brochure
- wraparound
- gate
- rotating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000009941 weaving Methods 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000007688 edging Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D31/00—Lappet, swivel or other looms for forming embroidery-like decoration on fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1888 ab.
Mit dem rotirenden Webschützen soll beiweckt werden, dafs der Faden in dem Schützen,
der sogenannte Schufs, stets nur von einer Seite durch die Kette geführt wird, während
bei den geradlaufenden sowie' Bogenschützen der Schufs beim Hingang sowohl als auch
3eim Rückgang des Schützens durch die Kette
geht.
Um dies zu erreichen, ist der Schützenlauf 'ireisbogenförmig angeordnet, und es bewegt
ich der Schützen in demselben stets nach ■iner Richtung im Kreise herum. Der Schützen-
:.auf a, Fig. 1 bis 4, wie auch die in demselben
laufende Führung des Webschützens b haben einen doppelt-T- förmigen Querschnitt,
durch den ein Heraustreten des Schützens aus der Führung verhindert wird.
Die Bewegung des Schützens wird durch ΐϊη auf dem mittleren Steg der T-förmigen
Führung entweder nach aufsen, Fig. 1 und 2, oder nach innen, Fig. 3 und 4, angebrachtes
Zahnradsegment c herbeigeführt.
In dieses Zahnradsegment greifen kleine Triebräder e, die entweder, wie in Fig. 1 und 2,
durch Zwischenräder f oder, wie in Fig. 3 and 4, durch ein in der Mitte sitzendes Rad g
angetrieben werden. Die Einrichtung ist so ingeordnet, dafs, bevor das Zahnsegment des
Schützens das eine Triebrad verläfst, es bereits von dem nächstfolgenden Triebrad ergriffen
ist, .und bleibt somit das Zahnsegment des Schützens stets im Eingriff mit den Triebrädern.
Der Vortheil bei Anwendung von rotirenden Schützen wird sich hauptsächlich in der
Bandweberei bemerkbar machen, und vorzugsweise bei Anfertigung von Borten mit aufliegender
Litze. Während man bis jetzt Borten mit gewölbter Litze nur durch Aufbringen der
letzteren durch Handarbeit herstellte, wird man bei Anwendung von rotirenden Webschützen
auch Borten mit gewölbter Litze auf mechanischem Wege herstellen können. Je nach vorliegendem
Muster werden sich, derartige Apparate herstellen lassen, die mit zwei, drei oder
mehr rotirenden Schützen arbeiten, und wird es sich empfehlen, die Apparate so anzufertigen,
dafs, wenn das angetriebene Rad eine Umdrehung macht, der Schützen je nach Anzahl
der im Apparat befindlichen Schützen Y2, Y3 etc.
Umdrehungen macht. In Fig. 1 ist z. B. das angetriebene Rad mit 22 Zähnen angenommen,
während der Durchmesser der Schützenverzahnung einem Rade von 66 Zähnen entspricht,
so dafs bei einer Umdrehung des Antriebrades der Schützen Y3 Umdrehung vom Kreise macht,
welche Bewegung in diesem Falle bei jedem Schufs erforderlich ist.
Es lassen sich mit einem solchen Apparat, bei einem Durchgang, Borten mit gewölbter
Litze herstellen, indem gleichzeitig mit den rotirenden Schützen auch geradlaufende Schützen
in Anwendung kommen, für deren Lauf die Nuth h angedeutet1 ist. Wenn, wie üblich,
mehrere Apparate neben einander arbeiten sollen, so läfst sich dies hierbei erreichen, indem man,
wie Fig. ι zeigt, das treibende Rad i zwischen
zwei Apparaten anbringt, wobei das Rad k dem nächsten Apparat angehörig ■ gedacht ist.
Auch bei den rotirenden Schützen kommen die bekannten federnden Spulen in Anwendung.
In den Fig. 5 bis 10 ist ein Webstuhl nebst Details dargestellt, auf welchem man Borten
mit aufgewebter Rundlitze mechanisch erzeugen kann.
Die neue Erfindung besteht darin, dafs an einem Webstuhl zu den bekannten hin- und
herlaufenden Webschützen noch sich in einem Kreise stets nach ein und derselben Richtung
herumbewegende Webschützen hinzukommen, und es hierdurch ermöglicht wird, dafs auf
den durch die hin- und herlaufenden Schützen erzeugten Borten auch gleich die durch die
rotirenden Schützen gebildeten Litzen mit aufgewebt werden.
