DE4329283A1 - Drehkopf für Kristallziehanlagen für die Durchführung des Czochralski-Prozesses - Google Patents
Drehkopf für Kristallziehanlagen für die Durchführung des Czochralski-ProzessesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehkopf für Kristallziehanlagen für die Durch
führung des Czochralski-Prozesses mit einer um eine senkrechte Drehachse
drehbaren Bezugsplattform, die im Bereich dieser Drehachse eine senkrechte
Durchführungsöffnung für ein aufwickelbares Zugorgan besitzt und auf der ein
Antriebsaggregat für den Antrieb einer waagrechten Welle angeordnet ist, auf
der verdrehfest aber axial verschiebbar eine Wickeltrommel mit einer schrau
benlinienförmigen Wickelnut für die Aufnahme des Zugorgans gelagert ist, und
mit einer Führungseinrichtung für die axiale Verschiebung der Wickeltrommel in
der Weise, daß das von der Wickeltrommel auf- und abwärts bewegte Zugorgan
in der Drehachse verläuft.
Derartige Drehköpfe, die bei Verwendung eines Seils als Zugorgan auch als
Seildrehköpfe bezeichnet werden, sind bekannt. Sie dienen dazu, einen nach
der Czochralski-Methode gebildeten Kristall aus der in einem Schmelztiegel
befindlichen Schmelze nach oben zu ziehen und hierbei gleichzeitig dem ge
zogenen Kristall eine Drehbewegung um seine Längsachse zu überlagern. Es
ist herbei eine zwingende Voraussetzung, daß sowohl die Hub- als auch die
Drehbewegung des Kristalls möglichst gleichförmig, insbesondere aber voll
ständig ruckfrei durchgeführt werden. Da in dem Drehkopf üblicherweise der
gleiche Druck herrscht wie in der Kristallziehanlage, nach Möglichkeit aber
keine kondensationsfähigen Stoffe aus der Kristallziehanlage in den Drehkopf
gelangen sollen, ist die Durchführungsöffnung in der Bezugsplattform relativ eng
ausgebildet. Das Zugorgan muß hierbei möglichst koaxial in der Durchfüh
rungsöffnung geführt werden. Da das Zugorgan auf der Wickeltrommel in einer
schraubenlinienförmigen Bahn aufgewickelt wird, muß die Wickeltrommel in
Richtung ihrer Längsachse so nachgeführt werden, daß die Achse des Zug
organs stets mit der Achse der Durchführungsöffnung zusammenfällt. In der
Nähe der Wickeltrommel verläuft das Zugorgan im wesentlichen tangential zur
Oberfläche der Wickeltrommel.
Bei den bekannten Drehköpfen hat man die axiale Nachführung der Wickel
trommel in der Weise bewirkt, daß entweder eine konkave Führungsrolle am
Zugorgan angreift und dieses in die Wickelnut preßt, oder daß eine konvexe
Führungsrolle in der Nähe des Zugorgans in die Wickelnut eingreift. Hierbei
entsteht jedoch ein unerwünschter Abrieb, der nicht zuletzt auf ein Kondensat
zurückzuführen ist, das sich auf der Oberfläche des Zugorgans bildet, gele
gentlich auch auf der Oberfläche der Wickeltrommel. Vor allem aber gewähr
leisten die bekannten Lösungen keinen sehr weitgehend ruckfreien Betrieb, so
daß Störungen des Ziehprozesses zu beobachten waren. Der bereits erwähnte
Abrieb kann dabei durch die Durchgangsöffnung in der Bezugsplattform in die
senkrecht darunter befindliche Schmelze fallen, was im Hinblick auf die außer
ordentlich hohen Reinheitsforderungen der gezogenen Kristalle zu einer weite
ren Beeinträchtigung des Ziehprozesses führt.
