DE4333374C1 - Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen - Google Patents

Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen, mit einem ersten Reflexionsdämpfer mit mindestens einer Kammer zur Erzielung von Querschnittssprüngen, sowie mindestens einem diesen vor- oder nachgeschalteten, längenangepaßten zweiten Reflexionsdämpfer.
Vorrichtungen zur Schalldämmung werden überall dort eingesetzt, wo Auswirkungen einer Schallquelle in Rohrleitungen oder Kanälen reduziert werden sollen oder müssen. Ein Anwendungsgebiet für derartige Vorrichtungen ist dabei beispielsweise das Fachgebiet der Kompressoren, insbesondere der Drehkolbenkompressoren.
Auf dem Fachgebiet der Kompressoren werden bereits seit langem sog. Reflexionsdämpfer und sog. Absorptionsdämpfer zur Schalldämmung bzw. Schalldämpfung eingesetzt.
Reflexionsdämpfer bestehen beispielsweise aus Kammern, die über Verbindungsrohre oder Verbindungskanäle in verschiedenster Weise miteinander kombiniert werden können (vgl. beispielsweise US-Report 1192; Langley Aeronautical Laboratory, Longley Field, Va.).
Bei allen Versionen gibt es jedoch Frequenzbereiche, in denen eine verminderte oder gar keine Schalldämmung auftritt. Diese Tatsache ist besonders dann von Nachteil, wenn nicht nur bei der Grundfrequenz, sondern auch bei Vielfachen der Grundfrequenz dominierende Pegel der Erregerfrequenzen auftreten. Diese dominierenden Pegel fallen teilweise in Bereiche, in denen sogenannte Dämmungseinbrüche auftreten.
Besonders bei drehzahlgeregelten Maschinen, die mit einem Reflexionsdämpfer ausgerüstet werden sollen, treten Probleme auf, weil Erregerfrequenzen bei der Drehzahlregelung in Bereiche verminderter Dämmwirkung, d. h. in Bereiche von Dämmungseinbrüchen fallen können.
Derartige Probleme treten auch dann auf, wenn bei Maschinen mit bereits vorhandener Vorrichtung zur Schalldämmung Gasdaten, wie beispielsweise die Gastemperatur oder die Gaszusammensetzung, aus irgendwelchen Gründen geändert werden.
Neben den oben erwähnten Dämmungseinbrüchen ist ferner bei Reflexionsdämpfern von Nachteil, daß sich die Reflexionskammern hauptsächlich für tieffrequente Bereiche unterhalb von etwa 500 bis 600 Hz eignen, da in höheren Frequenzbereichen eine für die Praxis exakte Auslegung zur Vermeidung von Dämmungseinbrüchen wegen der kleinen Wellenlängen schwierig ist. Daher werden in diesen Frequenzbereichen hauptsächlich Absorptionsdämpfer eingesetzt, die jedoch z. B. bei der Verwendung von Mineralwolle den Nachteil aufweisen, daß sich im Laufe der Zeit Fasern lösen, welche schädliche Auswirkungen, wie beispielsweise beim Einsatz von Asbestfasern, hervorrufen.
Um die vorstehend beschriebenen Probleme zu lösen, ist bereits eine Vorrichtung zur Schalldämmung entwickelt worden (vgl. ältere, nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung P 43 00 117.3 der Anmelderin), bei der der erste Reflexionsdämpfer mit mindestens einem längenangepaßten zweiten Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers gekoppelt ist. Mit einer derartigen Anordnung werden in einem vorgegebenen Frequenzbereich durchgehend gute Dämmwerte erzielt.
Zwar sind Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers für sich allein bereits bekannt (vgl. beispielsweise G. Kurtze, "Physik und Technik der Lärmbekämpfung", Verlag G. Braun, Karlsruhe, Seite 123). Der Lösung nach der älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 liegt jedoch die Erkenntnis zugrunde, daß bei einer Kopplung von nach dem Kammerprinzip (Anordnung von Kammern zur Erzielung von Querschnittssprüngen) und nach dem Umwegprinzip arbeitenden Reflexionsdämpfern die systembedingten Dämmungseinbrüche bei den Kammern durch den Auslösch-Effekt der nach dem Umwegprinzip arbeitenden Interferenzdämpfer im Ergebnis beseitigt werden können. Dabei ist unter Interferenzdämpfung nach dem Umwegprinzip allgemein zu verstehen, daß die Schalleistung in einer Rohrleitung auf Einzelrohre mit bestimmten Querschnittsflächen und mit bestimmten Rohrlängen so aufzuteilen ist, daß die Summe der Schalldruckamplituden bei einer Anzahl diskreter Frequenzen im Wiederzusammenführungsbereich gleich Null wird.
