DE4333374C1 - Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen - Google Patents
Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder KanälenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen, mit
einem ersten Reflexionsdämpfer mit mindestens einer Kammer zur
Erzielung von Querschnittssprüngen, sowie mindestens einem
diesen vor- oder nachgeschalteten, längenangepaßten zweiten
Reflexionsdämpfer.
Vorrichtungen zur Schalldämmung werden überall dort eingesetzt,
wo Auswirkungen einer Schallquelle in Rohrleitungen oder
Kanälen reduziert werden sollen oder müssen. Ein
Anwendungsgebiet für derartige Vorrichtungen ist dabei
beispielsweise das Fachgebiet der Kompressoren, insbesondere
der Drehkolbenkompressoren.
Auf dem Fachgebiet der Kompressoren werden bereits seit langem
sog. Reflexionsdämpfer und sog. Absorptionsdämpfer zur
Schalldämmung bzw. Schalldämpfung eingesetzt.
Reflexionsdämpfer bestehen beispielsweise aus Kammern, die über
Verbindungsrohre oder Verbindungskanäle in verschiedenster
Weise miteinander kombiniert werden können (vgl. beispielsweise
US-Report 1192; Langley Aeronautical Laboratory, Longley Field,
Va.).
Bei allen Versionen gibt es jedoch Frequenzbereiche, in denen
eine verminderte oder gar keine Schalldämmung auftritt. Diese
Tatsache ist besonders dann von Nachteil, wenn nicht nur bei
der Grundfrequenz, sondern auch bei Vielfachen der
Grundfrequenz dominierende Pegel der Erregerfrequenzen
auftreten. Diese dominierenden Pegel fallen teilweise in
Bereiche, in denen sogenannte Dämmungseinbrüche auftreten.
Besonders bei drehzahlgeregelten Maschinen, die mit einem
Reflexionsdämpfer ausgerüstet werden sollen, treten Probleme
auf, weil Erregerfrequenzen bei der Drehzahlregelung in
Bereiche verminderter Dämmwirkung, d. h. in Bereiche von
Dämmungseinbrüchen fallen können.
Derartige Probleme treten auch dann auf, wenn bei Maschinen mit
bereits vorhandener Vorrichtung zur Schalldämmung Gasdaten, wie
beispielsweise die Gastemperatur oder die Gaszusammensetzung,
aus irgendwelchen Gründen geändert werden.
Neben den oben erwähnten Dämmungseinbrüchen ist ferner bei
Reflexionsdämpfern von Nachteil, daß sich die Reflexionskammern
hauptsächlich für tieffrequente Bereiche unterhalb von etwa 500
bis 600 Hz eignen, da in höheren Frequenzbereichen eine für die
Praxis exakte Auslegung zur Vermeidung von Dämmungseinbrüchen
wegen der kleinen Wellenlängen schwierig ist. Daher werden in
diesen Frequenzbereichen hauptsächlich Absorptionsdämpfer
eingesetzt, die jedoch z. B. bei der Verwendung von Mineralwolle
den Nachteil aufweisen, daß sich im Laufe der Zeit Fasern
lösen, welche schädliche Auswirkungen, wie beispielsweise beim
Einsatz von Asbestfasern, hervorrufen.
Um die vorstehend beschriebenen Probleme zu lösen, ist bereits
eine Vorrichtung zur Schalldämmung entwickelt worden (vgl.
ältere, nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung
P 43 00 117.3 der Anmelderin), bei der der erste
Reflexionsdämpfer mit mindestens einem längenangepaßten zweiten
Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und
Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers gekoppelt ist.
Mit einer derartigen Anordnung werden in einem vorgegebenen
Frequenzbereich durchgehend gute Dämmwerte erzielt.
