DE467299C - Glasblasemaschine und Einrichtung zur Beschickung derselben - Google Patents

Glasblasemaschine und Einrichtung zur Beschickung derselben

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DE467299C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/20Blowing glass; Production of hollow glass articles in "vacuum blowing" or in "vacuum-and-blow" machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

Es ist bekannt, Gegenstände aus geblasenem Glas durch Aufnahme- oder Vorformen mit Kopfformen (Halsformen) darüber herzustellen, die das Glas durch Ansaugen schöpfen, das entstandene Külbel einer Fertigform zu überliefern, wo das Külbel in seine endgültige Gestalt geblasen wird. Die meisten Maschinen zur Verwirklichung dieses Vorganges besitzen eine gewisse Anzahl von Vorformen und Fertigformen, die um eine Mittelachse kreisen, während die Vorformen der Reihe nach in das flüssige Glas tauchen, um sich durch Ansaugen zu füllen, sich dann öffnen und das Külbel der Fertigform übergeben, wo es in seine endgültige Gestalt geblasen wird. Dieser allgemeine Vorgang bringt es mit sich, daß jedes Element der Maschine (Aufnahmeform und Fertigform) seine Arbeit in der gleichen Zeit und in derselben Lage ausführt. Jedes EIe-
ao ment einer und derselben Maschine entspricht demnach der Erzeugung eines in seiner Art gleichen Gegenstandes.
Dann bringt es die Tätigkeit solcher Maschinen mit sich, daß die Aufnahmeformen das Glas folgeweise an derselben Stelle schöpfen, in Zeitabständen, die um so geringer sind, je größer die Zahl der Elemente ist. Hieraus folgt, daß sich das Glas an der Schöpfstelle rasch abkühlt und nicht die zum Schöpfen erforderliche gleichmäßige Zähigkeit bewahrt.
Verstärkt wird das Abkühlen noch durch den Umstand, daß die in der Ofenvorderwand für den Eintritt der Aufnahmeform oder des Schöpfgeräts und ihr Eintauchen erforderliche Öffnung oder ein aus der -Ofenwand vorspringendes offenes, u. a. drehbares Becken beträchtliche Abmessungen besitzen muß. Diese Abmessungen hängen von der Bahn der in zum Glasvorrat tretenden Teile ab, die bei den bekannten Maschinen einen beträchtlichen Raumbedarf haben, und die großen Öffnungen oder freiliegenden Glasspiegelflächen führen zu einem starken Wärmeaufwand mit dem weiteren Übelstand, die Teile der Maschine der strahlenden Hitze des Ofens stark auszusetzen. Die Formen folgen sich fast ununterbrochen in der Öffnung des Ofens, so daß es nicht möglich ist, die Öffnung zu schließen, diese somit ständig offen bleiben muß.
Um die geschilderten Übelstände abzuschaffen, hat man Kunstgriffe benutzt, z. B. die radial zur Maschinenmittelachse in den Ofen eindringende Aufnahmeform nebst Kopfform und Saugkopf zu neigen, um die Einführungsöffnung zu verkleinern.
Damit die Entnahme des Glases in sehr rascher Reihenfolge an der gleichen Stelle vermieden wird, hat man auch Maschinen erdacht, die nur ein einziges Formenspiel und einen zwischen einer Füll- und einer Formstellung hin und her gehenden Saugapparat
(Aufnahmeform, Kopfform, Saugkopf) aufweisen. Diese Maschinen erfordern Schöpfzwischenkörper, wie Saugrohre, Schöpfgefäße o. dgl., welche das Glas zur Form zu heben gestatten, und die auf das geschöpfte Glas eine derart abkühlende Wirkung ausüben, daß sich die Benutzung solcher Maschinen als unmöglich erweist. Oder, falls der Aufnahmeapparat (Aufnahmeform) Kopfform, Saugkopf) durch ίο die stets offene Öfenöffnung in das Innere eingeführt und dort in den Glasspiegel eingetaucht wurde, so war es nötig, hierzu die ganze Maschine jedesmal vor- und zurückzufahren und die gefüllte Aufnahmeform dann seitlich nach der Fertigform hinzuschwingen. Die Erfindung richtet sich auf eine Maschine, die vollkommen selbsttätig nach dem bekannten Saugverfahren arbeitet, jedoch die geschilderten Nachteile gänzlich ausschließt und außerdem manche Vorteile der Leistung und der Wirkungsweise aufzuweisen hat. Diese Maschine besitzt ebenfalls nur einen einzigen Formensatz mit einer Aufnahmeform, die das Glas unmittelbar aus dem Glasspiegel des Ofens schöpft, ohne Zwischenkörper, und die Einrichtung ist so" getroffen, daß die Arbeit rascher als bei früheren Versuchen vor sich geht und dort das Einführen der Aufnahmeform in den Ofen unter Erhaltung einer für die Arbeit passenden und gleichmäßigen Temperatur und Zähigkeit des Glases vonstatten geht.
