DE4410313C2 - Verfahren zum Übergeben von Etiketten auf Aufnahmedorne und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Übergeben von Etiketten auf Aufnahmedorne und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übergeben von Eti
ketten auf Aufnahmedorne, die diese Etiketten in ein Form
werkzeug übergeben, nach der Gattung des Hauptanspruches
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aus der DE 42 32 963 C1 ist es bekannt, Etiketten von einem
Stapel zu entnehmen, an Dorne zu übergeben und dabei unter
Zuhilfenahme einer Gegenform umzubiegen entsprechend der
Gestalt der Dorne, die ein Negativ der Formnester darstel
len. Von den Dornen aus werden die Etiketten dann in die
Formnester des Formwerkzeuges eingelegt und dort angesaugt.
Bei Etiketten, die den Boden und Seitenwände des tiefgezoge
nen Behälters bedecken, ist deren Abwicklung größer als der
Abstand der Formnester im Formwerkzeug. Es sind Maßnahmen
erforderlich, diesem Umstand zu begegnen, insbesondere bei
zweireihigen Werkzeugen, bei denen in zwei Richtungen eine
Anpassung erfolgen muß.
Bei der bekannten Vorrichtung wird dies in der Weise be
wirkt, daß man aus 5 Magazinen 8 Aufnahmedorne beschickt,
wobei das Entnehmen in zwei Stufen erfolgt. Hierzu findet
eine Verschiebung der ganzen Magazineinheit um einen Nutzen
abstand in Querrichtung statt. In der anderen Richtung er
folgt die Angleichung, in dem der Abstand der zwei Reihen
von Labelstempeln, die die entnommenen Etiketten zu den
Aufnahmedornen führen, verändert wird. Es sind also in jedem
Fall zwei Antriebe und zwei Verschiebungen für diese Anpas
sung erforderlich. Nach dem Entnehmen und nach dem Zusammen
fahren der Labelstempel auf Formnestabstand überlappen zwei
bzw. drei Seitenteile der flachliegenden Etiketten. Beim Ver
formen der Etiketten durch Ineinanderfahren von Aufnahmedor
nen und Gegenform (Labelstempel) müssen diese aufeinanderlie
genden Bereiche der Etiketten, die später die Seitenwände
des Behälters bedecken, übereinandergleiten. Dies kann zu
einem Verschieben der Etiketten oder gar zum Abreißen von
Teilen des Etikettes und damit zu Störungen und Ausschuß
führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zum
Übergeben der Etiketten auf die Aufnahmedorne, die die Eti
ketten den Formnestern zuführen, zu verbessern im Hinblick
auf Störungsunanfälligkeit und Ausschußvermeidung.
Zur Lösung der Aufgabe werden die kennzeichnenden Merkmale
des Hauptanspruches vorgeschlagen. Die Unteransprüche stel
len vorteilhafte Weiterbildungen dar bzw. betreffen die
Gestaltung der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Verfahren und Vorrichtung werden anhand der schematischen
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 die Formstation einer Thermoformmaschine im
Schnitt;
Fig. 2 dieselbe Formstation in einer Draufsicht;
Fig. 3 eine Darstellung eines Etikettes;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, teilweise
im Schnitt dargestellt;
Fig. 5-8 jeweils einen Querschnitt entlang der Linie A-A
in Fig. 4 durch die Vorrichtung in verschiede
nen Phasen des Verfahrensablaufes;
Fig. 9-10 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
in verschiedenen Phasen des Verfahrensablaufes.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens wird an eine
Thermoformmaschine beigestellt, deren Formstation 1 in den
Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt ist. Das Formwerk
zeugunterteil 2 mit beispielsweise zwei Reihen mit je 4
Formnestern 24, kann in eine Übergabeposition 3 gebracht
werden, so daß ein Einlegen von Etiketten 4 von der Öffnungs
seite her möglich ist. Hierzu dient die erfindungsgemäße
Vorrichtung, die einen an Führungen 5 verschiebbaren Wagen 6
aufweist. Dieser Wagen 6 trägt an einer Platte 7 Aufnahmedor
ne 8, die eine Gegenform zum herzustellenden etikettierten
Behälter darstellen. Aufnahmedorne 8 und Platte 7 sind mit
Bohrungen 9 bis 13 versehen, die mit Vakuum beaufschlagt
werden können.
Über einen Antrieb 16 und eine Kugelrollspindel 14 kann der
Wagen 6 zwischen der Übergabeposition 3 und einer Aufnahmepo
sition 15 an den Führungen 5 verschoben werden. In dieser
Aufnahmeposition 15 sind ortsfest Führungsschienen 17, 18
mit Schlitzen 19 so angeordnet, daß zwei gegenüberliegende
Seitenränder der Etiketten 4 in den Schlitzen 19 geführt
werden. Die Anzahl der Schlitze 19 entspricht der Anzahl der
Behälterreihen des Formwerkzeugunterteiles 2. Im dargestell
ten Beispiel sind also zwei Schlitze 19 eng nebeneinander in
den Führungsschienen 17 vorgesehen.