Zwar sind Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und
Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers für sich allein
bereits bekannt (vgl. beispielsweise G. Kurtze, "Physik und
Technik der Lärmbekämpfung", Verlag G. Braun, Karlsruhe, Seite
123). Der Lösung nach der älteren, nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 liegt jedoch die
Erkenntnis zugrunde, daß bei einer Kopplung von nach dem
Kammerprinzip (Anordnung von Kammern zur Erzielung von
Querschnittssprüngen) und nach dem Umwegprinzip arbeitenden
Reflexionsdämpfern die systembedingten Dämmungseinbrüche bei
den Kammern durch den Auslösch-Effekt der nach dem Umwegprinzip
arbeitenden Interferenzdämpfer im Ergebnis beseitigt werden
können. Dabei ist unter Interferenzdämpfung nach dem
Umwegprinzip allgemein zu verstehen, daß die Schalleistung in
einer Rohrleitung auf Einzelrohre mit bestimmten
Querschnittsflächen und mit bestimmten Rohrlängen so
aufzuteilen ist, daß die Summe der Schalldruckamplituden bei
einer Anzahl diskreter Frequenzen im
Wiederzusammenführungsbereich gleich Null wird.
Durch eine derartige Arbeitsweise werden in einem vorgegebenen
Frequenzbereich durchgehend gute Dämmwerte erzielt, da immer
dann, wenn eine Kammerresonanz die Dämmung in einem
Frequenzbereich senkt, eine Umweginterferenzdämpfung die
Dämmwirkung in diesem Bereich übernimmt. Darüber hinaus wirkt
diese Umweginterferenzdämpfung außer bei der tiefsten
Auslegungsfrequenz auch bei ungerade Vielfachen dieser
Auslegungsfrequenz, so daß auch in höheren Frequenzbereichen
weitere Möglichkeiten gegeben sind, wo eine
Umweginterferenzdämpfung einen Dämmungseinbruch infolge
Kammerresonanz unterbinden kann.
Bedingung hierfür ist lediglich, daß die Kammern zu den
Umwegleitungen hinsichtlich der Längen in einem bestimmten
Verhältnis zueinander stehen. Für das bevorzugte Fachgebiet der
Kompressoren bedeutet dies, daß die oben beschriebenen
Wirkungen der Vorrichtung nach der deutschen Patentanmeldung
P 43 00 117.3 im vorgegebenen Frequenzbereich unabhängig von
Änderungen hinsichtlich der Gasdaten (wie beispielsweise der
Gastemperatur und der Gaszusammensetzung) und hinsichtlich der
Betriebsdaten (in erster Linie der Drehzahl) sind.
Die beschriebene Lösung nach der deutschen Patentanmeldung
P 43 00 117.3 hat ferner den Vorteil, daß der vorgegebene
Frequenzbereich sich sowohl im tieffrequenten als auch im
hochfrequenten sowie in beiden Frequenzbereichen befinden kann.
Danach stellen derartige Vorrichtungen einen gleichwertigen
Ersatz für sog. Absorptionsdämpfer dar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine neuartige
Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden Rohrleitungen
oder Kanälen zu schaffen, die die oben beschriebenen Vorteile
der Vorrichtung nach der älteren Patentanmeldung P 43 00 117.3
aufweist, jedoch noch einfach aufgebaut werden kann und
insbesondere eine raumsparendere Ausführung erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
zweite Reflexionsdämpfer eine oder mehrere sog. -
Stichleitungen aufweist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die
systembedingten Dämmungseinbrüche bei den Kammern des ersten
Reflexionsdämpfers nicht nur durch nach dem Umwegprinzip
arbeitende (zweite) Reflexionsdämpfer gemäß der Lehre der nicht
vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3,
sondern auch durch solche (zweite) Reflexionsdämpfer
ausgelöscht werden können, die mit sog. -Stichleitungen
arbeiten.
Unter den sogenannten -Stichleitungen werden solche
Stichleitungen verstanden, deren Länge beträgt oder
ungeraden Vielfachen von .
