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Vorrichtung zum Abscheiden von Flüssigkeit aus Gas Gegenstand der
Erfindung ist eine Vorrichtung zum Abscheiden von Flüssigkeit aus Gas, bei der eine
Spritzdüse die Mischung von Flüssigkeit und Gas in Gestalt eines Kegels gegen eine
Prallfläche aussprüht.
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Es ist bereits bekannt, Flüssigkeit aus Gas dadurch abzuscheiden,
daß man die Mischung mittels einer Düse gegen eine Prallfläche spritzt. Auch gibt
es Vorrichtungen, bei denen das Gas bei seiner Strömung in der Leitung auf Praliflächen
trifft, an denen sich die Feuchtigkeit ablagern soll. Mit solchen Verrichtungen
gelingt es aber nur, einen Teil der Flüssigkeit aus dem Gase abzuscheiden.
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Gase, z. B. Druckluft, die zum Zerstäuben von Farben in Spritzpistolen
0. dgl. benutzt werden, müssen jedoch vollkommen trocken sein, da sonst leicht in
dem Farbüberzug Stellen entstehen, an welche keine Farbe gelangt ist, sondern nur
ein Tröpfchen Wasser oder Öl, welch letzteres von dem Sompressor herstammt, der
die Luft verdichtet hat.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung genügt auch diesen Bedingungen
und ist auchhauptsächlich für Druckluftleitungen bestimmt, die Farbenspritzapparate
mit der notwendigen Druckluft zum Zerstäuben der Farben versorgen. Um eine gründliche
Entfernung der Flüssigkeit, wie öl und Wasser, aus der Druckluft zu gewährleisten,
wird das von dem Kompressor kommende Gasgemisch in hohlkegelförmiger Gestalt senkrecht
nach oben gegen die Innenfläche eines konzentrisch zur Spritzdüse angeordneten Ablenkers
von hohlkegelförmiger Gestalt gesprüht. Der Ablenker hat an seinem oberen verengten
Ende ein Auslaßrohr, durch welches das von der Feuchtigkeit befreite Gas abgeleitet
wird. Die Innenseite des Ablenkers ist mit ringförmigen Stufen versehen, welche
die aus dem Gas gemisch sich abscheidende Flüssigkeit auffangen und nach unten abführen.
Der Ablenker ist ferner so konstruiert, daß er eine Scheidewand in dem Gehäuse der
Vorrichtung bildet, so daß zwei Abteilungen entstehen, eine untere, in welcher sich
die Flüssigkeit ansammelt, und eine obere, in welche das Gas eintritt, bevor es
von einem in dieselbe hineinragenden Rohr der Gebrauchsstelle zugeführt wird.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dar: Abb. 1 ist ein senkrechter Mittelschnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung.
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Abb. 2 ist eine vergrößerte Seitenansicht des Ablenkers mit einem
Teil des Gasrohres, das den Ablenker trägt.
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Nach der Zeichnung umfaßt die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung
ein aufrecht stehendes zylindrisches Gehäuse 1,
das an einem Klemmstreifen
2 befestigt ist, mittels dessen es leicht an einer Wand oder sonst irgendwelchen
Stützen befestigt werden kann. Auf das untere Ende des Gehäuses wird ein Boden 3
aufgeschraubt, der eine mit einem Gewinde versehene Mittelbohrung 4 hat, um ein
Einlaßrohr 5 einzuschrauben.
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Durch dieses Rohr wird dann die Preßluft oder das Gas, aus dem die
Flüssigkeit ausge schieden werden soll, zugeführt.
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Das Einlaßrohr 5 mundes in eine sich nach oben erstreckende Röhre
6, welche an dem oberen Ende mittels des Verbindungsstückes 7 eine Spritzdüse 8
trägt, die dazu dient, einen Spriiliregen der Luft in Gestalt eines Hohlzylinders
nach oben zu schlleudlern.
