DE4423733C2 - Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement mit Schutzstruktur - Google Patents
Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement mit SchutzstrukturInfo
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- DE4423733C2 DE4423733C2 DE4423733A DE4423733A DE4423733C2 DE 4423733 C2 DE4423733 C2 DE 4423733C2 DE 4423733 A DE4423733 A DE 4423733A DE 4423733 A DE4423733 A DE 4423733A DE 4423733 C2 DE4423733 C2 DE 4423733C2
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- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D89/00—Aspects of integrated devices not covered by groups H10D84/00 - H10D88/00
- H10D89/60—Integrated devices comprising arrangements for electrical or thermal protection, e.g. protection circuits against electrostatic discharge [ESD]
- H10D89/601—Integrated devices comprising arrangements for electrical or thermal protection, e.g. protection circuits against electrostatic discharge [ESD] for devices having insulated gate electrodes, e.g. for IGFETs or IGBTs
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- Semiconductor Integrated Circuits (AREA)
- Metal-Oxide And Bipolar Metal-Oxide Semiconductor Integrated Circuits (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein integriertes Leistungs-
Halbleiterbauelement mit einem Substrat vom ersten Leitungs
typ, mit mindestens einer in das Substrat eingebetteten
ersten Zone vom zweiten Leitungstyp und mit mindestens einer
in das Substrat eingebetteten zweiten Zone vom zweiten Lei
tungstyp, mit einem Substratkontakt zum Zuführen einer Ver
sorgungsspannung und mit in der ersten und der zweiten Zone
eingebetteten kontaktierten Halbleiterbauelementen, wobei
mindestens ein Teil der Halbleiterbauelemente der ersten Zone
mindestens einen Teil der Halbleiterbauelemente der zweiten
Zone steuert und mit einem Leistungs-MOSFET, der von
den Halbleiterbauelementen der zweiten Zone gesteuert wird
und mit einer sourceseitigen, induktiven oder kapazitiven Last.
Ein solches integriertes Halbleiterbauelement ist zum Bei
spiel in der Zeitschrift "Design und Elektronik", Ausgabe 21
vom 14.10.1986, Seiten 126 bis 130 beschrieben worden. In
Bild 3 dieser Veröffentlichung ist das Prinzipschaltbild
eines integrierten Leistungs-Halbleiterbauelementes angege
ben. Weiterhin ist in der angegebenen Fundstelle beschrieben,
daß sämtliche Schaltungselemente in einem einzigen Substrat
integriert sein können. Die Bauelemente werden dabei im all
gemeinen in p-dotierten Zonen (Wannen) angeordnet, wenn das
Substrat n-leitend ist.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird anhand der
Fig. 2 erläutert, die ein vereinfachtes Prinzipschaltbild
eines integrierten Leistungs-Halbleiterbauelementes nach dem
genannten Stand der Technik zeigt.
In Fig. 2 ist ein sogenannter "High-Side"-Schalter darge
stellt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, daß der Leistungs-
MOSFET 1 drainseitig an einer Versorgungsspannung Vbb liegt.
Sourceseitig ist dem MOSFET 1 eine Last 2 in Reihe geschal
tet, deren nicht mit dem MOSFET 1 verbundener Anschluß an
Lastmasse LG liegt. Die Betriebsspannungsquelle ist mit ihrem
anderem Anschluß ebenfalls mit Lastmasse LG verbunden. Der
MOSFET 1 wird von einem Funktionsblock 6 gesteuert, der alle
Elemente zur Steuerung des High-Side-Schalters enthält. Dazu
gehören zum Beispiel eine Ladungspumpe, mit der die Gatespan
nung des MOSFET auf einen Wert eingestellt werden kann, der
höher ist als die Versorgungsspannung Vbb. Weiter gehört dazu
ein Transistor, der zwischen Gateanschluß und Sourceanschluß
des MOSFET 1 geschaltet ist und mit dem der MOSFET 1 abge
schaltet werden kann. Außerdem enthält der Funktionsblock 6
wenigstens einen Transistor in der Gatezuleitung, mit dem der
Ladestrom für den Gate-Source-Kondensator gesteuert werden
kann. Der Aufbau des Funktionsblocks ist an sich bekannt und
daher nicht Gegenstand der Erfindung.
Der Funktionsblock 6 wird seinerseits von einem Ansteuer-IC 5
gesteuert. Dieser enthält im wesentlichen Logikschaltungen.
Sowohl der Funktionsblock 6 als auch der Ansteuer-IC 5 werden
von der Versorgungsspannung Vbb gespeist.
