DE477696C - Anordnung zur Umformung von elektrischen Spannungs- oder Stromaenderungen in proportionale AEnderungen einer Lichtintensitaet - Google Patents

Anordnung zur Umformung von elektrischen Spannungs- oder Stromaenderungen in proportionale AEnderungen einer Lichtintensitaet

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DE477696C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/66Transforming electric information into light information

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  • Apparatus For Radiation Diagnosis (AREA)

Description

  • Anordnung zur Umformung von elektrischen Spännungs- oder Stromänderungen in proportionale Änderungen einer Lichtintensität Als Anordnung zur Umformung von elektrischen Spannungs- oder Stromänderungen in proportionale Änderungen einer Lichtintensität sind bisher bekannt der sprechende Lichtbogen, eine manometrische Flamme, welche durch Schallschwingungen beeinflußt wird, sowie Glimmlichtröhren, bei denen die Ausdehnung des Glimmlichtes variiert. Diesen Arten von Lichtrelais wird durch nachstehend beschriebene Erfindung eine neuartige Anordnung zu demselben Zweck zugefügt.
  • Der Verwendungszweck ist folgender: Es sei die Aufgabe gestellt, eine lichtelektrische Zelle durch Licht wechselnder Intensität zu erregen oder etwa einen photographischen Film mit Licht wechselnder Intensität zu belichten. Hierbei soll der Wechsel der Lichtintensität proportional einem anderen Vorgange sein, z. B. proportional den Schallschwingungen der Sprache.
  • Es ist seit langem bekannt, daß Kathodenstrahlen, welche Fluoreszenzschirrne treffen, ein Aufleuchten hervorrufen. Diese Erscheinung ist bisher bereits in der Wissenschaft dazu benutzt worden, den Verlauf der Kathodenstrahlen und die Wirkung beschleunigter und verzögernder Felder zu beobachten.
  • Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um die Benutzung solcher mit Fluoreszenzschirmen und Steuerelementen versehenen Kathodenstrahlröhren für den Zweck der Schaffung einer Anordnung, um elektrische Strom- und Spannungsänderungen quantitativ in Lichtänderungen umzuwandeln. Eine solche Anordnung sei nachfolgend kurz als Lichtrelais bezeichnet.
  • Man hat vorgeschlagen, diese -Aufgabe durch Anordnungen zu lösen, bei denen die Anode der Kathodenstrahlröhre zur Aufrechterhaltung der Kathodenstrahlen dient und gesondert hiervon als lichtaussendendes Element die leuchtende Gasfüllung der Kathodenstrahlröhre zu benutzen.
  • Erfindungsgemäß wird nun im Gegensatz hierzu die Aufgabe der Umwandlung von elektrischen Spannungs- oder Stromänderungen in proportionale Änderungen einer Lichtintensität mittels einer solchen Anordnung gelöst, bei der auf der Anode selbst das lichtabgebende Element angeordnet ist. Auf diese Weise erhält man eine vereinfachte Anordnung, die in vielen Fällen ausreichend ist.
  • Das Wesen der Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In der Abbildung ist schematisch die erfindungsgemäße Anordnung gezeigt.
  • Die auf die Membran r eines Mikrophons o. dgl, auftreffenden Schallschwingungen werden in bekannter Weise unter Zwischenschaltung einer Batterie 2 und eines Transformators 3 in elektrischen Wechselstrom übergeführt. Dieser Wechselstrom bzw. die Wechselspannung wird der Steuerstrecke eines Entladungsgefäßes ¢ zugeführt, welches beispielsweise eine Glühkathode g, ein Gitter 6 und eine Anode 7 enthält. Die Anode ist über eine Spannungsquelle 8 mit der Kathode verbunden. Die Kathode wird durch eine Batterie g geheizt. Das Entladungsgefäß q. enthält nun erfindungsgemäß ein Element, welches in an sich bekannter Weise unter der Einwirkung der Entladung innerhalb des Entladungsgefäßes Licht aussendet, deren Intensität von der Stärke der Entladung in dem Gefäß abhängt. Wird nun durch das Steuerorgan wieder die Intensität der Entladung in dem Gefäß geändert, so schwankt auch entsprechend die ausgesandte photographische Strahlung.
  • Der erläuterte prinzipielle Gedanke läßt sich in einfachster Weise verwirklichen. Zum Beispiel kann die Anode 7 aus einem Glimmerblättchen bestehen, welches mit einem schwach leitfähigen und unter der Einwirkung des auftreffenden Entladungsstromes fluoreszierenden Material- überzogen ist. Hierfür sind -alle-Materialien geeignet, welche die Eigenschaft der Fluoreszenz zeigen, z. B. Bariumplatincyanür, Chininsulfat, Fluoreszein usw. Da das Zinksulfit bekanntlich gegen Wärmestrahlung sehr empfindlich ist, so kann es nur als Anodenbelag benutzt werden, wenn es vor Wärmestrahlen geschützt, also keine Glühkathode, sondern eine kalte Kathode vorhanden ist, z. B. eine lichtelektrische Kathode beliebiger Art, welche durch ständige konstante Belichtung zu einer Elektronenquelle gemacht wird. Auf diese Weise kann man jede Wärmewirkung ausschalten. Auch kann man in bekannter Weise die Wärme oder sonstige schädlichen Strahlen durch gegebenenfalls innerhalb des Entladungsgefäßes angebrachte Filter absorbieren.