Durch eine derartige Arbeitsweise werden in einem vorgegebenen Frequenzbereich durchgehend gute Dämmwerte erzielt, da immer dann, wenn eine Kammerresonanz die Dämmung in einem Frequenzbereich senkt, eine Umweginterferenzdämpfung die Dämmwirkung in diesem Bereich übernimmt. Darüber hinaus wirkt diese Umweginterferenzdämpfung außer bei der tiefsten Auslegungsfrequenz auch bei ungerade Vielfachen dieser Auslegungsfrequenz, so daß auch in höheren Frequenzbereichen weitere Möglichkeiten gegeben sind, wo eine Umweginterferenzdämpfung einen Dämmungseinbruch infolge Kammerresonanz unterbinden kann.
Bedingung hierfür ist lediglich, daß die Kammern zu den Umwegleitungen hinsichtlich der Längen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Für das bevorzugte Fachgebiet der Kompressoren bedeutet dies, daß die oben beschriebenen Wirkungen der Vorrichtung nach der deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 im vorgegebenen Frequenzbereich unabhängig von Änderungen hinsichtlich der Gasdaten (wie beispielsweise der Gastemperatur und der Gaszusammensetzung) und hinsichtlich der Betriebsdaten (in erster Linie der Drehzahl) sind.
Die beschriebene Lösung nach der deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 hat ferner den Vorteil, daß der vorgegebene Frequenzbereich sich sowohl im tieffrequenten als auch im hochfrequenten sowie in beiden Frequenzbereichen befinden kann. Danach stellen derartige Vorrichtungen einen gleichwertigen Ersatz für sog. Absorptionsdämpfer dar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine neuartige Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen zu schaffen, die die oben beschriebenen Vorteile der Vorrichtung nach der älteren Patentanmeldung P 43 00 117.3 aufweist, jedoch noch einfach aufgebaut werden kann und insbesondere eine raumsparendere Ausführung erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zweite Reflexionsdämpfer eine oder mehrere sog. - Stichleitungen aufweist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die systembedingten Dämmungseinbrüche bei den Kammern des ersten Reflexionsdämpfers nicht nur durch nach dem Umwegprinzip arbeitende (zweite) Reflexionsdämpfer gemäß der Lehre der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3, sondern auch durch solche (zweite) Reflexionsdämpfer ausgelöscht werden können, die mit sog. -Stichleitungen arbeiten.
Unter den sogenannten -Stichleitungen werden solche Stichleitungen verstanden, deren Länge beträgt oder ungeraden Vielfachen von .
Derartige -Stichleitungen haben bei vergleichbarer Wirkung gegenüber nach dem Umwegprinzip arbeitenden Ausführungen den Vorteil, daß sie einfacher zu bauen sind und eine raumsparendere Ausführung möglich ist. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn die Wellenlängen in dem zu dämmenden Frequenzbereich groß sind.
Wesentliche Bedingung dabei ist, daß die Kammerlängen des ersten Reflexionsdämpfers und die Längen der -Stichleitungen in bestimmten Verhältnissen zueinander stehen. Bei einem Reflexionsdämpfer, bestehend aus einer Kammer oder aus zwei Kammern gleicher Länge gilt beispielsweise die Bedingung, daß die Kammerlänge ein geradzahliges Vielfaches der Länge der jeweiligen Stichleitung sein muß. Bei unterschiedlichen Kammerlängen der ersten Reflexionsdämpfer sind entsprechend die Kammern und die -Stichleitungen nach der gleichen Regel festzulegen.
Eine ausgeführte -Stichleitung wirkt dabei außer bei der tiefsten Auslegungsfrequenz auch bei ungeraden Vielfachen dieser Auslegungsfrequenz.
