DE443672C - Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Abscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen oder isolierenden Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Abscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen oder isolierenden Fluessigkeiten

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DE443672C
DE443672C DEM70128D DEM0070128D DE443672C DE 443672 C DE443672 C DE 443672C DE M70128 D DEM70128 D DE M70128D DE M0070128 D DEM0070128 D DE M0070128D DE 443672 C DE443672 C DE 443672C
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electrical separation
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/34Constructional details or accessories or operation thereof
    • B03C3/40Electrode constructions

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  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur elektrischen Abscheidung von Schwebekörpern ' aus Gasen oder isolierenden Flüssigkeiten. Die Priorität der Anmeldungen in Österreich und Schweden vom 30. Juli 1915 und Frankreich vom i. Juli igi5 ist in Anspruch" genommen. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Wirkungsweise, Anordnung und Ausgestaltung von nichtsprühenden Zwischenelektroden bei elektrischen Gasreinigern" wie sie bei dem bekannten Verfahren zum elektrisohen Abscheiden von Schwebekörpern aus Gassen oder isolierenden Flüssigkeiten verwendet werden. Unter solchen Zwischenelektroden verstellt man bekanntlich die Niederschlags- oder Ausscheideelektroden, die zwischen den Außen; Wandungen der Ausscheidevorrichtung gegenüber den. Sprüh- oder Ausströmerelektrodeneingebaut sind (vgl. Patentschrift 290 1q.6).
  • Bisher wurden diese Zwischenelektroden -soweit sie von entgegengesetzten Seiten her quer zur Strömungsrichtung des zu reinigenden Fluidums mit Elektrizität besprüht wurden - undurchbroehen hergestellt. Dies ergab einerseits den Mangel, daß die Elektroden, abgesehen von ihrer großen Masse, gegen Gestaltsveränderung bei. Temperaturänderungen .empfindlich waren, und anderseits in elektrischer Beziehung den Nachteil, daß die aufprallenden elektrischen Wirbelströmungen des Gases in Verbindung mit der vorhandenen Hauptströmung zu einem Losreißen der bereits abgeschiedenen Teilohen von den Elektroden Veranlassung gaben.
  • Diese Übelstände werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt bzw. erheblich verringert, daß als nichtsprühende, zur Sammlung dies Niederschlags bestimmte Zwischenelektroden durchbrochene, etwa plattenartige, ebene oder krumme Körper benutzt und durch deren Durchbrechungen die von entgegengesetzten Seiten sich nach der Zwischenelektrode hin, bewegenden Sprühströme in Weahselwirkung miteinander gebracht werden. Die Durehbrechungen der Zwischenelektroden, sorgen für einen Ausgleich des Druckes auf beiden Seiten der Elektroden, ohne daß die Hauptströmung des Gases einen nennenswerten, veränderlichen Widerstand erleidet. Die bei der bekannten Ausbildung von Fangräumen notwendig eintretende Ausbildung eines Wirbelfeldes wird in praktisch zulässigen Grenzen, gehalten, so daß die Wirbelbewegungen in, der Nähe der Ausscheidefeldfllä0he herabglesetzt bzw. günstiger verteilt werden, wodurch einerseits :eine leichtere Abscheidung :ermöglicht und anderseits ein Wiederabreißen der abgeschiedenen, Schwebeteilchen durch zu starke Wirbelbildung verhindert, zum m.udesten aber vermindert wird. Dementsprechend kann man ein im Verhältnis, zur S.tromdi;chte stärkeres elektrostatisches Feld anwenden. Ein; weiterer Vorteil besteht darin, daß bei trockenstaubigen Schwebekörpern nicht so leicht ein störendes Abfallen :der ausgeschiedenen Massen unter Einwirkung der Schwerkraft stattfindet.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Abb. i stellt einen teilweise (nach X-X) geschnittenen Aufriß und Abb. z einen teilweise (nach Y-Y und Y-Y') geschnittenen Grundriß einer elektrischen, mit Fangraum ausgerüsteten Abscheidevorrichtung dar. Bei ihr sind die rohrartigen, im Querschnitt als aneinanderstoßende Polygong mit teilweise zusammenfallenden, gasdurchlässig durchbrochenen Wandungen gewählten Ausscheidefeldfläuhen derart im Verhältnis zur quer zur Rohrachse gerichteten Flüssigkeitsströmung angeordnet, daß die seitlich der letzteren gelegenen Ausbuchtungen der ersteren als vom elektrischen Strom und Spannungsfelde durchsetzte geschützte Fangräume wirken, während nach den Enden der langgestreckten Ausströmerelemente die genügend engmaschig durchbrochene Ausscheidefeldfläche in Röhren mit im wesentlichen ringartig geschlossener Wandung und mit achsialer Flüssigkeitss,trö:mung übergeht.
  • Es bezeichnen i einen Ausströmer, z eine verhältnismäßig engmaschig durchbrochene Ausscheidefeldfläche, a' eine nur von den größeren Durchströmöffnungen durchbrochene massive Ausscheidefeldfläche, q.' blendenartige Scheidewände, welche als Liderungsorgane ausgebildet sind, 8 ein Spanngewicht für i, 13 eine gegen Hochspannung isolierte Sammelschiene als Träger von i, 16 die geerdeten leitenden Träger für die Ausscheidefeldllächen, welche in Form von Rohrsegmentplatten ausgebildet sind, 35 einen Deckel zum Abschluß des Kanals ioo, 57' und 57" zu,einandergehörige, aus zwei Hälften bestehende: Stege (Halbstege) an den unteren und oberen Enden der Segmentrohre, welche in einer Stoßfuge 59 im wesentlichen dicht aneinandergrenzen. Diese Stege oder Halbstege dienen nicht nur der rein mechanischen Distanzierung der Zwischenelektroden, sondern bilden zugleich auch Teile der Ausscheidefeidfläche für die achsial gerichtete Flüssigkeitsströmung an den Enden der Elektroden; 58 einen toten Raum zwischen dV Seitenflächen des Kanals ioo und dem Elektrodensystem, 6o eine gasdicht selbständig sich anlegende Liderung zum gasdichten Abschluß des Hohlraumes 58 gegen den betriebsmäßig von der zu behandelnden Flüssigkeit durchströmten Raum des Kanals 100.
  • Die linke und rechte in Draufsicht gezeichnete Ausscheidefeldfläche 2 in Abb. i ist verschiedenartig ausgebildet, und zwar ist links eine netzartig durchbrochene Fläche, dagegen rechts eine Bitter- oder rostartig durchbrochene Fläche gezeichnet, bei welch letzterer die Gitterstäbe als Elemente der Hauptfeldfläche etwa im Sinne des Patents 282 31o als hinreichend dicke, zwischen den Außenrahrnen parallel und glatt gespannte Drähte verwendet sind. Natürlich lassen sich gelegentlich auch andere durchbrochene Flächen, beispielsweise gelochte Bleche oder selbst engmaschige oder porige Gewebe, z. B. Drahtgaze o. dgl., verwenden, welche den Druckaustausch gestatten.
  • In der dargestellten Beispielsanurdnung sind die geben die Gasströmung bekehrten Flächen A, C, A', C und A", C", abgesehen von den Durchströrnöffnungen, aus undurc:horochenem Alaterial gebildet zu dem Zwecke, daß bei eintretender Verschmutzung nach erfolgter Reinigung der Strömungswiderstand der Vorrichtung nicht beeinträchtigt werde. In Fällen, wo dieser Gesichtspunkt zurücktritt, wo es beispielsweise auf geringes. Gewicht der Vorrichtung ankommt, können auch diese Flächen mit Vorteil aus genügend engmaschigen Drabtgeweben o. dgl. gebaut werden.
  • An den unteren und oberen Teilen der Vorrichtung, an welchen, wie auch in anderen Fällen, eine Querströmung fortfällt, wo vielmehr die Gasströmung achsial zu den Rohren gerichtet ist, wählt man zweckmäßig sämtliche Polygonseiten aus durchbrochenem Material, wie dies auch in der Zeichnung angegeben. ist. Durch die Verbindung der Liderung 6o einerseits mit den anschließenden blendenartigen Strömungsschirmen 4.', welche durch Feder-und Schwerkraft sich lidernd gegen die Außenwandung des Elektrodensystems legen, und anderseits mit der durch die Stege 57' und 57" erreichten Vollrohrwirkung lassen sich die Nachteile der offenen Bauart, daß nämlich - als Randwirkung - ein Teil des zu behandelnden Gases weniger gereinigt hindurchschlüpft, noch vollständigervermeiden, als dies durch die blendenartiglen Scheidewände allein bisher möglich war, wenigstens sofern man die Randelektroden gegenüber der Kanalwandung zwecks Abschüttelung beweglich anordnen wollte.
  • Die Organe zur Reinigung der Vorrichtung sind in der Zeichnung fortgelassen.