Durch den Ausdruck "Bezugsplattform" ist nicht unbedingt eine rotierende Kreis
scheibe definiert, sondern in ganz allgemeiner Form eine sich drehende Ebene,
auf der die mechanischen Teile des Drehkopfes angeordnet sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Drehkopf der eingangs
angegebenen Art dahingehend zu verbessern, daß die rotatorische und axiale
Bewegung der Wickeltrommel ruckfrei erfolgt und daß insbesondere im Bereich
über der Durchführungsöffnung kein Abrieb gebildet wird, der durch die besagte
Durchführungsöffnung in die Kristallziehanlage fallen könnte.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem eingangs angegebenen
Drehkopf erfindungsgemäß dadurch, daß auf der waagrechten Welle an einer
von der senkrechten Drehachse entfernten Stelle ein mit der waagrechten Welle
drehbares schraubenlinienförmiges Führungselement gleicher Steigung wie die
Wickelnut angeordnet ist, wobei das Führungselement derart mit einer Füh
rungsmutter zusammenwirkt, daß der tangential von der Wickeltrommel weg
weisende Teil des Zugorgans in der senkrechten Drehachse geführt ist.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird eine ruckfreie gleichförmige Nachfüh
rung der Wickeltrommel in waagerechter Richtung erreicht, und es wird insbeson
dere die Entstehung von Abrieb wesentlich unterdrückt; insbesondere entsteht
durch die erfindungsgemäße Führungseinrichtung keinerlei Abrieb im Bereich
der senkrechten Durchführungsöffnung für das aufwickelbare Zugorgan. Der Er
findungsgegenstand läßt sich in äußerst kompakter Bauweise mit größtenteils
genormten Bauteilen ausführen, wobei sich eine geringere Anzahl von Teilen
als beim Stand der Technik im Vakuum befinden. Die Montage ist einfacher, da
sich die Ausrichtung des Zugorgans auf die Durchführungsöffnung in der Be
zugsplattform praktisch zwangsläufig ergibt, und die Betriebssicherheit wird zu
sätzlich erhöht.
Das Zusammenwirken zwischen dem schraubenlinienförmigen Führungselement
und der zugehörigen Führungsmutter läßt sich im Zuge einer weiteren Ausge
staltung der Erfindung unterschiedlich gestalten:
Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist das schraubenlinienförmige
Führungselement auf der Oberfläche einer Verlängerung der Wickeltrommel an
geordnet, und die Führungsmutter ist relativ zur Bezugsplattform festgelegt oder
bildet sogar einen integralen Teil eines auf der Bezugsplattform angeordneten
Gehäuses, in dem die Wickeltrommel und deren Antriebsaggregat angeordnet
sind.
Bei einer zweiten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist das schrau
benlinienförmige Führungselement auf der Oberfläche der waagrechten Welle
angeordnet, und die Führungsmutter ist gegenüber der Bezugsplattform ver
drehfest aber mit der Wickeltrommel axial verschiebbar angeordnet.
Die vorstehend beschriebenen schraubenlinienförmigen Führungselemente
können gleichfalls in unterschiedlicher Weise gestaltet sein. So ist es möglich,
die betreffenden Führungselemente als erhabene Schraubengänge mit gleicher
Steigung wie die Wickelnut auszuführen. Die Führungsmutter hat alsdann eine
jeweils hierzu komplementäre Form.
Es ist aber mit besonderem Vorteil verbunden, wenn das schraubenlinienförmi
ge Führungselement als Führungsnut ausgebildet ist und die Führungsmutter
über umlaufende Kugeln mit der Führungsnut zusammenwirkt. Die Gesamtan
ordnung bildet somit eine Art "Kugelumlaufspindel", die besonders verschleiß-
und ruckfrei arbeitet und die gestellten Anforderungen in vollem Umfange erfüllt.
Es ist im Zuge einer wiederum weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgegen
standes von besonderem Vorteil, wenn die Wickeltrommel mittels einer ein
gesetzten Kugelbüchse verdrehfest, aber in Längsrichtung verschiebbar, auf der
Welle gelagert ist. Die waagrechte Welle ist hierbei zweckmäßig als Keilnut
welle ausgeführt, wobei die achsparallelen Keilnuten zur Aufnahme der Kugeln
der Kugelbüchse dienen. Hierdurch wird die Ruckfreiheit der axialen Nach
führung zusätzlich gesteigert.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend
anhand der Fig. 1 bis 4 näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen teilweisen Vertikalschnitt entlang der Drehachse A-A durch
eine Kristallziehanlage für die Durchführung der Czochralski-
Methode,
Fig. 2 einen vertikalen Axialschnitt entlang der waagrechten Achse H-H
durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines sogenannten Dreh
kopfes,
Fig. 3 einen teilweise axialen Vertikalschnitt entlang der horizontalen
Achse H-H durch ein zweites Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes und
Fig. 4 einen vertikalen Radialschnitt durch eine Wickeltrommel im
Bereich des Endes und der Befestigungsstelle des flexiblen
Zugorgans.