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Das Verbindungsstück 7 und die Spritzdüse 8 haben einander gegenüberliegende
Flasche 9 und 10, zwischen wlechen ein Kernstück 1 1 -eingeklemmt ist. Dieser Kern
hat ein Paar spiralförmig ausgebildete Oberflächen, von denen sich jede im wesentlichen
im Halbkreis um die Achse der Spritzdüse herumzieht, und in den den Durch messer
bildenden Kanten hat eine jede ein Paar Aussparungen, so daß irgendwelche Flüssigkeit,
die axial durch die Spritzdüse hindurcligeht, zum Teil dadurch diese Aussparungen
hindurchtreten kann, während der größere Teil eine sich spiralförmig nach vorn bewegende
Bewegung erhält, da der größere Teil der Druckluft oder der Flüssigkeit, die durch
diese Düse gedrückt wird, den Oberflächen der beiden Flügel des Kerns folgen muß.
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Dadurch, daß die sich spiralförmig bewegende Luft und die längswelis,
d. h. axial aus der Spritzdüse austretende Luft aufeinander aufschlagen, und ferner
dadurch, daß die ganze Luft auf die Wand des Düsenauslasses, der vorn auf dem Kern
sitzt, aufschlägt, wird die Luft, die aus der Düse auf diese Art und Weise austritt,
die Form eines Hohlkegels annehmen.
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In der Bahn des sich ausbreitenden Sprühregens ist ein Ablenker oder
Prallkörper angeordnet, der nach der Zeichnung die Gestalt eines umgekehrten Trichters
hat, d. h. eines Trichters, der sich nach unten hin erweitert.
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Das Innere des Trichters ist in eine Reine von Stufen unterteilt,
welche als Ablenker dienen, um irgendwelche Flüssigkeitsteilchen, welche gegen sie
geschleudert werden, abzu fangen. Dieser Ablenker wird vorzugsweise durch ein Luftrohr
I4 getragen. Dieses ist an seinem oberen Ende an einem Kopf 15 befestigt und hängt
von demselben herab; der Kopf 15 ist auf das obere Ende des Gelläuses I aufgeschraubt.
Das Rohr 14 hat eine größere Anzahl verhältnismäßig kleiner Öffnungen 16, durch
welche die Luft oder das sonstige Gas aus diesem Rohr ein das Innere des Gehäuses
1 eintritt. Der Itopf I5 trägt außerdem eine oder mehrere Auslaßröhren I7, um das
Gas abzuleiten. Diese Röhre I7 führt zu irgendeiner passenden Auslaßöffnung I8,
aus welcher dann die Luft oder das Gas, aus welchem die Flüssigkeit ganz entfernt
ist, austreten kann. In der Ausführungsform nach den Abbildungen sind zwei solcher
Auslässe vorgesehen, da es allgemein üblich ist, einen einzelnen Luftverdichter
dazu zu benutzen, um Druckluft für eine Anzahl von ,Spritzapparaten zu versehen.
Gemäß der Erfindung erstreckt sich das Auslaßrohr 17 um eine ziemliche Entfernung
nach unten hin, und zwar unterhalb derjenigen Öffnung I6, welche am weitesten nach
unten gelegen ist, so daß irgendwelche Flüssigkeitsteilchen, welche nicht von dem
Ablenker 13 abgefangen waren, daran gehindert werden, durch die Öffnungen 16 in
das Auslaßrohr I7 zu geraten.
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Damit die Flüssigkeitsteilchen, welche auf dem Ablenker abgefangen
wurden, nicht etwa im Innern des Gehäuses nach oben mitgenommen werden, hat der
trichterförmige Ablenker einen sich nach unten erstreckenden Flansch 19, der der
Bohrung des Gehäuses I genau entspricht, so daß der Ablenker das Gehäuse in einen
obenen und leinen unteren Abteil unterteilt. Der Ablenker hat jedoch eine Anzahl
schmaler, senkrechter Schlitze 20, durch welche irgendwelche Flüssigkeit, welche
noch in dem oberen Abteil des Gehäuses abgefangen wurde, herunterlaufen und in den
unteren Abteil des Gehäuses eintreten kann.