Derartige -Stichleitungen haben bei vergleichbarer Wirkung
gegenüber nach dem Umwegprinzip arbeitenden Ausführungen den
Vorteil, daß sie einfacher zu bauen sind und eine
raumsparendere Ausführung möglich ist. Dies ist besonders dann
von Bedeutung, wenn die Wellenlängen in dem zu dämmenden
Frequenzbereich groß sind.
Wesentliche Bedingung dabei ist, daß die Kammerlängen des
ersten Reflexionsdämpfers und die Längen der -Stichleitungen
in bestimmten Verhältnissen zueinander stehen. Bei einem
Reflexionsdämpfer, bestehend aus einer Kammer oder aus zwei
Kammern gleicher Länge gilt beispielsweise die Bedingung, daß
die Kammerlänge ein geradzahliges Vielfaches der Länge der
jeweiligen Stichleitung sein muß. Bei unterschiedlichen
Kammerlängen der ersten Reflexionsdämpfer sind entsprechend die
Kammern und die -Stichleitungen nach der gleichen Regel
festzulegen.
Eine ausgeführte -Stichleitung wirkt dabei außer bei der
tiefsten Auslegungsfrequenz auch bei ungeraden Vielfachen
dieser Auslegungsfrequenz.
Sogenannte -Stichleitungen als Reflexionsdämpfer einzusetzen
ist selbstverständlich bekannt (vgl. beispielsweise G. Kurtze,
"Physik und Technik der Lärmbekämpfung", Verlag G. Braun,
Karlsruhe, Seiten 124 und 125). Das Erfindungswesentliche
besteht jedoch in der Kombination von nach dem Kammerprinzip
(Anordnung von Kammern zur Erzielung von Querschnittssprüngen)
und nach dem -Prinzip arbeitenden Reflexionsdämpfern mit den
im vorangegangenen geschilderten Wirkungen.
Gerade unter dem Gesichtspunkt der einfachen Bauweise ist es
vorteilhaft, daß (wie in der älteren, nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung P 43 00 117.3 beschrieben) der erste
Reflexionsdämpfer zwei Kammern zur Erzielung von
Querschnittssprüngen umfaßt, die über mindestens ein
Verbindungsrohr oder mindestens einen Verbindungskanal
miteinander verbunden sind.
Grundsätzlich können die zweiten Reflexionsdämpfer in
verschiedenster Weise gestaltet sein. Eine besonders
vorteilhafte Ausbildung ergibt sich jedoch, wenn die zweiten
Reflexionsdämpfer mit einer durchgehenden Hauptleitung
ausgestattet sind, von der dann die -Stichleitungen
abzweigen.
Je nach Ausführungsform und Bauart kann es dabei zweckmäßig
sein, die -Stichleitungen in Erstreckungsrichtung der
Hauptleitung hintereinander in diese einmünden zu lassen oder
die Einmündung in die Hauptleitung in ein und derselben
Querschnittsebene, vorzugsweise auf einander gegenüberliegenden
Seiten der Hauptleitung vorzunehmen.
Je nach Bauart und Einsatzzweck können sich die -
Stichleitungen in verschiedenster Weise erstrecken. So kann es
vorteilhaft sein, die -Stichleitungen im wesentlichen radial
zur Hauptleitung anzuordnen. In bestimmten Fällen kann es auch
zweckmäßig sein, die -Stichleitungen im wesentlichen axial
zur Hauptleitung anzuordnen. Eine besonders raumsparende
Anordnung ergibt sich, wenn die jeweiligen -Stichleitungen im
wesentlichen im Bereich des Umfanges der Haupleitung verlaufen.
Bezogen auf die Schallquelle kann der erste Reflexionsdämpfer
grundsätzlich vor oder nach dem bzw. den zweiten
Reflexionsdämpfern angeordnet sein. Bei Kompressoren ist es
jedoch vorteilhaft, den ersten Reflexionsdämpfer zwischen der
Schallquelle und dem bzw. den zweiten Reflexionsdämpfern
anzuordnen.
