DE4339075C2 - Verfahren sowie Kamera-Überwachungsvorrichtung zum Erzeugen eines digitalen Bildes - Google Patents
Verfahren sowie Kamera-Überwachungsvorrichtung zum Erzeugen eines digitalen BildesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie
auf eine Überwachungskameravorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 7.
Insbesondere in der Sicherheitstechnik ist eine Bildüberwachung gefährdeter Bereiche
mit Hilfe von Videokameras üblich und bekannt. Aus der gattungsgemäßen US
51 11 289 ist es des weiteren bekannt, bei Verfahren zur
Erzeugung eines digitalen Bildes mit Hilfe einer Überwachungskameravorrichtung bzw.
bei einer derartigen Vorrichtung das von der Videokamera gelieferte Signal zu
digitalisieren und als digitale Bildinformation zusammen mit einem Rahmen oder
Format zu speichern der bzw. das noch weitere Informationen enthält die nicht
unmittelbar zum Bildinhalt gehören, beispielsweise Datum und Zeit.
Problematisch ist bei dieser Bildüberwachung, daß die von einer Überwachungskamera
stammenden, gespeicherten Bilder bisher keine eindeutigen Beweismittel darstellen, da
sowohl bei analog, als auch bei digital gespeicherten Bildern Manipulationen möglich
sind, mit denen der Bildinhalt und/oder die Zusatzinformationen verfälscht werden
können.
Zur Sicherung der in einem Systemspeicher enthaltenen Programme und zu deren
Integritätskontrolle ist es aus der EP 02 80 035 A2
bekannt, diese Programme jeweils nach einem symmetrischen
kryptographischen Algorithmus unter Verwendung eines lesegeschützt gespeicherten
geheimen Schlüssels zu verschlüsseln und dabei auch nach einem vorgegebenen
Algorithmus aus dem jeweiligen Programminhalt eine Prüfziffer zu bilden. Dieses
bekannte Verfahren ist allerdings zum Sichern von Programmen und zur
Integritätskontrolle gesicherter Programme geeignet und bestimmt.
Gegenstand der älteren, allerdings nicht vorveröffentlichten DE 42 21 280 A1 ist schließlich
ein Verfahren und eine Einrichtung zur Aufnahme und zum Abspeichern von Bildern in
einem Endlos-Speicher eines Fahrzeugs zur Dokumentation und Überwachung von
Verkehrssituationen. Bei diesem Verfahren, bei dem in einem Endlos-Schleifenspeicher
jeweils ältere, bereits gespeicherte Bilder durch neue, aktuelle Bilder überschrieben
werden, erfolgt die Bildspeicherung durch Fahrzeugparameter bzw.
Betriebszustandsdaten des Fahrzeugs gesteuert, um eine Verkehrs- und insbesondere
Unfalldokumentation in objektiv sicherer Weise, mit hoher Aussagekraft und mit
wirtschaftlich tragbaren Mitteln durchzuführen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie eine
Überwachungskameravorrichtung aufzuzeigen, mit dem bzw. mit der die Identität oder
Ursprünglichkeit eines gespeicherten Bildes nachgewiesen werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 und eine Überwachungskameravorrichtung entsprechend dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 7 ausgebildet.
Bei der Erfindung ist es aufgrund der im Bildinhalt anstelle von einigen Bildpunkten
enthaltenen Prüfziffer möglich, die Übereinstimmung dieser Prüfziffer mit dem
Bildinhalt und den
Zusatzinformationen festzustellen, und zwar wiederum unter
Berücksichtigung des bei der Herstellung der Prüfziffer
verwendeten Algorithmus.
Da die Prüfziffer im Bildinhalt und nicht etwa im Format oder
Rahmen des Bildes enthalten ist, steht diese Prüfziffer
jederzeit für eine Überprüfung der Ursprünglichkeit des
gespeicherten und/oder auf einer Hard-Copy usw. wiedergegebe
nen Bildes zur Verfügung.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in sehr vereinfachter schematischer Darstellung eine
Überwachungskamera gemäß der Erfindung;
Fig. 2 in vereinfachter Darstellung die zeitliche Folge der
von der Kamera gelieferten digitalen Informationen.