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Wenn eine so eingerichtete Vorrichtung durch das Rohr 5 mit einer
Quelle für Druckluft verbunden wird, wird die Wirkung der Spritzdüse die Luft veranlassen,
nach oben hin in der Form eines hohlkegelförmigen Spritzregens auszutreten. Dabei
wird die entstehende Fliehkraftwirkung besonders auf die schwereren. Teile wirken,
welche in diesem Falle die flüssigne Teilchen sind, die in der Luft enthalten sind.
Diese Teile werden dann also am weitesten von der Achse der Spritzdüse fortgeschleudert
-werden, so daß sie fast alle mit den ringförmigen Stufen in Berührung geraten,
die in der inneren Oberfläche des Ablenkers vorgesehen sind. In der praktischen
Ausführung besteht diese stufenförmige Oberfläche vorzugsweise aus gerauhten Oberflächen,
so daß die feinen, unterteilten Flüssigkeitsteilchen sich leicht daran fangen.
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Diese Teilchen fallen dann entweder direkt durch Schwerkraft auf den
Boden des Gehäuses soder laufen langsam in der stufenförmigen Oberfläche des Ablenkers
herab, so daß in jedem Fall die Flüssigkeit sich nach und nach unten im Gehäuse
ansammelt, von wo sie dann durch eine öffnung mit einem Zapfhahn abgezogen werden
kann.
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Wie bereits auseinandergesetzt, wird fast alle Flüssigkeit aus der
Druckluft durch den Ablenker abgefangen, da der Sprühregen die Form eines Hohlkegels
hat, dessen Wand sich unter einem ziemlich groben Winkel öffnet. Sollte jedoch noch
irgendwelche Flüssigkeit mit dem Luftzug in das Rohr 14 eintreten, so werden diese
Flüssigkeitsteilchen zusammen mit der Luft durch die Öffnungen 16 herausgetrieben
werden und werden dann entweder gegen die Innenfläche des Gehäuses I oder gegen
die S'eitenflächen der Auslabrohre I7 geschleudert werden, so daß sie sich dann
dert absetzen und an diesen Oblerflächen langsam nach unten laufen, wo sie schließlich
auf die kegelförmige Oberfläche des Ablenkers I3 geraten. Von dort werden dann diese
Flüssigkeitsteilchen durch die Schlitze 20 in den unteren Gehäuseabteil eintreten.
Auf diese Art und Weise wird fast die geringste Spur von Feuchtigkeit und Flüssigkeit
aus der Druckluft entfernt werden, selbst wenn zlemlich viel Öl und Wasser ursprünglich
in der Druckluft vorhanden war.
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Um die Wirkung des Ablenkers bezüglich des Abfangens von Feuchtigkeit
zu erhöhen, wird der Ablenker derartig verlegt, daß ein Teil der Spritzdüse innerhalb
des Ablenkers liegt, und zwar das Austrittsende derselben.
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Der Ablenker und das Auslaßrohr 17 werden beide von dem Kopf 15 des
Gehäuses getragen, so daß diese Teile gleichzeitig als eine Einheit aus dem Gehäuse
entfernt werden können, und zwar dadurch, daß der Kopf einfach abgeschraubt wird.
Ebenso kann der Boden von dem Gehäuse abgeschraubt werden und dann die Vorrichtung
leicht gereinigt werden. Eine gute Abdichtung wird dadurch erzielt, daß Dichtungsringe
22 zwischen die beiden Enden des Gehäuses und dem Boden bzw. dem Kopf eingeschaltet
werden.
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Es soll noch bemerkt werden, daß mit einer Vorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung nicht nur Öl und Wasser von Druckluft abgeschieden, sondern auch irgendwelche
andere Flüssigkeit oder selbst feine, feste Teilchen aus Gasen irgendwelcher Art
entfernt werden können.