Vorteilhaft ist es, wenn der erste Reflexionsdämpfer und der
bzw. die zweiten Reflexionsdämpfer in einem gemeinsamen Gehäuse
angeordnet werden. Dadurch ergibt sich eine einfach aufgebaute
Vorrichtung.
Das Gehäuse kann dabei in verschiedenster Weise ausgebildet
sein. Vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse ein Rohr,
vorzugsweise mit rundem oder rechteckigen Querschnitt, ist.
Dabei kann die Hauptleitung ebenfalls rohrförmig ausgestaltet
und für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel exzentrisch in dem
Rohr des Gehäuses angeordnet sein. Durch die exzentrische
Anordnung ergeben sich für die Ausbildung der -Stichleitungen
besonders günstige Verhältnisse. Dabei kann die Innenfläche des
Rohres des Gehäuses zumindest teilweise die Wandung der -
Stichleitungen bilden.
Wie bereits erwähnt, besteht eine wesentliche Bedingung darin,
die Länge der Kammer bzw. der Kammern des ersten
Reflexionsdämpfers und die jeweilige Länge der -
Stichleitungen aufeinander abzustimmen, wobei es vorteilhaft
ist, wenn die Länge der Kammer bzw. der Kammern des ersten
Reflexionsdämpfers ein geradzahliges Vielfaches der Länge der
jeweiligen -Stichleitungen ist.
Wie eingangs bereits erwähnt, kann der erste Reflexionsdämpfer
im Bedarfsfall mit mehreren, nach dem -Prinzip arbeitenden
zweiten Reflexionsdämpfern ausgestattet sein. Für Sonderfälle
kann es jedoch auch zweckmäßig sein, daß ein nach dem -
Prinzip arbeitender zweiter Reflexionsdämpfer mit zumindest
einem weiteren Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt-
und Umwegleitung arbeitenden Interferenzdämpfers gemäß der
älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
P 43 00 117.3 kombiniert wird.
Wenn Dämmungseinbrüche infolge Kammerresonanz in
Frequenzbereichen auftreten, bei denen die Abmessungen der -
Stichleitungen kleine Werte gegenüber den Rohr- und
Dämpferabmessungen ergeben würden, so können hier die Längen
der Stichleitungen auf ungerade Vielfache der jeweiligen -
Stichleitungen gebracht werden.
Vorrichtungen der erfindungsgemäßen Art eignen sich für die
Schalldämpfung in gasführenden Rohrleitungen oder Kanälen bei
Schallquellen jeglicher Art. Besonders geeignet sind
erfindungsgemäße Vorrichtungen jedoch als saugseitige oder
druckseitige Schalldämpfer für Kompressoren, insbesondere
Drehkolbenkompressoren.
Im folgenden sind zur weiteren Erläuterung und zum besseren
Verständnis der Erfindung zwei Ausführungsbeispiele unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben und erläutert:
Fig. 1 zeigt schematisch in einem Längsschnitt ein erstes
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit Rechteckquerschnitt, und
Fig. 2 zeigt schematisch in einem Querschnitt ein zweites
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit Kreisquerschnitt.
Wie bereits erwähnt, zeigt die Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zur Schalldämmung mit rechteckigem
Gehäusequerschnitt, wie sie teilweise bei Verdichtern
eingesetzt wird. Der Aufbau umfaßt einen ersten
Reflexionsdämpfer, bestehend aus zwei gleich langen Kammern A
und B, die über ein vorzugsweise gleichlanges rundes Rohr 3
miteinander verbunden sind.
Diesem ersten Reflexionsdämpfer ist ein zweiter
Reflexionsdämpfer C nachgeschaltet, der nach dem
Interferenzprinzip mit sog. -Stichleitungen arbeitet.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besitzt der
Reflexionsdämpfer C zwei -Stichleitungen 4 und 5, die in
Achsrichtung der Vorrichtung gesehen hintereinander geschaltet
sind.