In Fig. 1 ist eine Kristallziehanlage für die Durchführung des Verfahrens nach
Czochralski dargestellt, zu der eine gasdichte Kammer 2 gehört, die an nicht
dargestellte Vakuumpumpen angeschlossen ist. In der Kammer 2 befindet sich
ein Schmelztiegel 3, der von einer Induktionsspule 4 umgeben ist, durch die der
Inhalt des Schmelztiegels 3 aufgeschmolzen und auf der erforderlichen Tempe
ratur für den Ziehprozeß gehalten wird. Der Schmelztiegel 3 ist über eine Hub
stange 5 mit einem nicht dargestellten Vertikalantrieb verbunden, mit der die
Hubstange 5 in Richtung des Doppelpfeils 6 auf- und abwärts bewegt werden
kann. Dadurch kann die Oberfläche 7 der Schmelze 8 auf einer konstanten
Höhe gehalten werden. Die Kammer 2 ist auf einem Traggerüst 9 angeordnet.
Aus der Schmelze 8 wird ein Kristall 10 mit geregelter Geschwindigkeit nach
oben gezogen, wobei dieser Kristall durch einen Drehkopf 11 gleichzeitig in
Drehung versetzt wird. Der Drehkopf 11 wird anhand der Fig. 2 noch näher
erläutert; er ist auf einer Verlängerung 12a einer der Tragstützen 12 des Trag
gerüstes 9 montiert. Vom Drehkopf 11 führt ein flexibles Zugorgan 13, das im
vorliegenden Fall als Zugseil ausgebildet ist, in die Kammer 2. An diesem Zug
organ 13 hängt mittels eines Keimkristallhalters 14 der besagte Kristall 10. Die
Schilderung weiterer Einzelheiten erübrigt sich, da - mit Ausnahme des Dreh
kopfes 11 eine derartige Kristallziehanlage zum Stande der Technik gehört.
In Fig. 2 ist der Drehkopf 11 in Fig. 1 teilweise in zwei senkrechten Ebenen
geschnitten dargestellt, die durch die senkrechte Drehachse A-A und die
waagrechte Achse H-H einer Wickeltrommel 15 für das Zugorgan 13 definiert
sind. Zum Drehkopf 11 gehört eine Bezugsplattform 16, die Teil eines weitgehend
geschlossenen Gehäuses 17 ist, das die Wickeltrommel 15 mit Abstand umgibt.
Das Gehäuse 17 besitzt zwei Lagerstellen 18 und 19 in den Stirnwänden 20 und
21 des Gehäuses 17. In diesen Lagerstellen 18 und 19 ist eine waagrechte
Welle 22 gelagert, die an ihrem einen Ende durch ein elektrisches Antriebs
aggregat 23 angetrieben wird, zu dem hier nicht dargestellte Untersetzungs
getriebe gehören.
Die Bezugsplattform 16 ist mit einer senkrechten Hohlwelle 24 ausgestattet, die
die Drehachse A-A definiert und eine zu dieser Achse konzentrische Durchfüh
rungsöffnung 25 besitzt, die auch durch die Bezugsplattform 16 hindurchgeht.
Durch diese Durchführungsöffnung 25 ist das Zugorgan 13 hindurchgeführt. Die
Hohlwelle 24 ist mittels zweier nur angedeuteter Wälzlager in einem
Lagergehäuse 26 gelagert, das wiederum auf dem in Fig. 1 gezeigten Ausleger
12b der Tragstütze 12 befestigt ist. Das Lagergehäuse 26 ist gegenüber der
Hohlwelle 24 abgedichtet und auch gasdicht mit der Kammer 2 verbunden.
Ferner ist auch das Gehäuse 17 gasdicht ausgeführt, so daß sich über die
Durchführungsöffnung 25 im Gehäuse 17 der gleiche Druck einstellen kann wie
in der Kammer 2.
Die waagrechte Welle 22 besitzt auf ihrem Umfang einen Keil 22a, der zur ver
drehsicheren Führung der Wickeltrommel 15 dient. Zu diesem Zweck ist die
Wickeltrommel 15 mittels einer eingesetzten Kugelbüchse 27 axial beweglich
auf der Welle 22 geführt. Weitere Einzelheiten dieser Führung sind Fig. 4 zu
entnehmen. Die Kugelbüchse 27 ist ihrerseits über eine Paßfeder 28 ver
drehfest mit der Wickeltrommel 15 verbunden, die auf ihrer Oberfläche mit einer
schraubenlinienförmigen Wickelnut 29 für die Aufnahme des Zugorgans 13
versehen ist. Das Zugorgan 13 läuft in etwa tangential auf die Wickeltrommel 15
auf und legt sich alsdann in die Wickelnut 29.