  • Bei dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel würde die Anode 7 selbst :eine Lichtausstrahlung ergeben, welche entsprechend den Schwankungen der Steuerspannung am Gitter 6 variiert. Dieses Licht bringt man etwa zum Zwecke der photographischen Niederschrift direkt oder unter Zwischenschaltung von Spalten, Linsen o. dgl. auf den photographischen Film =o zur Wirkung, welcher mittels der Rollen 1r, 12 an der Röhre vorbeigeführt wird. Man erhält dann auf dem Film eine Schwärzung, welche proportional der ausgesandten Strahlung ist, welche ihrerseits proportional den auf die Membran x auftreffenden Schallschwingungen ist.
  • Zwischen dem Mikrophon = und dem Lichtrelais q. kann, wenn nötig, eine Reihe von Verstärkern bekannter Art, vorzugsweise Glühkathodenverstärker, angeordnet werden. Statt eines Mikrophons wird zweckmäßig, wenn es sich um die Aufnahme von Schallschwingungen handelt, .ein elektromagnetisch oder elektrostatisch wirkendes Mikrophon verwendet (Telephon oder Membrankondensator), um die Wirkungen der bei einem Körnermikrophon unvermeidlichen Stromunruhe auszuschalten. Es versteht sich von selbst, daß die Einrichtung q. bis 12 auch verwendet werden kann, wenn es sich um die Niederschrift anderer Arten von variierenden elektrischen Intensitäten handelt, z. B. um die Niederschrift der von einem Maschinengeber ausgesandten und auf einer Empfangsstation zu empfangenden Morsezeichen.
  • Mit der zwischen der Kathode g und dem Steuer 6 geschalteten Spule kann in - diesem Falle direkt die auf die Empfangswelle abstimmbare Empfangsantenne gekoppelt werden. Die Einrichtung arbeitet nun ganz analog wie in dem eben beschriebenen Beispiel der Umwandlung von Sprechströmen in Schwankungen einer Lichtintensität, und zwar folgendermaßen. Ist nötigenfalls unter Benutzung einer Gittervorspannungsbatterie in an sich. bekannter Weise -die Anodencharakteristik des Relais auf den unteren Knick eingestellt, so erhält man bei Auftreffen hochfrequenter Impulse auf die Steuerspule des Lichtrelais in demselben ein Kathodenstrahlenbüschel mittlerer Intensität, das den fluoreszierenden Überzug der Anode 7 zu einer Leuchterscheinung anregt. Wenn nun die hochfrequenten Impulse in der Empfangsantenne im Rhythmus der Morsezeichen erfolgen, so bekommt man in demselben Rhythmus auf .dem Film zo eine Schwärzung und hat damit eine Niederschrift der Morsezeichen.
  • Die beschriebene Einrichtung eignet sich nicht nur zur Niederschrift, sondern auch zur Wiedergabe - von Stromänderungen. In diesem Falle wird an Stelle des Films xo eine lichtelektrische Zelle beliebiger Art gesetzt. Die schwankenden Licht- oder Strahlungsintensitäten des Elements 7 werden dann durch die lichtelektrische Zelle in Stromschwankungen umgesetzt und können in deren Stromkreis direkt oder nach Verstärkung abgehört werden. In diesem Falle können die dem System q. zugeführten veränderlichen Ströme oder Spannungen ihrerseits herrühren von einem wechselnd belichteten Filmband zo, durch welches hindurch Licht auf 1 eine lichtelektrische Zelle geworfen wird. Im Stromkreis der lichtelektrischen Zelle treten dann Strom- oder Spannungsschwankungen auf, welche der Steuerstrecke des Lichtrelais q. zugeführt werden -können.
  • An Stelle der Batterie 8 kann auch eine Hochfrequenzquelle zur Anwendung gelangen. Abgesehen davon, daß man hiermit bequem die zur Erzielung ausreichender Lichtintensitäten notwendigen hohen Anodenspannungen erzeugen kann, wird man von _. der Verwendung einer Hochspannungsbatterie befreit und hat, was beispielsweise für transportable Geräte notwendig sein kann, die Möglichkeit, die erforderlichen Betriebsspannungen aus dem Lichtnetz zu nehmen.
  • Für eine solche Hochfrequenzquelle kommt ein Hochfrequenzgenerator beliebiger Art, z. B. einVakuumröhrenschwingungserzeuger, inFrage.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Anordnung zur Umformung von elektrischen Spannungs- oder Stromänderungen in proportionale Änderungen einer Lichtintensität mit Hilfe eines unter dem Einflusse von Kathodenstrahlen lichtaussendenden Stoffes, bei welcher die elektrischen Schwankungen dem Steuerorgan einer Kathodenstrahlröhre, z. B. Glühkathodenröhre, zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode selbst mit dem Leuchtstoff, beispielsweise einem phosphoreszierenden oder lumineszierenden Körper, bedeckt ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode aus lichtdurchlässigem Material, wie beispielsweise Glimmer, der mit einer leitenden fluoreszierenden Schicht bedeckt ist, hergestellt wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektronenquelle eine kalte Kathode, beispielsweise eine lichtelektrische Kathode, welche konstant belichtet ist, und daß als lichtempfindliche Schicht auf der Anode Zinksulfit,Verwendung findet. q.. Anordnung nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannungsquelle für den Entladungsstrom ein Hochfrequenzgenerator beliebiger Art, beispielsweise ein Vakuumröhrenschwingungserzeuger, Verwendung findet.
DEL54443D 1921-11-27 1921-11-27 Anordnung zur Umformung von elektrischen Spannungs- oder Stromaenderungen in proportionale AEnderungen einer Lichtintensitaet Expired DE477696C (de)

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