Der Aufbau ist dabei derart getroffen, daß die -
Stichleitungen 4 und 5 hintereinander von einer Hauptleitung 6
abzweigen, die außermittig verläuft. Dabei sind die
Querschnitte der jeweiligen -Stichleitungen und die der
Hauptleitung 6 gleich groß. Der Querschnitt der Hauptleitung 6
kann dabei dem Nennquerschnitt einer in die Kammer A des ersten
Reflexionsdämpfers einmündenden Eintrittsöffnung 1 sowie einer
am Ende des zweiten Reflexionsdämpfers C angeordneten
Austrittsöffnung 2 entsprechen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel tritt der
Schall von einer Geräuschquelle (z. B. einem Verdichter) durch
die Eintrittsöffnung 1 in die Kammer A des ersten
Reflexionsdämpfers ein und verläuft von dort aus über das Rohr
3 in die zweite Kammer B, wobei an den Querschnittssprüngen
Reflektionen auftreten.
Die Kammer B des ersten Reflexionsdämpfers ist mit einem
gegenüber dem Rohr 3 versetzten Austritt 7 mit rechteckigem
Querschnitt ausgestattet. Der Austritt 7 stellt bei der
dargestellten Ausführungsform den Anfang der Hauptleitung 6 des
zweiten Reflexionsdämpfers C dar.
Nach Eintritt in die Hauptleitung 6 gelangt der Schall als
erstes in den Bereich der ersten -Stichleitung 4, die im
vorliegenden Fall eine Länge besitzt, die der halben Länge der
Kammer A bzw. B entspricht.
Im Anschluß daran gelangt der Schall in den Bereich der zweiten
-Stichleitung 5, deren Länge einem Viertel der Länge der
Kammer A bzw. B des ersten Reflexionsdämpfers entspricht.
Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß die in den
Kammern A und B des ersten Reflexionsdämpfers systembedingt
auftretenden Dämmungseinbrüche durch die -Stichleitungen 4
und 5 des zweiten Reflexionsdämpfers C für die Praxis
hinreichend gut ausgelöscht werden.
Eine am Ende des Reflexionsdämpfers C angeordnete Kammer 8
dient lediglich der Überleitung vom rechteckigen Querschnitt in
den runden Querschnitt der Austrittsöffnung 2.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, wie sie für runde
Schalldämpfergehäuse vorteilhaft ist, und die zu jener Gruppe
von Reflexionsdämpfern gehört, bei der die -Stichleitungen,
in Erstreckungsrichtung des Dämpfers gesehen, in der gleichen
Querschnittsebene in die Hauptleitung 10 einmünden.
Das Schalldämpfergehäuse besteht bei diesem Ausführungsbeispiel
aus einem Rohr 9 großen Durchmessers, in dem achsparallel und
exzentrisch eine ebenfalls rohrförmig ausgestaltete
Hauptleitung 10 angeordnet ist.
Innerhalb des Rohres 9 ist darüber hinaus konzentrisch ein
weiteres Rohr 11 kleineren Durchmessers angeordnet, so daß
außerhalb des Bereiches der rohrförmigen Hauptleitung 10 ein
Ringraum innerhalb des Rohres 9 gebildet ist. Dieser Ringraum
ist durch eine Trennwand 12 in zwei Ringraumabschnitte 13 und
14 unterteilt, die die -Stichleitungen bilden. Im Bereich
dieser Ringraumabschnitte 13 und 14 besitzt die rohrförmige
Hauptleitung 10 Öffnungen, so daß eine Verbindung zwischen dem
Innenraum der Hauptleitung 10 und den die -Stichleitungen
bildenden Ringraumabschnitten 13 und 14 besteht.
Die Trennwand 12 ist innerhalb des von den Rohren 9 und 11
gebildeten Ringraumes derart angeordnet, daß die Länge der
durch den Ringraumabschnitt 13 gebildeten -Stichleitung der
Hälfte der Länge der vorgeschalteten (nicht dargestellten)
Kammer des ersten Reflexionsdämpfers und die Länge der durch
den Ringraumabschnitt 14 gebildeten -Stichleitung einem
Viertel der vorgeschalteten (nicht dargestellten) Kammer des
ersten Reflexionsdämpfers entspricht.