Die Lösung der Aufgabe ist folgenden Merkmalen zu verdanken:
i. Die öffnung in der Ofenwand zur Einführung der Aufnahmeform ist vermöge der dieser Form erteilten Bewegung auf ein Mindestmaß verkleinert;
2. diese Öffnung ist durch einen Schirm während der ganzen Zeit verschlossen, wo sich die Form außerhalb des Ofens befindet.
Unter diesen Umständen, und da die Maschine gleich bekannten nur ein einziges Formenspiel besitzt, sind die Zeitabstände, in welchen die Aufnahmeform in das Glas des Ofens 'eintaucht, genügend groß, mn das Wiedererhitzen des Glases während der aufeinanderfolgenden Eintauchungen zu ermöglichen.
Ein anderer wichtiger Vorteil der Maschine besteht darin, daß, sobald die Kopfoder Halsform das Külbel der Fertigform überliefert hat und zur Verteilung zurückkehrt, zu gleicher Zeit ein Blaskopf auf die Fertigform aufgesetzt wird. Hieraus folgt, daß während des Blasens einer Flasche die Aufnahmeform unter ihrer Halsform und unter einem Saugkopf eine neue Flaschenpost anzusaugen vermag. Hierdurch wird die Leistung in der Zeiteinheit auf das Höchste gesteigert. Außerdem kennzeichnet sich die Maschine dadurch, daß die der senkrechten Beförderung des Külbels von der Aufnahmeform bis zur Fertigform dienende Halsform sowohl von der Aufnahmeform als auch von dem Saugkopf vollständig unabhängig ist. Bei jeder Beförderung des Külbels entfernt sich die Halsform von dem Saugkopf und damit von dem Dorn, der sich fest in dem letzteren befindet. Der Dorn kann sich demnach während der Beförderungszeit abkühlen und, ohne anzuhaften, die Berührung des flüssigen Glases bei jeder Külbelbildung erleiden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht; es stellen dar: Abb. ι einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Grundriß,
Abb. 3 eine Ansicht der Maschine von der Ofenseite her,
Abb. 4 eine Einzeldarstellung der Aufnahmeform in größerem Maßstabe,
Abb. 5 bis 7 einen senkrechten Schnitt nach der Linie A-A von Abb. 1 in größerem Maßstabe.
Die Maschine besitzt einen Sockel 1 mit einem an der Rückseite angebrachten Kasten 2, der sämtliche Antriebsteuerteile birgt. Der Sockel ruht auf der Erde oder auf Schienen mittels vier Rädern 3, so daß sich die Maschine leicht und schnell vor den Ofen führen oder von ihm entfernen läßt.
Zur Vereinfachung der Zeichnung und der Beschreibung sind die in dem Sockelkasten 2 untergebrachten Getriebe nicht dargestellt. Diese Getriebe bestehen in einer gewissen Zahl umlaufender Scheiben mit Kurvenrinnen, die unter Vermittlung von Rollen und Hebeln den Lenker oder Stangen hin und her bewegen, um die erforderlichen Antriebe zu schaffen.
Auf den Zeichnungen sind die Lenker und Stangen angegeben, damit der Zusammenhang erfaßt werden kann.