Sogenannte -Stichleitungen als Reflexionsdämpfer einzusetzen ist selbstverständlich bekannt (vgl. beispielsweise G. Kurtze, "Physik und Technik der Lärmbekämpfung", Verlag G. Braun, Karlsruhe, Seiten 124 und 125). Das Erfindungswesentliche besteht jedoch in der Kombination von nach dem Kammerprinzip (Anordnung von Kammern zur Erzielung von Querschnittssprüngen) und nach dem -Prinzip arbeitenden Reflexionsdämpfern mit den im vorangegangenen geschilderten Wirkungen.
Gerade unter dem Gesichtspunkt der einfachen Bauweise ist es vorteilhaft, daß (wie in der älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 beschrieben) der erste Reflexionsdämpfer zwei Kammern zur Erzielung von Querschnittssprüngen umfaßt, die über mindestens ein Verbindungsrohr oder mindestens einen Verbindungskanal miteinander verbunden sind.
Grundsätzlich können die zweiten Reflexionsdämpfer in verschiedenster Weise gestaltet sein. Eine besonders vorteilhafte Ausbildung ergibt sich jedoch, wenn die zweiten Reflexionsdämpfer mit einer durchgehenden Hauptleitung ausgestattet sind, von der dann die -Stichleitungen abzweigen.
Je nach Ausführungsform und Bauart kann es dabei zweckmäßig sein, die -Stichleitungen in Erstreckungsrichtung der Hauptleitung hintereinander in diese einmünden zu lassen oder die Einmündung in die Hauptleitung in ein und derselben Querschnittsebene, vorzugsweise auf einander gegenüberliegenden Seiten der Hauptleitung vorzunehmen.
Je nach Bauart und Einsatzzweck können sich die - Stichleitungen in verschiedenster Weise erstrecken. So kann es vorteilhaft sein, die -Stichleitungen im wesentlichen radial zur Hauptleitung anzuordnen. In bestimmten Fällen kann es auch zweckmäßig sein, die -Stichleitungen im wesentlichen axial zur Hauptleitung anzuordnen. Eine besonders raumsparende Anordnung ergibt sich, wenn die jeweiligen -Stichleitungen im wesentlichen im Bereich des Umfanges der Haupleitung verlaufen.
Bezogen auf die Schallquelle kann der erste Reflexionsdämpfer grundsätzlich vor oder nach dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern angeordnet sein. Bei Kompressoren ist es jedoch vorteilhaft, den ersten Reflexionsdämpfer zwischen der Schallquelle und dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern anzuordnen.
Vorteilhaft ist es, wenn der erste Reflexionsdämpfer und der bzw. die zweiten Reflexionsdämpfer in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet werden. Dadurch ergibt sich eine einfach aufgebaute Vorrichtung.
Das Gehäuse kann dabei in verschiedenster Weise ausgebildet sein. Vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse ein Rohr, vorzugsweise mit rundem oder rechteckigen Querschnitt, ist. Dabei kann die Hauptleitung ebenfalls rohrförmig ausgestaltet und für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel exzentrisch in dem Rohr des Gehäuses angeordnet sein. Durch die exzentrische Anordnung ergeben sich für die Ausbildung der -Stichleitungen besonders günstige Verhältnisse. Dabei kann die Innenfläche des Rohres des Gehäuses zumindest teilweise die Wandung der - Stichleitungen bilden.
Wie bereits erwähnt, besteht eine wesentliche Bedingung darin, die Länge der Kammer bzw. der Kammern des ersten Reflexionsdämpfers und die jeweilige Länge der - Stichleitungen aufeinander abzustimmen, wobei es vorteilhaft ist, wenn die Länge der Kammer bzw. der Kammern des ersten Reflexionsdämpfers ein geradzahliges Vielfaches der Länge der jeweiligen -Stichleitungen ist.
Wie eingangs bereits erwähnt, kann der erste Reflexionsdämpfer im Bedarfsfall mit mehreren, nach dem -Prinzip arbeitenden zweiten Reflexionsdämpfern ausgestattet sein. Für Sonderfälle kann es jedoch auch zweckmäßig sein, daß ein nach dem - Prinzip arbeitender zweiter Reflexionsdämpfer mit zumindest einem weiteren Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und Umwegleitung arbeitenden Interferenzdämpfers gemäß der älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 kombiniert wird.
