DE4443261C2 - Verfahren zum Glätten von Schichten - Google Patents
Verfahren zum Glätten von SchichtenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Glätten von auf einer Unterlage aufgebrachten flüs
sigen oder teigartigen Schichten. Solche Schichten
finden beispielsweise bei der Herstellung von Papier
und textilen Stoffen, bei der Beschichtung von Folien,
Papier und anderen Unterlagen, bei der Herstellung
keramischer Folien und dgl. Anwendung.
Ziel des Glättungsverfahrens ist das erreichen einer
gleichmäßigen Oberflächenstruktur, einer homogenen
fehlerfreien inneren Struktur und einer vorteilhaften
Beeinflussung wichtiger Eigenschaften, wie zum
Beispiel der Festigkeit der Schicht.
Bekannte Verfahren verwenden zum Glätten der Schichten
Rakel oder rotierende Walzen. Ebenfalls ist das Prägen
mittels polierter Flächen bekannt.
Aus der JP 59-225772 A (Abstract) ist ein Verfahren
bekannt, gemäß dem die Ultraschallbehandlung auf die
zu glättende Schicht indirekt mit einem in gewissem
Abstand von der Schicht angeordneten Ultraschall
schwinger erfolgt.
Der Nachteil des bekannten Standes der Technik ist,
daß bei der Anwendung von Walzen und Rakeln eine hohe
Fehleranfälligkeit gegenüber Verunreinigungen und In
homogenitäten der Schicht besteht, was im Fertigungs
prozeß zu kostenintensivem Ausschuß führt. Ein weite
rer Nachteil besteht darin, daß nur eine geringe
aktive Beeinflussung der Struktur und damit der
Qualitätseigenschaften gegeben ist. Das Prägeverfahren
hat den Nachteil einer geringen Produktivität.
Mit dem indirekten Verfahren zum Beschichten mittels
Ultraschallbehandlung nach der JP 59-225772 A kann
über das Koppelmedium Luft nur eine verhältnismäßig
geringe Leistung übertragen werden, und die Oberfläche
der zu glättenden Schicht, z. B. ein Lack, wird nur
geringfügig beeinflußt. Teigartige Schichten können
mit diesem Verfahren nicht in die Struktur des Träger
materials eingearbeitet werden. Es kann auf struktu
riertem Basismaterial keine glatte Oberfläche erzielt
werden. Die Menge des Schichtauftrages ist nicht
regulierbar.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese
Nachteile zu beseitigen und ein gattungsgemäßes Ver
fahren zu schaffen, mit dem eine hohe Produktivität,
eine geringe Fehleranfälligkeit gegenüber Verunreini
gungen und Inhomogenitäten der Schicht und mit dem
eine Einflußnahme auf die Qualitätseigenschaften
gewährleistet sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den
Merkmalen des Anspruches 1.
Dadurch, daß die zu glättende Schicht mit einer
leistungsstarken und einstellbaren intensiven
Ultraschallamplitude mittels eines geeigneten
Schwingers direkt beaufschlagt wird, erfolgt eine
Homogenisierung und Glättung der Schicht sowie eine
Regulierung der Schichtdicke.
Inhomogenitäten, Agglomerate, eingeschlossene Bläschen
und andere Fehler in der Schicht werden wesentlich
intensiver beseitigt als mit dem derzeitigen Stand
der Technik, der in mehreren Größenordnungen geringere
Leistungen zu realisieren erlaubt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung des
Verfahrens nach der Erfindung,
Fig. 2 eine vorteilhafte Ausbildung des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 eine weitere vorteilhafte Ausbildung
des Verfahrens nach der Erfindung und
Fig. 4 eine dritte vorteilhafte Ausbildung
des Verfahrens nach der Erfindung.