Zum Einschalten des High-Side-Schalters wird an die Eingangs
klemmen 3 des Ansteuer-IC 5 eine Eingangsspannung Uin ange
legt und der MOSFET 1 wird leitend gesteuert. Das Einschalten
eines High-Side-Schalters z. B. über eine Ladungspumpe ist
bekannt und wird nicht besonders erläutert (man vergleiche
z. B. die EP 0 239 861 A1). Damit fließt ein Strom vom Drainanschluß
des MOSFET 1 durch die Last 2 zur Lastmasse LG. Dabei ist das
Potential am Knotenpunkt 7 zwischen Sourceanschluß S und Last
2 positiv gegenüber dem Potential an Lastmasse LG.
Beim Abschalten des High-Side-Schalters wird der Strom durch
den MOSFET 1 unterbrochen und die Spannung an der induktiven
Last 2 kehrt sich um. Somit wird das Potential am Knoten 7
(Sourceanschluß des MOSFET 1) negativ gegenüber Lastmasse LG.
Da in allen Anwendungsfällen eine elektrische Verbindung zwi
schen der Lastmasse LG und demjenigen Masseanschluß GND
besteht, wird nun der Anschluß GND positiv vorgespannt.
Sind die in den Funktionsblöcken 5 und 6 enthaltenen Halblei
terbauelemente in selbstisolierender Technik hergestellt (man
vergleiche Bild 1 der genannten Literatur), so kann es durch
die Potentialerhöhung an GND zu Fehlfunktionen kommen, die
ein sicheres Schalten des Leistungs-MOSFET 1 verhindern.
Diese Fehlfunktion wird anhand der Fig. 1 erläutert, die
auch die Erfindung darstellt.
In Fig. 1 ist das Substrat, in das die Funktionsblöcke 5 und
6 integriert sind, mit 10 bezeichnet. Im vorliegenden Fall
ist es n-dotiert. Der Funktionsblock 5 wird durch Halbleiter
bauelemente gebildet, von denen einige symbolisch dargestellt
und mit 17, 18 bezeichnet sind. Sie sind in einer p-dotierten
ersten Zone 15 angeordnet. Die Bauelemente des Funktions
blocks 6 sind ebenfalls symbolisch dargestellt und mit 19 und
20 bezeichnet. Sie sind in einer p-dotierten zweiten Zone 16
angeordnet. Die Zone 15 des Funktionsblock 5 ist mit einem
Kontakt versehen, der mit dem Anschluß GND verbunden ist. Die
Zone 16 des Funktionsblocks 6 hat einen Kontakt, der mit dem
Knoten 7 verbunden ist und der damit auf dem Sourcepotential
des MOSFET 1 liegt. Der MOSFET 1 ist in der Anordnung nach
Fig. 1 der besseren Übersichtlichkeit halber nicht darge
stellt. Es ist auch nicht dargestellt, wie die Bauelemente
17, 18 die Bauelemente 19, 20 steuern, da dies für die Erläu
terung der Erfindung ohne Bedeutung ist.
Wird beim Abschalten der induktiven Last 2 der Anschluß GND
positiv gegenüber der Versorgungsspannung Vbb, so wird der p
n-Übergang zwischen der Zone 15 und dem Substrat 10 in Durch
laßrichtung vorgespannt und es fließt ein Strom i, der das
Substrat mit positiven Ladungsträgern überschwemmt. Diese
Ladungsträger fließen in Richtung des niedrigsten Potentials,
d. h. zur Zone 16, deren Anschluß durch die erwähnte Span
nungsumkehr beim Abschalten negativ gegenüber dem Potential
GND und gegenüber dem Potential Vbb ist. Damit bildet sich
ein parasitärer pnp-bipolartransistor 22 aus, der durch
gestrichelte Linien veranschaulicht ist. Der Basisanschluß
des Bipolartransistors 22 liegt dabei auf Substratpotential
Vbb. Da dieses negativ gegenüber dem Potential am Anschluß
GND ist, schaltet der parasitäre Bipolartransistor 22 ein und
das Potential der Wanne 16 wird in Richtung des Potentials am
Anschluß GND gezogen. Damit ist eine einwandfreie Funktion des
Funktionsblocks 6 nicht mehr gewährleistet, so daß eine
sichere Steuerung des MOSFET 1 unmöglich wird.
Aus dem Philips Journal of Research, Integrated approach to
latch-up prevention in CMOS and its application to Philips
1-m SRAM, R. J. G. Goossens, J. H. A. van der Vielen, Volume
44, Nos. 2/3, 1998, Seite 241 bis 255 ist im Abschnitt 4.2.