Der bekannte Antrieb für die hin- und herlaufenden Schützen α durch Zahnstange b und
Zwischenräder c ist unabhängig von dem Antrieb der rotirenden Schützen d. Die rotirenden
Schützen d haben eine nach einem Kreise gebogene Form und führen sich in einer
kreisförmigen Vertiefung f. Der Antrieb der Schützen geschieht durch Räder g, die in die
verzahnten Schützen eingreifen. Diese Räder g können entweder innerhalb, Fig. 7, oder aufserhalb,
Fig. 8, der kreisförmigen Führung/ angeordnet sein. Die Räder g werden entweder,
wie Fig. 7, durch das Mittelrad i oder, wie Fig. 8, mit Hülfe der Räder g1 durch das
zwischen zwei Gängen befindliche Rad k angetrieben. Die Antriebräder i bezw. k werden
durch die auf ihren Achsen befindlichen Kurbeln h in Bewegung gesetzt. Die Zapfen der
Kurbeln h fassen in die durchgehende Stange Z, die durch den auf dem Sperrräde η befindlichen
Zapfen m, Fig. 7, ihre Bewegeng erhält. Die schaltweise Bewegung des Sperrrades «.wird
durch die Knaggenwelle 0 und den Hebel ρ herbeigeführt (Fig. 5 und 6). Die Bewegung
des Sperrrades und die hiermit verbundene Bewegung der rotirenden Schützen d erfolgt
jedesmal dann, wenn die Kettenfäden s gehoben sind und die Knaggenwelle 0 auf den Hebel ρ
wirkt, und zwar bis zur Durchführung eines Schützens, womit der die Litze bildende Schufsfaden
r durch die Kette geführt wird. Nach stattgefundenem Wechsel der Kettenfäden macht
der nächstfolgende Schützen denselben Durchzug und so fortlaufend.
In dieser neuen Anordnung, dafs sich die rotirenden Schützen stets nach einer Richtung
herum im Kreise bewegen,, besteht der wesentliche Unterschied gegenüber den sonst existirenden
Broschirladen, bei denen die Schützen bezw'. Spulhalter stets denselben Weg wieder
zurückgehen müssen.
In Fig. 9 ist gezeigt, wie durch die gehobenen Kettenfäden s gleichzeitig durch den rotirenden
Webschützen d sowohl, als auch durch den hin- und herlaufenden Schützen α die Schufsfäden
r durchgeführt werden, während Fig. 10 die Stellung zeigt, in welcher die Schützen in
Ruhe und die Kettenfäden in der Wechselung begriffen sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Bandwebstuhl, bei welchem besondere Broschirfäden mit Hülfe kreisender (nicht schwingender) Spulen eingewebt werden.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47835C true DE47835C (de) |
Family
ID=322851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47835D Expired - Lifetime DE47835C (de) | Bandwebstuhl mit umlaufendem Broschirschützen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47835C (de) |
-
0
- DE DENDAT47835D patent/DE47835C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE47835C (de) | Bandwebstuhl mit umlaufendem Broschirschützen | |
| DE185138C (de) | ||
| DE239177C (de) | ||
| DE120741C (de) | ||
| AT82767B (de) | Bandwebstuhl. | |
| AT223143B (de) | Mehrschützenwebstuhl | |
| DE569913C (de) | Breitwebstuhl mit Schuetzentreiblitzenplatten | |
| DE1808777C3 (de) | Vorrichtung zum Antreiben der gegenläufig bewegbaren Greiferstäbe von schützenlosen Webmaschinen | |
| DE141337C (de) | ||
| DE132959C (de) | ||
| DE35595C (de) | Webstuhl für Bänder mit gedrillten Fransen | |
| DE104059C (de) | ||
| DE38616C (de) | Lade für mechanische Bandwebstühle | |
| DE40649C (de) | Vorrichtung zur mechanischen Führung des Pantographen an Stickmaschinen | |
| DE103342C (de) | ||
| DE143186C (de) | ||
| DE159979C (de) | ||
| DE195143C (de) | ||
| DE171898C (de) | ||
| DE182284C (de) | ||
| DE179664C (de) | ||
| DE686445C (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Schnittleisten in Geweben | |
| DE302958C (de) | ||
| DE693270C (de) | Bandwebschuetzen | |
| DE150038C (de) |