In den Figuren ist 1 ein geschlossenes System bzw. eine
Überwachungskamera für Sicherheitstechnik, die ggf. zusammen
mit weiteren, nicht dargestellten Kameras zur Bild- bzw.
Sicherheitsüberwachung gefährdeter Bereiche, wie z. B.
Tankstellen, Ladengeschäfte, Schalterhallen von Banken,
Geldautomaten usw. eingesetzt ist. Die Überwachungskamera 1
ist hierbei über eine bidirektionale Datenleitung 2 mit einer
zentralen Bildüberwachungseinheit 3 verbunden, die bei
spielsweise Bildmonitore, Bildaufzeichnungsgeräte und/oder
Bildauswertungsgeräte usw. aufweist und von der die jeweilige
Überwachungskamera 1 über die Datenleitung 2 auch für
bestimmte Funktionen ansteuerbar ist.
Im einzelnen besteht die Überwachungskamera aus einem Gehäuse
4, welches in geeigneter Weise verschlossen und ggf. auch
derart blombiert ist, daß ein Zugriff auf die im Innenraum 5
dieses Gehäuses 4 untergebrachten Komponenten der
Überwachungskamera 1 nicht möglich ist. Die genannten Komponenten
sind eine Video-Kamera 6, die mit ihrer Optik hinter einem
Fenster des Gehäuses 4 angeordnet ist und dementsprechend den
zu überwachenden Bereich außerhalb des Gehäuses 4 erfaßt.
Weiterhin sind im Innenraum 5 ein Prozessor 7 mit Programm
speicher usw. und ein Bildspeicher 8 untergebracht. Mit dem
Prozessor 7 wird das von der Video-Kamera 6 gelieferte Signal
in ein digitales Signal umgewandelt und aus einer Bildfolge
werden Bilder oder Halb-Bilder (durch den Prozessor 7 bzw.
dessen Programm veranlaßt) ausgewählt und in digitaler Form
als Einzelbild gespeichert.
Entsprechend der Fig. 2 umfassen die gespeicherten Datensätze
jeweils einen Rahmen 9, der Daten enthält, die nicht zum
Bildinhalt gehören, z. B. Bildformat, Auflösung, Farb-Wieder
gabe, Schwarz-Weiß-Wiedergabe usw., sowie die eigentliche
Bildinformation 10, die den Bildinhalt sowie eine zur
zeitlichen und räumlichen Zuordnung notwendige Zusatzinfor
mation, wie Uhrzeit, Datum, Seriennummer der Kamera 1 usw.
umfaßt. Die Bildinformation besteht aus einer Folge einer
Vielzahl von Bits, wobei eine bestimmte Anzahl von Bits
jeweils die Information eines Bildpunktes, beispielsweise die
Information eines von 128 000 Bildpunkten beinhaltet.
Grundsätzlich kann die Speicherung der Bilder im Bildspeicher
8 so erfolgen, daß mehreren Bilder bzw. Bildinformationen 10
ein gemeinsamer Rahmen 9 zugeordnet ist.
Wird ein bestimmtes Bild von der Überwachungseinrichtung 3
aus der Überwachungskamera 1 abgerufen, und zwar beispiels
weise entsprechend einem vorgegebenen Überwachungszyklus oder
nach anderen Kriterien, so wird vor der Übermittlung dieses
Bildes an die Überwachungseinrichtung 3 mit Hilfe des
Prozessors 7 eine Prüfziffer 11 nach einem vorgegebenen
Schema bzw. Algorithmus gebildet, und zwar aus der Bildinfor
mation und der Zusatzinformation. Zur Bildung dieser Prüf
ziffer eignen sich dem Fachmann bekannte Verfahren bzw.