Wenn Dämmungseinbrüche infolge Kammerresonanz in Frequenzbereichen auftreten, bei denen die Abmessungen der - Stichleitungen kleine Werte gegenüber den Rohr- und Dämpferabmessungen ergeben würden, so können hier die Längen der Stichleitungen auf ungerade Vielfache der jeweiligen - Stichleitungen gebracht werden.
Vorrichtungen der erfindungsgemäßen Art eignen sich für die Schalldämpfung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen bei Schallquellen jeglicher Art. Besonders geeignet sind erfindungsgemäße Vorrichtungen jedoch als saugseitige oder druckseitige Schalldämpfer für Kompressoren, insbesondere Drehkolbenkompressoren.
Im folgenden sind zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der Erfindung zwei Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben und erläutert:
Fig. 1 zeigt schematisch in einem Längsschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Rechteckquerschnitt, und
Fig. 2 zeigt schematisch in einem Querschnitt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Kreisquerschnitt.
Wie bereits erwähnt, zeigt die Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Schalldämmung mit rechteckigem Gehäusequerschnitt, wie sie teilweise bei Verdichtern eingesetzt wird. Der Aufbau umfaßt einen ersten Reflexionsdämpfer, bestehend aus zwei gleich langen Kammern A und B, die über ein vorzugsweise gleichlanges rundes Rohr 3 miteinander verbunden sind.
Diesem ersten Reflexionsdämpfer ist ein zweiter Reflexionsdämpfer C nachgeschaltet, der nach dem Interferenzprinzip mit sog. -Stichleitungen arbeitet.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besitzt der Reflexionsdämpfer C zwei -Stichleitungen 4 und 5, die in Achsrichtung der Vorrichtung gesehen hintereinander geschaltet sind.
Der Aufbau ist dabei derart getroffen, daß die - Stichleitungen 4 und 5 hintereinander von einer Hauptleitung 6 abzweigen, die außermittig verläuft. Dabei sind die Querschnitte der jeweiligen -Stichleitungen und die der Hauptleitung 6 gleich groß. Der Querschnitt der Hauptleitung 6 kann dabei dem Nennquerschnitt einer in die Kammer A des ersten Reflexionsdämpfers einmündenden Eintrittsöffnung 1 sowie einer am Ende des zweiten Reflexionsdämpfers C angeordneten Austrittsöffnung 2 entsprechen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel tritt der Schall von einer Geräuschquelle (z. B. einem Verdichter) durch die Eintrittsöffnung 1 in die Kammer A des ersten Reflexionsdämpfers ein und verläuft von dort aus über das Rohr 3 in die zweite Kammer B, wobei an den Querschnittssprüngen Reflektionen auftreten.
Die Kammer B des ersten Reflexionsdämpfers ist mit einem gegenüber dem Rohr 3 versetzten Austritt 7 mit rechteckigem Querschnitt ausgestattet. Der Austritt 7 stellt bei der dargestellten Ausführungsform den Anfang der Hauptleitung 6 des zweiten Reflexionsdämpfers C dar.
Nach Eintritt in die Hauptleitung 6 gelangt der Schall als erstes in den Bereich der ersten -Stichleitung 4, die im vorliegenden Fall eine Länge besitzt, die der halben Länge der Kammer A bzw. B entspricht.
Im Anschluß daran gelangt der Schall in den Bereich der zweiten -Stichleitung 5, deren Länge einem Viertel der Länge der Kammer A bzw. B des ersten Reflexionsdämpfers entspricht.
Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß die in den Kammern A und B des ersten Reflexionsdämpfers systembedingt auftretenden Dämmungseinbrüche durch die -Stichleitungen 4 und 5 des zweiten Reflexionsdämpfers C für die Praxis hinreichend gut ausgelöscht werden.
Eine am Ende des Reflexionsdämpfers C angeordnete Kammer 8 dient lediglich der Überleitung vom rechteckigen Querschnitt in den runden Querschnitt der Austrittsöffnung 2.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, wie sie für runde Schalldämpfergehäuse vorteilhaft ist, und die zu jener Gruppe von Reflexionsdämpfern gehört, bei der die -Stichleitungen, in Erstreckungsrichtung des Dämpfers gesehen, in der gleichen Querschnittsebene in die Hauptleitung 10 einmünden.