In der Fig. 1 ist der prinzipielle Ablauf des
Verfahrens nach der Erfindung dargestellt. Der
stabförmig ausgebildete Ultraschallschwinger 1 führt
Biegeschwingungen 2 senkrecht zu der zu glättenden
Schicht 3 aus. Dabei führt die Trägerschicht 4, auf
der sich die zu glättende Schicht 3 befindet, eine
Relativbewegung 5 zum Ultraschallschwinger 1 aus.
In Fig. 2 ist eine vorteilhafte Ausbildung der
erfindungsgemäßen Lösung dargestellt. Der
Ultraschallschwinger ist als plattenförmiger Schwinger
9 ausgebildet und ist an der Stelle, an der die zu
glättende Schicht 3 den Schwinger 9 verläßt, mit einer
scharfen Kante 7 zur Erzielung einer homogeneren
Oberfläche versehen.
In Fig. 3 ist eine weitere vorteilhafte Ausbildung der
erfindungsgemäßen Lösung dargestellt. Der
Ultraschallschwinger 10 ist zur Erzielung einer
definierten Schichtdicke mit einer flach einlaufenden
Schräge 8 an der Einlaufseite versehen.
In Fig. 4 ist eine dritte vorteilhafte Ausbildung der
erfindungsgemäßen Lösung dargestellt, wobei der
Ultraschallschwinger 1 über eine Koppelschicht 6
indirekt auf die zu bearbeitende Schicht 4 einwirkt.
Bezugszeichenliste
1 Ultraschall-Schwinger
2 Biegeschwingung
3 Schicht
4 Trägerschicht
5 Relativbewegung
6 Koppelschicht
7 Kante
8 Schräge
9 Schwinger
10 Schwinger
2 Biegeschwingung
3 Schicht
4 Trägerschicht
5 Relativbewegung
6 Koppelschicht
7 Kante
8 Schräge
9 Schwinger
10 Schwinger
Claims (7)
1. Verfahren zum Glätten von auf einer Unterlage (4)
aufgebrachten flüssigen oder teigartigen Schichten (3)
mittels Ultraschall,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ultraschallschwinger (1, 9, 10) mit seinen
Längs-, Biege-, Dicken- oder Torsionsschwingungen (2)
auf die zu glättende Schicht (3) direkt einwirkt,
wobei die zu glättende Schicht (3) relativ zum
Ultraschallschwinger (1, 9, 10) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Ultraschallschwinger ein stabförmiger
Schwinger (1) eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Ultraschallschwinger ein scheibenförmiger oder
plattenförmiger Schwinger (9) eingesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Kontur des Schwingers (9),
an der die zu glättende Schicht (3) den Schwinger (9)
verläßt, eine scharfe Kante (7) angebracht wird, mit
der eine homogene Oberflächenstruktur erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich der Kontur des
Schwingers (10), an der die zu glättende Schicht (3)
den Schwinger (10) in Bewegungsrichtung erreicht, eine
flach einlaufende Schräge (8) angeordnet wird, mit der
eine definierte Schichtdicke erzeugt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Schwinger (1, 9, 10) in
seinem Kontaktbereich mit der Schicht (3) eine vor
wiegend in Bewegungsrichtung verlaufende Mikrostruktur
angeordnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß auf die zu bearbeitende Schicht
(3) eine regelbare Amplitude (2) des Schwingers
(1, 9, 10) zur Einwirkung gebracht wird.
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|---|---|---|---|
| DE19944443261 DE4443261C2 (de) | 1994-11-26 | 1994-11-26 | Verfahren zum Glätten von Schichten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19944443261 DE4443261C2 (de) | 1994-11-26 | 1994-11-26 | Verfahren zum Glätten von Schichten |
Publications (2)
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| DE4443261A1 DE4443261A1 (de) | 1996-05-30 |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE4443261C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2481959C2 (ru) * | 2007-07-24 | 2013-05-20 | Шмид Рюнер Аг | Способ и устройство для нанесения полимерных покрытий |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE19653317C2 (de) * | 1996-12-20 | 1999-01-21 | Ima Montagetechnik Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten und Glätten von Oberflächen an Werkstücken aus Holz oder dergleichen |
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1994
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