Auf der waagrechten Welle 22 ist an einer von der senkrechten Drehachse A-A
entfernten Stelle ein mit der Welle 22 drehbares schraubenlinienförmiges Füh
rungselement 30 angeordnet, das die gleiche Steigung wie die Wickelnut 29 be
sitzt. Dieses Führungselement 30 wirkt in der Weise mit einer Führungsmutter
31 zusammen, daß der tangential von der Wickeltrommel 15 wegweisende Teil
des Zugorgans 13 in der Drehachse A-A geführt ist.
Im vorliegenden Fall ist das schraubenlinienförmige Führungselement 30 auf
der Oberfläche einer Verlängerung 15a der Wickeltrommel 15 angeordnet, und
die Führungsmutter 31 ist relativ zur Bezugsplattform 16 festgelegt, d. h. mit dem
Gehäuse 17 verschraubt. Alternativ ist es möglich, das Gehäuse 17 und die
Führungsmutter 31 aus einem Teil auszubilden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das schraubenlinienförmige Füh
rungselement 30 als Führungsnut ausgebildet, und die Führungsmutter 31 wirkt
über umlaufende Kugeln 32 mit der Führungsnut zusammen.
Wegen der Identität der Steigungen und der Steigungsrichtung von Wickelnut
29 und Führungselement 30 (Führungsnut) wird die Wickeltrommel 15 nach
Maßgabe der Ab- oder Aufwicklung des Zugorgans 13 stets in dem Sinne ver
schoben, daß die Achse des Zugorgans stets koaxial zur Achse A-A bzw. zur
Durchführungsöffnung 15 verläuft.
Zur Herbeiführung einer Drehbewegung der Bezugsplattform 16 mit der Wickel
trommel 15 um die Systemachse A-A befindet sich auf der Oberseite des Ge
häuses 17 ein elektrischer Getriebemotor 33 mit einer Hohlwelle 34, die mit dem
Gehäuse 17 verbunden ist. Durch die Hohlwelle 34 sind die elektrischen An
schlußleitungen für Regelung und Antrieb der elektrischen Einrichtungen hin
durchgeführt, was hier jedoch nicht näher dargestellt ist. Die Verbindung mit
äußeren Anschlüssen erfolgt über ein Schleifringsystem 35, das jedoch gleich
falls nur schematisch dargestellt ist. Der stationäre Teil des Getriebemotors 33
ist über einen Bügel 36 mit dem Lagergehäuse 26 verbunden, das sich wieder
um gegenüber der Kammer 2 und dem Ausleger 12b im Ruhezustand befindet.
Der Bügel 36 ist in der Weise um die Bezugsplattform 16 bzw. das Gehäuse 17
mit dem Antriebsaggregat 23 herumgeführt, daß eine freie Beweglichkeit gege
ben ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind gleiche Teile wie in Fig. 2 mit
gleichen Bezugszeichen versehen, so daß sich Wiederholungen erübrigen. Im
vorliegenden Fall ist die Wickeltrommel 37 verkürzt ausgebildet, d. h. sie trägt im
wesentlichen nur eine Wickelnut 29. Die waagrechte Welle 38 ist abgesetzt
ausgebildet und trägt auf ihrem verjüngten Ende 38a gleichfalls einen schrau
benlinienförmiges Führungselement 39, mit dem eine Führungsmutter 40 zu
sammenwirkt. Diese Führungsmutter 40 ist - durch nicht dargestellte Mittel -
zwar gegenüber der Bezugsplattform 16 verdrehfest angeordnet, zugleich aber
mit der Wickeltrommel 37 axial verschiebbar. Auch das schraubenlinienförmige
Führungselement 39 ist im vorliegenden Fall als Führungsnut ausgebildet, und
auch hierbei steht die Führungsmutter 40 über umlaufende Kugeln 32 mit der
Führungsnut in Verbindung. Das schraubenlinienförmige Führungselement 39
(Führungsnut) hat auch in diesem Falle die gleiche Steigung und die gleiche
Steigungsrichtung wie die Wickelnut 29, so daß auch bei dieser Ausführungs
form das Zugorgan 13 stets konzentrisch in der Durchführungsöffnung 25 ge
führt ist. Die in diesem Fall gegebene Axialbewegung der Führungsmutter 40
wird durch Laschen 41 unter Zwischenschaltung eines Axiallagers 42 auf die
Wickeltrommel 37 übertragen. Die Wickeltrommel 37 ist in analoger Weise auf
der Welle 38 gelagert, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.