Algorithmen, wie sie bei der Herstellung von Prüfziffern bei
digitalen Daten oder digitalen Datenübertragung zur Anwendung
kommen. Die gebildete Prüfziffer 11 wird dann an einer
hierfür vorgesehenen Stelle des Bildinhaltes in diesen
anstelle der Daten einer bestimmten Anzahl von Bildpunkten,
beispielsweise von 30 Bildpunkten in die Bildinformation
eingefügt. Das Bild wird dann mit dem Rahmen 9 und der
modifizierten, d. h. die Prüfziffer 11 enthaltenden Bildinfor
mation 10 an die Überwachungseinrichtung 3 weitergeleitet. Da
die Prüfziffer nur wenige Bildpunkte aus einer großen Anzahl
solcher Bildpunkte in Anspruch nimmt und darüberhinaus auch
im Randbereich des Bildes vorgesehen ist, ist die Prüfziffer
bei der Wiedergabe des modifizierten Bildes auf einem
Bildschirm nicht störend und für den normalen Betrachter
sichtbar.
Da die Prüfziffer 11 aber aus dem Bildinhalt (ausgenommen die
von der Prüfziffer 11 eingenommenen Bildpunkte) und der
Zusatzinformation gewonnen ist und selbst Bestandteil des
beispielsweise in einem Bildspeicher der Überwachungsein
richtung 3 gespeicherten Bildes ist, läßt sich mit Hilfe
eines Programms ohne weiteres überprüfen, ob die im ge
speicherten Bild enthaltene Prüfziffer 11 den Bild- und
Zusatzinformationen dieses Bildes tatsächlich auch ent
spricht. Ist dies der Fall, so kann davon ausgegangen werden,
daß das in der Überwachungseinheit 3 oder auf einem Daten
träger gespeicherte Bild das orginäre, von der Überwachungs
kamera 1 gelieferte Bild ist, also Manipulationen nicht
vorgenommen wurden. Stimmt die Prüfziffer 11 nicht mit den
Bild- und Zusatzinformationen überein, so ist zumindest nicht
auszuschließen, daß das Bild nachträglich manipuliert oder
verändert wurde.
Da die Prüfziffer 11 an Bildpunkten eingefügt ist, erscheint
diese Prüfziffer z. B. als eine Folge von Bildpunkten mit
unterschiedlicher Helligkeit oder unterschiedlichem Grauwert
auch in dem beispielsweise als Hard-Copy wiedergegebenen oder
ausgedruckten Bild. Durch Abtasten dieses Bildes mit einem
geeigneten Scanner und durch Umwandeln der Informationen in
digitale Informationen ist dann wiederum die vorstehend
beschriebene Überprüfung des Bildes auf seine Ursprünglich
keit, d. h. auf fehlende Manipulation möglich.
Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel
beschrieben. Es versteht sich, daß im Rahmen des beschriebe
nen Verfahrens zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen
möglich sind, ohne daß dadurch der die Erfindung tragende
Erfindungsgedanke verlassen wird. So ist es beispielsweise
möglich, die Prüfziffer 11 bereits beim oder nach dem ersten
Abspeichern eines Bildes im Bildspeicher 8 zu bilden.