Mit den Führungsschienen 17 in Verbindung steht eine Licht
schranke 29 sowie ein Spiegel 30, die beide zur Erfassung
eines in einen der Schlitze 19 eingeführten Etikettes 4
dienen. An den Führungsschienen 17 sind außerdem nicht darge
stellte Anschläge vorzugsweise einstellbar angeordnet, die
zur Lagedefinition der Etiketten 4 dienen.
In der Aufnahmeposition 15 ist ferner ein an Führungen 20
über einen nicht dargestellten Antrieb verschiebbarer Schlit
ten 21 angeordnet, der Gegenformen 22 im doppelten Nutzenab
stand trägt. Dies entspricht dem Abstand der Etiketten 4 in
ihrer flachliegenden Form.
Zwischen zwei Formnestern 34 ist eine Bohrung 25 vorgesehen,
die über eine Leitung 26, eine Drossel 35 und ein Ventil 27
mit einer Druckluftquelle 28 in Verbindung steht.
An der Oberseite der Führungsschienen 17 ist eine Zuführein
richtung 23 für die Etiketten 4 vorgesehen, die in der Lage
ist, die Etiketten 4 von einem oder mehreren Stapeln zu
entnehmen und in die Schlitze 19 einzuführen, wobei sie so
verschiebbar ist, daß sie zwei der eng beieinander liegenden
Schlitze 19 nacheinander beschicken kann.
In den Fig. 9 und 10 ist eine Variante der Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens dargestellt. Anstelle einer
Bohrung ist zwischen zwei Formnestern 34 der Gegenformen 22
ein Bolzen 36 vorgesehen. Alle Bolzen 36 sitzen an einem
Steg 37, der über einen nicht dargestellten Antrieb verscho
ben werden kann bis in die in Fig. 10 dargestellte Positi
on.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Von der Zuführeinrichtung 23 wird ein erstes Etikett 4 in
einen Schlitz 19 übergeben, dieses fällt nach unten bis zu
einem Anschlag und bleibt in der in Fig. 5 dargestellten
Position stehen. Die Lichtschranke 29 erfaßt das Vorhanden
sein des Etikettes 4 und dieses Erkennen löst ein Signal zum
Umsteuern des Ventils 27 aus. Blasluft in voreingestellter
Menge strömt durch die Bohrung 25, wodurch der obere, eine
Seitenwand dekorierende Lappen 31 des Etikettes 4, wie aus
Fig. 6 ersichtlich, umgebogen wird. Es wird dann das zweite
Etikett 4 in den danebenliegenden Schlitz 19 eingeführt.
Sein unterer Lappen 32 biegt sich während seiner Abwärtsbewe
gung sofort um, so daß er, wenn er seinen Anschlag erreicht
hat, die in Fig. 7 dargestellte Stellung aufweist. Damit
sind die Lappen 31, 32 bereits vorgeformt, so daß bei der
jetzt folgenden Verschiebung des Schlittens 21 ein störungs
freies Umbiegen aller 4 Lappen erfolgt, die dann durch Vaku
um an den Aufnahmedornen 8 angesaugt werden. In besonderer
Ausbildung der Erfindung ist es unter bestimmten Vorausset
zungen vorteilhaft, wenn an den Gegenformen 22 weitere Blas
düsen 38 (siehe Fig. 5) angeordnet sind, die auch die nicht
überlappenden, freistehenden Lappen vorbiegen können.
Nach dem Zurückziehen des Schlittens 21 werden die nächsten
Etiketten 4 in die Schlitze 19 eingeführt und der Wagen 6
wird um einen Nutzenabstand verschoben in Pfeilrichtung
(Fig. 4), so daß die 4 noch freien Aufnahmedorne 8 vor den
eingeschobenen Etiketten 4 zu liegen kommen. Nachdem auch
diese Aufnahmedorne 8 in analoger Weise mit Etiketten 4
beschickt wurden, fährt der Wagen 6 in die Übergabeposition
3 und übergibt die Etiketten 4 in das Werkzeugunterteil 2,
an dessen Innenwand sie angesaugt werden. Das Werkzeugunter
teil 2 wird in die Formstation 1 überführt und ein Abschnitt
einer erwärmten Folienbahn 33 wird in das Werkzeugunterteil
2 hineingezogen.
Eine Vorrichtung gemäß den Fig. 9 und 10 arbeitet in der
Weise, daß nach dem Einführen von zwei Etiketten (Fig. 9)
eine Verschiebung der Bolzen 36 erfolgt, so daß die Lappen
31, 32 mechanisch vorgebogen werden (Fig. 10). Beim Zusam
menfahren von Gegenformen 22 und Aufnahmedornen 8 werden
diese Bolzen 36 wieder zurückgezogen.