Claims (1)

  1. P-1TC\ TAX SPRI: C13 E: i. Verfahren zur elektrischen Absoheidung von Schwebekörpern aus Gasen oder isolierenden Flüssigkeiten unter Verwendung von nichtsprühenden Zwischenelektroden zur Sammlung des Niederschlagsgutes, dadurch gekennzeichnet, daß die entgegengesetzt auf die Zwischenelektroden einwirkenden elektrischen Sprülhströnie durch in der Zwischenelektrodenfläche befindliche Durchbrechungen oder Kanäle in Wechselwirkung miteinander gebracht werden. z. Vorrichtung zur elektrischen Ausscheidung von Schwebehdrpern aus Gasen: oder isolierenden Flüssigkeiten mit nichtsprühenden, zur Sammlung des Niederschlagsgutes bestimmten Zwischenelel~troden, welche zum mindesten teilweise von beiden Seiten besprüht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die von beiden Selten besprühten Teile der Niederschlagsflächen der Zwischenelektrode aus durchbrochenem Material (z. B. siebartigen Wandungen) hergestellt sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit Zwischenelektroden, deren Auss,cheideflächenelemente verschiedene Richtung im Raume haben (beispielsweise als Rohrsegmentelektroden), dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbildung der Zwischenelektroden aus durchbrochenem netz- oder siebartigen Material auf die der Strömung des Fluidums gleichgerichteten, mehreren Ausströmern gemeinsam dienenden Teile der Wände oder Platten (insbesondere der Rohrsegmente) beschränkt ist.
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