"Guard Ring Constructions" eine Schutzschaltung für das Gate
eines MOSFET beschrieben. Die Schutzschaltung besteht aus
einer n-dotierten Zone, in die eine stark p-dotierte Zone
eingebettet ist sowie aus einer stark n-dotierten Zone, die
in die epitaktische Schicht des integrierten Schaltkreises
eingebettet ist. Die stark p-dotierte Zone und die stark n-
dotierte Zone sind mit dem Gateanschluß des MOSFETs
verbunden. Zwischen der Schutzschaltung und den Schaltkreisen
ist ein Gatering angeordnet, der an das gleiche Potential wie
die n-dotierte Zone angeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Ausbildung
einer parasitären Struktur zwischen dem Funktionsblock 5 und
dem Funktionsblock 6 zu verhindern, so daß eine sichere
Ansteuerung gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwischen der ersten
und der zweiten Zone eine dritte Zone vom zweiten Leitungstyp
angeordnet ist und daß die dritte Zone auf dem gleichen
Potential wie der sourceseitige (emitterseitige) Anschluß der
Last liegt.
Ist das Substrat n-dotiert und die Zonen p-
dotiert, so liegt die dritte Zone auf negativerem Potential
als die erste Zone. Eine günstige Ausgestaltung erhält man,
wenn die dritte Zone entweder die erste oder die zweite Zone
vollständig umgibt.
In Fig. 1 ist die dritte Zone mit 21 bezeichnet. Sie ist
ebenso wie die erste Zone 15 und die zweite Zone 16 p-dotiert
und hat vorzugsweise die gleiche Teile wie diese. Sie hat
einen Kontakt, der an einem vom Potential der ersten Zone 15
anweichenden Potential liegt. Im Fall der angegebenen
Leitfähigkeitstypen ist dieses Potential niedriger als das
Potential am Anschluß GND. Zweckmäßigerweise liegt der
Kontakt auf dem beim Abschalten auftretenden niedrigsten
Potential, ist also mit dem Knoten 7 verbunden.
Wird der MOSFET 1 von seinem leitenden Zustand in den
gesperrten Zustand umgeschaltet, so bildet sich nunmehr der
parasitäre Transistor zwischen der ersten Zone 15 und der
dritten Zone 21 aus. Er ist mit 23 bezeichnet. Eine mit dem
Einschalten des parasitären Transistors 23 einhergehende
Potentialänderung der Zone 21 ist für die Funktion der inte
grierten Halbleiteranordnung ohne Bedeutung, da das Potential
der Zone 16 nicht geändert wird. Damit bleibt der Funktions
block 6 voll funktionsfähig.
Es kann ausreichen, wenn die dritte Zone 21 gleich lang wie
die Zonen 15 und 16 oder etwas länger ist. Sicher wird die
Ausbildung des parasitären Bipolartransistors 22 dann verhin
dert, wenn die dritte Zone 21 die zweite Zone 16 ringförmig
umgibt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Es kann jedoch
auch zweckmäßig sein, daß die dritte Zone 21 die erste Zone
15 ringförmig umgibt.
In der Fig. 1 wurde der Einfachheit halber angenommen, daß
die Funktionsblöcke 5 und 6 aus jeweils nur einer einzigen
Zone 15 bzw. 16 bestehen. In komplexen Strukturen enthalten
diese Funktionsblöcke selbstverständlich mehrere solcher
Zonen mit einer Vielzahl von darin integrierten Halbleiter
bauelementen.
Claims (4)
1. Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement mit einem
Substrat vom ersten Leitungstyp, mit mindestens einer in das
Substrat eingebetteten ersten Zone vom zweiten Leitungstyp
und mit mindestens einer in das Substrat eingebetteten
zweiten Zone vom zweiten Leitungstyp, mit einem
Substratkontakt zur Zuführung einer Versorgungsspannung und
mit in der ersten und der zweiten Zone eingebetteten
kontaktierten Halbleiterbauelementen, wobei mindestens ein
Teil der Halbleiterbauelemente der ersten Zone mindestens
einen Teil der Halbleiterbauelemente der zweiten Zone
steuert, und mit einem Leistungs-MOSFET, der von den
Halbleiterbauelementen der zweiten Zone gesteuert wird, und
mit einer sourceseitigen, induktiven oder kapazitiven Last,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der ersten (15) und der zweiten Zone (16) eine
dritte Zone (21) vom zweiten Leitungstyp angeordnet ist, und
daß die dritte Zone auf dem gleichen Potential wie der
sourceseitige (emitterseitige) Anschluß der Last liegt.
2. Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Substrat (10) n-dotiert ist und die Zonen (15, 16,
21) p-dotiert sind und daß die dritte Zone (21) auf
negativerem Potential liegt als die erste Zone (15).
3. Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement nach
Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dritte Zone (21) die zweite Zone (16) vollständig
umgibt.
4. Integriertes Leistungs-Halbleiterbauelement nach
Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dritte Zone (21) die erste Zone (15) vollständig
umgibt.
Priority Applications (5)
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| DE4423733A1 DE4423733A1 (de) | 1996-01-11 |
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