Auf der Vorderseite des Sockels ist die Fertigform aus zwei Hälften 4 und 5 (Abb. 1 und 2) angebracht, die sich um eine Achse 6 drehen. Die Bewegung des Öffnens und Schließens der beiden die Fertigform bildenden Teile 4 und 5 wird durch Lenker'8 hervor- no gebracht, die von einem um eine Achse ja drehbaren und durch einen Lenker 76 bedienten Hebel 7 unabhängig sind. Der Lenker 76 erhält eine hin und her gehende geradlinige Bewegung. Vier stehende Säulen 9, 10, ii, 12, zwei und zwei durch Querstützen verbunden, dienen den anderen Teilen der Maschine als Träger. Die Säulen 9 und 10 nehmen zwei parallele Schienen 14 und 15 durch Vermittlung von Zapfen 16 und 17 auf, um die die Schienen zu schwingen vermögen. An ihren hinteren Enden werden die Schienen durch
einen Lenker 18 gehalten, der zu bestimmten Zeiten auf und nieder geht, um den Schienen 14 und 15 eine gewisse Neigung zu verleihen.
Die Schienen 14, 15 bilden einen Gleitweg für einen Schlitten 19, dem eine hin und her gehende Bewegung durch ein Hebelwerk 33,35 und die beiden Lenker 34 (Abb. 1) erteilt wird.
Auf dem Schlitten 19 befindet sich die Aufnahmeform 20, deren Schalen von den um Achsen 21, 22 drehbaren zweiarmigen Winkelhebeln 23, 24 getragen werden. Dem öffnen und Schließen der Aufnahmeform dient folgendes Getriebe: Jeder Arm 23 oder 24 ist an seinem einen Ende durch einen Lenker 25 bzw. 26 mit einem Schieber 27 verbunden, der auf einer am Schlitten 19 befestigten Bahn 28 gleitet. Dieser Schieber 27 kann durch einen Lenker 29 und einen Winkelhebel 30, der sich
ao um die Achse 79 am Schlitten 19 dreht, hin und her bewegt werden. Der andere Arm des Winkelhebels 30 trägt einen Stift 31 zum Einfassen in eine Gabel an einer auf und nieder gehenden Stange 32.
Die Abb. 1 und 2 lassen erkennen, wie sich öffnen und Schließen der Aufnahmeform 20 unter der Einwirkung des Gleitens des Schiebers 27 auf der Schiene 28 vollziehen. Hervorzuheben ist, daß gemäß Abb. 2 bei geschlossener Aufnahmeform die Lenker 25, 26 senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens stehen, so daß jene Lenker kniehebelartig jedem Öffnungsbestreben der Form entgegenwirken, sie also während der waagerechten Lagenänderung fest geschlossen halten.
Eine zweiteilige Halsform 36 ruht bei dem Betriebszustande der Abb. 1 in einer oberen Einsenkung der Aufnahmeform 20. In der Lage der Abb. 1 und 4 befinden sich die beiden Hälften der Halsform auf Zapfen 37, 38 an zwei Hängern 39 und 40 (Abb. 1, 3, S und 6) mit Drehachsen 41,42 an einem Querhaupt 43 (Abb. 1 und 8), das von einer in Führungen 45 an den Säulen 9, 10 senkrecht auf und ab beweglichen Gleitschiene 44 gehalten wird. Gleitschiene 43 und Schiene 44 und damit auch die Hänger 39, 40 können zu gewollten Zeiten durch die Lenker 46 #(Abb. 1) und einen Hebel 47 gehoben oder gesenkt werden, wobei der Hebel 47 durch eine Stange 48 bedient wird, der eine geradlinige Hinundherbewegung des Auf- und Absteigens erteilt wird. Die Aufundabbeweglichkeit der Halsform dient der Überführung des Külbels aus der Aufnahme- in die Fertigform.
Das öffnen der Halsform 36 am Ende ihres Abwärtsganges wird durch folgende Getriebe (Abb. S bis 7) hervorgebracht: Wenn sich die Halsform am unteren Ende ihres Hubes befindet, kommen die Zapfen 37, 38 in die Bahn zweier Knaggen 65, 66, die auf senkrechten Stangen 67, 68 angebracht sind, und j indem sie in die Lage der Abb. 7 durch eine Schwenkbewegung gelangen, das Öffnen der Form hervorbringen. Die Stangen 67, 68 sind durch Zahnsegmente 69, 70 verbunden, und die Stange 68 erhält durch eine Kurbel 71 und einen Lenker 72 Antrieb.