Die wirksamen Längen der durch die Ringraumabschnitte 13 und 14
gebildeten -Stichleitungen sind in Fig. 2 mit gestrichelten
Linien dargestellt.
Claims (17)
1. Vorrichtung zur Schalldämmung in gasführenden
Rohrleitungen oder Kanälen, mit einem ersten
Reflexionsdämpfer mit mindestens einer Kammer zur
Erzielung von Querschnittssprüngen, sowie mindestens einem
diesem vor- oder nachgeschalteten, längenangepaßten
zweiten Reflexionsdämpfer,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Reflexionsdämpfer (C) eine oder mehrere sog. -
Stichleitungen (4, 5, 13, 14) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Reflexionsdämpfer zwei Kammern (A, B) zur
Erzielung von Querschnittssprüngen umfaßt, die über
mindestens ein Verbindungsrohr (3) oder mindestens einen
Verbindungskanal miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit mindestens einem zweiten
Reflexionsdämpfer (C) mit durchgehender Hauptleitung (6)
und mehreren -Stichleitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß bei dem bzw. den zweiten
Reflexionsdämpfern (C) die -Stichleitungen (4, 5) in
Erstreckungsrichtung der Hauptleitung (6) hintereinander
in diese einmünden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit mindestens einem zweiten
Reflexionsdämpfer (C) mit durchgehender Hauptleitung (10)
und mehreren -Stichleitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß bei dem bzw. den zweiten
Reflexionsdämpfern die -Stichleitungen in
Erstreckungsrichtung der Hauptleitung in der gleichen
Querschnittsebene in diese einmünden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Leitungsführung der
jeweiligen -Stichleitung (4, 5) im wesentlichen radial
zur Hauptleitung erstreckt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Leitungsführung der
jeweiligen -Stichleitung im wesentlichen axial zur
Hauptleitung erstreckt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leitungsführung der jeweiligen -
Stichleitung im wesentlichen im Bereich des Umfanges der
Hauptleitung verläuft.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Reflexionsdämpfer zwischen der Schallquelle und dem bzw.
den zweiten Reflexionsdämpfern angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die
zweiten Reflexionsdämpfer zwischen der Schallquelle und
dem ersten Reflexionsdämpfer angeordnet ist bzw. sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Reflexionsdämpfer und der bzw. die zweiten
Reflexionsdämpfer in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse ein Rohr (9) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hauptleitung (10) rohrförmig ausgestaltet und
exzentrisch in dem Rohr angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die -Stichleitungen (13, 14) in dem Raum zwischen der
rohrförmigen Hauptleitung (10) und dem Rohr (9) angeordnet
sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenfläche des Rohres zumindest teilweise die Wandung
der -Stichleitungen bildet.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der
Kammer bzw. der Kammern des ersten Reflexionsdämpfers ein
geradzahliges Vielfaches der Länge der jeweiligen -
Stichleitung ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Reflexionsdämpfer mit zumindest einem weiteren
Reflexionsdämpfer in Form eines mittels Haupt- und
Umwegleitungen arbeitenden Interferenzdämpfers kombiniert
ist.
17. Verwendung einer Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 16
als saugseitiger oder druckseitiger Schalldämpfer für
einen Kompressor, insbesondere Drehkolbenkompressor.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN106352194A (zh) * | 2016-11-23 | 2017-01-25 | 西南石油大学 | 一种天然气喷射噪声降噪装置 |
| WO2021197686A1 (de) | 2020-04-02 | 2021-10-07 | HELLA GmbH & Co. KGaA | Schalldämpfer für eine vakuumpumpe und vakuumpumpe mit einem solchen schalldämpfer |
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1993
- 1993-09-30 DE DE19934333374 patent/DE4333374C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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Non-Patent Citations (2)
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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