DE435161C - Verfahren und Vorrichtung zum Vergasen nichtstueckiger oder feuchter oder backender Brennstoffe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vergasen nichtstueckiger oder feuchter oder backender Brennstoffe

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DE435161C
DE435161C DEL57123D DEL0057123D DE435161C DE 435161 C DE435161 C DE 435161C DE L57123 D DEL57123 D DE L57123D DE L0057123 D DEL0057123 D DE L0057123D DE 435161 C DE435161 C DE 435161C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/02Fixed-bed gasification of lump fuel
    • C10J3/20Apparatus; Plants
    • C10J3/30Fuel charging devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vergasen nichtstückiger oder feuchter oder backender Brennstoffe. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das bezweckt, auf einfache und wirtschaftliche Weise feinkörnige oder mulmige Brennstoffe restlos zu vergasen.
  • Das Verfahren besteht darin, daß der grobkörnige Teil des Brennstoffes, soweit solcher vorhanden, in an sich bekannter Weise von oben in den Gaserzeuger eingeführt, der feinkörnige Teil dagegen von unten unter Anwendung starken Druckes durch eine Anzahl im unteren Teil des Gaserzeugers in geschlossene Kreise angeordnete und durch die Eigenwärme des Gaserzeugers geheizte Verkokungszellen bis in den oberen Teil des Gaserzeugers gepreßt und auf diesem Wege zu Briketten geformt und entgast wird.
  • Das Zuführen des Brennstoffes von unten durch Entgasungsscbächte, welche die Feuerschicht durchdringen, ist an sich bekannt.
  • Die heißen, ganz oder zum Teil verkokten Preßlinge werden im oberen Teil durch-die Einwirkung der aufsteigenden Gaserzeugergase ganz verkokt.
  • Desgleichen wird der in dem oberen Teil des Gaserzeugers eingeführte grobe Teil des Brennstoffes dadurch, daß er mit den heißen Preßlingen gemischt wird, in wirksamer Weise entschwelt. In der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens als Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Gaserzeuger, Abb. 2 einen Teilgrundriß durch den unteren Teil des Gaserzeugers nach der Linie a-b der Abb. i, Abb. 3 einen solchen nach der Linie c-d, Abb. 4 einen vergrößerten Teilgrundriß nach der Linie e-f.
  • Der Vergasungsraum des Gaserzeugers wird in bekannter Weise von einem auf Säulen ruhenden und mit feuerfesten Steinen ausgekleideten Blechmantel umschlossen. Im Deckel des Gaserzeugers ist die Beschickvorrichtung i angebracht. Die erzeugten Gase verlassen den Gaserzeuger durch den Gasabzug 2.
  • In den Vergasungsraum ragt von unten der ringförmige Verkokungszellenkörper 3 mit den Verkokungszellen q. hinein, wodurch der Vergasungsraum des Gaserzeugers in einen inneren Kern 5 und einen äußeren Ring 6 zerlegt wird.
  • Der untere Abschluß des Gaserzeugers ist gebildet durch eine feste Rosthaube 7 und eine bewegliche Rosthaube 8 mit Aschenschüssel g. Die Rosthaube 8 wird von dem ringförmigen Verkokungszellenkörper 3 durchdrungen. Ferner wird der Luftraum der Rosthaube 8 innerhalb des Verkokungszellenkörpers 3 von dem Schneckengehäuse 2r mit der Förderschnecke io durchdrungen. Der Schneckenkörper 21 mit der Schnecke io ist mit dem Körper der Rosthaube 8 fest verbunden.
  • Die Rosthaube 7 steht in fester Verbindung mit dem feststehenden L uftzuführungsrohr i i.
  • Der Vergasungszellenkörper 3 bildet mit der Rosthaube 8, der Aschenschüssel 9, dem Aschenschneckenkörper 2i einen auf Rollen 13 drehbaren Bauteil. Nach unten ist der drehbare Vergasungszellenkörper 3 durch einen feststehenden Ring 14 abgeschlossen und in ihm lose geführt. An einer oder mehreren Stellen ist ein Kohleneinführungskörper 15 mit angeschlossener 1iohlenzuführungsrinne eingeschaltet. In dem Kohlenzuführungskörper 15 bewegt sich ein Preßstempel 17 nach oben und unten, welcher von der Presse i 6 betätigt wird. Der Preßstempel i7 hann so eingerichtet werden, daß er bei jedem Hub eine oder mehrere Zellen d. zu gleicher Zeit bedient.
  • In der Rinne des Kohleneinführungskörpers 15 bewegt sich ein Schieber i g, welcher von der Presse ig für eine bestimmte Hublänge vor- oder zurückbewegt wird.