Oberhalb der Aufnahmeform 20 und der Halsform 36 ist ein Saugkopf vorgesehen (Abb. ι und 4); er wird von der Halsform umschlossen und ist durch ein Rohr 50 mit einem Hohlraum 73 im Schlitten 19 verbunden, welcher durch ein biegsames Rohr 51 an einen nichtdargestellten Behälter angeschlossen ist, in demMinderdruck besteht. Das Rohr 50 muß in dem Kanal 73 gleiten, damit der Saugkopf 49 bei ihren Lageänderungen infolge der Ausdehnung und Zusammenziehung der die Form tragenden Arme zu folgen vermag.
Das Innere des Saugkopfes 49 steht durch öffnungen 52 mit der Halsform 36 und der Aufnahmeform 20 in Verbindung. Der Hälsdorn 53 ist an dem Saugkopf 49 fest angebracht.
Die Verschlußtür 54 der Ofenöffnung ist in einem Haken 55 am Ende eines Hebels 56 eingehängt, der um ein Gelenk 74 zwischen den Säulen n, 12 drehbar ist. Den Hebel bedient ein Lenker 57, der zu dem Schlitten 19 führt, derart, daß bei der Bewegung des Schlittens gegen den Ofen hin die Tür 54 hochgeht, um die Einführung der Aufnahmeform 20 in das Innere des Ofens zu gestatten, während sie sich bei der entgegengesetzten Richtung schließt.
Ein Messer 58 ist bestimmt, das Glas am Boden der Aufnahmeform 20 abzuschneiden, nachdem das Ansaugen stattgefunden hat. Das Messer befindet sich an zwei parallelen Stangen 59 (Abb. 1 und 3), die von Rollen 60 geführt, in einem gewollten Zeitpunkt eine geradlinige Hinundherbewegung erfahren.
Endlich vermag ein Blaskopf 61 die Mündung der Fertigform 4 zu bedecken. Dieser Blaskopf steht mit einem nichtdargestellten Preßluftbehälter in Verbindung und gestattet, Preßluft in das Innere der Fertigform einzulassen, wenn das Blasen der Flasche bewirkt werden soll; damit er sich zur gegebenen Zeit der Fertigform anlegen kann, wird der Blaskopf von einer Achse 62 (Abb. 1 und 2) getragen, die einer doppelten Bewegung, nämlich einer Drehung und eines Aufundabwärtsganges, fähig ist. Die Drehung wird durch ein Hebelwerk 75, 76, die senkrechte Bewegung durch ein Hebelwerk 77, 78 hervorgerufen. Die Lenker 75 und 78 erhalten eine Hinundherbewegung.
Ist das Blasen der Flasche vollendet und die Fertigform geöffnet, so erfährt der Blaskopf 61 eine Winkeldrehung, welche, da der
Flaschenkopf über das obere Fertigformende und in den Blaskopf ragt, die Flasche umwirft, so daß sie auf eine geneigte Gleitbahn 63 fällt und von hier nach hinten aus der Maschine gleitet.