Das Schalldämpfergehäuse besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus einem Rohr 9 großen Durchmessers, in dem achsparallel und exzentrisch eine ebenfalls rohrförmig ausgestaltete Hauptleitung 10 angeordnet ist.
Innerhalb des Rohres 9 ist darüber hinaus konzentrisch ein weiteres Rohr 11 kleineren Durchmessers angeordnet, so daß außerhalb des Bereiches der rohrförmigen Hauptleitung 10 ein Ringraum innerhalb des Rohres 9 gebildet ist. Dieser Ringraum ist durch eine Trennwand 12 in zwei Ringraumabschnitte 13 und 14 unterteilt, die die -Stichleitungen bilden. Im Bereich dieser Ringraumabschnitte 13 und 14 besitzt die rohrförmige Hauptleitung 10 Öffnungen, so daß eine Verbindung zwischen dem Innenraum der Hauptleitung 10 und den die -Stichleitungen bildenden Ringraumabschnitten 13 und 14 besteht.
Die Trennwand 12 ist innerhalb des von den Rohren 9 und 11 gebildeten Ringraumes derart angeordnet, daß die Länge der durch den Ringraumabschnitt 13 gebildeten -Stichleitung der Hälfte der Länge der vorgeschalteten (nicht dargestellten) Kammer des ersten Reflexionsdämpfers und die Länge der durch den Ringraumabschnitt 14 gebildeten -Stichleitung einem Viertel der vorgeschalteten (nicht dargestellten) Kammer des ersten Reflexionsdämpfers entspricht.
Die wirksamen Längen der durch die Ringraumabschnitte 13 und 14 gebildeten -Stichleitungen sind in Fig. 2 mit gestrichelten Linien dargestellt.

Claims (17)

1. Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen, mit einem ersten Reflexionsdämpfer mit mindestens einer Kammer zur Erzielung von Querschnittssprüngen, sowie mindestens einem diesem vor- oder nachgeschalteten, längenangepaßten zweiten Reflexionsdämpfer, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Reflexionsdämpfer (C) eine oder mehrere sog. - Stichleitungen (4, 5, 13, 14) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Reflexionsdämpfer zwei Kammern (A, B) zur Erzielung von Querschnittssprüngen umfaßt, die über mindestens ein Verbindungsrohr (3) oder mindestens einen Verbindungskanal miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit mindestens einem zweiten Reflexionsdämpfer (C) mit durchgehender Hauptleitung (6) und mehreren -Stichleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern (C) die -Stichleitungen (4, 5) in Erstreckungsrichtung der Hauptleitung (6) hintereinander in diese einmünden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit mindestens einem zweiten Reflexionsdämpfer (C) mit durchgehender Hauptleitung (10) und mehreren -Stichleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern die -Stichleitungen in Erstreckungsrichtung der Hauptleitung in der gleichen Querschnittsebene in diese einmünden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Leitungsführung der jeweiligen -Stichleitung (4, 5) im wesentlichen radial zur Hauptleitung erstreckt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Leitungsführung der jeweiligen -Stichleitung im wesentlichen axial zur Hauptleitung erstreckt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsführung der jeweiligen - Stichleitung im wesentlichen im Bereich des Umfanges der Hauptleitung verläuft.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Reflexionsdämpfer zwischen der Schallquelle und dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die zweiten Reflexionsdämpfer zwischen der Schallquelle und dem ersten Reflexionsdämpfer angeordnet ist bzw. sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Reflexionsdämpfer und der bzw. die zweiten Reflexionsdämpfer in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein Rohr (9) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptleitung (10) rohrförmig ausgestaltet und exzentrisch in dem Rohr angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die -Stichleitungen (13, 14) in dem Raum zwischen der rohrförmigen Hauptleitung (10) und dem Rohr (9) angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Rohres zumindest teilweise die Wandung der -Stichleitungen bildet.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Kammer bzw. der Kammern des ersten Reflexionsdämpfers ein geradzahliges Vielfaches der Länge der jeweiligen - Stichleitung ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Reflexionsdämpfer mit zumindest einem weiteren Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers kombiniert ist.
17. Verwendung einer Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 16 als saugseitiger oder druckseitiger Schalldämpfer für einen Kompressor, insbesondere Drehkolbenkompressor.
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