Bei einem dreireihigen Formwerkzeug werden die Führungsschie
nen 17 mit 3 Sitzen ausgebildet und mindestens zwei Bohrun
gen zur Zufuhr der Blasluft wäre jeweils zwischen den Formne
stern 34 angeordnet. Von dem mittleren Etikett 4 würde dann
sowohl der obere Lappen als auch der untere Lappen durch
Blasluft bzw. mechanisch vorgeformt.
Claims (12)
1. Verfahren zum Übergeben von Etiketten, die größer sind
als der Abstand der Formnester eines Formwerkzeuges zum
Tiefziehen von etikettierten Behälter, auf Aufnahmedor
ne, die diese Etiketten den Formnestern zuführen, wobei
die Etiketten zunächst zwischen den Aufnahmendornen und
Gegenformen gehalten, dann im Zusammenwirken von Aufnah
medornen und Gegenformen verformt und dann an den Aufnah
medornen angesaugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Zusammenwirken von Aufnahmedornen (8) und Gegen
formen (22) die sich überlappenden Bereiche der Etiket
ten (4) in Richtung der Aufnahmedorne (8) ausgelenkt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Auslenken der überlappenden Bereiche mechanisch
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Auslenken dadurch erfolgt, daß Blasluft gegen die
überlappenden Bereiche geblasen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Blasluft dann zugeführt wird, wenn ein Etikett (4)
seine richtige Lage zwischen Aufnahmedorn (8) und Gegen
form (22) eingenommen hat.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß Blasluft auch gegen nicht überlappende Bereiche der
Etiketten (4) gerichtet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Halten der Etiketten (4) zwischen
den Aufnahmedornen (8) und den Gegenformen (22) in der
Weise erfolgt, daß zwei gegenüberliegende Seitenränder
der Etiketten (4) in Schlitzen (19) von Führungsschienen
(17) gehalten werden.
7. Vorrichtung zum Übergeben von Etiketten, die größer sind
als der Abstand der Formnester eines Formwerkzeuges zum
Tiefziehen von etikettierten Behältern, auf Aufnahmedor
ne, die im Zusammenwirken mit Gegenformen die Etiketten
verformen und ansaugen nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung (15, 36) zum Vorbiegen der sich
überlappenden Bereiche der Etiketten (4) vor dem Zusam
menwirken von Aufnahmedornen (8) und Gegenformen (22).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum Vorbiegen aus verschiebbaren Bolzen
(36) besteht, die an den Gegenformen (22) zwischen den
Formnestern (34) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum Vorbringen aus einer Bohrung (25)
besteht, die zwischen zwei Formnestern (34) in den Gegen
formen (22) angeordnet ist, und aus der Blasluft zuführ
bar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Blas
luftdüsen (38) außerhalb der Gegenformen (22).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekenn
zeichnet durch eine Einrichtung (29, 30) zur Erfassung
der Lage mindestens eines der zwischen den Aufnahmedor
nen (8) und den Gegenformen (22) gehaltenen Etikettes
(4).
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gekenn
zeichnet durch zwischen den Aufnahmedornen (8) und den
Gegenformen (22) angeordnete Führungsschienen (17) mit
Schlitzen (19) zur Aufnahme der Seitenränder der Etiket
ten (4).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944410313 DE4410313C2 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Verfahren zum Übergeben von Etiketten auf Aufnahmedorne und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944410313 DE4410313C2 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Verfahren zum Übergeben von Etiketten auf Aufnahmedorne und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4410313A1 DE4410313A1 (de) | 1995-09-28 |
| DE4410313C2 true DE4410313C2 (de) | 1996-01-18 |
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ID=6513792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19944410313 Expired - Fee Related DE4410313C2 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Verfahren zum Übergeben von Etiketten auf Aufnahmedorne und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4410313C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19948528A1 (de) * | 1999-10-08 | 2001-04-12 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren und Vorrichtung zum Thermoformen von Behältern |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10220703C1 (de) * | 2002-05-10 | 2003-08-14 | Illig Maschinenbau Adolf | Formwerkzeug zum Tiefziehen von Behältern aus thermoplastischem Kunststoff |
| DE102004027949B4 (de) * | 2004-06-08 | 2007-08-23 | Illig Maschinenbau Gmbh & Co. Kg | Vorrichtung zum Herstellen eines Bandes von etikettierten Behältern aus einer erwärmten thermoplastischen Kunststofffolie |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4232963C1 (de) * | 1992-03-16 | 1993-10-14 | Gabler Gmbh Maschbau | Vorrichtung zum Aufbringen eines bedruckten Labels auf den Seitenwänden eines Kunststoffbehälters |
-
1994
- 1994-03-25 DE DE19944410313 patent/DE4410313C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19948528A1 (de) * | 1999-10-08 | 2001-04-12 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren und Vorrichtung zum Thermoformen von Behältern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4410313A1 (de) | 1995-09-28 |
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