Die Maschine arbeitet folgendermaßen: Die Maschine wird vor den Ofen gebracht, wobei die Teile die Lage der Abb. 1 einnehmen; die erste Bewegung wird durch den Lenker 35 eingeleitet, der auf den Hebel 33 wirkt und den Schlitten 19 mit der die Halsform 36 umschließenden Aufnahmeform 20 gegen den Ofen bewegt. Die Halsform umfaßt wieder den Blaskopf. Im Anfange dieser Bewegung des Schlittens 19 lösen sich die Schalen der Halsform von den Zapfen 37, 38 . der Hänger 39,40; beim Vorrücken hebt gleichzeitig der Lenker 57, auf den Hebel 56 einwirkend, die Tür 54, und die Aufnahmeform so gelangt in das Innere des Ofens. Gegen Ende dieses Vorrückens steigt der Teil 18 empor, derart, daß die Schienen 14, 15 mit den von ihnen getragenen Teilen im Innern des Ofens, wie Abb. 1 gestrichelt zeigt, eine geneigte Lage einnehmen. Dadurch taucht die Aufnahmeform 20 in das geschmolzene Glas des Ofens. Dadurch, daß in der Aufnahmeform 20 durch Vermittlung der Rohre 51, 50 und des Saugkopfes 49 Minderdruck entsteht, steigt das Glas auf und erfüllt die Aufnahmeform. Dann geht der Lenker 18 herab und führt die Schiene 14, 15 in ihre waagerechte Anfangslage, wobei sie der Aufnahmeform ihre senkrechte Lage wieder verleihen. Gleichzeitig geht das Messer 58 vor, um das Glas der Form abzuschneiden, was noch im Innern des Ofens geschieht. Dann führt der Lenker 35 den Schlitten 19 mit der Aufnahmeform 20 zurück. Die Form tritt aus dem Ofen, die Tür 54 schließt sich, und die beiden Teile der Halsform 36 laufen auf die Zapfen 37, 38, der Hänger 39,40 auf. Nach einem kurzen Aufenthalt geht die Stange 32 hoch, um durch Vermittlung des Winkelhebels 30, des Lenkers 29, des Schiebers 27, der Lenker 25, 26 und 23, 24 die Aufnahmeform 20 zu öffnen. Das Külbel bleibt an der Halsform hängen, die ihrerseits an den Zapfen 37, 38 der Hänger 39,40 hängt. Gleichzeitig mit der öffnung der Aufnahmeform öffnet sich auch die Fertigform durch die Tätigkeit des Hebels 7; ebenso hat sich der Blaskopf 61 an der Achse 62 gedreht, also sich aus der Achse der Fertigform entfernt, und die vorher geblasene Flasche mit seitlicher Bewegung des Blaskopfes auf die Gleitbahn 63 geliefert.
Fast gleichzeitig mit der öffnung der Aufnahmeform erfährt die Stange 48 eine Bewegung nach oben und überträgt durch Vermittlung des Hebels 47 eine Abwärtsbewegung auf die Hänger 39,40 und auf die Halsform 36. Das von der Halsform getragene Külbel geht gleichfalls nieder und gelangt zwischen die beiden Hälften der offenen Fertigform. Zu bemerken ist, daß sich die Halsform während ihres Niedergehens von dem Saugkopf 49 mit dem Dorn 53 löst, die stehenbleiben. Ist die Halsform 36 am unteren Ende ihres Hubes angelangt, so schließt sich die Fertigform 4,5 um das Külbel herum. Dann wird die Halsform durch die Knaggen 65, 66 (Abb. 7) und durch die Hänger 39, 40, deren Aufwärtsbewegung durch Hebel 47 und Lenker 48 bewirkt wird, in die Anfangslage zurückgebracht, wo sie den Saugkopf 49 umfaßt.
Ist die Halsform so in ihre Ursprungslage zurückgeführt, so schließt sich die Aufnahmeform 20 vermöge der Einwirkung der herabgehenden Stange 32 um sie herum. Dann erfährt der Schlitten 19 einen neuen Antrieb gegen den Ofen, und zu gleicher Zeit tritt der Blaskopf 61 über die Fertigform, so daß Preßluft zum Blasen der Flasche eingelassen werden kann. Ein neues Ansaugen erfolgt in der Aufnahmeform 20 nach ihrem Einführen in den Ofen; das erzeugte Külbel tritt über die Fertigform und geht herab, um den Platz der Flasche einzunehmen, die inzwischen geblasen worden ist. So geht die Arbeit weiter.
Die Schilderung ergibt, daß keine Zeit verloren wird, und daß die Formen ständig ohne Aufenthalt und ohne unnütze Pausen ihre Arbeit verrichten. Dadurch kommt die Höchstleistung der Maschine zustande.
Die Anordnungen und Getriebe sind nur beispielsweise angegeben; die Formen, Stoffe und Abmessungen lassen sich den verschiedenen Bedürfnissen anpassen, ohne den Boden der Erfindung zu verlassen.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Glasblasemaschine mit einem einzigen Formsatz, bei.welcher die Aufnahmeform nebst Kopfform und Saugkopf zwischen einer Füll- und Formstellung hin und her bewegt und in der zur Füllung dienenden Stellung durch Einsaugen des geschmolzenen Glases gefüllt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeform (20) nebst Kopfform (26) und Saugkopf (49) am Maschinengestell zwischen der Füll- und der Formstellung geradlinig !hin und her verschoben und in der zwecks Füllens vorgeschobenen Stellung zwecks Eintauchens in das geschmolzene Glas gesenkt und wieder gehoben werden kann.