Bezugszeichenliste
1 Überwachungskamera
2 Datenleitung
3 Überwachungseinrichtung
4 Gehäuse
5 Innenraum
6 Video-Kamera
7 Prozessor
8 Bildspeicher
9 Bildrahmen
10 Bildinhalt
11 Prüfziffer
2 Datenleitung
3 Überwachungseinrichtung
4 Gehäuse
5 Innenraum
6 Video-Kamera
7 Prozessor
8 Bildspeicher
9 Bildrahmen
10 Bildinhalt
11 Prüfziffer
Claims (12)
1. Verfahren zum Erzeugen eines digitalen Bildes mit Hilfe einer
Überwachungskameravorrichtung (1), bei dem (Verfahren) ein von einer Video-
Kamera (6) geliefertes Bildsignal in eine digitale Bildinformation umgesetzt wird, die
zusätzlich zu einer Information des Bildinhalts eine Zusatzinformation zur zeitlichen
und räumlichen Identifikation des Bildes enthält, und bei dem die Bildinformation in
einem Bildspeicher (8) der Überwachungskameravorrichtung gespeichert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Nachweis der Ursprünglichkeit des Bildes in
einem Prozessor (7) der nach außen hin nicht zugänglichen
Überwachungskameravorrichtung (1) nach einem vorgegebenen Algorithmus aus
dem Bildinhalt und der Zusatzinformation wenigstens eine Prüfziffer (11) gebildet
wird, und daß die Prüfziffer (11) an einer vorgegebenen Stelle des Bildinhaltes
eingefügt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bildung der
Prüfziffer derjenige Bereich des Bildinhaltes bzw. diejenigen Bildpunkte nicht
berücksichtigt werden, an dem (Bereich) die Prüfziffer (11) in den Bildinhalt eingefügt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bildung der
Prüfziffer auch derjenige Bereich des Bildinhaltes bzw. diejenigen Bildpunkte
berücksichtigt wird bzw. werden, an dem (Bereich) die Prüfziffer (11) in den
Bildinhalt eingefügt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Prüfziffer und die diese Prüfziffer enthaltende Bildinformation erst dann erzeugt
werden, wenn das betreffende Bild aus der Überwachungskameravorrichtung
abgerufen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zusatzinformationen das Datum, die Uhrzeit und/oder die Seriennummer der Video-
Kamera (6) oder der Überwachungskameravorrichtung (1) sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überwachungskameravorrichtung (1) in einem von einem Gehäuse (4)
umschlossenen und von außen her nicht zugänglichen Innenraum (5) die Video-
Kamera (6), den Prozessor (7) für die Bildverarbeitung und Ermittlung der Prüfziffer
sowie den Bildspeicher (8) aufweist.
7. Überwachungskameravorrichtung (1) zum Erzeugen eines digitalen Bildes mit einer
Video-Kamera (6), mit einem Prozessor (7) zur Umsetzung des von der Video-Kamera
(6) gelieferten Bildsignals in eine digitale Bildinformation, die zusätzlich zu einem
Bildinhalt eine Zusatzinformation zur zeitlichen und räumlichen Identifikation des
Bildes enthält, und mit einem Bildspeicher (8) zur Speicherung der Bildinformation,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Nachweis der Ursprünglichkeit des Bildes die
Überwachungskameravorrichtung (1) nach außen hin nicht zugänglich ist und daß
der Prozessor (7) nach einem vorgegebenen Algorithmus aus dem Bildinhalt und der
Zusatzinformation wenigstens eine Prüfziffer (11) bildet und diese an einer
vorgegebenen Stelle des Bildinhaltes einfügt.
8. Überwachungskameravorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Prozessor (7) bei der Bildung der Prüfziffer denjenigen Bereich des Bildinhaltes bzw.
diejenigen Bildpunkte nicht berücksichtigt, an dem (Bereich) die Prüfziffer (11) in den
Bildinhalt eingefügt wird.
9. Überwachungskameravorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Prozessor (7) bei der Bildung der Prüfziffer auch denjenigen Bereich des
Bildinhaltes bzw. diejenigen Bildpunkte berücksichtigt, an dem (Bereich) die
Prüfziffer (11) in den Bildinhalt eingefügt wird.
10. Überwachungskameravorrichtung nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Prüfziffer und die diese Prüfziffer enthaltende
Bildinformation erst dann erzeugt werden, wenn das betreffende Bild aus der
Überwachungskameravorrichtung (1) abgerufen wird.
11. Überwachungskameravorrichtung nach einem der Ansprüche 7-10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zusatzinformationen das Datum, die Uhrzeit und/oder die
Seriennummer der Video-Kamera (6) oder der Überwachungskameravorrichtung (1)
sind.
12. Überwachungskameravorrichtung nach einem der Ansprüche 7-11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Überwachungskameravorrichtung (1) in einem von einem
Gehäuse (4) umschlossenen und von außen her nicht zugänglichen Innenraum (5) die
Video-Kamera (6), den Prozessor (7) für die Bildverarbeitung und Ermittlung der
Prüfziffer sowie den Bildspeicher (8) aufweist.
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1993
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