DE45992C - Herstellung der Elektrodenplatten für Accumulatoren - Google Patents
Herstellung der Elektrodenplatten für AccumulatorenInfo
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Description
KAISERLICHES ,
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Neuerung an Accumulatoren oder elektrischen Secundä'rbatterien,
und besteht in einer neuen Art der Anbringung des reagirenden Materials in den Elektrodenplatten in der Weise, dafs dieses
Material sich in den Plattenkörpern in fest abgeschlossenen Zellen eingeschlossen findet. Die.
Einrichtung ist so getroffen, dafs das reagirende Material der Einwirkung der elektrolytischen
Flüssigkeit gehörig ausgesetzt ist und dabei doch die von ihm in der Elektrodenplatte eingenommene
Stelle fest beibehält. Die Batterie bleibt dadurch lange Zeit hindurch wirkungskräftig.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Aufsenansicht einer Elektrodenplatte B eines Accumulators;
die kleinen, punktirten Kreise deuten die dicht zusammenstehenden, in den Körper
der Platte eingesetzten Zellen mit reagirendem Material an. Fig; 2 zeigt im Verticalschnitt
eine Zelle C oder Kapsel, welche das reagirende Material umschliefst. Fig. 3 zeigt im
Verticalschnitt die Einrichtung zum Einsetzen der Zellen in den Plattenkörper.
Die gute und lange andauernde Wirkung von Accumulatoren hängt wesentlich mit davon
ab, dafs das reagirende Material mit den Elektrodenplatten in zweckmäfsiger Weise verbunden
ist; ist es einfach auf der Oberfläche der Platten anhaftend, so wird es durch das
öftere Laden und Entladen der Batterie abgelöst, wodurch dann die Batterie ihre Wirksamkeit
verliert. Die vorliegende Befestigungsweise sichert jedoch einen dauernden und innigen Contact zwischen der Platte und dem
reagirenden Material.
Die Platte B besteht zweckmäfsig aus metallischem Blei und ist mit zahlreichen, dicht
neben einander stehenden Löchern b versehen, in welche die Zellen mit reagirendem Material
eingesetzt werden; letzteres besteht aus dem jetzt allgemein hierzu benutzten Bleisuperoxyd,
welches bisher auf die Fläche der Platte B aufgetragen oder in Vertiefungen in dieser
Fläche eingefüllt zu werden pflegt. Nach vorliegender Erfindung wird jedoch das Bleisuperoxyd
zunächst in Zellen oder Kapseln C, wie durch Fig. 2 beispielsweise verdeutlicht, eingeschlossen,
die mit einem Deckel C1 versehen sind und aus dünnem Blei bestehen können;
diese Kapseln lassen sich leicht prägen oder pressen. Die Kapsel wird mit dem reagirenden
Material ,in geeigneter Form und Beschaffenheit angefüllt und durch den Deckel C1 verschlossen.
Auf .diese Weise läfst sich das reagirende Material in beliebigen Mengen gebrauchsfertig
vorbereiten und aufbewahren.
Die Löcher b in der Platte B stehen so
nahe zusammen, als es ohne Nachtheil für die Festigkeit der Platte thunlich ist; sie gehen
senkrecht durch die Platte hindurch, können aber auch etwas schräg liegen. Die Platte B
wird zweckmäfsig zuerst im Material etwas dicker hergestellt, als sie im fertigen Zustande
sein soll. Die gefüllten Kapseln C werden dann in die Löcher hineingesteckt, Fig. 3, und
dann ein Druck, welcher. zugleich von oben und unten wirkt, angewendet, der die Deckel
auf die Kapseln fest aufprefst und letztere in die Löcher ganz hineindrückt; die Platte B
wird dabei selbst ein wenig dünner geprefst oder gewalzt und erhält völlig glatte Aufseriflächen.
Der Druck wird durch Walzen D D, Fig. 3, ausgeübt. Die Kapseln werden durch den
Druck etwas verbreitert und schliefsen sich in die Bohrungen b der Platte dicht und fest ein,
wie durch C3, Fig. 3, verdeutlicht. Die dünnen Kopf- oder Bodenflächen C4 dieser Metallkapseln
werden schnell oxy dirt, wenn sie in die elektrolytische. Flüssigkeit tauchen und der
Strom hineingeleitet wird.
Das reagirende Material wird dadurch der Einwirkung ausgesetzt, welche für die Ansammlung
elektrischer Energie erforderlich ist. Der Zutritt der Flüssigkeit zu dem reagirenden
Material in den Zellen kann noch beschleunigt werden, indem die Kopf- und Bodenflächen
der Kapseln perforirt werden; dies kann vor, nach oder während des Einsetzens der Kapseln
in die Platte, z. B. durch auf dem Umfange der Walzen D vorstehende kleine Spitzen geschehen.
Elektrodenplatten, welche in dieser Weise die Zellen des reagirenden Materials in sich
einschliefsen, haben den Vortheil, dafs letzteres fest in dem Plattenkörper gehalten wird und
in abgesonderten Mengen der Wirkung der elektrolytischen Flüssigkeit gleichmä'fsig ausgesetzt
ist, wodurch die ganze Oberfläche der Elektrodenplatte gleichförmig wirksam wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Accumulatoren die Anordnung des oxydirten oder oxydirbaren reagirenden Materials in Zellen oder Kapseln, welche sich in Löcher der Elektrodenplatte fest einfügen lassen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45992C true DE45992C (de) |
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ID=321132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45992D Expired - Lifetime DE45992C (de) | Herstellung der Elektrodenplatten für Accumulatoren |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE45992C (de) |
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