In Fig. 4 ist die waagrechte Welle 22 gemäß Fig. 2 mit ihrem Keil 22a darge
stellt, wobei diese Welle 22 unter Zwischenschaltung von Kugeln 43 die bereits
beschriebene Kugelbüchse 27 in Umfangsrichtung mitnimmt, in axialer Richtung
aber die bereits beschriebene Bewegung zuläßt. Es ist weiterhin dargestellt,
daß das Ende des Zugorgans 13 ein im Durchmesser größeres Endstück 44
besitzt, mit dem das Zugorgan 13 in einer etwa tangentialen Bohrung 45 der
Wickeltrommel 15 bzw. 37 gehalten ist. In dem mit der Bezugsplattform 16 ver
bundenen Gehäuse 17 befindet sich eine verschließbare Öffnung 46, mit der
das Endstück 44 des Zugorgans 13 in eine Fluchtstellung bringbar ist. Die Öff
nung 46 ist durch einen Schraubstopfen 47 gasdicht verschlossen. Nach dem
Abnehmen des Schraubstopfens 47 läßt sich das Zugorgan 13 durch die Öff
nung 46 ins Freie schieben, wo alsdann das Endstück 44 vom Zugorgan 13 ge
löst werden kann. Auf diese Weise läßt sich das Zugorgan 13 ohne weitere De
montage aus dem Drehkopf herausnehmen.
Üblicherweise wird das flexible Zugorgan 13 als Stahlseil aus einem temperatur-
und korrosionsbeständigen Werkstoff ausgeführt. Es ist jedoch denkbar, als
Zugorgan eine feingliedrige Kette oder vergleichbare Mittel zu verwenden.
Claims (6)
1. Drehkopf (11) für Kristallziehanlagen (1) für die Durchführung des
Czochralski-Prozesses mit einer um eine senkrechte Drehachse (A-A)
drehbaren Bezugsplattform (16), die im Bereich dieser Drehachse eine
senkrechte Durchführungsöffnung (25) für ein aufwickelbares Zugorgan (13)
besitzt und auf der ein Antriebsaggregat (23) für den Antrieb einer
waagrechten Welle (22, 38) angeordnet ist, auf der verdrehfest aber axial
verschiebbar eine Wickeltrommel (15, 37) mit einer schraubenlinienförmigen
Wickelnut (29) für die Aufnahme des Zugorgans gelagert ist, und mit einer
Führungseinrichtung für die axiale Verschiebung der Wickeltrommel in der
Weise, daß das von der Wickeltrommel auf- und abwärts bewegte Zugorgan
in der Drehachse (A-A) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
waagrechten Welle (22, 38) an einer von der senkrechten Drehachse (A-A)
entfernten Stelle ein mit der waagrechten Welle drehbares schraubenlinien
förmiges Führungselement (30, 39) gleicher Steigung wie die Wickelnut an
geordnet ist, wobei das Führungselement derart mit einer Führungsmutter
(31, 40) zusammenwirkt, daß der tangential von der Wickeltrommel (15, 37)
wegweisende Teil des Zugorgans (13) in der senkrechten Drehachse (A-A)
geführt ist.
2. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schrauben
linienförmige Führungselement (30) auf der Oberfläche einer Verlängerung
(15a) der Wickeltrommel (15) angeordnet ist und daß die Führungsmutter
(31) relativ zur Bezugsplattform (16) festgelegt ist.
3. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schrauben
linienförmige Führungselement (39) auf der Oberfläche der waagrechten
Welle (38) angeordnet ist und daß die Führungsmutter (40) gegenüber der
Bezugsplattform (16) verdrehfest aber mit der Wickeltrommel (39) axial
verschiebbar angeordnet ist.
4. Drehkopf nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
schraubenförmige Führungselement (30, 39) als Führungsnut ausgebildet
und daß die Führungsmutter (31, 40) über umlaufende Kugeln (32) mit der
Führungsnut zusammenwirkt.
5. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickeltrom
mel (15, 37) mittels einer eingesetzten Kugelbüchse (27) verdrehfest, aber in
Längsrichtung verschiebbar, auf der Welle (22) gelagert ist.
6. Drehkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des
Zugorgans (13) ein im Durchmesser größeres Endstück (44) besitzt, mit dem
das Zugorgan (13) in einer etwa tangentialen Bohrung (45) in der
Wickeltrommel (15, 37) gehalten ist, und daß sich in einem mit der Bezugs
plattform (16) verbundenen Gehäuse (17) eine verschließbare Öffnung (46)
befindet, mit der das Endstück (44) des Zugorgans in eine Fluchtstellung
bringbar ist.
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