  • Mer dem Kohleneinführungskörper 15 ist der Behälter 2o angebracht, welcher den abgesiebten feinkörnigen oder mulmigen Brennstoff aufnimmt.
  • Die in dem Schneckengehäuse 2i drehbar gelagerte Aschenschnecke io ist unten mit einem auf der Schneckenwelle aufgekeilten Zahnrad 22 versehen, welches bei Drehung der Aschenschüssel auf dem freistehenden Zahnrad 23 abrollt, so daß bei der Drehung der Aschenschüssel die Schnecke sich außerdem noch um ihre eigene Achse drehen muß und hierbei eine Planetbewegung macht. Die Verbrennungsluft wird durch das Standrohr i i, in welches- das Rohr i2 hineinragt, zugeführt. Das Rohr 12 hat die Aufgabe, schon innerhalb des Standrohres die eingeführte Verbrennungsluft für den Vergasungskern 5 abzutrennen. Zur Regelung dieser Innenluft ist die Klappe 24 vorgesehen.
  • Die Luft für den äußeren Ring 6 verläßt das Standrohr i i durch die Schlitze 25, tritt in den Raum 26 und strömt durch die im Verkokungszellenkörper 3 ausgesparten Kanäle 27 in den Raum 28, von wo sie durch den Drehrost 8 dem Vergasungsraum 6 zuströmt.
  • Die Aschenschüssel 9 trägt unten so viel Anschläge 29, als in dem Vergasungszellenkörper 3 Vergasungszellen 4 vorhanden sind.
  • Unter der Aschenschüssel 9 ist die Hubpresse 3o für die Drehbewegung aufgestellt. Der Gang des Verfahrens ist folgender: Der Brennstoff fließt aus dem Behälter 2o in die Rinne des Körpers 15 und wird durch die Presse ig vermittels des Schiebers 18 dem Stempel 17 zugeschoben. Vor Hubende schaltet die Presse i g das Steuerorgan der Presse 16 auf Heben, wodurch der Stempel 17 den vorgeschobenen Brennstoff in die Vergasungszelle q. hineinpreßt. Am Hubende schaltet die Presse 16 die Presse ig um, welche nun rückwärts geht, um neuen Brennstoff heranzuholen. Beim Rückgang der Presse ig wird von dieser die Steuerung der Schubpresse 30 eingeschaltet, so däß diese vorgeht und die Aschenschüssel g vermittels der Anschläge 29 um eine oder mehrere Zellen vorschaltet.
  • Durch diese Bewegung erhält die Aschenschüssel 9, der Rost 8, der Verkokungszellenkörper 3 und der Schneckenl.:örper 21 eine Drehbewegung um die Achse des Gaserzeugers. Dürch diese Drehbewegung wird in bekannter Weise durch die Aschenschüssel 9 die Asche aus dem Vergasungsraum 6 ausgetragen.
  • Die Asche aus dem Vergasungsraum 5 wird dadurch nach außen gebracht, daß das Zahnrad 22 der Schnecke io sich auf dem Zahnrad 23 abrollt und dadurch die Schnecke io in Drehbewegung um ihre eigene Achse bringt, wodurch die Asche aus dem Vergasungsraum 5 herausgezogen wird.
  • Die Presse ig schaltet ferner beim-Rückgang die Presse 16 auf Rückgang, so daß diese wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeht. Beim Rückgang der Presse z6 wird von dieser die Presse ig wieder auf Vorschub geschaltet, welche nun erneut dem Stempel 17 eine entsprechende Menge Brennstoff zudrückt.
  • Beim Vorrücken der Presse ig wird von dieser die Schubpresse 3o auf Rückgang geschaltet, wodurch diese in ihre Anfangsstellung zurückgeht.
  • Die Steuerung der Pressen 16, ig und 30 erfolgt in an sich bekannter Weise durch Hebelübertragung oder durch elektrische Kontakte, Muschelschieber, Magnete oder sonstige bewegliche Steuerglieder.
  • Als treibende Kraft kann Preßluft, Elektrizität, Dampf oder Druckwasser verwendet werden.
  • Die Bewegung der Stempel und Schieber kann aber auch durch Kurbelgetriebe oder sonstige an sich bekannte Kraftübertragungsmittel erfolgen.
  • Der Betrieb des Gaserzeugers ist kontinuierlich. Die Verkokungszellen 4. sind ständig bis oben mit Brennstoff gefüllt. Bei jedem Hub der Presse 30 kommen andere Zellen über den Stempel 17 zu stehen.
  • Die Koksbrikette verteilen sich im oberen Teil des Gaserzeugers zwanglos über die ganze Fläche, und zwar bis nahe unter .las Gewölbe desselben und «-erden ständig mit geeigneten Mengen groben Brennstoffstücken, die in kaltern Zustande von oben zugeführt werden, vermischt.