  2. 2. Ausführungsform der Glasblasemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geradlinige Führung (14, 15) der Aufnahmeform um eine waage-
    rechte Achse (16, 17) zu kippen vermag, derart, daß am Ende der Vorschubbewegung eine geneigte Lage der Schlittenführung herbeigeführt und die Aufnahmeform in das Glas des Ofens eingetaucht werden kann.
  3. 3. Glasblasemaschine, bei welcher die Kopfform mit dem daran hängenden, in der Aufnahmeform gebildeten Külbel auf
    ίο die Fertigform gesenkt und nach Abgabe des Külbels an die Fertigform wieder über die Aufnahmeform gehoben wird, gekennzeichnet durch einen besonderen zur Fertigform gehörenden Blaskopf (61), welcher, nachdem die Kopfform das Külbel an die Fertigform abgegeben hat, das Külbel fertigbläst, während in der Aufnahme- und Kopfform ein neues Külbel begonnen wird.
  4. 4. Selbsttätige Glasblasemaschine nach Ansprüchen 1 und 2, bei der das öffnen und Schließen der Aufnahmeform durch ein beide Formenhälften gleichzeitig bewegendes Gestänge an dem die Aufnahmeform tragenden Schlitten bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Gestänge am Ende der geradlinigenRückzugbewegung des Schlittens mit dem Getriebe der Maschine zwecks Öffnens und
    3c Schließens gekuppelt wird.
  5. 5. Glasblasemaschine nach Anspruch 4, bei welcher die über die Drehpunkte hinaus verlängerten Formtragarme durch einen Kniehebel bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossener Aufnahmeform der Kniehebel (25, 26) gestreckt ist und die Form während ihrer waagerechten Bewegung fest geschlossen hält.
  6. 6. Glasblasemaschine nach Anspruch 3, bei welcher die aufrechte Vorform nebst Kopfform zwecks Füllung mit Glas an einen aufgesetzten Saugkopf angeschlossen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfform von dem Saugkopf unabhängig ist und allein gesenkt und gehoben werden kann.
  7. 7. Einrichtung zur Beschickung einer Glasblasemaschine, bei welcher die aufrechte Aufnahmeform der Glasblasemaschine zwecks Füllung aus dem Ofen gegen diesen vorgeschoben und wieder zurückgeführt wird, gekennzeichnet durch eine in mechanischer Verbindung mit der Maschine, insbesondere in Verbindung mit der Vorundzurückbewegung der Aufnahmeform geöffnete und geschlossene Tür (54) an der die Aufnahmeform ins Ofeninnere einlassenden Öffnung.
  8. 8. Einrichtung nach = Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tür zum Verschließen der Ofenöffnung an einem auf und ab schwingenden einarmigen Hebel (56) aufgehängt ist, den ein Lenker (57) mit dem Schlitten für die Aufnahmeform derart verbindet, daß in der Nähe des vorderen Kehrpunktes des Schlittens (19) der Hebel nur eine geringe Bewegung macht und die Tür ausreichend lange in der Offenlage verbleibt.
  9. 9. Glasblasemaschine nach Anspruch. 1 bis 6 und für die Einrichtung gemäß den Ansprüchen 7 und 8, bei welcher an dem die Äufnahmeform an beweglichen Armen tragenden vor und zurück beweglichen Schlitten auch der zum Vollsaugen der Aufnahmeform dienende Saugkopf angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Saugkopf mit dem Schlitten (19) verbindende und in der Richtung der Aufnahmeformarme verlaufende Leitung (50) mit dem Schlitten in ihrer Längsrichtung verschiebbar verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES65174D 1923-03-30 1924-02-23 Glasblasemaschine und Einrichtung zur Beschickung derselben Expired DE467299C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073695B (de) * 1960-01-21

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DE1073695B (de) * 1960-01-21

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