  • Die ganze Brennstoffmenge rutscht in dem . Maße, in dem sie über den Rosthauben i und 8 vergast wird, nach unten.
  • Steigt die Kokssäule zu hoch, so wird von ihr das Gestänge 31 angehoben, welches seinerseits die Brennstoffzufuhr aus dein Behälter abdrosselt und das Gleichgewicht zwischen Brennstoffzufuhr und Vergasung dauernd erhält.
  • Die Zahl der Hübe der Schubpressen 3o bzw. die Umschaltung der Steuerung dieser Presse kann so eingestellt werden, daß nach jedem Hub der Presse 16 ein Hub der Schubpresse 3o erfolgt oder so, daß erst bei jedem 2:., 3., 4., 5. oder n. Hub der Presse 16 durch Umschaltung der Bewegung der Presse 30 ein Wechsel der beschickten Verkokungszellen 4 erfolgt.
  • Durch diese Einrichtung wird auch die Austrageleistung der Aschenschüssel 9 und der Aschenschnecke io regelnd beeinflußt.
  • Die Aschenschnecke io wird ferner dadurch in ihrer Leistung geregelt, daß das Zahnrad 22 aus- und einschaltbar ist.
  • Bei der Aschenschüssel 9 wird die Dichtung des Gaserzeugers in bekannter Weise durch Wasserverschluß erreicht.
  • Bei der Aschenschnecke io wird die Abdichtung dadurch erreicht, daß im oberen Teil durch Vergrößerung der Steigung oder Verjüngung des Schaftes der Fassurigsratun der Schnecke pro Umdrehung größer gemacht wird als der Fassungsraum im unteren Teil der Schnecke.
  • Die auszutragende Asche wird dadurch iiri unteren Teil fest gegen die Wände des Schneckengehäuses und der Schnecke gepreßt, wodurch eine sichere Abdichtung des Gaserzeugers gegen Ausströmen der zugeführten Luft gewährleistet ist.
  • Soll Brennstoff vergast werden, der keine stückigen Bestandteile enthält, so kann entweder die obere Brennstoffzuführung wegfallen, oder es kann andersartiger Brennstoff, z. B. Stückkohle, Koks oder Brikette. von oben zugesetzt werden.
  • Kommt Brennstoff zur Vergasung, dessen Asche stark Wasser aufsaugt, so wird auch für den Vergasungsring 6 an Stelle der Aschenschüssel 9 ein rotierendes Schneckengehäuse mit Schnecke vorgesehen.

Claims (6)

  1. P:iTENT-AN SPRÜ CHE i. Verfahren zum Vergasen nichtstückiger oder feuchter oder backender Brennstoffe in einem Gaserzeuger, hei dem der Brennstoff in den oberen Schachtraum von unten her durch ein die Feuerzone durchsetzendes Rohr eingedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff mittels Kraftpressen durch einen im Vergasungsraum des Generators angeordneten Zellenkörper gepreßt, hierbei zu Briketten geformt und in dieser Form ganz oder teilweise verkokt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gaserzeuger von oben her zugleich stückiger Brennstoff irr an sich bekannter Weise eingeführt wird, der im oberen Teil des Generators von den heißen Pr eßlingen entgast wird.
  3. 3. Gaserzeuger zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost und der Vergasungsrauen von einem ringförmigen Verkokungskörper (3) durchdrungen wird, welcher durch eine Anzahl von unten bis oben durchgehende Querrippen in einzelne Zellen (4) zerlegt wird.
  4. 4. Gaserzeuger zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Austragung der Asche aus dem inneren Kern der Brenn-Stoffsäule eine oder mehrere an sich bekannte, senkrecht stehende Austragschnecken (io) dienen, die um die feststehende innere Lufthaube eine Planetenbewegung ausführen, indem sie sich um ihre eigene Achse und um die feststehende Lufthaube drehen.
  5. 5. Gaserzeuger zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aschenschnecke (io) in den oberen Windungen ein größeres Fassungsvermögen hat als in den unteren Windungen, infolgedessen die Asche im unteren Teil des Schneckengehäuses fest zusammengedrückt und der Luftdurchtritt verhindert wird.
  6. 6. Gaserzeuger zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Schachtes ein Gestänge (31) angeordnet ist, das durch die aufsteigenden Koksbrikette nach oben gedrückt wird und auf ein Absperrglied einwirkt, das die Menge der unten zugeführten' Kohle entsprechend dein Stande der Schachtfüllung beeinflußt.
DEL57123D 1923-01-06 1923-01-06 Verfahren und Vorrichtung zum Vergasen nichtstueckiger oder feuchter oder backender Brennstoffe Expired DE435161C (de)

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